Martin Compart


Weise Worte by Martin Compart
17. Februar 2017, 5:56 pm
Filed under: NEWS, Weise Worte | Schlagwörter: , ,

Alle regen sich über Fake-News auf,
als gäbe es die BILD-Zeitung nicht seit über einem halben Jahrhundert.



Brit Noir: Donald Carters HARD CASE by Martin Compart
15. Februar 2017, 9:47 am
Filed under: Brit Noir | Schlagwörter: , , ,

51jipprbb9l Einer meiner liebsten Brit-Noir-Romane ist gerade wiederentdeckt worden: HARD CASE ist ein – auch in England – fast völlig unbekanntes Meisterwerk des Schwarzen Romans britischer Prägung. Jean van der Vlugt hat eine ausführliche Rezension im BÜCHERTREFF veröffentlicht unter http://www.buechertreff.de/thread/95584-donald-carter-case-hard-case/ .

Dazu noch eine kleine Randbemerkung: Ulrich von Berg hatte sich Anfang der 1990we um die Filmrechte bemüht (ich meine, wir hätten damals auch eine kurze Option gehalten). Wir waren der Meinung, die Geschichte von Eddie Case ließe sich mit geringen Veränderungen auf die „neuen Bundesländer“ übertragen, die gerade von kriminellen Glücksrittern geentert wurden. Leider fand Uli kein Interesse bei den Filmproduktionen. Die waren der Meinung, eine so düstere Story dürfe man doch nicht über den Scheinoptimismus der Wiedervereinigung stülpen.

Das Buch ist nach wie vor ein Geheimtipp. Wem diese, an James Hadley Chase orientierten, Geschichten gefallen, der sollte auch zu Jack S. Scotts DER BASTARD HIESS BRISTOW (Rowohlt-Thriller) greifen. Antiquarisch findet man beide für Cent-Beträge.



News: MiCs Tagebuch by Martin Compart
14. Februar 2017, 9:34 am
Filed under: Allgemein

In seinem neuen Eintrag auf CRIME TV https://crimetvweb.wordpress.com/ beschäftigt sich MiCs TAGEBUCH mit der TV-Serie SHOOTER nach Stephen Hunter, dem Patriotismus in neueren US-Serien und dem Bundeswehr-Knaller DIE REKRUTEN, der unter debilen Jugendlichen einen Verpflichtungswelle auslöst.



MiCs Tagebuch 2.17 by Martin Compart
8. Februar 2017, 5:33 pm
Filed under: Film, MiCs Tagebuch, Roland Klick | Schlagwörter: , , , ,

Filme für unsere Zeit: SUPERMARKT (1974)

Auf die Frage, welche Kinofilme für mich ganz persönlich einmal wichtig waren und/oder es heute noch sind, fällt mir kein einziger deutscher Film ein. Nicht einer! Das mag generationsbedingt sein. Theo gegen den Rest der Welt oder Das Boot haben für mich persönlich nun mal keine Bedeutung. Hingegen Lawrence of Arabia, Le Samourai, The Wild Bunch, Junior Bonner, La Grande Bellezza, To be or not to be, Le Cercle Rouge, Sullivan‘s Travels, Hana Bi, ich könnte unzählige Filme anführen, britische, amerikanische, französische, japanische, italienische – nur keine deutschen. Bestimmt kenne ich zu wenige. Diejenigen, die ich kenne, haben mich wenig motiviert, weiteren heimischen Produktionen eine Chance zu geben. (N.B. Mein jüngster Bruder stand mal auf Absolute Giganten, der Film war ganz okay. N.B. N.B. Bei Werner Herzog bewundere ich mehr sein Filmemachen als seine Filme. Ausnahmen: Fitzcarraldo, Cave of Forgotten Dreams, Death Row.)

Einzige echte Ausnahme in diesem Filmödland ist SUPERMARKT von Roland Klick.

Hätte ich den Streifen mit 15 oder 16 gesehen, wäre ich auf meine grüne Kreidler LF gestiegen und hätte der Welt den Kampf angesagt. Supermarkt entsprach voll meinem damaligen Lebensgefühl. Pubertierende Jugendliche vom Lande lassen sich schnell von Großstadtrebellen beeindrucken – auch oder gerade weil sie scheitern. Allerdings habe ich Supermarkt erst in einem Alter gesehen, in dem jugendliche Rebellion den meisten Menschen erschreckend kindisch vorkommt oder von ihnen bereits sehnsüchtig verklärt wird. Gestern schaute ich mir den Film noch einmal an – und stellte mir nur eine Frage: Haben deutsche Filmemacher in 43 Jahren nichts kapiert?

