Martin Compart


ERINNERUNGEN AN JÖRG FAUSER by Martin Compart

DER LANGE WEG INS SCHLANGENMAUL 4/

Heute: GRUPPE OBERBAUMBRÜCKE

Was sind schon Schriftsteller, Kritiker und Autoren ohne einen Verein, der den Lauf der Zivilisation ändert?

1983 gründeten Peter Schmidt, Jörg und ich die GRUPPE OBERBAUMBRÜCKE mit Programm, Pressekonferenz und dem ganzen Kram. Georg Schmidt sorgte dafür, dass das Manifest im „TIP“ verbreitet wurde. Der Name basierte auf dem Ort, der beim Austausch von Spionen im Kalten Krieg bevorzugt wurde.
Das musste erstmal gefeiert werden.

Am nächsten Tag war ein Besuch in Ostberlin angesagt. Gemäß unserem Konzept für progressive Völkerfreundschaft und deutsche Thriller-Motive von internationalem Niveau.
Treffpunkt Kochstraße, mit der U zur Friedrichstraße. Ich hatte in der Nacht keine Gelegenheit gehabt, nach Hause zu gehen und führte das OBERBAUM-Manifest in der israelischen Kampfjacke mit.

Jörg und Schmidt kamen unbelästigt durch die Kontrollen.
Mich krallten sie sich und zogen das subversive Pamphlet aus der Brusttasche. Wahrscheinlich hatte ein Spitzel in der U-Bahn mitgekriegt, dass ich mir Sorgen wegen des mitgeführten Textes machte.

Das war’s.

Man verfrachtete mich in eine Zelle ohne Wasser. Nach durchzechter Nacht ganz klar ein Verstoß gegen die Genfer Konvention. Bautzen oder Sibirien?
Ob Markus Wolf einen Schläfer bei Ullstein gebrauchen könnte? Ich könnte die nächste Programmplanung verraten und mich damit freikaufen.

Mein ohnehin gestörtes Vertrauen in den real existierenden Sozialismus schwand von Minute zu Minute mehr, und ich fühlte mich Matthias Walden plötzlich so nahe, wie es nicht sein durfte.

Stunden später wurde ich entlassen. Das Papier dürfe ich bei der Ausreise aus der DDR wieder abholen. Elend durstig, kaufte ich mir am Getränkestand vor dem Bahnhof eine Art Flüssigkeit, die als „Klub-Cola“ in die Geschichte der deutschen Trennung eingegangen ist. Ich spie sie umgehend aus, und umgehend machte ich mich an die Ausreise. Die geschah innerhalb von zehn Minuten. Ich hatte für heute die Schnauze voll vom Arbeiter- und Bauernstaat.

Schmidt und Jörg hatten eine Stunde gewartet, bevor sie alleine los tobten. Jörg hatte zu Schmidt gesagt: „Jetzt hat er es in der Hand. Wenn sie ihn nach ein paar Jahren Gulag freikaufen, kommt er in den Vorstand von Springer.“
Ja, ein guter Freund denkt auch ans berufliche Vorwärtskommen seiner Kumpel.

Ich verzog mich umgehend in mein Domizil in der Kantstraße und legte mich hin. Da war ich wohl gerade noch einem Schicksal schlimmer als der Tod entkommen.
Ob West- oder Ost-Berlin – warum wollten sie mich denn bloß dauernd in den Knast stecken?

Abends wurde Sturm geklingelt. Ich turselte benommen zur Gegensprechanlage, und Jörg fragte aufgeregt: „Haben sie dich wieder laufen lassen? Wurdest du gefoltert?“
Wir gingen einen trinken. Jörg war neben der Spur. Der Nachmittag mit Schmidt hatte auch bei ihm Spuren hinterlassen.

Sie hatten ab Friedrichstraße einen Stasi im Schlepptau gehabt, der sie „unauffällig“ beschattete. Den Beiden machte das Spaß. Einmal klatschte Schmidt seine Hand mit voller Wucht gegen einen Baum und brüllte: „Jetzt klingeln der Stasi wieder die Ohren.“ In den Kneipen bestellten sie Wodka, bekamen zur Antwort, dass es nur Korn gäbe.
„Aber auf der Flasche steht Wodka, kannste nicht lesen? Gib uns Wodka!“, verlangte Schmidt, während sich auf Jörgs Stirn die Schweißperlen vermehrten.
Kein Feingefühl für das Empfinden der Besetzten.

