Martin Compart


Interview zu LEMMINGE IM PALAST DER GIER by Martin Compart

LEMMINGE IM PALAST DER GIER – Fragen an Compart

Rezensionsexemplare über michael.contre@zerberus-book.de



FANAL – Interview mit Michael Contre by Martin Compart
7. November 2019, 9:37 am
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Worum geht es in FANAL ?

Vordergründig um einen ehemaligen V-Mann, der bei einem Abstecher nach Deutschland, den er gezwungener Maßen unternimmt, um Geld aufzutreiben, von ehemaligen Staatsschützern und Geheimdienstlern genötigt wird, erneut seinem alten Handwerk nachzugehen, das er in den 80er – 90er Jahren bereits für den Staatsschutz ausgeübt hatte. Mich interessiert diese Grauzone von Obrigkeit, sei es Staatsschutz oder Polizei, und Verbrechen, ob politisch angetrieben oder rein kriminell, d.h. materialistisch motiviert.

Vor ewigen Jahren hatte ich intensiven Kontakt zu einem Verdeckten Ermittler, die Gespräche haben mich dahingehend sensibilisiert, genauer hinzuschauen. In FANAL setzte ich mich aus der Perspektive unterschiedlichster Charaktere mit dieser Grauzone auseinander.

Wie kam die Idee zustande?

Der konkrete Aufhänger war die Occupy-Bewegung 2011-2012. Ich war im Vorfeld des arabischen Frühlings zufällig in Ägypten gewesen und hatte hautnah die Spannungen erlebt, die dort auf der Straße für jeden Beobachter erkennbar waren. Als es dann in Tunis losging und wie ein Lauffeuer durch den Nordafrika und den Nahen Osten wanderte, entstand überall eine revolutionäre Stimmung, die dann einige Monate später unter völlig anderen Vorzeichen und Themen in den USA zur Occupy-Movement führte. Dann gingen in Deutschland die Menschen gegen die Politik der Banken, gegen die Auswüchse des Finanzkapitalismus auf die Straße. Eine Entwicklung, die seit Seattle 1999 immer mehr an Zulauf gewann und dem Staatsschutz Sorge macht.

Ich erinnere nur an Heiligendamm oder den G20-Gipfel in Hamburg 2017. Am Beispiel unseren bürgerlichen Medien konnte man 2011/12 sehr gut studieren, wie die Occupy-Bewegung im Laufe der Zeit schrittweise abserviert wurde. Totgelabert von den ewig gleichen Dummschwallern.

Für einen Roman muss man ja zuspitzen, also stellte ich mir die Frage: Was ist, wenn die gleichen Leute, die zwanzig Jahre früher den RAF-Terrorismus unterwanderten und an Straftaten beteiligt waren, nun ihre Chance erkennen, um wieder ins Geschäft zukommen? Damit war zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart ein unmittelbarer Zusammenhang hergestellt und konnte mich mit dem Thema Staat und Terrorismus viel breiter und grundsätzlicher auseinandersetzen.

Wieso ausgerechnet das Thema?

Die Baader/Meinhof-Bande oder Rote-Armee-Fraktion, hat mich 28 Jahre lang immer wieder beschäftigt. Sie begleiteten sozusagen meine Kindheit und Jugend. Die Fahndungsplakate hingen bei uns im Dorf in der Post und allen anderen öffentliche Gebäuden aus. Die Verhaftung von Baader und Meins wurde in der Tagesschau gezeigt. Zwei ausgemergelte Kerle in Unterhosen, die von mehreren uniformierten Polizisten festgehalten wurden. Eine Vorführung für die Bevölkerung zur besten Sendezeit.

