Martin Compart


NEWS: DIE SOPRANOS by Martin Compart
28. September 2016, 1:38 pm
Filed under: NEWS, TV-Serien | Schlagwörter:

Jetzt in CRIME-TV:

https://crimetvweb.wordpress.com/2016/09/28/die-sopranos/



IN EIGENER SACHE by Martin Compart
25. September 2016, 10:55 pm
Filed under: Dutroux, Essen & Trinken | Schlagwörter: , , ,

Da ich immer häufiger zu anti-kapitalistischen Haltungen neige, beantrage ich hiermit die komplette Überwachung meiner Person durch den Verfassungsschutz. Gleichzeitig bitte ich um Amtshilfe durch die NSA.



NEWS: HARRY O by Martin Compart
23. September 2016, 2:27 pm
Filed under: NEWS, Noir, TV-Serien | Schlagwörter: , ,

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Der vergessenen PI-Klassiker im CRIME TV-Blog:

https://crimetvweb.wordpress.com/2016/09/23/harry-o-der-vergessene-pi-klassiker/

und 51oargwg3ll1

https://crimetvweb.wordpress.com/2016/09/23/kobra-uebernehmen-sie/

 



NEWS: Neue Page by Martin Compart
20. September 2016, 3:27 pm
Filed under: Allgemein

Soeben wurde mein neuer Blog eröffnet:

https://crimetvweb.wordpress.com/



HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, MARC DUTROUX by Martin Compart
16. September 2016, 10:14 am
Filed under: Dutroux, MEILENSTEINE DER VERBLÖDUNG, Parasiten, Politik & Geschichte, SODOM-KONTRAKT | Schlagwörter: ,

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Ein makaberes Jubiläum war am 13.August zu feiern: Der 20.Jahrestag der Festnahme von Marc Dutroux, dem mittleren Rädchen des europäischen Kinderschänder- und Kindermörder-Rings in Belgien.

Bis heute sind mehr Fragen offen, als beantwortet.

Der Prozess gegen ihn war eine Farce (geradezu ein Schau-Prozess, dem Absprachen mit Angeklagten und Zeugen voran ging), wie man sie früher (?) aus Osteuropäischen Ländern kannte. Das bemerkenswerteste am Prozess waren ein vermutlich inzwischen eingekauftes Opfer und das Dutroux im Knast immer fetter wurde.

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Die von der Polizei beschlagnahmten Videos mit Orgien, in denen Kinder vergewaltigt und umgebracht wurden, sind angeblich bis heute nicht ausgewertet. Vermutlich sind darauf Personen des öffentlichen Interesses zu sehen, die wir aus Wirtschaft und Politik kennen, und die in EU-Organisationen tätig sind. Von Anfang an, trotz Spuren nach und Verknüpfungen mit Berlin, Holland, Italien und anderen Ländern, wurde alles dafür getan, die Affäre Dutroux (die wohl eher Affäre Nihoul genannt werden sollte; aber Nihoul stand in der Hierarchie der Organisation weit über Dutroux und ist längst in Freiheit) zu einer rein belgischen Angelegenheit zu erklären. Das bezieht sich auf die Organisation ebenso wie auf ihre Kundschaft. Es wäre damals Sprengstoff gewesen und wäre es heute noch, wenn sich herausstellen würde, das prominente EU-Vertreter gerne die Freizeitangebote von Nihoul auf dem von der Mafia erworbenen Schloss nutzten, um ihre de Sade-Fantasien auszuleben.

Ein Buch, das signalisiert: Ich halte mein hässliches Maul, hätte aber gerne weiterhin Geld.

Ein Buch, das signalisiert: Ich halte mein hässliches Maul, hätte aber gerne weiterhin Geld.

Der Journalist Piet Eekman recherchiert in der ZDF-Reportage „Die Spur der Kinderschänder“, dass an die dreißig Zeugen und Journalisten „unter mysteriösen Umständen“ gestorben sind, die jede rechtsstaatliche Polizei und Staatsanwaltschaft als Morde eingestuft hätte (siehe auch DODE GETUIGEN von Douglas DeConinck, Antwerpen, 2004. Das Buch ist zur Zeit bei Amazon „nicht verfügbar“. Selbstverständlich).