Ende Januar 1985 hatte sich Gavin Lyall mal wieder in Berlin angesagt. Gavin war immer einer meiner Lieblingsautoren gewesen. Erst durch Abenteuer- und Action-Thriller wie MIDNIGHT PLUS ONE (Filmrechte kaufte der unvermeidbare Steve McQueen) oder THE MOST DANGEROUS GAME, später dann die MAJOR MAXIM-Serie und vier historische Spionage-Romane. In meinem ersten Monat hatte ich die deutschen Rechte an Lyall für Ullstein erworben. Es entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft daraus.
Natürlich kannte Jörg ebenfalls Gavins Bücher.

Ein guter Grund für ein Annual Dinner der Gruppe Oberbaumbrücke.

Wir luden dazu unseren Ehrenpräsidenten Ross Thomas ein, der so kurzfristig nicht konnte. Jörg hatte ihm geschrieben, dass wir ein paar Leute rausgeschmissen hätten und nun nur noch eine Handvoll Mitglieder wären.
Ross schrieb ihm zurück, wir sollten noch ein paar Leute rauswerfen, um ein wirklich exklusiver Verein zu werden.

Beim Interview in der ZDF-Doku VERRÄTER UND SPIONE.

Am 30. Januar trafen wir uns zum Dinner in einem höchst exklusiven Restaurant, das Jörg ausgesucht hatte, um unseren Ehrengast Gavin Lyall zu würdigen.

Jörg schrieb das Protokoll:

„Annual Dinner of Oberbaumbrücke, 30 January 1985 at Bamberger Reiter, Berlin. Present: Mr. M.Compart, Mr. W.Proll, Mr.J.Behrens, Mr.J.Fauser. Guest of Honour: Mr.Gavin Lyall. Order of the Day: Speech. Food. Drink. General amusement. “

Über das Dinner schrieb Gavin im OBSERVER:

„You don’t expect friends to be perfect. They want me to go to a small literary dinner where I know Martin will try to get me to drink Korn (dynamite-flavoured vodka), and Wolfgang (Proll) slipped on the ice and knocked out two teeth, which spoils his perfect English, and when he asked what he should wear for the dinner, Jörg said `Teeth ‚which tells you something about Jörg. Friends should be friendly, comfortable and sometimes exciting. That is how I would describe West Berlin.“

Wir hatten uns hingesetzt und die ersten Drinks genommen.

Jörg stand auf und schlug leicht gegen sein Glas. Dann legte er los:

Gentlemen, informed that one of the original members of Oberbaumbrücke had been defected, Mr. Ross Thomas, as our Honorary President, wrote: „I refuse to admit that the group has become defunct. Instead, it has only become more exclusive. With just a few more defections, it may well become the most exclusive organization in the world with a total membership of minus one.“

Introducing our guest of honour tonight I can now assure Mr.Thomas that even without more defections we have become exclusive. Or what could be more distinguished company than Mr.Gavin Lyall, of whom John London’s once wrote: „Good thriller writers are born, not made. They are one in a thousand – and Gavin Lyall is unmistakably of their company.“
In one of your novels, Mr.Lyall, you give a very vivid description of what it means for a professional pilot to be cut off from the daily weather report. This has struck me as a perfect image of what literature – at least the kind we at Oberbaumbrücke support – is all about.

The thriller is indeed like a weather report of the troubled regions of human existence, and to be cut off from these reports would be like being condemned to live permanently in the vast hall of an airport where everybody is on strike, staring at the disconnected announcement boards, cut off from reality.

The heroes of your novels – whether they are smugglers or pilots, hunters or soldiers – rank among the finest of their kind, because – however offhand they might approach their subject – they are performing reconnaissance missions for human qualities without which we could not survive as men and as writers: courage and loyalty.

Reading your novels one knows what kind of storms we are living through; but one draws also a very British kind of toughness from them: we shall endure.

I congratulate our group on having you with us tonight.

Der ultracoole Gavin hatte eine Träne im Auge.

Vor dem Dessert fragte Gavin in die Runde, ob und warum der Wald so eine starke Bedeutung für die Deutschen habe. Wir vier schnatterten aufgeregt eine halbe Stunde hin und her. Dann kamen wir mit dem epochalen Konsens: Nicht unbedingt für Städter, aber auch!
Gavin kam aus dem Grinsen nicht mehr raus.