Die Endphase des Deutschen Herbst 1977 habe ich im Schullandheim miterlebt, das war wochenlang Thema und dann schließlich die Morde an Herrhausen und Rohwedder, da war ich gerade ins Berufsleben eingestiegen. Seltsam wie erleichtert ich mich fühlte, als der Gewaltverzicht bekanntgegeben wurde und dann später die Selbstauflösung. Als wurde von klein auf im Unterbewusstsein verankert: auch du bist in Gefahr. Was natürlich Blödsinn war, aber schon zeigt, wie die öffentliche Berichterstattung auf die Psyche eines Kindes einwirkt. Offensichtlich musste das aufgearbeitet werden.

Wie stehst du persönlich zu Terrorismus im Allgemeinen und zur Roten Armee Fraktion im Besonderen?

Terrorismus ist Strategie und Taktik, von Schwächeren gegenüber einer Übermacht angewendet. Die ersten Terroristen der Neuzeit waren die Anarchisten ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich gegen das Unrecht und die Gewalt der Obrigkeit zur Wehr setzten und Verantwortliche wie unschuldige Menschen erschossen oder wegbombten. Die Wurzeln liegen im Klassenkampf. Wir haben zum einen ein legitimes Anliegen, das Einforderung von Rechten und dem Kampf gegen Ausbeutung, zum anderen eine Waffenwahl, die jeden diskreditiert, der zur ihr greift, und sofort gegen die gute Sache verwendet wird. Diese Form von Terror lehne ich strikt ab.

Es gibt für mich aber eine klare Trennung zwischen Terrorismus gegen Systemvertreter oder die Zivilbevölkerung in einem freien Land und Guerillawiderstand, Freiheitskampf, wie im besetzten Frankreich gegen die Nazi-Okkupation stattfand oder später in Cuba und Algerien. Ich finde den zivilen Ungehorsam, wie Martin Luther King und Mahatma Gandhi ihn betrieben, oder heute Extinction Rebellion ihn betreibt, legitim und probat. Außerdem führte er nachweislich zu Veränderungen, weil er die Bevölkerung nicht entfremdet. Die entscheidende Frage ist also, wie schaffe ich es, die Mehrheit der Bevölkerung zu überzeugen, um wirklich notwendige Veränderungen herbeizuführen? Die parlamentarische Demokratie ist schwer imstande, sich grundsätzlich und konsequent zu verändern, wenn sie nicht von großen Bewegungen, wie der Friedensbewegung oder der Anti-Atomkraftbewegung dazu gezwungen wird.

Zur RAF im Besonderen. Die Gedanken dazu habe ich im Roman, aus Sicht der Charaktere dargelegt, weitere Überlegungen sind im Zusatzmaterial skizziert. Darum möchte ich den Fokus deiner Frage auf die Personen legen, die in Westdeutschland in den 1970er – 1980er Jahren in den terroristischen Untergrund gingen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man die Gedanken eines Philosophen nicht von seiner Psyche und seiner Sozialisation trennen kann. Man könnte auch sagen, es ist der Charakter, der die Gedanken färbt. Das trifft für mich durchaus auf die RAF-Mitglieder zu. Wobei hier wohl zwischen den sogenannten Generationen unterschieden werden muss. Bei Baader, Meinhof und Co. glaube ich eine starke Traumatisierung in der Kindheit zu erkennen, die ihre Radikalität befördert hat. Die zweite und dritte Generation bestand mehrheitlich aus Leuten mit einem hohen Ungerechtigkeitsempfinden, die sich aus dem Umfeld der Sympathisanten rekrutierten. Da war die Entscheidung eine viel überlegtere, könnte ich mir vorstellen.

Der Schritt in den Untergrund verlangt neben starker politischer Überzeugung, Willen und Mut, es braucht viel Kraft, isoliert, als Gejagter zu leben, vor allem, wenn man es über Jahre durchhalten will oder muss, im Bewusstsein, dass die Familie, die alten Freunde usw. alle beobachtet werden und ständig versucht wird, V-Leute an einen heranzuspielen usw. Da reicht Abenteuerlust meiner Meinung nach nicht sehr weit. Natürlich gab es auch Außenseiter-Typen, die sich über das Anti-Gesellschaftselement in dieser Gruppe definierten, aber irgendwann beschäftigt man sich damit, aus dem Untergrund zurückzukehren – Grams und Hogefeld scheinen Überlegungen in diese Richtung gehabt zu haben – nur wie soll das dann gehen?