Die Verbindung zu den britischen Ringen (nicht nur der Fall Saville, auch zu Dolphin House und somit zu britischen Politikern) war schon damals durch die Kreatur Warwick Spinks erkennbar, was der renommierte Journalist Nick Davies bereits 2000 im The Guardian beschrieb.

 

Ich wollte bereits Ende der 1990er ein Sachbuch über diese Affäre schreiben, da die Vertuschungen so ins Auge sprangen, wie bis zehn Jahre zuvor bei GLADIO. Ich fragte verschiedene Zeitschriften und Buchverlage bezüglich eines Vertrages und der Recherche-Finanzierungen an. Kein Interesse. Trotz meines gesunden Selbstbewusstseins und journalistischer Erfahrung, dachte ich, dass dies an meiner umstritten Person lag und einige der angefragten Medien ihre etablierten Trüffelschweine losgejagt hätten oder würden.

dode-getuigen1Aber alles, was, bis auf spätere Fernsehbeiträge, den großartigen Zeitungen und Magazinen dann erschien, war oberflächliches Abgeschreibsel aus der internationalen Presse und die Übernahme der offiziellen Version der Belgischen Behörden. Wie der Teufel das Weihwasser, mieden es die etablierten Medien – bis auf wenige Ausnahmen -, die richtigen Fragen zu stellen und die logischen Schlüsse zu ziehen. Lieber schrieb man den belgischen Staat auf das Korruptionsniveau eines 3.Welt-Landes herunter (was sich ja nicht widersprechen muss) und versuchte die alte Verschwörungstheorie vom „wirren Einzeltäter“ (plus Helfer plus Geldgier) durchzusetzen). Bis heute geht man bei uns nicht wirklich an dieser Kinder-Killer-Netzwerke heran, die bis in höchste Kreise führen (wie die britischen Ermittlungen bewiesen haben).

Wer also fragt: Was ist auf den sichergestellten Videos?

Der ist natürlich ein Verschwörungstheoretiker

Inzwischen hatte ich aber schon meine Schnauze tief in den belgischen EU-Kot eingetaucht und wollte aus puren Zorn nicht darauf verzichten, die gewonnenen verifizierten Informationen mit falsifizierten zu verknüpfen. Da mir die Geldmittel für weitergehende Recherchen fehlten (DER SPIEGEL zahlte 2001 für ein Interview mit Nihoul 1000 DM), wählte ich eine andere Form: Ich schrieb meinen ersten Roman, DER SODOM KONTRAKT (mit Zorn statt Tinte geschrieben).

Der Fall Dutroux wirkt bis heute fort. Offiziell haben wir nur die Spitze des Eisbergs verkündet bekommen. Medial ist „der Fall“ bis heute unbefriedigend behandelt (auch in der Fiktion). Aber wir dürfen ja auch nicht vergessen, das ein Geschäftsmodell wie Kindesmissbrauch mit Tötungsbonus für Arbeitsplätze sorgt, die nicht nur in der Illegalität (also steuerfrei) angesiedelt sind. Und wer für „sein schönes Hobby“(ehemalige Tarnbezeichnung der Täter)  nicht durch Erbe, Partei oder Job genug Geld hat um in den exklusiven Klub zu kommen, kann ja immer noch für Klimpergeld nach Asien.

Man darf sowas natürlich nicht mit Edathy oder anderen SPD-Freunden junger nackter Körper assoziieren; das ist wirklich eine andere Baustelle, in die man gar nicht erst hinein schauen möchte. Dutroux ist ja ein rein belgisches Phänomen, das nur durch puren Zufall in Brüssel (mit)spielt. Die EU kann ja nicht alles vernichten.

http://21stcenturywire.com/2014/07/12/revisited-uk-amsterdam-paedophile-snuff-movie-connection/https://isgp-studies.com/belgian-x-dossiers-of-the-dutroux-affair

https://isgp-studies.com/belgian-x-dossiers-of-the-dutroux-affair

Zum kulturgeschichtlichen Hintergrund:

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/netherlands/9153676/Dutch-Roman-Catholic-Church-castrated-at-least-10-boys.html

 

P-S.:

