Martin Compart


„SERIÖS“ – SERIENEXPERTEN, WIE SIE NUR DAS DEUTSCHE FERNSEHEN HERVORBRINGT by Martin Compart

Auch Serien-Spezialist Jochen König (https://www.krimi-couch.de/magazin/film-kino/) hat sich SERIÖS angetan:

Unglaublich. Es gibt eine Diskussionsreihe über Serien. Die der personifizierte Möchtegernstatus ist. Die kleine Gartenzwerghölle, diesmal nicht im Vorgarten, sondern in einem ach so heimelig eingerichteten Fernsehstudio.

Für alle, die direkt damit konfrontiert werden möchten, warum Deutsches Fernsehen der Horror ist. Man nehme drei mittlere Ausfälle (Kurt Krömer, Ralf Husmann, Annie „wer auch immer diese ‚Allesguckerin‘ ist“ Hoffmann) und einen Totalausfall (Annette „ich bin die ganz tolle Schreiberin von „Weißensee“, die sich supi auskennt mit allem und jedem und auch in Stereo biographieren kann“ Hess) und setze sie nach Vorbild des literarischen Quartetts zusammen (nur viel lockerer, mit nackte Füße auffe Couch und so), und lasse sie über Serien reden. Äh falsch, quatschen, quasseln, abgehen auf billigste Pointenjagd.

Pestlippen, die Lauch sind, aber so lit wie sonst was sein möchten.

Kontexte: Existieren nicht, ernsthafte Auseinandersetzung: Watt willsndu Alda, spinnsde? Perspektivisch und inhaltlich tiefgreifendere Themen zu eröffnen spielt keine Rolle.
Da hält Hess eine Lobrede auf den mäßig komischen und hochnotpeinlich chargierenden Ricky Gervais (ist sonst besser) als „Derek“, und moniert,dass Ekel im Serien-TV kaum eine Rolle spielt. „Derek“ hingegen…
Haben wir die (nicht mal ansatzweise erreichten) Vorlagen für „Derek“ nicht präsent? Monty Python und Little Britain waren weit wagemutiger, besser gespielt und längst da, wo „Derek“ möglicherweise hin möchte.
Die „League Of Gentleman“, „South Park“, die „Simpsons“, „Futurama“, selbst harmlose Serien wie „Inspector Barnaby“ (Leiche im Bierfass, aus dem munter getrunken – und anschließend gekotzt wird) und „Brokenwood“ (ist es Wein oder Natursekt?)widmen dem Thema „Ekel“ ungeteilte Aufmerksamkeit. Nur ein paar Beispiele unter vielen.

Bei „Seriös“ reichen sich Ignoranz, Ahnungslosigkeit, bemühte Witzischkeit und haarsträubende Vergleiche/Pointe die Hände („’Game Of Thrones‘ ist wie die ‚Lindenstraße‘. Viele Charaktere“).
Wer wie ich aus einer pietistisch angehauchten Gegend stammt, in der man nicht in den Keller geht, um zu lachen, sondern um sich zu geißeln, wird die Reihe zu schätzen wissen.

Auf die falscheste Art. Für den Rest ist es eine Übung in Fremdscham (und ein kleiner Blick auf den maroden Zustand des german televison, das nichts proudly zu präsentieren hat).

Ralf Husmann zieht sich noch am besten aus der Affäre. Er kennt sich mit dem Schämen für andere halt aus und erweckt zumindest manchmal den Eindruck, dass ihm die Sendung peinlich ist.

Merke: Wer nix mehr merkt merkt nix. Wenn man mal wissen will, was man garantiert nicht über Serien wissen will, ist man bei „One“ und in der Mediathek richtig:



To the fools in britain by Martin Compart



STERNSTUNDEN DER VERBLÖDUNG: ARD O(H)NE weiter ganz vorne! by Martin Compart
8. Dezember 2019, 12:54 pm
Filed under: Sternstunden der Verblödung, TV | Schlagwörter: , ,

„Was spannend war, war meinen Mann dabei zu beobachten, wie er das geguckt hat.“ (Wichtige Mitteilung: „Man wird es draußen an den Schirmen nicht glauben, aber ich hab einen.“)

Kennen Sie SERIÖS?
Ein Produkt der Geistesschwachen von der ARD: Vier ausgewiesene Idioten diskutieren Fernsehserien unter dem Niveau von Serienjunkies.de! Ja, das ist möglich – wie jetzt bewiesen!

In der Rezeption bleibt das öffentlich-rechtliche tatsächlich noch hinter der Produktion zurück.