Mit dem Leben im Untergrund verhält es sich meiner Meinung nach ähnlich wie mit Soldaten im Kampf. Das ganze Gelaber von Vaterland, Demokratie und Freiheit verteidigen, verflüchtigt sich und die kämpfen dann nur noch für die Kameraden gegen die Feinde, die einen töten wollen, genau wie man sie selbst auch töten will. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Untergrund auch ganz schnell in einer vereinfachten Freund-Feind-Welt lebt und die ganzen politischen Motive und Ziele etwas in den Hintergrund treten. Wer von aller Welt gejagt wird und sein Gesicht auf Fahndungsplakaten im ganzen Land wiederfindet, dessen Fokus ist es, unerkannt zu bleiben und zu überleben. Man lebt irgendwann nur für den nächsten Tag.
Karlheinz Dellwo ist in dieser Hinsicht ja sehr offen, auch wenn das, was er sagt, für mich immer noch der Versuch ist, die Sinnlosigkeit des eigenen Handelns nicht zuzugeben. Er ist stark bemüht den Verständniskontext herzustellen, aus dem heraus er seine damalig Entscheidung getroffen hat. Dies kann ich sehr gut nachvollziehen, die Typen, die er kennen gelernt hat, gab es in meiner Kindheit zuhauf. Vielleicht ist aber das rationale Begründen nicht anderes als die Rechtfertigung eines irrationalen Impulses der dich zwingt etwas zu tun und du erkennst es erst, wenn du es getan hast. Das sogenannte RAF-Trio ist hier schon eine echte Besonderheit, die leben seit bald vierzig Jahren im Untergrund. Mit denen würde ich mich gerne darüber unterhalten, vielleicht ist es ja auch alles Quatsch was ich sage und die Wahrheit ein ganz andere.

Wie kam der Titel zustande?

Ich wollte einen einprägsamen Titel, der nicht so geläufig ist, zugleich aber auf mehreren Ebenen funktioniert. Fanal bedeutet ursprünglich Leuchtzeichen, Fackel, diente beim Militär als weithin erkennbares Feuer/Rauchsignal, es bezeichnete das Licht in einem Leuchtturm und wird heute mit einem folgenschweren Ereignis assoziiert im Positiven wie im Negativen. Passt genau.

Es gibt keine positiven Charaktere. Warum nicht?

Was heißt denn schon positiv? Ich hoffe sie sind menschliche Charaktere, mit all ihren Sehnsüchten, Wünschen, Widersprüchen. „Nicht wir verändern uns, es ist das Leben, das uns verändert“, um Jean-Pierre Melville zu zitieren. Genau das ist mit allen Charakteren geschehen.

Du kategorisierst das Buch als Noir und nicht als Thriller.

Noir beschreibt es treffender. Ich folge hier Manchette, der sagt, die vorherrschende Weltordnung ist schlecht. Der Roman noir, verkürzt Noir, trägt dem Rechnung. Thriller sind für mich immer irgendwie von einer Obrigkeitsordnung geprägt, die für die Rettung verantwortlich ist und am Ende diese Ordnung zumindest teilweise wieder herstellt. Das sollen andere schreiben.

