Martin Compart


ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS (+TV-Serien) by Martin Compart

Es gibt wohl keine andere Fiktionalität, die das Versagen des Kapitalismus als Zivilisationskonzept deutlicher macht als die zum Teil unerträgliche TV-Serie(wegen der Sentimentalität) SONS OF ANARCHY.

Ich habe noch nie ein Kunstwerk erfahren, über dem eine derartig sentimentales Dystopiebewußtsein schwebt und niederkracht.

Es ist wohl auch die grausamste und brutalste Serie, die bisher für das Fernsehen gedreht wurde.

Und mit Gewissheit hat Kurt Sutter intensiver und intelligenter Shakespeare revitalisiert als eine Elendsgestalt wie John Milius, die Shakespeare immer nur in der Ausgabe der „Illustrierten Klassiker“ als Monstranz für eine Verdrängungsindustrie vor sich her schleppte. Am beeindruckenden Opfergang des Protagonisten sieht man aber auch, dass Sutter in der christlich-jüdischen Ideologie viel stärker verhaftet ist, als es Shakespeare je war.

Im Vergleich zu SOA ist MAD MAX ein freundlicher Nachmittags-Western für die Waltons oder Cartwrights (deren direkte Nachfahren die Tellers & Co. sind; nein: Sie sind ihre logische Konsequenz).

Ach ja: Es bedurfte eines Co-Producers wie Kem Nunn um das Elend der ersten vier Staffeln zu einem schier unerträglichen Finale in zwei Seasons zu führen.

Und natürlich endet es nach der Schuldgeladenheit im Selbstopfergang als Erlösung, da die Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen ideologisch nicht mehr vorstellbar sein dürfen.

Mrs. Bundy ist wohl für den Rest ihres Lebens Lady Macbeth.

Die menschliche Spezies mit ihrer Krämermentalität ist außergewöhnlich unangenehm. Intelligenz ohne Bewusstsein. Diese Serie ist unmoralisch und nicht amoralisch – wie jeder Mist, der auf der Mayflower gründet.

Diese White-Trash-Serie ist gleichzeitig blöde, berührend und beeindruckend.

Eine weitere Serie, die zeigt, dass die USA völlig am Arsch sind und was Europa droht, wenn wir weiterhin die Neo-Cons leben und handeln lassen. Es ist nicht nur Umweltzerstörung, die sie betreiben.

Bandenkriminalität – von Clans bis Neo-Nazis – haben wir inzwischen auch reichlich.

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RÜCKKEHR EINES ALTEN KUMPELS by Martin Compart
16. April 2019, 4:10 pm
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Ich war bis Mitte der 1980er immer ein großer Rod Stewart Fan; habe mir jedes Album bis CAMOUFLAGE besorgt. Dann habe ich ihn etwas aus den Augen verloren – zu Recht oder Unrecht, weiß nicht, zuviel anderes war interessanter. Aber ich habe ihn trotz eines enttäuschenden Live-Gigs in der Westfalenhalle immer sehr gemocht. Er war der proletarische byronsche Held, der das zerstörte, was er am meisten liebte, um es anschließend umso mehr zu bedauern. Und keiner wusste mehr daraus zu machen, wenn der letzte Zug weg war. Niemand konnte einen unglücklich verliebten Jüngling in den 70ern besser durch die Nacht bringen.

Letztes Jahr hat er sich mit BLOOD RED ROSES mal wieder gemeldet, und ich habe mir endlich mal wieder ein ganzes Album von Rod angehört. Er gehört zu den Wenigen, die sich selbst beklauen dürfen. Kein großes, gewichtiges Album, nicht mal ein großes Stewart-Werk. Schon gar kein Album, das Musikgeschichte schreibt.

Aber ein Album, das völlig aus der Zeit gefallen ist.

Ganz wunderbar. Beim Hören bin ich wieder in den frühen 80ern, und nettes und übles Zeugs fällt mir wieder ein, das ich längst erfolgreich verdrängt hatte… There are times to remember, and times I wish to forget…

Besten Dank dafür, Roddy!


Der einzige Weiße, der Motown glaubwürdig hinkriegt!

…und Disco hatte auch seine Momente.

Vor Frankie muss er sich auch nicht verstecken.



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
30. März 2019, 4:43 pm
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ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
23. März 2019, 6:59 pm
Filed under: Jochen König, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
15. Februar 2019, 2:58 pm
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ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
6. Dezember 2018, 7:14 pm
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Rechtzeitig zur prognostizierten März-Wahl möchte ich eine neue Rubrik eröffnen, die da heißt: AfD-Lieder, die zu Herzen gehen: Beginnen wir mit dem gelungenen Cover eines Freddy-Songs für unsere Jungs in Afghanistan(Mauretanien, Afghanistan, Vorgarten – überall lauern doch islamische Terrorverbände), die es ja nicht leicht haben:

Das rockt so manchen parlamentarischen Rollstuhlfahrer.

Auch eine schöne Version – man kriegt einfach nicht genug davon!

P.S.:
Die Deutsche Bahn plant für 2019 eine Charme-Offensive mit dem von Andrea Berg (voraussichtlich) gesungenen Song:

„Lieber mit der DB zwischen Köln und Berlin,
als ein Wochenende an der Ostfront“.



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
11. Oktober 2018, 12:40 pm
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