Regisseurin Sandra Prechtel und Regisseur und Protagonist ihres Dokumentarfilms Roland Klick

Regisseurin Sandra Prechtel und Regisseur und Protagonist ihres Dokumentarfilms Roland Klick

Supermarkt ist grandios! Schmutzig und krude, zärtlich und sehnsüchtig, scharfzüngig und böse. Keine Szene zu viel, keine Geste zu viel, kein Satz zu viel. Roland Klick und Kameramann Jost Vocano erzählen in gerade mal 80 Minuten einen „perfekten” Film in „perfekten“ Bildern. Handwerklich absolut ökonomisch gedreht, zum Teil ganze Szenen in einer Einstellung wie der grandiose Moment, in dem Möchtegern-Gangster Theo Angst vor dem eigenen Coup bekommt und sich volllaufen lässt. Unfähig den geplanten Überfall durchzuziehen, kommt es auf einem leeren Grundstück zu einer Konfrontation zwischen Protagonist Willi (Charly Wierczejewski) und Theo (Walter Kohut): Ein Alfa rast heran, Fahrer Theo springt heraus, um Beifahrer Willi zu verprügeln, ist aber zu betrunken, wird darum von Willi gepackt und auf die schlammige Erde befördert, auf den Streit folgt Theos Erkenntnis, sein Versagen, folgt Selbstmitleid, folgt der Zuspruch von Willi, folgt die Wiederaufrichtung von Theo, „ich bin nur gestrauchelt”, „ein bisschen Kaffee und du bist wieder klar“, bestätigt Willi, folgt Theos Vorwurf, „du hättest mich stoppen können, warum hast du mich nicht gestoppt?”, folgt das Einsteigen und die Abfahrt. Alles ohne Schnitt. Perfektes Timing. Perfektes Spiel. Dazu ein Walter Kohut zum Niederknien gut.

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Überhaupt, der viel zu früh verstorbene Walter Kohut. Was für eine Kanaille! So einen Loser-Großkotz-Verzweiflungsgauner hat das Kino selten gesehen. (Selbst James Cagney in White Heat eignet sich nicht wirklich zum Vergleich, der ist in grober Freudscher Analyse doch nur ein Muttersöhnchen.) Banale Psychologisierung spart sich Klick. Er zeigt die Charaktere, die zugleich stellvertretend für gesellschaftliche Positionen und Funktionen stehen, in ihrem Reden und Handeln, und legt so ihre Verlogenheit, Selbsttäuschung, Widersprüchlichkeiten offen. (Die Vorstellung, die wir selbst von uns haben ist zumeist falsch, die Person, die wir nach außen vorgeben zu sein, ist gespielt, eine angenommene Rolle.)

Der jugendliche Ausreißer Willi, wünscht sich nichts als Respekt und Anerkennung. Er sucht nach Sinn in dieser Gesellschaft und kann ihn in der kapitalistischen Ordnung der alten West-Bundesrepublik, mit ihrer bürgerlichen Enge und ihren wirtschaftlichen Zwängen, dem Wirtschaftswunderkater der frühen 1970er Jahre, nicht finden. Genau wie Theo träumt er den Traum vom Abhauen, von der großen „Wegmache“. Sein erster Coup soll zugleich der letzte sein, ein Befreiungsschlag, um mit der Hure Monika (Eva Mattes) und ihrem Kind in den Sonnenuntergang zu reiten. Im Gegensatz zu Willi reduziert sich Theos Traum allein auf Geld. Hat er erst das Geld, wird sich der Rest schon finden. Theo klammert sich an diese kapitalistische Mär. Er besitzt keine Fantasie, keine Perspektive, keinen Mut. Er spielt den harten Typen, diese Mischung aus Großkotzigkeit, Aggression und geistiger Überlegenheit, nur gegenüber Schwächeren, um bei Stärkeren feige zu kuschen. Eine Kanaille eben. Ihm gegenüber steht der Journalist Frank (Michael Degen), ein etablierter Bourgeoise, der nach Sinn im Materialismus sucht. Frank ist angekommen, hat die Ziele bürgerlichen Strebens längst erreicht und hadert nun mit den unübersehbaren Widersprüchen dieser Gesellschaft. Sein Versuch, etwas Sinnvolles zu tun, dem Ausreißer Willi zu helfen, erschöpft sich schnell, weil er zwar Verständnis bekundet, aber dem Jungen zugleich – ganz der gute Vater – auch die bürgerlichen Überlebensregeln vermitteln muss. Ein zum Scheitern verurteilter Spagat. Als der Journalist wahren Charakter beweisen kann, verrät er den Jungen an die Polizei. (Damit nicht noch ein schlimmeres Unglück passiert.) In der Prüfung versagt der progressive Spießbürger und der Außenseiter bleibt somit chancenlos. Der Film beginnt mit Willi allein auf dem Klo und endet mit Willi im alten St.Pauli-Tunnel inmitten zur Arbeit gehender Männer. Was dazwischen geschieht, muss jeder unbedingt selbst entdecken. Die Bedeutung der beiden Einstellungen erschließt sich aus dem Kontext der Story. Die erste Szene von Supermarkt ist der Nukleus des Films, das letzte Bild eines der größten Filmenden aller Zeiten. Bei Klick ist der Zuschauer Teil der Handlung, muss er die Ellipsen verbinden, das Ungesagte und Ungezeigte deuten. Die Aufladung der Bilder durch Juxtaposition ist meisterhaft – im deutschen Film singulär.