FANAL



Neuer Text zu Melville: by Martin Compart
26. Juni 2019, 8:22 pm
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ICH VERLIERE NIEMALS, NIEMALS WIRKLICH – Gedanken zu Jean-Pierre Melville




Zum 60.Todestag von Raymond Chandler by Martin Compart
9. Mai 2019, 12:06 pm
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…zündet MiC eine Kerze für Ray an, in:

EINE KERZE FÜR RAY



ZERBERUS PODCAST IST ONLINE by Martin Compart
2. April 2019, 2:47 pm
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ZERBERUS BOOKS – HÖLLISCHE GESPRÄCHE 1 auf:

http://zerberus-book.de/2019/04/02/hoellische-gespraeche-1/



Interview mit Michael Contre zu DESPERADO by Martin Compart

DESPERADO

Angesichts des Erscheinens von DESPERADO traf ich mich mit dem Autor Michael Contre (natürlich ein Pseudonym) stilgerecht in einer der kleinen Hafenkneipen mit Pension in Antwerpen. Hier wurden 1964 viele Söldner für den Kongo rekrutiert. Der richtige Ort für Pastis und ein Gespräch über sein Buch, das den afrikanischen Weltkrieg reflektiert.

Warum ausgerechnet der Kongo, das interessiert doch niemanden?

Mich empört die unerträgliche Situation in Kivu (das stellvertretend für alle rohstoffreichen Regionen steht), trotz politischer Instabilität und mörderischer Zustände ist der Ostkongo perfekt in das globale Wirtschaftssystem integriert. Die Tyrannei des Marktes dominiert alles und jeden und darum ändert sich auch nichts, solange sich das System nicht ändert. Von dessen Alternativlosigkeit heute inzwischen jeder überzeugt zu sein scheint, sofern er oder sie überhaupt darüber nachdenken.

Und der Held der Geschichte, denkt er darüber nach?

Gezwungenermaßen. Den Begriff „Held“ finde ich übrigens unpassend, er wird inflationär verwendet und dazu noch falsch. Helden opfern sich für andere und müssen zwangsläufig sterben. Der Protagonist, der Mann, der sich Roland Burget nennt, ist kein Held, sondern ein enttäuschter Revolutionär, der zu einem abgebrannten Abenteurer verkommen ist und nach Nord-Kivu geht, um endlich ans große Geld zu gelangen. Was er dort erlebt, konfrontiert ihn mit seinen längst verloren geglaubten Idealen und stürzt ihn in eine tiefe existenzielle und existenzialistische Krise. Das will er natürlich nicht wahrhaben. Er will wie jeder von uns sein unbedeutendes Scheißleben behalten.

Der Mann, der sich Roland Burget nennt? Er heißt nicht so?

Roland Burget ist ein „Kampfname“, wenn Du so willst, eine falsche Identität, nicht unüblich bei Söldnern und Glücksrittern seiner Art.

Was sind seine persönlichen Gründe?

Er hat sich in seiner Jugend für die falschen Ziele engagiert und musste seine Heimat verlassen.

Und weiter?

Nichts weiter.

Warum nennt er sich ausgerechnet Roland Burget?

Weil Namen zum Charakter passen müssen. Wir leben in einem Zeitalter, wo einerseits jeder glaubt, sich neu erfinden zu können – Persönlichkeit als Eigenschöpfung und etwas bewußt Veränderbares proklamiert wird – und andererseits der Name als Marke fungiert, unter der sich der Einzelne „vermarktet“. Der Wert einer Ware ist allein abhängig von ihrem Vermarktungspotenzial. Damit hat der Mensch, genau wie alles Leben an sich keinen Wert mehr. Willkommen in der Gesellschaft des Spektakels 3.0.

Was ist mit Deinem Pseudonym?

Ich halte es mit Jean-Pierre Melville, der sagte, jeder hat das Recht seinen eigenen Namen zu wählen, und beziehe mich auf B. Traven, sinngemäß: es zählt das Werk und nicht der Autor. Für Burget hingegen ist die Anonymität ein Muss, ihm bleibt nichts anderes übrig.

Burget hat sich demnach strafbar gemacht?

Was heißt strafbar? Burget hielt die gesellschaftlichen Zustände für inakzeptabel und wollte sie verändern.

Was wollte er denn ändern?

Keine Atomkraftwerke, die Ausbeutung und die Umweltzerstörung stoppen. Hat nicht geklappt.