EIN MUTIGER PARLAMENTARIER, DER DEN FALL DUTROUX NICHT UNTER DEN TISCH KEHRT by Martin Compart

20. Februar 2013, 5:17 pm | Edit this
Filed under: Dutroux, Sodom Kontrakt | Schlagwörter:

Der Misthaufen, der sich belgisches Parlament nennt, hat zumindest einen harten Einzelkämpfer, der sich nicht einschüchtern lässt (also mehr als jedes deutsche Parlament).
Schaut euch Louis´ Debattednbeikträge in Youtube an, bevor auch er einem „tödlichen Unfall“ hat oder verzweifelt Selbstmord begeht. Tapfere Aufklärer wie Laurent Louis haben bekanntlich in Belgien keine lange Lebenserwartung.

 

INZWISCHEN ABSERVIERT!



AUF DER FLUCHT – DIE ERSTE CRIME-SYNTHESE DER TV-SERIENGESCHICHTE by Martin Compart
14. September 2016, 9:04 am
Filed under: AUF DER FLUCHT - THE FUGITIVE, TV-Serien | Schlagwörter: , , ,

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Pitch:

Ein Unschuldiger, wegen des Mordes an seiner Frau, zum Tode verurteilter, flieht durch die USA auf der Suche nach dem wahren Mörder.

AUF DER FLUCHT war eine der Seriensensationen des Nachkrieges. In der Bundesrepublik war sie ungeheuer populär und bannte jahrelang am Freitagabend um die 70% aller Fernsehzuschauer vor den Bildschirm. Dr.Kimble, alias David Janssen, war so bekannt wie der Bundeskanzler. Es war die erste überzeugende Synthese aus episodischen- und seriellen Erzählens der Fernsehgeschichte.

Als am 17.September 1963 der Sender ABC zur Musik von Pete Rugolo und der Erzählerstimme von William Conrad , der bei uns als Darsteller der Serienhelden CANNON und JAKE & THE FATMAN bekannt geworden ist, die erste Folge ausstrahlte, ahnte niemand, welche sensationelle Folgen das haben würde. Roy Huggins hatte den Verantwortlichen des Senders ABC lediglich seine Idee vorgetragen und sie damit so stark beeindruckt, dass die Fernsehbosse, ohne auch nur einen Blick auf die Präsentationsmappe oder das fertige Konzept zu werfen, die Serie umgehend in Auftrag gaben. So lautete eine Legende. Huggins letzte Version:

Die von Roy Huggins für die Produzenten Quinn Martin und Wilton Schiller konzipierte Serie gehört zu den erfolgreichsten Serien der Fernsehgeschichte und ist ein echter Klassiker. Die letzte Folge hielt 15 Jahre (bis zur DALLAS-Episode mit der Aufklärung, wer auf JR geschossen hat) den Rekord der höchsten Sehbeteiligung in den USA: 72%. Der weltweite Erfolg (die letzte Folge wurde gleichzeitig in Kanada, Europa und Australien ausgestrahlt und war somit das erste Fernsehereignis, dass die halbe Welt zeitgleich vor dem Bildschirm bannte) bescherte Quinn Martin Productions einen Gewinn von über 30 Millionen Dollar und machte David Jannsen zum Weltstar.

Auf dem Gipfel der Popularität hatte Barry Morse, der Kimbles unbarmherzigen Verfolger spielte, Probleme sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, ohne von Fernsehzuschauern beschimpft zu werden. Es war sicher auch eine kluge Entscheidung, die Serie auf ihrem Höhepunkt inhaltlich befriedigend zu beenden. Dieses Ende wurde Top-Secret behandelt; man hatte mehrere Alternativen gedreht und selbst die Schauspieler wussten nicht welche Version ausgestrahlt würde.

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Bei uns wurde der letzte Teil der längsten Flucht in der Geschichte des Fernsehens allerdings erst am 20.November ausgestrahlt, sinnigerweise der Tag, an dem Oberjäger Eduard Zimmermann zum ersten Mal mit XY UNGELÖST auf die Pirsch ging. In den 120 Folgen überlebte Kimble, wie ein englischer Fernsehkritiker errechnete, 30 Schlägereien, acht Schusswunden, vier Messerstiche, Amnesie und Lungenentzündung; er wurde zehnmal niedergeschlagen, war zeitweilig blind und wurde von Autos angefahren.

