Martin Compart


DIE ERBÄRMLICHKEIT ALLER STREAMINGDIENSTE… by Martin Compart
17. April 2021, 6:21 pm
Filed under: Weise Worte | Schlagwörter: , , ,

… beruht auf ihrer an Dämlichkeit in der menschlichen Kulturgeschichte unübertroffenen Präsentation ihres Produkts. Die immer gleichen Floskeln, gepaart mit Nicht-Informationen, verhindern eine interessierte Ansteuerung. Über kurz oder lang wird sich neben digital-strukturellen Komfort (muss ich bei jeder Folge in folge einen Alterscode eingeben und kann „was bisher geschah“ nicht wegdrücken daran mitentscheiden, welcher Streamingdienst erfolgreich im Markt sein wird.

Momentan sind  alle auf demselben Idiotenniveau.

Wahrscheinlich werden die deutschen Texte dieser zweizeiligen  inhaltslosen Präsentationen nebenbei von Springer- oder Burda-Idioten, oder wie sie alle heißen, gemacht, immer auf der Suche nach einem Zubrot für ihre überflüssige Existenzsicherung.



JAGGERS NEUER SONG by Martin Compart
17. April 2021, 11:15 am
Filed under: MUSIK | Schlagwörter: ,



DER TASMANISCHE TEUFEL ERZÄHLT by Martin Compart
9. April 2021, 2:16 pm
Filed under: ERROL FLYNN, Film, Porträt, Rezensionen | Schlagwörter: , , , ,

Errol Leslie Thomson Flynn (1909-58) hatte viel von einem Anti-Helden aus einem Roman von Ernest Hemingway.

Flynns Leben war aufregender als die meisten seiner Filme (von denen er keine sehr hohe Meinung hatte).

Bücher über Flynn sind schon sowas wie ein eigenes Genre. In den letzten zwanzig Jahren hat das Interesse an dem einst größten Film-Star der Welt wieder zugenommen.
Es gibt sogar einen interessanten Blog über ihn, in dem die irrwitzigsten Details und alle Aspekte seines Lebens beleuchtet werden: https://www.theerrolflynnblog.com .
Manche dieser Flynn-Bücher sind so begehrt, dass sie inzwischen für Summen zwischen 100 und 400 Dollar gehandelt werden.

Das schönste Errol Flynn-Buch ist von Errol Flynn – seine Autobiographie MY WICKED WICKED WAYS.
Angeblich hat es Flynn dem Ghost Writer Earl Conrad auf Jamaica von August bis Oktober 1958 diktiert. Vertrauenswürdigen Quellen nach war Conrad allerdings dauernd betrunken oder jagte Frauen nach.
Als Vorschuss erhielt Flynn vom Verlag Putnam 9000 Dollar. Von dem Buch sind schon bis in die 1970er Jahre über eine Million Exemplare verkauft worden.

2005 legte Aurum Press das Buch mit einer Einführung des Filmhistorikers Jeffrey Meyers neu auf. Veröffentlicht ist der unzensierte Originaltext, denn der wurde in früheren Ausgaben um einiges gekürzt, da die Verlage meinten, einiges sei zu „hart“, um es dem zeitgenössischen Publikum zuzumuten.
Überraschend ist die Qualität des Textes, die Errol Flynn als überraschend brillanten Schriftsteller zeigt. Inzwischen gilt MY WICKED WICKED WAYS neben dem Werk von David Niven als die beste Autobiographie, die je von einem Schauspieler verfasst wurde.

Kein Wunder, dass die Kritik zur Neuauflage euphorisch reagierte:
„Flynn set the record straight and is brutally honest in his posthumously published self-portrait. This restored version of the 1959 original contains numerous passages deleted from earlier editions for fear of lawsuits—he was equally brutal in his portrayal of many Hollywood big shots—plus eight pages of photos and a new introduction by biographer Jeffrey Meyers.“ – Library Journal

„Incredibly absorbing… Just as in life, Flynn spares himself nothing—and from his book emerges the same roguish charm that endeared his celluloid incarnation to millions.“ – Saturday Review

Die Geschmackvollste erschien in The Guardian:

„This is a major autobiography in the tradition of Cellini, Casanova, and Frank Harris. Perhaps it is not the book to leave alone in the house with your daughter, but Flynn was not the man to leave in the house with your daughter.”

Dem kann ich nur zustimmen: eines der besten und aufregendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Unbegreiflich, dass es das Buch nicht auf deutsch gibt. Denn auch bei uns ist Errol Flynn inzwischen kult (bei uns hat sich sogar eine Punk-Band nach ihm benannt; siehe den Link weiter unten).