Zu DIE EINKREISUNG nach Caleb Carr in Folge 3, empfohlen und verteidigt von der dümmsten Frau Europas (nicht jeder hat ein Unterbewusstsein):

„Wie ist denn so der Psychopath?“
„Der Psychopath ist super. Ein Superpsychopath.“

WEISSENSEE-Trutsche:
„Ich finde, wir sollten da so ne Therapiegruppe machen. Für Leute, die so in Serien nicht reinkommen.“

Am spannendsten war zuzusehen, wie sich die minimalen Gedankengänge in ihre Gesichter stahlen.

Ein geschätzter und bekannter Kritiker mailte mir (nachdem ich ihn sadistisch darauf aufmerksam gemacht hatte):

„Seriös“ ist echt ein Kracher. Ich habe die erste Folge nicht ganz
ausgehalten. Die reden sich einen Scheiß zusammen, da möchte man nur
dazwischenfahren und sagen, „ihr redet völligen Kokolores“. Und das sind
Leute, die fürs Deutsche Fernsehen arbeiten. Vor allem die
„Weißensee“-Tusse hat einen kompletten Sockenschuss. („Ich betrachte das
als Drehbuchautorin, die sich mit den Hintergründen der Fernsehproduktion
auskennt“. Vor allem vermutlich mit dem Dixie-Klo, dass ihren Dünnpfiff
verarbeiten muss).

Gruselig. Kucke ich weiter. In homöopathischen Dosen…

 

P.S.: Das schreit nach einem spin-off: Vier, die außerhalb der Grenzen von ´45 nicht überleben könnten.



WEISE WORTE by Martin Compart
5. Oktober 2019, 6:36 pm
Filed under: Sternstunden der Verblödung, Weise Worte | Schlagwörter:

Muss eigentlich das bedingt solidarische Gesundheitssystem auch für freiwillig geistige Behinderung wie z.Bsp. die AfD (die alle Formen der Solidargesellschaft bekämpft) greifen?

Über die Rest-Parteien lohnt sich auch nachzudenken. Wie kann man eine Evolution ernst nehmen, die einen Friedrich Merz verunglückt hat?
Schon Kant forderte den Ausbruch aus der selbst verursachten Unmündigkeit.

Aus der Reihe, Postillen, die die Digitalisierung  vernichten wird:



DR,HORROR – der letzte Aufklärer – erklärt die Welt by Martin Compart
7. Juli 2019, 11:18 am
Filed under: Dr. Horror, Politik & Geschichte, Sternstunden der Verblödung | Schlagwörter:

DAS LETZTE AUFGEBOT DER DEMOKRATIE

Irgendwie, habe ich den Eindruck, schafft sich die Demokratie selbst ab.

Es klinge wie ein schlechter Scherz. In einem Land, in dem ein Mensch im Schnitt 300 Euro im Monat verdiene und Rentner 80 Euro bekämen, in dem seit fünf Jahren Krieg herrsche und zweieinhalb Millionen Menschen ihre Heimat verloren hätten – in so einem Land, lästerte ZEIT-Autorin Alice Bota, setzten viele Wähler auf einen unerfahrenen Komiker.

Aber nicht nur in der Ukraine ist die Politik verrückter als jedes Drehbuch. In den USA greift ein ehemaliger Reality-Star (You’re fired!) nach Mond und Sternen, die er in einer zweiten Amtszeit besetzen will. Wenn es nach Donald Trump geht, dann bleiben die Amis 2024 auf dem Mond oder besser: hinter dem Mond.

Auch in der Bundesrepublik sieht man Andy Scheuer ein Star-Wars-Laserschwert zücken, um den Gordischen Maut-Knoten zu zerschneiden, während seine Kollegin Dorothee Bär weiter auf Flugtaxis wartet, die im Breitband-Entwicklungsland Deutschland so selten sind wie bald die Bienen. Tierwohl-Advokatin Klöckner, Weinkönigin, Mitglied der Mainzer Ranzengarde und Zucker-Queen, kooperiert mit Nestlé. Jens Spahn profiliert sich über unsere Organe.

Die in Brüssel geborene Ursula von der Leyen macht sich vom Acker einer Bundeswehr, die – um einen SPIEGEL-Artikel aus dem Jahr 1962 zu zitieren – wirklich nur noch bedingt abwehrbereit ist – und damit plaudern wir nicht mal ein militärisches Geheimnis aus. „Heute ist der Tag der Trauer“, sagt Frau von der Leyen vor ihrem Abgang. Dr. Franziska Giffey lässt freiwillig ihre Doktorarbeit prüfen. Und die ehemalige Hotelfachfrau Anja Karliczek übt das Wort Bildung zu buchstabieren: B-i-e–l-d-u-n-k.