Viele Drehbücher, zu den Autoren gehörten Howard Browne, Hank Searls, Alan Caillou, Levinson & Link, hatten mehr mit dem Western SHANE (ein Fremder kommt in die Stadt und löst die Probleme der Einheimischen) zu tun, als mit  einem Krimi.

An hochkarätigen Gaststars, von Warren Oates, Charles Bronson bis Mickey Rooney und Anne Francis, war nie ein Mangel und es beeindruckt heute noch, mit wie wenig Gewalt die Serie auskam und wie geschickt jede Folge ein Höchstmaß an Spannung aufbaute.

Ein New Yorker Psychiater erklärte: „Normale Bürger leiden mit Kimble, weil er noch ärmer dran ist als sie selbst. Er ist ein ganz normaler Vorortbursche, der in einer Falle aus unglücklichen Umständen sitzt. Sein Verfolger Lieutnant Gerard (in der deutschen Fassung Kommissar) ist ganz klar ein Vertreter des Establishments. Und die Fiktion, dass sich ein Einzelner Woche für Woche gegen das System behaupten kann, hat schon fast therapeutischen Wert.“

AUF DER FLUCHT war die erste Serie, die prinzipiell und strukturell Zweifel an der Funktionstüchtigkeit des Systems Ausdruck verlieh und damit früh die politischen Spannungen, die so typisch für die 1960er Jahre waren, unterschwellig und offen ansprach. Jedem Zuschauer wurde verdeutlicht  dass der Justizapparat das Leben unschuldiger Bürger vernichten könne und würde. Das längste mediale Plädoyer gegen die Todesstrafe.

Lediglich Barry Norman von der Daily Mail war anderer Meinung als der Rest der Welt: „Ich glaube, Kimble ist schuldig. Er ist ein dreckiger Frauenmörder und sollte an der nächsten Straßenlaterne aufgehängt werden.“

Serienerfinder Roy Huggins erklärte einmal, dass er durch Victor Hugos im letzten Jahrhundert ähnlich viel Aufsehen erregenden Fortsetzungsroman LES MISERABLES zu der Serie angeregt worden war.

Der berühmte Noirautor David Goodis verklagte die Produzenten vergeblich wegen Plagiats: Er war der Meinung, die Serie sei direkt von seinem mit Humphrey Bogart verfilmten Roman DARK PASSAGE abgekupfert.

Ungewöhnlich für die frühen 60er Jahre war die Machart der Serie: bisher kannte man nur dramatische Serien, die ohne Fortsetzungscharakter abgeschlossene Episoden präsentierten. Ausgenommen natürlich Daily Soaps à la GENERAL HOSPITAL. tmxl2dl0u7ctvee9oluk7hj1ydxrcx0yvyieogiboafcn5m4u5lsfrdz2dewjpmo9muxw300Zwar wurde auch bei AUF DER FLUCHT jeweils eine abgeschlossene Geschichte erzählt (Ausnahme war die zweiteilige Folge die die Serie beendete), aber die endlose Flucht Dr.Kimbles sorgte für einen die einzelnen Folgen übergreifenden Spannungsbogen. Insofern war die Serie ein wichtiger Vorläufer für Fortsetzungsserien wie DALLAS, DENVER CLAN, HILL STREET BLUES oder CRIME STORY, die dieses Fortsetzungskonzept in den 80er Jahren perfektionierten.

1993 drehte Andrew Davis eine Filmversion mit Harrison Ford, die den Kinotrend zu Verfilmungen von Fernsehserien mit einleitete.

 

 

 

Roman:

Roger Fuller (Pseudonym für Don Tracy)Fear in a Desert Town, Pocket Books 1964.

J.M.Dillard: Auf der Flucht, Heyne 1993 (Novelisierung des Film-Drehbuchs).

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AUF DER FLUCHT

The Fugitive

USA 1963-67; 120×45 Min.; 90xSW,30xF.