Flynn soff, prügelte sich, kiffte, strich Kokain auf seinen Schwanz und vögelte sich um den Planeten. „I have been in rebellion against God and government ever since I can remember,”

Schon über den kleinen Errol hatte seine Mutter gesagt: ”A devil in boy’s clothing,”

Er war Mitglied einer Jugendgang in Sidney, Abenteurer in Neu-Guinea, Seefahrer, Manager einer Plantage, und… und… und.

Nicht immer stimmt das so alles, wie er es erzählt, sagt der Filmhistoriker Jeffrey Myers in seinem Vorwort. Manches ließ er aus, ungeklärt, ob er es vergessen oder verdrängt hatte (etwa der öffentliche Faustkampf mit John Huston). Bei diesem ungewöhnlichen Leben voller Drogenkonsum verschwamm wohl während der Aufzeichnung ein Jahr vor dem Tod einiges zwischen Realität, gestörten Erinnerungen und Phantasie. Wer sich so intensiv zwischen Natur, wilden Tieren (die er von klein auf liebte), Kriegen (er war als Reporter im chinesisch-japanischen Krieg und im Spanischen Bürgerkrieg) und dem Luxus der Glamour-Industrie herumtreibt, der kann an den Widersprüchen kaputt gehen.
Außerdem lebte der Autor lange, lange Zeit in der Hauptstadt der Lügen (wo man nicht mal davor zurück schreckt, Adam Sandler als Schauspieler zu bezeichnen).

Er lässt kaum ein gutes Haar am Filmgeschäft, versucht sich aber in keinster Weise als strahlender Held darzustellen. Eher im Gegenteil. Dabei zeigt er sich – ob nun im Diktat oder in seinem schriftlichen Lektorat – als glänzender Schriftsteller, dessen Ironie und Zynismus entwaffnend ist.

Er ist sich selbst gegenüber von brutaler Ehrlichkeit. Flynn wollte Schriftsteller werden: Bereits 1937 legte er mit BEAM ENDS einen Roman vor, der auf seinen Erlebnissen in Neu-Guinea beruhte; der Abenteuerroman SHOWDOWN folgte 1946. Darüber sagte er einmal: „Schreiben ist viel härter als Filme drehen. Wenn ich lese, was ich am Vortag geschrieben habe, könnte ich manchmal kotzen.“

Auch als Journalist hat er gearbeitet und zum Beispiel über die republikanische Seite im Spanischen Bürgerkrieg berichtet.

Es wimmelt nur von unglaublichen Anekdoten: Welcher Mann hat je seine zweite Frau bei seinem ersten Vergewaltigungs-Prozess kennengelernt (Verführung Minderjähriger – also unter 18 Jahren – wurde damals generell als Vergewaltigung geahndet)?

Gleich im ersten Kapitel berichtet er, wie er Anfang der 1950er Jahre pleite war (die acht Millionen Dollar, die er seit 1934 bei Warner Brothers verdient hatte, waren nicht nur verprasst, sondern von seinem Finanzverwalter veruntreut worden). Schweren Herzens verkauft er seinen Gaugin und kommentiert: „Paintings seem to be just loaned to you. The longest you can have a painting is your own lifetime. You stop, but the painting goes on – if it is one that is worth going on.”

Manchmal liest es sich, als würde ein betrunkener James Crumley Abenteuer- und Hollywood-Geschichten erzählen. Selbstzerstörerisch und lebensgeil zugleich ging er seinen Weg, der jeden Moralapostel zurück in die Kirchen treiben würde Immer auf der Suche nach dem nächsten Kick oder inneren Frieden endete er finanziell und gesundheitlich ruiniert, geplagt von Selbstmordgedanken. Aber da er sich nicht wirklich ernst nahm, rang er allem etwas ab – voller Ironie und Sarkasmus für seine Art zu leben.
„Jeder, der einen Dollar zurücklässt, ist ein Versager.“

In den 1950ern verwelkte der tasmanische Teufel dramatisch.

Er drehte keine Hollywood-Blockbuster mehr mit ihm als Star, sondern internationale B-Picture, die seine schwindende Prominenz ausnutzten.
Aber er tauchte auch als Neben- oder Hauptdarsteller in einigen großartigen Filmen auf: THE ROOTS OF HEAVEN (1958) von John Huston nach Romain Gary oder THE SUN ALSO RISES (1957) von Henry King nach Hemingway.
Als seine beste Leistung gilt die Darstellung eines Alkoholikers in TO MUCH, TOO SOON (1958). „Das war leicht. Ich musste nur ich selber sein.“

In all den späten Filmen kann man sehen, was für ein bemerkenswerter Schauspieler Flynn war, der sich zu Recht beklagt hatte, dass Jack Warner ihn „immer nur in Strumpfhosen gesteckt hatte“.

