Martin Compart


„DIE MÖWE HATTE MIR IN DIE SANDALE GESCHISSEN“, WIE GEHT DAS?, und DIE IRREN VON KLAGENFURT by Martin Compart

Heute am frühen Vormittag ist mir das Rentnergedeck im Hals stecken geblieben, da ich trotz weiträumiger Warnungen 3SAT angezappt hatte. Und da war es der Schrecken, der einen begrenzten Atomkrieg rechtfertigt. Erstmals in meiner medialen Existenz griff ich zu Twitter. Denn der Schock des Gesehenen hatte mich trumpanisiert. Und ich schrieb folgende Verkündung in begrenzter Wortausstattung:

„Habe tatsächlich ein wenig beim Wettlesen von Klagenfurt zugeschaut. Jetzt frage ich mich: Wer ist kranker? Die Autoren oder die Juroren? Das geisteskranke „Bildungs“bürgertum hat sich seit den 1980ern tatsächlich fortgepflanzt. Und Fauser und ich hofften wirklich auf sein Ende“

Wenn Du falsch abbiegst und zur falschen Zeit nach Klagenfurt gerätst, wünscht Du Dir bei den Hillbillys von WRONG TURN zu sein.

Soviel hässliche Aufgeblasenheit (gespeist aus zustehenden Minderwertigkeitskomplexen) kennt man ansonsten nur aus dem Weißen Haus.

Das war früher, als der GRO?E soundso was gewonnen hat. Dieses Jahr wird eine andere dumpfe Sau durchs Dorf getrieben vom noch lächerlicheren Vieh.

Wer mir gefehlt hat, ist der dicke Junge. Aber der macht auch noch Zuviel medialen Unsinn um in die Elite berufen zu werden. Zu der gehören Jahrhundertgestalten wie Hubert Winckels (der noch dem Kaiser vorgelesen hat) und an Schwachsinnsäußerungen seit Jahrzehnten ein Messbrett ist. Daneben frische Idioten, denen an der Zerstörung relevanter Literatur viel liegt.

Wer dachte, die 1980er (Fausers Spaß in Klagenfurt) wären schlimm, wird sich umgucken. Die LINDENSTRASSE der Literaturkritik ist voll erblüht.

„Ich hab schon als Kind gerne gelesen.“

Die letzte Zeile des heutig frühmorgendlichen Idioten-Lesers(„Die Möwe hatte mir in die Sandale geschissen“), fand der glatzköpfige österreichische Juror unbefriedigend um die angeblichen acht Ebenen des summen Textes abzuschließen; andere (bis ich aus Selbsterhaltungsgründen zu NETFLIX geschaltet hatte), fanden es genial.
Welche „Ebenen“ würden diese Freigänger erst be „Perry Rhodan“ entdecken? Der schwitzende Autor sah auch so aus, als würde er beständig die Füße so verdrehen, sass es einem Vogel gelingen könnte, seine Sandale (!) zu exkrementieren. Bemerkenswert auch die kühne Untertreibung, der exkrementierende Vogel hätte die Fußbedeckung konterminiert und nicht das Hirn.

Es hat auch Poesie, dass in Zeiten des verendenden Planeten ein paar Behinderte in einer Krabbelgruppe am Wörthersee ihre ästhetische Inkompetenz austauschen dürfen (auf Kosten des Finanziers des öffentlich-rechtlichen Rundfunks). Sollten nicht besser Suhrkamp und Hanser diese misslungenen Therapieversuche auf einem gemeinsamen U-Tube-Kanal verbreiten („12 Zugriffe – ist doch nicht schlecht, oder?“).

„Ich habe nie Klagenfurt erleben dürfen – und aus mir is au nix worden. Obwohl ich mir einen falschen Pass besorgt hab.“

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MARKETING IM TAL DER PUPPEN – oder wie Jacqueline Susann die Grundlagen für das moderne Bestsellergewerbe schuf by Martin Compart

“A new book is like a new brand of detergent.
You have to let the public know about it.
What’s wrong with that?”

Es ist nur ein paar Jahrzehnte her, da hätte man sich zumindest gewundert, wenn ein hehrer Schriftsteller durch Talk-Shows oder andere TV-Unterhaltungen vagabundiert wäre, um sein neues Werk zu promoten.
Heute eine Selbstverständlichkeit, aber bis in die 1960er Jahre völlig unüblich. Damals hätte man das geradezu als degoutant empfunden.