 

Dr.*Richard Kimble … David Janssen

Lt.*Philip Gerard … Barry Morse

Fred Johnson, der Einarmige … Bill Raich

Donna Kimble … Jaqueline Scott

Marie Gerard … Barbara Rush

Leonard Taft … Richard Anderson

Helen Kimble in Rückblenden … Diana Brewster

 

 

 

 

 

 

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NEUER TRIUMPH VON SPD UND GRÜNEN IM KAMPF FÜR DIE ARMUT by Martin Compart
12. September 2016, 6:18 pm
Filed under: Ekelige Politiker, Essen & Trinken, NEWS, SPD, Stammtischgegröle | Schlagwörter: , ,

Es ist ja schon eine Weile her, als der Amateurfußballer Acker unter dem Kampfnamen Proll-Gert ins Kanzleramt einzog. Zusammen mit den Grünen machte er sich schnell an die Arbeit, um den Anteil der Milliardäre in Deutschland zu erhöhen. Das ließ sich durch Sozialabbau leicht gegen finanzieren, standen ihm doch Kapazitäten wie der Experte für brasillianische Bordellbesuche, Peter Hartz und andere intellektuelle Leichtgewichte (Rührup, Rieseter, Clement) zur Seite, immer darauf bedacht, die Armut durch Billiglöhne oder Riester-Rente zu mehren um die Lebenserwartung von Millionen zu schmälern (was sich ja nur positiv auf sichere Renten und Krankenkassenbeiträge auswirken würde, wenn die Milliardäre nicht immer weitere berechtigte Ansprüche stellen würden).gerhard_schroeder-7267521 Ähnlich wie sein britischer Guru Tony Blair, gelang es Proll-Gert ganze Schichten in Früh- bis Altersarmut zu bewegen.

Diese überzeugende Strategie der SPD (Partei des kleinen Mannes – was richtig ist, da unter den Milliardären verblüffend viele Kleinwüchsige zu beobachten sind) und der Grünen (die sich immer wieder voller Energie für Kita-Plätze in Schwabing oder Grünwald einsetzen) wird nun immer wirkungsvoller (auch dank christ-sozialer Freigeister wie Wolfgang Schäuble, der sogar die abgefahrenen Rollstuhlreifen dem afrikanischen Kontinent stiftetem damit Einheimische daraus robustes Schuhwerk basteln können, bevor sie sich auf ihre beschwerliche Reise nach Europa machen)-364177961

Jetzt kann Proll-Gerts Parteigenossin Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von NRW – wie gut unterrichtete Kreise berichten -, einen neuen Rekord für sich mit in Anspruch nehmen: von den 2 Millionen Kindern in Deutschland, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sind die Meisten (eine halbe Million) in NRW zu finden (wenn man denn den possierlichen Hungerbäuchen beim Schlemmen an den Tafeln zusehen möchte). Ein schöner Erfolg für die oft gescholtene rot (?)-grüne Landesregierung. Aber vergessen wir nicht: Ohne Kanzler Proll-Gert und seine SPD wäre wahrscheinlich heute noch Armut in Deutschland schwer vorstellbar gewesen! Dem weitsichtigen Billiglohn-Drücker  darf man seine Verdienste nicht absprechen, obwohl die Progression erst seit ein paar Jahren richtig greift (auch – und das sollte man auch anerkennen – durch die mutige Politik der großen Koalition, die unverdrossen Spur hält).

Wenn man jetzt noch etwas mehr das Gesundheitssystem justiert (und auch da ist ja schon viel erreicht), könnten wir auch quantitative- und qualitative Fortschritte bei der Kindersterblichkeit erreichen. Natürlich wäre es anmaßend,  afrikanisches- oder lateinamerikanisches Niveau erreichen zu wollen, aber and die Philippinen sollte man mittelfristig schon ran kommen (das Konzept der Müllmenschen im Inselstaat soll demnächst in ausgewählten Regionen des Ruhrgebiets als Pilot-Projekt getestet werden).

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Nochmals: Ein schöner Erfolg für die Landesregierung, der sie nun optimistischer in den anstehenden Wahlkampf entlässt.



