Martin Compart


DAS STANDARDWERK ZU BUNDESREPUBLIKANISCHEN KRAWALL-KAPELLEN by Martin Compart

Hans-Jürgen Klitsch Shakin‘ All Over ist nicht nur eine soziokulturelle Geschichte der Sechzigerjahre, sondern auch das Familienalbum einer Generation außer Rand und Band.
Das Buch, das die Bundesrepublik Deutschland als Beatnation auf die internationale Landkarte gesetzt hat!


Shakin‘ All Over – Die Beatmusik in der Bundesrepublik Deutschland 1963-1967
von Hans-Jürgen Klitsch

FANPRO, 2020
Gebundene Ausgabe; 488 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3946502113
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3946502111
Abmessungen ‏ : ‎ 21.7 x 4.8 x 30.2 cm
€ 49,90

Lange Zeit vergriffen und antiquarisch zu Horrorpreisen angeboten, ist das Standardwerk zur Beatkultur in der BRD nun in der 3. bearbeiteten, Auflage endlich wieder erhältlich.

Schon bei der Erstveröffentlichung war so manchem Experten das klapprige Gebiss rausgefallen angesichts der unglaublichen Materialfülle, die der Archäologe Klitsch gesammelt und ausgegraben hatte. Daran hat sich nichts geändert, und man liest sich staunend durch das verdammt gut geschriebene Buch.

Aber man liest nicht nur: Dank des Großformats und guten Drucks kann man sich ebenso an dem imposanten Bildmaterial berauschen. Kaum eine Seite, die nicht bebildert ist. Das bundesdeutsche Beat-Museum zwischen zwei Buchdeckeln.

Mein persönliches Highlight ist der zweite Teil, in dem Klitsch die einzelnen Regionen (und natürlich ihre Bands, Auftrittsorte, Rituale usw.) durchstreift und unter die Lupe nimmt. Er ordnet das immer auch in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang ein, analytisch und witzig:

Die größten im Pott waren THE GERMAN BLUE FLAMES, ohne Zweifel, auch wenn sie sich schon mal zum Narren machten und in Badehose gekleidet im Schwimmbad zum „Beat Swim“ aufspielten. Immerhin diente das ganze ja einem guten Zweck, denn unter den anwesenden Damen wurde ein Oben-Ohne-Badeanzug verlost – Anprobe bei Preisübergabe inbegriffen. Leider war das gute Stück bei Beginn der Verlosung auf geheimnisvolle Weise verschwunden.
Ähnlich ging´s den Arbeitsplätzen.

Dem Autor gelingen spannende Synthesen aus Sozial- und Mediengeschichte und individuellen Schicksalen.
Man kann das Buch irgendwo aufschlagen und sich festfressen.

Wie gesagt: Klitsch ist ein intelligenter und witziger Autor, der diese Epoche im Hirn wieder zum Leben erweckt. Das bedeutet u.a. als Nostalgiker für mich und meine Generation, dass er aufzeigt, was wir alles verloren haben – nicht nur musikalisch. Wie bunt diese Zeit war, kann man anhand alter spießiger Schwarz-weiß-TV-Dokus nur erahnen. In dem Buch werden die Schwarz-weiß-Abbildungen dank der Texte zum Farbfilm.



ZU UNRECHT UNVERÖFFENTLICHTE SONGS by Martin Compart
11. Juni 2021, 3:24 pm
Filed under: Rolling Stones, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,

(1973) Bei den Stones schaffen es Songs nicht auf reguläre Alben, die bei anderen Gruppen of Best-of-compilations veröffentlicht würden.

(1989) Die Stones beweisen und beruhigen mich hiermit: Falls es knapp werden sollte mit der Kohle, können sie noch als Kapelle auf einem Kreuzfahrtschiff anheuern.

Die Stones sind ein Missing-Link zu einer Welt, die man noch nicht als völlig verspielt betrachtet hatte.



Die Nationalhymne für die verblödeten Autoposer by Martin Compart



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
30. März 2021, 3:01 pm
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,


ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
20. März 2021, 11:47 am
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart

Von dem epochalen Album JOHNNY HALLYDAY MEETS THE RATTLES.

Und dann noch – von der Jochen König-Qualitätskontrolle bestätigt – eines der coolsten Videos aller Zeiten:



VIEL SPASS MIT WEIHNACHTEN! by Martin Compart
24. Dezember 2020, 10:26 am
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,



zu unrecht vergessene songs by Martin Compart
12. Dezember 2020, 12:06 pm
Filed under: Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,

Bei der Durchsicht der Frühjahrsvorschauen der großen Verlage sind mir zwei Dinge extrem aufgefallen:

1. Nur wenige Bücher erwecken mein Interesse. Ein Trend, der sich fortsetzt, ist das Ungleichgewicht meines persönlichen Geschmacks und was die Großverlage als Massengeschmack erkannt haben oder zu erkennen hoffen.

2. Die meisten Bücher sind von Frauen geschrieben, die nicht Patricia Highsmith, Denise Mina, Louise Welsh oder Camille Paglia sind.

Als Angehöriger des sensiblen Geschlechts muss ich mir Trost in der Musik suchen.



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
28. August 2020, 3:42 pm
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,

Die Femme fatale des Rockabilly kann auch anders (und das ist von ihrem Swing-Album!).