Es war eine weibliche Autorin, die eine Revolution in den Vermarktungsstrategien von Büchern einführte. Ihr Name ist heute fast vergessen, obwohl sie noch immer einen unerreichten Rekord hält: Sie brachte als erster Autor drei Bücher hintereinander aus dem Stand auf den ersten Platz der New York Times-Bestsellerliste.

Ihr Name: Jacqueline Susann.
Über ihren gigantischen Erfolg rümpften die ranzigen Kritiker natürlich die Nase. Sie paart ein minimales literarische Talent mit einem gigantischen Talent für Public-Relations, wurde damals gelästert. Und das war noch der mildeste Vorwurf der Kulturnachtwächter.

Zur Neuauflage ihres Bestsellers VALLEY OF DOLLS eilte vor ein paar Jahren nun sogar die große Camille Paglia zur Ehrenrettung herbei, indem sie darauf hinwies, dass die Pop-Kultur – von den schmutzigen Romanen einer Jackie Collins bis zu TV-Soaps à la MELROSE PLACE – vieles Jacqueline Susann zu verdanken hat:

„Es waren Susann und Harold Robbins, die diese modernen, sexgeladenen Melodramen erfunden haben. Für mich ist TAL DER PUPPEN einer der großen Romane der Nachkriegszeit. Sie schrieb in demokratischer Straßenprosa, sehr filmisch, alles wurde visualisiert. Susann war Arbeiterklasse wie die junge Joan Crawford Arbeiterklasse war. Ich bewundere sie als Mensch und als Geschäftsfrau. Sie war wie Madonna.“

Vor allem war Jaqueline Susann die erste Autorin, die mit einem neuen erfolgreichen Marketingansatz alle zuvor üblichen Strategien aushebelte und die Epoche des „gemachten Bestsellers“ einführte.

Durch sie wurde das Buchgeschäft endgültig zu einem Bestandteil des Showbusiness. Jacqueline Susann wurde zu einem Markenzeichen, weil sie in Talkshows, Fernseh- und Radiosendungen auftrat und mit großem Geschick sich selbst und ihr Werk anpries, bis sie Millionen Käufer fand. Mit ihrem Mann, einem PR-Agenten, ließ sie sich immer neue Aktionen einfallen, die Ereignischarakter (deutsch: Event) hatten und darüber hinaus mediales Aufsehen erregten. Zeitgleich mit Harold Robbins wurde sie zum Markenzeichen für Bestsellerliteratur (in der Genre-Literatur gab es das bereits, aber die erklomm selten die Bestsellerlisten wie etwa zur selben Zeit Alistair MacLean oder zuvor Ian Fleming).

„Egal, was ein Interviewer fragt, ich kann ihn immer thematisch zu meinen Büchern führen.“

Die ehemalige Miss Philadelphia, Fernsehsprecherin und Werbetexterin wusste genau, was sie tat! Sie verglich das Verkaufen von Büchern gerne mit dem Verkauf von Zahnpasta. Außerdem verlangte sie vom Verlag, dass die Anzeigen für ihre Romane auf den Filmseiten der Zeitungen geschaltet wurden und nicht im Literaturteil. Sie „erfand“ auch die bis heute geltende Form der Lese- und Signierreise. Eine Angestellte der Buchhandelsgruppe B.Dalton sagte damals: „Durch Jackie bekamen wir neue, zusätzliche Kundschaft. Sie brachte Leute in die Buchhandlungen, die nie zuvor eine Buchhandlung von innen gesehen hatten.“ Außerdem recherchierte sie die Buchhandlungen, die für die Bestsellerliste der „New York Times“ befragt wurden, und konzentrierte ihre PR-Arbeit auf sie.

Noch weiter ging Susanns Mann Irving Mansfield, der eine besonders bedenkliche Taktik entwickelte: Er ließ von Mitarbeitern in den Schlüsselbuchhandlungen bestimmter Städte die gerade ausgelieferten Bücher seiner Frau aufkaufen, um sie schneller auf der Bestsellerliste nach oben zu drücken. Keine Expansion ohne Investition!