Roland Klick war immer „a filmmaker‘s filmmaker”. Das verbindet ihn mit Jean-Pierre Melville und Sam Peckinpah. In den letzten vier Jahren gab es eine wahre Roland-Klick-Renaissance, Filmgalerie 451 hat sein Oeuvre, die wichtigsten Lang- und Kurzfilme mit großartigem Zusatzmaterial auf DVD herausgebracht, die Dokumentation The Heart is a Hungry Hunter, portraitiert ihn liebevoll wie aufschlussreich.image1 Er gilt heute (ebenso wie Renegat Roger Fritz, und in gewisser Weise auch Klaus Lemke) als der große Anti-Autorenfilmer – Anti zu pseudointellektuellen Langweilern wie Fassbinder, Wenders, et al. Roland Klick ist nunmehr en vogue, das Feuilleton hat ihn längst rehabilitiert. Mit 77 Jahren ist er alt genug, um in Milde zurückzuschauen und zugleich alt genug, dass man ihm trotz später Anerkennung kein Geld für einen neuen Film geben müsste. Ein Schicksal, welches Klick mit Orson Welles teilt, dem verlorenen Sohn Hollywoods, dem die Filmindustrie bei seiner Rückkehr 1976 einen roten Teppich ausrollte und mit einem AFI-Lifetime Achievement Award in die Arme schloss. Dazu flüsterte ein Studioboss Welles ins Ohr: „This is as good as it gets, Orson. Don‘t call again.”

Bleibt die Frage, was deutsche Filmemacher nach 43 Jahren kapieren sollten? Denkt drüber nach.

MiC, 05.02.17



Klassiker des Polit-Thrillers: Stephen Becker by Martin Compart

DER LETZTE MANDARIN

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Der Winter 1948 ist hart in Peking. Die Menschen erfrieren und verhungern und die Stadt ist von Maos Truppen eingeschlossen. Man erwartet den Todesstoß der Kommunisten („Es wird mehr und bessere ärztliche Versorgung geben, und vieles, was die soziale Seele freut“). Seit Jahrzehnten leidet das Reich der Mitte unter Warlords, Bürgerkrieg, japanischer Vergewaltigung und erneuten Bürgerkrieg. Alle Hoffnungen und Hoffnungslosigkeiten bestimmen das Bewusstsein in Peking. „Die Reichen schmieden Pläne zur Flucht. Aber wohin?…die, die zu arm waren, konnten sich nicht mal Aberglauben leisten.“

In dieser Situation wird der ehemalige Guerilla-Kämpfer und Ex-Major der US-Armee Jack Burnham in die umzingelte Stadt eingeflogen. Seine Aufgabe: er soll den japanischen Kriegsverbrecher Major Kanamori aufspüren und der Hinrichtung übergeben. Die Gräueltaten, die Kanamori von 1938 bis 1945 in China begangen hat, sind ungeheuerlich. Er war einer der Schlächter Nankins, wo sich die Wege mit Burnham gekreuzt hatten.

Aber warum ausgerechnet Kanamori?
Es gibt Tausende von Kriegsverbrechern wie ihn…

Burnham taucht in diese fremde Welt, die er so liebt, ein und durchforscht sie auf jeder exotischen Ebene („Nicht zu wissen, wer was wie´- das ist die wahre Unwissenheit„). Seine Suche in Peking wird durch Rückblenden unterbrochen, die den japanischen Plünderungszug durch China und Kanamoris Abscheulichkeiten und Leben im Dienst der aufgehenden Sonne schildern.