Jörgs Originaltext

Gavins charmante und brillante Frau ist in GB selbst ein Star:



DR.HORROR ERKLÄRT DIE APOKALYPSE Teil 325 by Martin Compart

Seit Jahrzehnten wissen wir, wer der schlimmste Mann Deutschlands ist: Dr.Horror (beim BKA als Rolf Giesen geführt). Während wir freudig beim Kükenschreddern zusehen, legt sich Dr.Horror mit der heiligen Ex-Weinkönigin an. Erbärmlich!



IN EIGENER SACHE by Martin Compart
25. September 2016, 10:55 pm
Filed under: Dutroux, Essen & Trinken | Schlagwörter: , , ,

Da ich immer häufiger zu anti-kapitalistischen Haltungen neige, beantrage ich hiermit die komplette Überwachung meiner Person durch den Verfassungsschutz. Gleichzeitig bitte ich um Amtshilfe durch die NSA.



NEUER TRIUMPH VON SPD UND GRÜNEN IM KAMPF FÜR DIE ARMUT by Martin Compart
12. September 2016, 6:18 pm
Filed under: Ekelige Politiker, Essen & Trinken, NEWS, SPD, Stammtischgegröle | Schlagwörter: , ,

Es ist ja schon eine Weile her, als der Amateurfußballer Acker unter dem Kampfnamen Proll-Gert ins Kanzleramt einzog. Zusammen mit den Grünen machte er sich schnell an die Arbeit, um den Anteil der Milliardäre in Deutschland zu erhöhen. Das ließ sich durch Sozialabbau leicht gegen finanzieren, standen ihm doch Kapazitäten wie der Experte für brasillianische Bordellbesuche, Peter Hartz und andere intellektuelle Leichtgewichte (Rührup, Rieseter, Clement) zur Seite, immer darauf bedacht, die Armut durch Billiglöhne oder Riester-Rente zu mehren um die Lebenserwartung von Millionen zu schmälern (was sich ja nur positiv auf sichere Renten und Krankenkassenbeiträge auswirken würde, wenn die Milliardäre nicht immer weitere berechtigte Ansprüche stellen würden).gerhard_schroeder-7267521 Ähnlich wie sein britischer Guru Tony Blair, gelang es Proll-Gert ganze Schichten in Früh- bis Altersarmut zu bewegen.

Diese überzeugende Strategie der SPD (Partei des kleinen Mannes – was richtig ist, da unter den Milliardären verblüffend viele Kleinwüchsige zu beobachten sind) und der Grünen (die sich immer wieder voller Energie für Kita-Plätze in Schwabing oder Grünwald einsetzen) wird nun immer wirkungsvoller (auch dank christ-sozialer Freigeister wie Wolfgang Schäuble, der sogar die abgefahrenen Rollstuhlreifen dem afrikanischen Kontinent stiftetem damit Einheimische daraus robustes Schuhwerk basteln können, bevor sie sich auf ihre beschwerliche Reise nach Europa machen)-364177961

Jetzt kann Proll-Gerts Parteigenossin Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von NRW – wie gut unterrichtete Kreise berichten -, einen neuen Rekord für sich mit in Anspruch nehmen: von den 2 Millionen Kindern in Deutschland, die unterhalb der Armutsgrenze leben, sind die Meisten (eine halbe Million) in NRW zu finden (wenn man denn den possierlichen Hungerbäuchen beim Schlemmen an den Tafeln zusehen möchte). Ein schöner Erfolg für die oft gescholtene rot (?)-grüne Landesregierung. Aber vergessen wir nicht: Ohne Kanzler Proll-Gert und seine SPD wäre wahrscheinlich heute noch Armut in Deutschland schwer vorstellbar gewesen! Dem weitsichtigen Billiglohn-Drücker  darf man seine Verdienste nicht absprechen, obwohl die Progression erst seit ein paar Jahren richtig greift (auch – und das sollte man auch anerkennen – durch die mutige Politik der großen Koalition, die unverdrossen Spur hält).