Jacqueline Susann erfand (oder zumindest perfektionierte) ein neues Subgenre: Glitzernde Melodramen über das Sexleben und die Welt der Schönen und Reichen. Die fiktiven Personen ihrer Bücher ähnelten immer prominenten Personen der Zeitgeschichte. So ließ sie sich gerne unterstellen, sie schreibe Schlüsselromane über Hollywood und Washington und verarbeite das geheime Leben, über das sie wohl informiert sei, bekannter Politiker und Stars wie Marilyn Monroe, Grace Kelly oder John F. Kennedy. Diesen Eindruck bestärkte sie geschickt, indem sie in jedem Interview die reale Person und ihre fiktive Verschlüsselung nannte – und augenzwinkernd dementierte, dass beide irgendetwas miteinander zu tun hätten.
SEX AND THE CITY zum Beispiel, wäre ohne Jacqueline Susanns „Vorarbeit“ schwer vorstellbar.

Ihr erstes Buch EVERY NIGHT, JOSEFINE (1963) war eine rührende Geschichte über Susanns Pudel Josefine und verkaufte sich 1,7 Millonen mal – was Mrs.Susann nicht genug war.

Obwohl ihr Verleger eine Fortsetzung wollte, schrieb sie etwas völlig anderes: DAS TAL DER PUPPEN, einen mit Sex gespickten Roman über drei Hollywood-Starlets, die sich nach oben kämpften. Die Sexszenen galten 1966 als skandalös, ja pornographisch. Heute wirken sie eher harmlos. Jeder in Susanns Verlag hasste das Buch, aber die Gattin des Verlegers liebte es: „Es liest sich, als würde man heimlich zwei Frauen am Telefon belauschen, die sich über die sexuellen Vorlieben ihrer Ehemänner unterhalten. Bei so einem Gespräch muss man einfach zuhören.“

Das Buch hieß TAL DER PUPPEN, erschien im Februar 1966 und blieb 28 Wochen auf Platz eins der New York Times-Bestsellerliste. Die Verfilmung von 1967 war der vierterfolgreichste Film des Jahres. Susann nannte die Verfilmung „a piece of shit„. Bis 2016 verkaufte das Buch 31 Millionen Exemplare in 30 Sprachen. Ihr Verleger verlangte von Susann vergeblich, sie möge doch den Titel ändern, sonst würde das Buch in der Kinderbuchabteilung landen!

Die paar Kritiker, die es besprachen, sahen es als Beispiel für den zivilisatorischen Verfall an, zumindest aber für den Niedergang großer Literatur. Und Susann zog nach, mit Statements wie „Nabokov und ich schreiben auf demselben Niveau. Aber ich bin besser.“ Provokationen, die auch in der Pop-Musik Verwendung fanden. Schäumende Hasstiraden aller sie bisher ignorierenden Kritiker waren ihr von nun an sicher.

Dabei hat der Roman Qualitäten, für die ich hier nur ein Zitat als Beispiel anführe:
A wife held the same social status as a screenwriter—necessary but anonymous.”

Werbung kann zwar negativ sein, muss deshalb noch lange nicht den Absatz verschlechtern. In dem Jahr gab es keine TV-Show, kein Magazin und keine Zeitung, in der Jacqueline Susann nicht mehrmals auftauchte. Ihr Name wurde zum Markenartikel für Sex, Indiskretion und Glamour.

1969 erschien ihr nächster Streich: DIE LIEBESMASCHINE blieb 26 Wochen auf Platz eins der Bestsellerlisten.

Diesmal zettelte sie einen Streit mit Truman Capote an, der durch sämtliche Medien ging. Susann hatte sich in einer Fernsehshow über die Stimme von Capote lustig gemacht. Capote schlug in einer anderen Talk-Show zurück und sagte, Susann sei „ein geborener Transvestit. Sie sieht aus wie ein Fernfahrer im Fummel“. Später entschuldigte er sich bei den Truckern für diesen Vergleich. Ihr Streit beherrschte die Medien mehrere Monate (und hielt bis zu Susanns Tod 1974 an).

Bereits 1962 hatte man bei Jackie Krebs diagnostiziert. Aber nur ihre engsten Freunde wussten davon und ihre gelegentlichen Behandlungen in Krankenhäusern.

Als 1973 ihr letzter Bestseller EINMAL IST NICHT GENUG erschien, bekam sie erneut Bestrahlungen. Geschwächt und gegen den Willen der Ärzte verließ sie das Krankenhaus, um auf eine PR-Tour durch achtzehn Städte zu gehen. In jeder Stadt suchte sie heimlich ein Hospital auf, um ihre Chemotherapie fortzusetzen.

Für das Buch lohnte sich ihr selbstmörderischer Einsatz: Wieder kam sie auf Platz eins der Bestsellerlisten. Aber sie magerte ab und starb 1974 mit 56 Jahren. Ihr Mann stellte die Urne mit ihrer Asche in das Regal mit ihren Erfolgsbüchern. In den USA, wo ihre Bücher 15 Jahre nicht lieferbar waren, wurde sie 2002 wiederentdeckt: Als „Mutter“ der modernen Literatur, die Trash und Melodram zum Bestsellerkonzept verlötete.