Burnham ist einer der typischen Becker-Helden: Antiautoritär und von Asien „korrumpiert“. „Wer von Schmeicheleien leben will“ zitierte Burnham kühl, „muss härter schuften als ein Bauer.“

Der Umbruch in China war bereits Thema von Beckers beiden ersten Romane, THE SEASON OF THE STRANGER, 1951, und SHANGHAI INCIDENT, 1955, sein erster Thriller, für den er einmalig das Pseudonym Steve Dodge verwendete und der in der legendären Gold Medal-Reihe erschien (siehe dazu Gary Lovisis Text http://www.mysteryfile.com/Becker/Becker.html ).beckerb1

2006 war eine Verfilmung non THE LAST MANDARIN in Planung. Regie sollte Andreij Konchalovsky führen und Burnham von Alec Baldwin gespielt werden. Der Titel des 15-Millionen-Dollar-Projekts, das bisher nicht weiter verfolgt wurde, war THE FORBIDDEN CITY.

Wer dieses Buch liest, wird es nie mehr vergessen. Es ist Thriller, exotischer Abenteuerroman, philosophische Betrachtung, zynische Welterklärung und grauenhafter Kriegsroman in einem. Und vor allem ist es Weltliteratur. In einigen Jahren wird man vielleicht erkennen, dass Stephen Becker zu den bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern des 20.Jahrhunderts gehört, auf derselben Stufe wie etwa Cormac McCarthy. Er ist einer dieser Autoren, die prägend in ein Leben eingreifen können und Denken und literarisches Stilgefühl beeinflussen. Seine Mischung aus Lakonie und Ironie erzeugt eine ganz eigene Melodie.

becker1Der Roman ist der mittlere Band von Beckers so genannter Asien-Trilogie (DER CHINESISCHE BANDIT und DER WEISSE SHAN sind genauso gut und lesenswert; mein Herausgreifen des DER LETZTE MANDARIN ist rein willkürlich).

Ein gemeinsames  Thema ist die Kollision zwischen amerikanischen Abenteurern mit asiatischen Kulturen, die sie in den Bann schlagen und fast aufsaugen. Es basiert wohl auf Beckers eigenen Erfahrungen. Bei aller Tragik und Ernsthaftigkeit lockert Becker die Handlung durch Humor auf, der auf den komischen Eigenheiten der jeweiligen asiatischen Kultur wie auch den Idiotien des Westens basiert.
„Ein merkwürdiges Volk, die Amerikaner, ohne jedes Feingefühl und ohne Sinnlichkeit. Sie haben keine Geschichte. Sie durchstreifen die Welt wie hirnlose Nomaden, sie überschreiten alle Grenzen, und wenn sie einen Pfau sehen, nehmen sie ihr Gewehr und erschießen ihn und fressen ihn roh. Andererseits verbringen sie auch Großes und übergehen das Gelächter ihrer Kritiker. Unbezahlbar, wie gesagt.“51zva0necfl-_uy250_11

Ein Zauber seiner Trilogie besteht darin, dass er dem Leser diese Kulturen näher bringt, aber ihre Mysterien bewahrt. Er klärt auf und mystifiziert gleichzeitig. Ein Widerspruch, den nur ein wirklich großer Autor auflösen kann, der die Widersprüche des Lebens kennt und in einer Synthese aus Orient und Okzident ästhetisiert.
Dafür findet er, wie zuvor gesagt, eine ganz eigene Sprache. Häufig sind es Beckers eigenwillig ironische Brechungen, die den Leser die oft schwer erträgliche Brutalität ertragen lässt.

„In der Nacht zum Montag, dem 13.. Dezember 1937, endete in Nanking jeder Widerstand. Die japanischen Armeen hatten einen der glanzvollsten Feldzüge der modernen Kriegsführung erfolgreich abgeschlossen. Die Soldaten freilich hörten nur ungern vom aufgegebenen Widerstand. Das Gewehr war geladen und gespannt, der Finger auf dem Abzug, Frieden war der unerträglich. Sieg allein genügte nicht; eine im Lauf der Geschichte aufgestaute, unterdrückte Wut verlangte nach einem Blutbad. Eine Stadt mit 1 Million Einwohner – keiner zu finden der Widerstand leistete? Mehr noch: die Ausländer – eine Handvoll nur, selbstgerecht, unermüdlich, sogar überheblich – hatten eine Schutzzone festgelegt, als ob ihre Gesandtschaften, Universitäten und Missionen heilige Städten wären, die nicht von unzivilisierten Japanern geschändet werden dürfen. Der Major meinte, kümmert euch nicht darum… Das schießen ließ nicht nach, Widerstand oder nicht. Und sie tranken… Kanamori erinnerte sich später an hausgemachten Brandy, Pflaumenschnaps und sogar Bananenschnaps. Auf Sie tranken nicht bis zur Bewusstlosigkeit, niemand torkelte oder stürzte; sie tranken zur Anregung, und ihre Kraft wuchs. Rastlos, gesetzlos und herzlos streiften sie herum. Wahllos traten sie Haustüren ein. Sie erschossen die Männer und vergewaltigten die Frauen. Sie vergewaltigten zehnjährige Mädchen und siebzigjährige Großmütter…“