JAGDTRIP von JACK KETCHUM by Martin Compart
7. September 2016, 3:22 pm
Filed under: Backwood, Bücher, Jack Ketchum, thriller | Schlagwörter: , , ,

Jack Ketchum gehört zu den sensibelsten Autoren, die ich kenne. Wenige schaffen es wie er, unter die Haut ihrer Personen zu schlüpfen, um sie dem Leser in ihrer (amerikanischen) Komplexität erfahrbar zu machen. Dabei geht er ebenso behutsam wie sparsam mit wohl gesetzten Worten um, die ihn auch stilistisch zu einem herausragenden Schriftsteller machen. Fast nie ein falsches Wort, fast nie ein Satz zuviel (weshalb seine relativ kurzen Romane sich aus der Masse des voluminösen und überflüssig umfangreichen Gestammels der Bestseller herausragen wie Leuchttürme am Meer des schlechten Geschmacks).

Ketchum erweckt nicht mit billigen Mitteln Sympathie oder Antipathie. Er kriecht unmerkbar in seine Charaktere und zeigt dem Leser ohne Wertungen, wie sie ticken, was sie antreibt. Nein, er zeigt es nicht nur: er macht es erfahrbar, Indem er sich jeder Bewertung enthält, muss der Leser für sich entscheiden, ob  ihm der Charakter und dessen Wertesystem gefällt. Reine Sympathieträger, wie der alte Mann in RED, sind relativ selten in Ketchums Werk, Das reine Böse hingegen existiert und bleibt unzureichend erklärbar. Auch für Ketchum, der sich  wie kein anderer Autor in die Struktur des Bösen hinein tasten kann; sowohl in seine Banalität, wie auch in seinen Horror.

41hyerz6xml-_uy200_1Er gilt bekanntlich als hervorstehender Vertreter sogenannter Horror-Literatur, als ultrabrutaler Slasher. Oberflächlich kann man JAGDTRIP auf dieser Ebene lesen, als einen furchtbaren Backwood-Thriller.  Tatsächlich hat er mit Clive Barker und anderen Slasher-Kings nur wenig gemeinsam. Seine Brutalität wurzelt in der Realität und nicht in der Pornographie. Sie hat weder kathartische Wirkung, noch lerntheoretische. Er gehört zu den wenigen Autoren der Weltliteratur, die dem Leser die Schrecken menschlicher Grausamkeiten so direkt erfahrbar machen wie einem Soldaten das erste Gemetzel. Er braucht kein übernatürlich Böses. Das Grauen sind die Menschen selbst.

Mit der Wucht seiner Worte durchdringt er den fiktionalen Panzer und trifft direkt in die Weichteile ungeschützter Empfindungen. Man kann sich daran nicht ergötzen oder wohlig schaudern. Man liest mit Schrecken und möchte es hinter sich bringen, kann dem aber nicht entgehen, weil es sich wie erlebte Realität anfühlt. Selbst der wohlbehütetste Leser weiß um diese Wahrhaftigkeit des Schreckens, der im selben Moment der Lektüre hundert- oder tausendfach „da draußen“ passiert.

Er hat einiges von Hemmingway.

Es gibt bessere und weniger gelungene Bücher von ihm. Aber jedes von ihnen ist lesenswert. Er reflektiert die Schrecken unserer Zeit so überzeugend und kunstvoll, dass sie uns tief berühren. Er  ist einer der überragenden Schriftsteller der Gegenwart, der beweist, das Einteilungen in Genres nur noch Marketingstrategie ist.

JAGDTRIP (COVER) ist von 1987 und erzählt die Geschichte eines völlig kaputten Vietnamveteranen, der nicht mehr in die Gesellschaft zurück findet, für die er in Südostasien Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat. Unfähig die Liebe seiner Frau und seines Sohnes zu ertragen, hat er sich tief in die kalifornischen Wälder zurückgezogen und lebt vom Marihuana-Anbau. Er fristet ein bescheidenes Leben in der Natur, während ihm die Stimmen des Krieges verfolgen und noch immer seine Wahrnehmung beherrschen.

Und dann kommt ein Trupp Wochenend-Camper in den Wald.

Mittelschichtsbürger mit ihren kleinen Bedürfnissen und Vorlieben, die sie nur ausleben können, weil Männer wie der Veteran überall auf der Welt ihre Seele verdorren lassen, indem sie für diese armseligen Privilegien bei Bedarf Männer, Frauen und Kinder töten.