OFFENER BRIEF DER ROWOHLT-AUTOREN AN DEN CEO VON HOLTZBRINCK by Martin Compart
30. September 2018, 4:49 pm
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Sehr geehrter Herr Pfuhl,

trotz unseres offenen Briefs und mehrfachem Nachfragen haben Sie uns, den Autorinnen und Autoren des Rowohlt-Verlages, noch immer nichts über die Gründe für die Entlassung von Barbara Laugwitz mitgeteilt. Da es aber angeblich um „unüberbrückbare Gegensätze“ in Bezug auf die „Zukunft des Verlages“ ging, sind wir von den hiermit gemeinten Entscheidungen in jedem Fall unmittelbar betroffen; sie tangieren unsere Zukunft und unsere Interessen als Ihre Geschäftspartnerinnen und -partner. Ihr Schweigen in dieser Frage ist daher mehr als unhöflich.

Gleichzeitig untergräbt dieses Schweigen Ihre Glaubwürdigkeit, noch bevor Sie sich bemüht hätten, sie herzustellen; es ist unwürdig und unzeitgemäß; es erzeugt die Befürchtung, dass auch wir eines Tages einem solchen Führungsstil ausgesetzt sein könnten.

Obendrein haben Sie, neben vielen leeren Worten, in Ihrer Antwort auf unseren Brief vom 12. September eine Behauptung aufgestellt, die wir schwer glauben können. Die Kontaktsperre für Frau Laugwitz sei, so sagen Sie, ein „Missverständnis“ gewesen. Uns liegt allerdings eine E-Mail mit Ihrem Absender vom Tag nach der Kündigung vor, in der, neben mehreren anderen Verboten, Barbara Laugwitz der Kontakt zu den Autoren des Rowohlt-Verlags ausdrücklich nur „in Absprache mit Herrn Pfuhl“ gestattet wird. Außerdem liegt uns ein Schreiben vor, datiert auf den Tag der Kündigung, das ausdrücklich auf eine bestehende Verschwiegenheitserklärung hinweist. Wenn man das nicht Kontaktsperre nennen will, dann muss man es nennen: Kontaktsperre plus Verschwiegenheitsverpflichtung.

Ohnehin ist für uns kaum vorstellbar, dass Barbara Laugwitz solche Verpflichtungen und Sperren erfindet. Wir alle haben sie in den Jahren der Zusammenarbeit als vertrauenswürdige, offene Person kennengelernt. Die uns vorliegenden Informationen bestätigen diesen Eindruck und lassen keinen Zweifel, dass Ihr Gerede vom „Missverständnis“ lediglich den Versuch darstellt, Barbara Laugwitz weiter zu diskreditieren. Zu diesem Zweck haben Sie nicht gescheut, uns, den Autoren des Rowohlt-Verlages, ins Gesicht zu lügen.

Sehr geehrter Herr Pfuhl, kaum jemand von uns kannte vor dieser unglücklichen Angelegenheit Ihren Namen. Nun verbindet sich Ihr erstes Erscheinen für uns mit Ignoranz, Intransparenz und Rücksichtslosigkeit. Wir sehen nicht, wie unter diesen Bedingungen Vertrauen hergestellt werden soll.

Giulia Becker, Jeffrey Eugenides, Jens Friebe, Lucy Fricke, Max Goldt, Leonhard Horowski, Sebastian Janata, Elfriede Jelinek, Daniel Kehlmann, Nadja Klinger, Jörg Magenau, Inger-Maria Mahlke, Max Moor, Martin Mosebach, Péter Nádas, Matthias Nawrat, Eugen Ruge, Florian Schroeder, Edgar Selge, Heinz Strunk, Margarete Stokowski, Jennifer Teege, Martin Walser, Natascha Wodin, John Wray



Für mich hatte sie eine Menge Ausstrahlungskraft by Martin Compart
8. September 2018, 7:24 pm
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Barbara Laugwitz, jetzt Ex-Geschäftsführerin von Rowohlt, wurde von den Hirnamputierten des Mutterkonzerns Holtzbrinck (zu dem auch Geschmacklosigkeiten wie Droemer gehört) gefeuert. Jetzt wird behauptet, sie habe zu wenig „Ausstrahlung“ gehabt – was immer das meint für die verklemmten Grauanzüge einer Konzernspitze.