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Kaum ein mir bekannter westlicher Autor hat Asien mehr geliebt und verstanden als Stephen Becker.

Becker hatte viele Talente: er war ein herausragender Übersetzer, ein bemerkenswerter Hochschullehrer und ein genauer Analytiker der populären Kultur. Bereits 1959 hatte er die erste ernsthafte buchlange Analyse von Comics (COMIC ART IN AMERICA) veröffentlicht.

Aber er wird vor allem als großer unterschätzt der Romancier in die Literaturgeschichte eingehen. Er wird gelegentlich mit Joseph Conrad verglichen. In seinen Romanen geht es häufig um Selbstfindung und Selbstverlust. Ähnlich wie Conrad thematisiert Becker das Dilemma der menschlichen Moral und ihre Unzulänglichkeit innerhalb sozialer Strukturen.

Stephen David Becker wurde 1927 in Mount Vernon, New York, geboren
Der Sohn eines Apothekers wuchs in Yonkers, New York auf. Von 1943-1947 studierte er in Harvard. 1945 unterbrach er das Studium um seinen Militärdienst bei den Marines zu absolvieren.
Er graduierte 1947 in Harvard. Im selben Jahr ging er nach China, wo er Weihnachten 1947 seine Frau Mary heiratete. Er unterrichtete bis 1948 an der Universität von Peking.

Nach seinem Aufenthalt in China ging er nach Frankreich. Er lernte Französisch durch die Lektüre von Kriminalliteratur. „Nachdem ich Chinesisch gelernt hatte, war Französisch ganz einfach. Mein Rat an junge Leute die Französisch lernen wollen: lernt zuerst Chinesisch.“ In Frankreich traf er den Romancier Richard Wright, der ihm für seinen ersten Roman einen Agenten vermittelte: THE SEASON OF THE STRANGER erschien 1951.

Becker übersetzte insgesamt 14 Romane aus dem Französischen ins Englische; darunter Romain Garys THE COLORS OF DAY von 1953. „Diese Übersetzung war hilfreich für mich als jungen Autor. Sie hat mir meine Zweitklassigkeit gezeigt.“ Besonders Vergnügen müsste ihm die Übersetzung von André Malrauxs chinesischen Revolutionsroman DIE EROBERER gemacht haben.

Ende der fünfziger Jahre gingen die Beckers zurück in die Staaten. Sie lebten mit ihren Kindern in New York, Massachusetts, den Virgin Islands und ab 1986 in Florida, nachdem Becker dort einen Lehrauftrag an der Universität angenommen hatte. Er starb 1999.

Seine elf Romane wurden in 16 Sprachen übersetzt.

„There will never be another one like you,
there will never be another one who can do the things you do.“

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Glaubt die SPD wirklich, es interessiert irgendjemanden, wen sie als Kanzlerkandidaten durch die Schrebergärten jagen? by Martin Compart
24. Januar 2017, 8:44 pm
Filed under: Ekelige Politiker, NEWS, SPD

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Die großartigen ZDF-Poeten nennen Ihn heute den „Kissinger aus Würselen“!

Seine Farblosigkeit gab dem Europaparlament ein Gesicht.

Wir wissen doch jetzt schon, wie es laufen wird:

33% Schwachmaten wählen CDU/CSU;

16% Blöde wählen SPD:

8% Machtgeile wählen FDP.

Das wird reichen, um die Katastrophe weiter voran zu schleppen.

Ach ja: 15% Verwirrte und geistig Behinderte werden AfD wählen.



WEISE WORTE by Martin Compart
24. Januar 2017, 5:12 pm
Filed under: Dashiell Hammett, Weise Worte | Schlagwörter: ,

„Mr. Hammett, welche Art von Literatur ist am erfolgreichsten?“
„Erpresserbriefe.“