Als sie sich vom einzigen geschäftsfähigen Rohstoff (Marihuanapflanzung) des Veteranen bedienen, bringt er ihnen den Krieg ins Heimatland. Normalerweise schreibt ein Rezensent hetzt: „Und dann beginnt eine Orgie der Gewalt.“ Aber Gewaltorgien sind zumindest für Psychopathen etwas freudiges. Ketchums Gewalt ist freudlos und – so wahnsinnig es klingt (siehe oben) – aufklärerisch, da er sie entzaubert.

Das ist ein alter Thriller-Topos aus den 1970 ern (Robert Stone, David Osborn etc.; fast ein Subgenre des Backwood-Thrillers), dessen bekannteste Umsetzung RAMBO von David Morrell  (der erste Roman und dessen Verfilmung, nicht der Folgeschrott) ist.

Ketchum gelang mit JAGDTRIP ein weiterer großer Roman, der schockierend verdeutlicht, dass unsere extrem egoistische Zivilisation nicht alleine in die Verdammung führt, sonder auch zur physischen Selbstvernichtung. Und nach der Lektüre fragt man sich, ob man in dieser soziopathischen  Zivilisation überhaupt (über)leben will.

Im schönen Vorwort erklärt Ketchum, wie es zu dem Buch kam, wie er einige Vietnamveteranen aushorchen durfte, warum er es schreiben musste und wie er sich schuldig fühlte. Genauso ehrlich und schonungslos, wie er seine Romane schreibt. Auch wenn er nicht in Südostasien war, Vietnam war auch Ketchums Krieg – der Krieg seiner Generation, der die intelligenteren und sensibleren bis heute prägt. Mit der Niederlage der Amerikaner wurde das reaktionäre Roll back eingeläutet.

JAGDTRIP ist einer der besten Kriegsveteranen-Romane. Auch ein bösartiger Thriller, der RAMBO wie ein Buch über den Heimkehrer von einem Darts-Tounier aussehen lässt. Es ist ein Roman über Traumata und eines der besten Bücher über das, was Kriege aus Menschen machen können. Und was ist die Grundlage von Kriegen? Das gierige alte Männer und Frauen dumme oder idealistische Männer und Frauen für ihre Wirtschaftsinteressen verheizen.

Heyne Verlag, 2016. 368 Seiten. 9,99 €

siehe auch: https://martincompart.wordpress.com/2013/01/02/thriller-die-man-gelesen-haben-sollte-evil-von-jack-ketchum/

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ZU UNRECHT IGNORIERTE SONGS by Martin Compart
4. September 2016, 1:33 pm
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,



EIN MANN WILL NACH OBEN – THE ART OF MORE by Martin Compart
1. September 2016, 4:32 pm
Filed under: DEUTSCHER-TV-SCHROTT, THE ART OF MORE, TV, TV-Serien | Schlagwörter: , ,

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„Sie haben nichts zu befürchten. Wenn Ihnen das FBI zu Nahe kommen sollte, würde ich mich sofort vor einen Bus werfen.“

„Falls sich das FBI für mich interessieren sollte, sorge ich dafür, dass der Bus pünktlich ist.“

Der Dialog charakterisiert vortrefflich die Grundstimmung von THE ART OF MORE-TÖDLICHE GIER, einer US-Serie, deren erste Staffel (10 Folgen)gerade durch Privat- und Kabelsender gereicht wird und dank ihrer pessimistischen Weltsicht und Intelligenz kein großes Publikum finden wird.

Erstmals entdeckt eine US-Serie die ekelige Welt der kommerziellen Kunstverwertung und Auktionshäuser. Da man dort natürlich keine „positiven“ Charaktere antrifft, gibt es in der Serie auch nur unterschiedlich graduierte Arschlöcher. Es gibt keine ehrliche Art, um eine Million Dollar zu verdienen, sagte Raymond Chandler. Wie unehrlich muss dann jemand sein, der 200 Millionen Dollar für ein Bild bezahlt?

 

Also etwas, womit ein tumber deutscher Serienredakteur nicht zurecht kommt (abgesehen davon, das ihn die komplexe Handlungsstruktur überfordern würde).