Nicht seine Affären (oder seine Freundschaft mit dem Nazi Herrmann Erben, den er als Reporter mit in den Spanischen Bürgerkrieg mitnahm und von dessen Parteizugehörigkeit Flynn nichtd wusste) brachen Flynn in Hollywood endgültig das Genick, sondern seine Sympathien für Fidel Castro. In Wikipedia wird das zusammengefasst:

Beispielhaft war rückblickend auch der vom Fernsehsender Arte im April 2007 als deutsch-französische Erstausstrahlung gesendete Film Die Wahrheit über Fidel Castros Revolution, der bis zu diesem Zeitpunkt unbeachtet in den „Giftschränken“ Hollywoods ruhte. Flynn befand sich auf Kuba, als Fidel Castro seine Revolution in dem Inselstaat begann. Statt Kuba fluchtartig zu verlassen, beschloss Flynn, die gesellschaftliche Umwälzung auf der Insel gemeinsam mit seinem Freund, dem Regisseur Victor Pahlen, filmisch zu dokumentieren. Offensichtlich tief beeindruckt vom Idealismus und der Energie des Revolutionsführers Fidel Castro, erzählt Flynn auf sehr persönliche Weise seine Sicht auf die kubanische Geschichte. Auch in seiner Autobiografie und im kanadischen Fernsehen gab er seiner Bewunderung für Castro Ausdruck, den er als seinen Freund bezeichnete.“

In dem Film sagt Flynn, er hoffe, die Kubanische Revolution sei der Beginn der Vernichtung aller lateinamerikanischer Diktaturen, und er wünsche allen jungen Revolutionären viel Kraft.

Der Mann wusste, wie man sich im State Department oder bei der United Fruit Company Freunde macht.

Bis zum Schluss war er der Hellraiser, der selbst Hollywood überforderte.

Und nach der Lektüre der Autobiographie steht fest:
„There will never be another one like you.”


https://www.errolflynn.de


Flynns Sohn Sean war u.a.Kriegsfotograf und ist einer der Vermissten des Vietnamkrieges.



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart



DER SEEMANN, DER DIE SEE VERRIET – DER FILM by Martin Compart

Der Film-& Hörspielverlag PIDAX ist bekanntlich immer für Überraschungen und Neuentdeckungen gut! Diesmal überrascht er mich mit der DVD der Yukio Mishima Verfilmung DER SEEMANN, DER DIE SEE VERRIET (https://martincompart.wordpress.com/2018/04/10/klassiker-des-noir-romans-der-seemann-der-die-see-verriet-von-yukio-mishima/) von 1976. Leider gibt es kein nennenswertes Zusatzmaterial, aber Ton- und /Bildqualität sind exzellent!

Bei uns kam der Film unter dem hirnrissigen Melodram-Titel DER WEG ALLEN FLEISCHES kurz in die Kinos. Regie führte Lewis John Carlino (1932-2020); der dürfte den Noir-Fans vor allem durch sein Drehbuch zu THE MECHANIC (KALTER HAUCH) bekannt sein. Er adaptierte dieses auch zu einem lesenswerten Roman.

Carlino, der auch das Drehbuch schrieb, überführte Mishimas komplexen Roman aus Japan nach England (Darthmouth in Devon ist beeindruckend abgefilmt) und versuchte die vielschichtige Mentalität der Jugendlichen, die in der Vorlage untrennbar in den Auswüchsen der Samurai-Kultur verwurzelt ist, in vulgär-nietzscheanische Vorstellungen zu übertragen. Heraus kam eine Art Psychogramm einer Jugendgang. Im Vergleich dazu wirken die Kinder aus HERR DER FLIEGEN wie brave Pfadfinder.

Herausragend, neben den jugendlichen Darstellern, ist Sarah Miles, die sich souverän auf Sex-Szenen einließ, die für damalige Kino-Normen mutig und ungewöhnlich waren (obwohl die billige Soft-Porno-Welle durch die Filmtheater tobte und harcore porn, zumindest in den USA, den Schmuddelkinos entkommen war).