Für mich hatte Frau Laugwitz eine Menge Ausstrahlung.

Denn sie hatte Rowohlt aus dem Tal der Tränen herausgeführt, in das der ehemalige Schröder-Helot und bisher lächerlichste Hamburger Bürgermeisterkandidat, Michael Naumann, den Verlag gestürzt hatte. Naumann – da ganz Schröder kompatibel – hatte den Verlag in die schwierigste Situation seines Bestehens geführt. Für seine Berufung waren natürlich auch die Holtzbrinck-Deppen zuständig.

Über den neuen Golf-Fahrer weiß ich nicht viel; schlimmer als Naumann kann er nicht sein.

Das Rowohlt seit Jahren wieder gut dasteht verdankt der Verlag einer verdammt guten Mannschaft und der intelligenten Geschäftsführung von Frau Laugwitz, die keine dümmlichen Bestseller für ein Idiotenpublikum schreibt, das nun vielleicht die neue Zielgruppe von Rowohlt werden könnte.

aus dem BUCHMARKT:

Rowohlt: Florian Illies wird neuer Verlegerischer Geschäftsführer

Florian Illies folgt auf Barbara Laugwitz
Florian Illies wird zum 1. Januar 2019 neuer Verlegerischer Geschäftsführer des Rowohlt Verlags. Gemeinsam mit Peter Kraus vom Cleff, Kaufmännischer Geschäftsführer, und Jürgen Welte, Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer, soll er den Verlag leiten und “programmatisch weiterentwickeln”. Barbara Laugwitz, seit 2014 in dieser Funktion tätig, hat Rowohlt sichtlich bereits verlassen. Mails an sie werden beantwortet, sie sei nicht mehr für Rowohlt tätig und die Mail werde nicht weitergeleitet – was auf eine harsche Trennung hindeuten lässt, die Dr. Joerg Pfuhl, CEO der Holtzbrinck Buchverlage aber deutlich milder formuliert: „Barbara Laugwitz hat in einem schwierigen Markt immer wieder große Erfolge bei Rowohlt verwirklicht. Ich bin für ihr unermüdliches Engagement sehr dankbar. Unterschiedliche Vorstellungen über den weiteren Weg haben uns am Ende zu dem Schritt einer Veränderung in der verlegerischen Leitung bewogen.“

Zur Berufung von Florian Illies sagt er, er sei ein ” seltener Glücksfall für Rowohlt. Er kennt die Buchbranche aus der Sicht des Autors ebenso wie als umfassend interessierter Journalist. Darüber hinaus bringt er unternehmerische Erfahrung aus seiner Zeit als Gründer der Zeitschrift „Monopol“ sowie als Geschäftsführer eines international tätigen Auktionshauses mit. Dies sind einzigartige Voraussetzungen, um mit dem motivierten Rowohlt Team die Zukunft des Verlags, der im Herbst nach Hamburg umziehen wird, erfolgreich zu gestalten.“
Florian Illies ist als Autor vor allem mit den Bestsellern 1913 (2012) und Generation Golf (2000) hervorgetreten. Er war unter anderem Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und der Zeit, wo er seit 2017 Mitglied des Herausgeberrates ist. Zuletzt war er Geschäftsführer und Leiter des Auktionshauses Grisebach in Berlin.

Die Strahlkraft eines defekten Handys hat Dr. -soviel Zeit muss sein -Joerg, mit e statt ö, nicht.

„Er war ein Einser-Betriebswirt un auch ansonsten von begrentem Verstande.“
frei nach L für Werbung ausgibt.udwig Thoma.

Nur eine Frage der Zeit, bis sich Dr. Joerg mit einer pfiffigen Idee In der „Höhle der Abzocker“ bei Maschmeyer andient. Denn auch sein Droemer-Konzept „Bücher für Idioten, die abba  lesen können“ ist endlich (noch vor seiner wohlverdienten Rente).

Der Dr.Joerg weiß schon, wie man eine Nachricht verkauft. Deshalb ist er auch ein wichtiger Player in einer Branche, die weniger umsetzt als die Waschmittelindustrie für Werbung ausgibt.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/rowohlt-autoren-reagieren-auf-rauswurf-barbara-laugwitz-15777150.html

https://www.sueddeutsche.de/kultur/geschasste-rowohlt-verlegerin-schon-wieder-eine-frau-rausgekippt-wie-abfall-1.4124393