Also wieder ein Beispiel dafür, wie meilenweit überlegen – und anspruchsvoll im Vergleich – ausländische Serien sind. Inzwischen sind wir ja auch von Italienern (GOMORRHA), Franzosen (SPIN) und Belgiern (VERMISST) langfristig abgehängt.

Dabei könnte die Hauptperson direkt einem Hans Fallada-Roman, den man etwas auf noir gedreht hätte, entsprungen sein können. Ein ehemalige Kleinganove und Irak-Veteran, gespielt von Christopher Cooke, ist ein leidenschaftlicher Kunstliebhaber. Er nutzt seine alten Kontakte, um in das große Spiel der Auktionshäuser einzusteigen. An Plündergut heranzukommen, ist zwar kein Problem, bedingt aber auch blutige Verwicklungen. Aber nicht mal das reicht aus, um von den Snobs die Erlaubnis zum Kloreinigen zu bekommen. Denn die sind alle reich und verwechseln Bildung mit der Kenntnis von Preiskatalogen. Dank der Hilfe eines schwulen Kunstsammlers von Format und Bedeutung, ergattert er doch einen Job als Kundenberater. Und jetzt geht es richtig los. Bis Folge 5 werden die gruseligen Charaktere in ihrer hemmungslosen Gier und kleingeistigen Amoralität etabliert (Dennis Quaid gibt einen hinreißenden Donald Trump mit Niveau).

Ab dann drückt Serienerfinder und Hauptautor Chuck Rose das Gaspedal richtig durch und dreht seine oft hilflose Hauptfigur durch den Fleischwolf. In Nebenhandlungen darf er sich mit russischen Mafiosi schießen und Freundesverrat bekämpfen, bevor er im grandiosen Finish einen Arschtritt vom Establishment bekommt.

Cookes faszinierendes Spiel (alle Schauspieler sind natürlich vom Feinsten – allen voran die britischen) erinnert nicht nur an Colin Farrell (dessen Lichtdouble er sein könnte), sondern auch an Alain Delon in dem Sujet ähnlichen, unterschätzten Film L’homme pressé (1977). Er ist dauernd unter Druck, rast herum wie ein Berserker um ununterbrochen Locher zu stopfen, die das Fundament seines Kosmos zum Einstürzen bringen können. Im Gegensatz zum Kunst- und Antiquitätenjäger LOVEJOY (die langlebige britische Serie mit Ian McShane nach Jonathan Gash) nutzt Cooke die kulturellen Fetische nicht um sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, sondern um sich in einer vermeintlichen Elite einzugliedern. Er ist durch und durch ein anti-emanzipatorischer Unterschichtscharakter, programmiert auf gesellschaftlichen Aufstieg in einer durch und durch korrupten, anti-emanzipatorischen Gesellschaft, die. ohne historisches Bewusstsein,  auf dem Vulkan tanzt. Triviale Schatten des GROSSEN GATSBY liegen über der Serie, die das Leben der Soziopathen vor dem zu erwartenden zweiten Zusammenbruch des US-Kapitalismus spiegelt und beim Zuschauen Beklemmungen verursacht.

Es war die erste einstündige Drama-Serie von Sonys Streamingplattform CRACKLE und wurde am 19. November 2015 mit allen Folgen zum Verzehr präsentiert. Der hohe Zugriff und der prompte Verkauf in 25 liquide Länder, sorgte umgehend zum Auftrag für eine zweiten Staffel, nach der das Ende der ersten Season auch verlangt. Ein treffendes Bild der dekadenten Seite der Nutznießer des Kapitalismus.

ART OF MORE bietet hohes Tempo (nicht ganz so hoch wie CHOSEN), originelle Handlung und Milieu und jede Menge miese Typen, von denen man gar nicht genug kriegen kann.

P.S.: Aber auch in der Realität könnte Deutschland nicht mithalten. Blasse Stereotypen wie Maschmeyer reichen eben nur für MORD MIT SCHÖNER AUSSICHT oder SOKO HANNOVER. Und die zu „pimpen“, geht über die Vorstellungskraft unserer Biedermeier in den Redaktionen weit hinaus.

 

 

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