Inzwischen formiert sich (Ludwig Erhards „formierte Gesellschaft“) das letzte Aufgebot der Demokratie. Die wenigen Jungen in der SPD setzen ihre letzte Hoffnung auf Kevin Kühnert. Laut Wikipedia klagte er sich 2009 an der FU Berlin in ein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft ein, um es dann abzubrechen und in einem Callcenter zu arbeiten. (Aber immer noch besser als die 20 Semester Germanistik-Studium einer ehemaligen Messdienerin aus der Vulkaneifel, Abschlussarbeit: Funktion von Katastrophen im Serien-Liebesroman!)

„Ich war schon Klassensprecher, da warst Du noch nicht mal in der CDU.“

Den Vogel aber schießt Jungjurist Philipp Amthor, die „Planierraupe“ aus Ueckermünde, ab, ein unvergessliches Gesicht, „nicht getauft und kein Christ“, aber Talkshow-Pfeiler der CDU, mit dem wahrscheinlich auf dem Pausenhof niemand spielen wollte. So wurde der ewige 26-Jährige, der aussieht wie ein Filialleiter bei Lidl oder ein Anlageberater der Deutschen Bank, schon 2008 Mitglied der Jungen Union und der Christdemokraten und heftete sich an die Fersen von Frau Merkel. Auf Twitter lese ich einen kleinen satirischen Kommentar: Philipp Amthor soll Verteidigungsminister werden. Stelle es mir toll vor, wenn er bei einer Schiffstaufe die Flasche Sekt mit den Worten „Na, du alter Zerstörer“ gegen den Bug schmeißt. Mit dem „Zerstörer“ ist natürlich der YouTuber Rezo gemeint, dem Amthor in einem im Adenauer-Haus von seiner Mentorin Angela Merkel aufgenommenen Antwort-Video gepflegt die Fresse polieren wollte. Aber die Aufnahme hat sich vorsorglich selbst vernichtet, hört man. Selbstbewusstsein und Schneid hat er aber schon, der Jungmann. Die WELT zitiert den Showdown zwischen ihm und Rezo: Das war ein bisschen wie in „Rocky 4“, die Kampfszene, Rocky Balboa gegen Ivan Drago. Sicher sei sich Amthor auch über den Ausgang gewesen: Ich glaube, ich hätte gewonnen.

Der schwarzen Null soll auf Sizilien bereits ein Denkmal errichtet werden.

Bei der AfD will Klimaexpertin Beatrix von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, die Sonne verklagen, dass sie so heiß auf unsere Sahara scheint. Wahrscheinlich haben irgendwelche Migranten die Sahara-Hitze eingeschleppt wie ein Virus. Und überhaupt: Umweltschutz nur dort, wo es der Heimat dient! Der US-Präsident macht es schließlich vor. Und wenn der Klimawandel doch anthropogen sein sollte so wie der Plastikmüll in den Meeren, findet er, dann seien die Schlitzaugen schuld: Ozeane sind sehr klein. Und es bläst herüber und segelt herüber. Ich meine, wir holen ständig Tausende von Tonnen an Müll von unseren Stränden, der aus Asien kommt Er fließt einfach direkt den Pazifik hinunter.
Er fließt und wir sagen: „Woher kommt das?“

So müssen wir uns um die Demokratie keine Sorgen machen wie damals in der Weimarer Republik. Bei Leuten wie diesen ist sie in besten Händen. Nazis an der Macht, eine braune Diktatur, nein, doch nicht mehr im 21. Jahrhundert. Und wenn schon, dann – bitteschön – grüne Nazis: kackbraun & giftgrün. So was in der Art des seligen Öko-Bauern Baldur Springmann, der Naturverbundenheit, Heimatliebe und Volkstumsbewusstsein postulierte, also ein ganz klein wenig Blut & Boden, aber um den Boden ist es ja eingedenk des Klimawandels und Extrem-Wetters schlecht bestellt.

Eine Reform der Bundeswehr ist unumgänglich!



DIE VERTEIDIGUNGSKRAFT DIESER – naja – DEMOKRATIE IST GUT AUFGESTELLT by Martin Compart
6. Juli 2019, 12:31 pm
Filed under: Sternstunden der Verblödung | Schlagwörter:



ARROGANZ ODER Demokratieverachtung by Martin Compart

Ein zwergenwüchsiges Katastrophenhuhn, das dem Steuerzahler Millionen für geistig behinderte Berater berechnet.