Wenn man jetzt noch etwas mehr das Gesundheitssystem justiert (und auch da ist ja schon viel erreicht), könnten wir auch quantitative- und qualitative Fortschritte bei der Kindersterblichkeit erreichen. Natürlich wäre es anmaßend,  afrikanisches- oder lateinamerikanisches Niveau erreichen zu wollen, aber and die Philippinen sollte man mittelfristig schon ran kommen (das Konzept der Müllmenschen im Inselstaat soll demnächst in ausgewählten Regionen des Ruhrgebiets als Pilot-Projekt getestet werden).

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Nochmals: Ein schöner Erfolg für die Landesregierung, der sie nun optimistischer in den anstehenden Wahlkampf entlässt.



DURCHBRUCH IM KOALITIONSSTREIT! by Martin Compart
22. Mai 2016, 11:10 am
Filed under: Ekelige Politiker, Essen & Trinken, Stammtischgegröle | Schlagwörter: ,

christian-schmidt-interview[1]Schweineminister Nuk-Nuk hat sich durchgesetzt. Ab 2018 werden alle Rentner geschreddert, die nicht von Eigenkapital leben können oder eine Pension von unter 1000 euro haben. Gabriel, der Advokat des kleinen Mannes, setzte aber durch, dass sozialdemokratische Schrebergärtner von dieser restriktiven Rentenreform ausgenommen werden, wenn sie nachweisen können, dass sie Proll-Gert Schröder zugejubelt hatten.



Durchbruch beim Fracking! by Martin Compart
30. Juni 2014, 2:02 pm
Filed under: Ekelige Politiker, Essen & Trinken, Stammtischgegröle | Schlagwörter:

Pk Günther Oettinger

Bei Fracking-Versuchen in Niedersachsen wurde bei dem oben abgebildeten Bio-Top (oder ist es ein seniler Pavian?) ein entscheidender Durchbruch erzielt: Dämlichkeit in nie gekanntem Ausmaß kommt als Energiequelle in den Kreislauf. Börsendatierte Unternehmen wollen sich anschließen. Der Verbraucher kann sich freuen. Als nächstes steht das transatlantische Handelsabkommen mit den USA auf der Agenda. Dann gibt es Gift auch für den kleinen Geldbeutel.



SCHÄCHTEN by Martin Compart
18. März 2013, 4:14 pm
Filed under: Essen & Trinken, Politik & Geschichte, Tierschutz | Schlagwörter:

Liebe Freunde der Tiere,

der Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz hat eine Informationsbroschüre über das betäubungslose Schächten erstellt. Diese Informationskampagne wird in Deutschland von pro iure animalis, in der Schweiz vom Verein gegen Tierfabriken (www.VgT.ch[http://www.VgT.ch]) und in Österreich von Animal Spirit (www.animal-spirit.at[http://www.animal-spirit.at]) sowie von Tierschutz im Unterricht (www.tierschutzunterricht.at[http://www.tierschutzunterricht.at]) gefördert und unterstützt.

Diese aufrüttelnde Broschüre können Sie hier abrufen bzw. auch in gedruckter Form bestellen:
http://www.pro-iure-animalis.de/schaechten

Bringen Sie bitte auch die Kraft und den Mut auf, die zugehörigen Videos anzuschauen, damit Ihnen tatsächlich bewusst wird, von welch unvorstellbarer Grausamkeit hier unter dem Deckmantel der Religion gesprochen wird.

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1406&Itemid=54

Im Übrigen ist die kritisches Auseinandersetzung mit dem Schächten kein Phänomen unserer Tage. Bereits 1906 hat die Zeitschrift „Deutscher Tierfreund – Illustriere Monatsschrift für Tierschutz, Tierfunde, Tierzucht und Tierpflege“ das Thema kritisch aufgegriffen. In der Januar-Ausgabe werden die Ergebnisse einer Erhebung über das Betäubungs- und Schächtverfahren in 585 Schlachthöfen Deutschland veröffentlicht.