Jetzt ist er genauso korrumpiert wie alle?

Darunter leidet er, was ihn von vielen zynischen Zeitgenossen wohltuend unterscheidet.

Was erwartet den Leser bei DESPERADO?

Ein Höllenritt, wie Arthur Simpson gesagt hat. Eine schonungslose Abenteuerreise durch Nord-Kivu und Ruanda mit ungewissem Ausgang und hoffentlich einer Menge Spaß.

Ausgerechnet Spaß?

Wer angesichts der Absurdität unseres Daseins nicht lachen kann, ist in der Hölle der eigenen Gedanken gefangen. Einer meiner Lieblingssätze stammt von Rafael Sabatini: „He was born with the gift of laughter and a sense that the world is mad.“ Frei übersetzt: Er war mit der Gabe des Lachens geboren und der Erkenntnis, dass die Welt verrückt ist. Wo gibt es heute noch solche Charaktere?

In welcher literarischen Tradition siehst Du Dich?

Des Roman noir und dem Absurden? Keine Ahnung. Geschichten sind für mich Metaphern fürs Leben, der Versuch, die Welt zu verstehen und Stellung zu beziehen. Jedenfalls gefällt mir die Aussage von John Ralston Saul sehr gut: „Autoren sind dann am besten, wenn sie Terroristen sind, soziale Terroristen, manchmal politische Terroristen und Terroristen des Herzens.“ Über die ersten beiden literarischen Formen des Terrors bin ich mir klar, die dritte deute ich für mich als das große Hadern mit der Welt, die Unvereinbarkeit von „rational etwas nachvollziehen zu können“, es aber „emotional einfach nicht akzeptieren zu wollen“. Ist das die Tradition der Aufklärung oder der Rebellion?

Welche Autoren haben Dich am stärksten beeindruckt? Und welche – glaubst Du – am meisten beeinflusst?

Beeindruckt haben mich eine ganze Menge. Manche nur mit einzelnen Sätzen oder bestimmten Momenten. Mein erstes literarisches Aha-Erlebnis war For Whom the bell tolls von Hemingway. Der beschrieb ein Gefühl, das exakt meinem eigenen Empfinden entsprach. Das war nichts Besonderes, nur sehr fein beobachtet, ein kleines Gefühl am viel zu frühen Morgen. Ich war der Meinung, das hat Ernest nur für mich geschrieben. Am meisten beeinflusst haben mich sicherlich Dashiell Hammett, Albert Camus und Jean-Patrick Manchette. Vor allem Manchette als Autor, Theoretiker und politischer Mensch. Raymond Chandler und Chris Hedges möchte ich hier auch nennen. Handwerklich begeistern mich Richard Stark und Elmore Leonard. Es gibt noch viele mehr, wie F. Scott Fitzgerald, B. Traven, Kurt Tucholski, der eine großartige Eloge auf Traven geschrieben hat. Und dann ist da noch David Milch, der war lange Zeit mein absoluter Schreibguru, durch ihn habe ich ganz zentrale Dinge begriffen.

Hast Du ein weiteres Buch in der Pipeline?

Desperado hat einen Folgeband, der im nächsten Jahr, 2020, kommen wird. Vorher erscheint der erste Band eine neuen Actionthriller-Serie mit einem Typen, der sich für dreckige Jobs gegen Bares anheuern lässt, dessen persönlicher Code aber zwangsläufig mit seinen Auftraggebern kollidiert. Ich mag Leute, die gegen den Strudel, der sie gnadenlos hinunterzieht ankämpfen.

Das Gespräch war beendet. Die Chimären alter Söldner und Katanga-Gendarmen hatten sich im Pastis-Nebel verfestigt. Es war an der Zeit, im Bauch der Stadt durch die Nacht zu gehen, in dem sich so viele tummelten, von denen Graham Greene, Céline oder Eric Ambler erzählten …

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