Ein Zwischenresümee von 1906 lautet: „Ein Schlachtverfahren, das von hunderten Sachverständigen in solch scharfer Weise in Grund und Boden verurteilt wird, hat im 20. Jahrhundert nicht mehr die Spur einer Berechtigung, auch selbst dann nicht, wenn es von einigen wenigen hunderttausend Menschen zu einer Religionshandlung erhoben wird. Eine wahre Religionshandlung verstößt nie gegen Sitten.“

In den Schlussfolgerungen heißt es: „Das heutige Betäubungslose Schächten der Israeliten ist in einem Lande mit sittlich hoch ausgebildetem Staatswesen streng zu verbieten. Die Blutentziehung ist nur an vorher blitzartig betäubten Tieren gestattet.“ Weiter heißt es: „Das betäubungslose Schächten ist tierquälerisch.“

Im weiteren Text finden sich zahlreiche Argumente die das betäubungslose Schächten verurteilen, die an Aktualität nach über 100 Jahren nichts verloren haben. Das Dokument zeigt vortrefflich, wie stagnierend sich jegliche Diskussion gestaltet, wenn religiöse Glaubenshandlungen die Grundlage bilden. Das komplette Dokument aus dem Jahre 1906 finden Sie hier:

http://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/deutscher_tierfreund_1906.pdf%5Bhttp://www.pro-iure-animalis.de/dokumente/deutscher_tierfreund_1906.pdf%5D

Schächten ist eine der grausamsten Methoden überhaupt, ein Tier zu töten. Vorgebliche Begründung für die Notwendigkeit des Schächtens sind Religionsvorschriften, die bis zu ca. 2.800 Jahre zurückreichen. Diese archaisch-brutalen Vorschriften werden mit rigider Konsequenz allerdings nur gegenüber der wehr- und rechtlosen Tierwelt umgesetzt.
Angebliche Gottesvorschriften aus der gleichen Zeit, die Brutalität, Genozid und Mord gegen Menschen fordern, befolgt man heute so gut wie nicht mehr, da diesem abstrusen Treiben die weltliche Gesetzgebung inzwischen einen Riegel vorgeschoben hat.
Damit Sie sich gezielt einmal über die Grausamkeit der „heiligen“ Vorschriften informieren können, haben wir eine Zusammenstellung aus den ersten Büchern der Bibel erstellt, die Grausamkeiten gegen den Mensch fordern.

Urteilen Sie also selbst, mit welcher Begründung diese „Gottesbefehle“ nicht mehr vollzogen werden, die Grausamkeiten jedoch gegen die Wehrlosesten, gegen die Tierwelt, beibehalten werden.
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1022&Itemid=54%5Bhttp://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1022&Itemid=54%5D

Es ist unbestreitbar ein Verbrechen, eine Glaubensvorstellung dargestellter Art – wie schauerlich weht uns dies alles, wie aus dem Grabe uralter Vergangenheit an! Sollte man glauben, daß so etwas noch geglaubt wird? (Friedrich Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 113) – über das Leben und Leiden real existierender Lebewesen zu stellen, das Recht auf freie Berufsausübung über Leid, Schmerz und Angst von Tieren zu stellen, die dem Menschen in seiner Leidensfähigkeit in nichts nachstehen.

Ein Staat, ein Mensch, der Phantasiewelten höher bewertet als das Leid in der Realität, hat sich moralisch diskreditiert, tritt alle menschlichen Werte und Wertvorstellungen in den Dreck des Profits, des eigenen Vorteils – er hat sich zum moralischen Paria zurückentwickelt. Solange Ehrfurcht vor dem Leben nur Ehrfurcht vor Menschenleben beinhaltet, ist jeder Humanismus grotesk und wertlos.

Es kommt aber noch die zweite Komponente hinzu. Innerhalb der Glaubensvorschriften werden die absurdesten Anweisungen, den Menschen betreffend, ausgeblendet und nicht befolgt. Mag es noch bei jedem einzelnen ein Privatvergnügen sein, sich an Kleidungs-, Waschungs- und Ernährungsvorschriften zu halten, die Tausende von Jahren zurückliegen, mag er diese Regeln zur Befriedigung seiner eigenen geistigen Sklaverei bis zum Exzess befolgen; er behindert und stört damit niemanden.

Kein Privatvergnügen ist es hingegen, wenn so konsequent, wie die menschbezogene Anordnungen der Todesbefehle in den „heiligen Schriften“ nicht befolgt werden, genauso konsequent Todesbefehle, welche die wehrlose Tierwelt betreffen, ausgeführt werden. Wir stehen vor einem sittlichen Skandal, einer ethischen Unredlichkeit erster Güte, einem moralischen Verbrechen.

(Siehe auch ausführlich zu diesem Thema „Die Seelenverkäufer“ http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=338&Itemid=89%5Bhttp://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=338&Itemid=89%5D)

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Weitere Infos unter:
http://www.pro-iure-animalis.de

[http://www.pro-iure-animalis.de]

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