MEDIENNERD hat sehr schön zusammengefasst, wie der Film auf jemanden wirken kann, der ihn unbelastet von der Lektüre der Romanvorlage sieht:

„Bei diesem Film dachte ich mir, dass ich den unbedingt sehen muss, weil die Zusammenfassung schon so spannend klang und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film war richtig spannend und auch stellenweise sehr verstörend in Szenen wenn der Junge seiner Mutter zuschaut wie sie sich selbst befriedigt. Aber am krassesten war die Szene wo die Jugendlichen zusammen die Katze… ich will es hier nicht weit vorweggreifen oder euch zu sehr spoilern, aber ich will so viel sagen: Ich schaue selten bei Filmen weg, weil mich etwas entsetzt. Hier habe ich das getan und das zeigt mir, dass der Film richtig gut umgesetzt war, wenn die Schranke zwischen Film und wirklicher Wahrnehmung schwindet. Ich kann euch also sehr empfehlen hier einmal reinzuschauen, ein einfach nur krasser Film.“ (https://mediennerd.de/der-weg-allen-fleisches/)



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
30. März 2021, 3:01 pm
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Schon wieder ein Tom Franklin! Die Freude ist groß by Martin Compart

Dank der Kernerarbeit von Frank Nowatzkis PULP MASTER bescheren uns die Abstauber von HEYNE HARDCORE nun Tom Franklin im Hardcover.

Aber wir wollen nicht ungerecht sein: die erste deutsche Übersetzung von Franklin war in der Allgemeinen Reihe von Heyne:

Es illustriert einmal mehr die heutigen Strategien der Großverlage:

1. Wir wurden – wodurch auch immer(Agent?) – auf einen neuen, vielversprechenden Autor aufmerksam.

2. Wir kaufen ihn und präsentieren ihn im Markt.

3. Er verkauft nicht soviel wie Dan Brown ab seinem dritten Buch. Wir sind nicht mehr interessiert.

4. Wir beobachten höhnisch, wie ein Kleinverlag seine weiteren Bücher in einer uninteressanten Nische des deutschen Marktes pflegt. „Naja, für ihn als Kleinverlag wirds ja reichen.“

5. Um den scheint sich sowas wie „Kult“ zu entwickeln. Und wir verkaufen von neuen Autoren immer weniger…

6. „Der kriegt immer mehr Aufmerksamkeit – auch im Buchhandel.“

7. Holen wir ihn zurück. Machen wir daraus ein Hardcover in der doppelten Auflagenhöhe von ungefähr der Auflage, die der Kleinverlag unter die Leute bringen konnte. Sonst hätte er ja keine drei Bücher durchgehalten. Und wenn wir als Großverlag ein paar Dollar mehr bieten, hat der Kleine keine Chance. Außerdem können wir ihm großherzig sagen: Das nützt ja auch Deiner Backlist.

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Das gilt ja nicht nur für Heyne.
Seitdem Controlletis und Marketing in den Großverlagen die Macht übernommen haben, bestimmt die Logistik das Kriegsziel.



DER MANN, DER DIE BUCHBRANCHE (MIT)RUINIERTE by Martin Compart

Ein kleiner Drecksspekulant, der schon vor dem Anschluss erkannte, wie man ein Unternehmen aushöhlt, um den Gewinn dem eigenen Konto gutzuschreiben. Ein Lehrmeister für Politiker (als ob die das nötig hätten):

Für solche Typen kommen mir die unsterblichen Worte des Marquis de Sade in den Sinn:
„Es reicht nicht, sie zu töten. Wir müssen auch Möglichkeiten finden. sie über den Tod hinaus zu quälen.“



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
20. März 2021, 11:47 am
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WAHLKAMPF ´21! PARTEIEN STELLEN SICH VOR. HEUTE: CDU by Martin Compart

Die Partei für gepflegte Spießer-Orgien (ohne Kondom, da an katholischen Werten orientiert).

Ein paar Argumente, uns von der CDU zu wählen:

– Niemand hat mehr Steuergelder veruntreut.

– Wir mögen und fördern systemrelevante Gruppen wie Investmentbanker. Von denen kann man noch richtig was lernen!

– Wir haben mehr Lobbyisten in unseren Reihen als selbst die FDP.

– Wir sind bis ins Mark korrupt.

– Unser Schäuble hat dafür gesorgt, dass Deutschland einen sehr guten Ruf bei der Mafia hat (Geldwäsche als Wachstumsmodell).

– Wir halten den Rekord an unfähigen Verkehrsministern in Folge: Ramsauer, Dobrindt, Scheuer (das Tripple! – von anderen Parteien unerreicht).

– Jens Spahn u.a. beweisen unser Organisationstalent (wenn wir den Holocaust organisieren sollten, müssten wir Berater aus Israel verpflichten).

– Mit Julia Klöckner und Ursula von der Leyen beweisen wir täglich, dass auch Frauen unfähig sind (ein wichtiger Beitrag zur Gleichberechtigung).

– Trotz teurerer (und vieler, unglaublich vieler – mit hohen Pensionsansprüchen) Ministerialbeamter beschäftigen wir die meisten Berater mit Einzelverträgen für Millionen von Euro (nicht Lire, hahaha) und beweisen damit, dass begrenzte Arbeitsverträge für Wirtschaftswachstum sorgen.

– Mit uns wird es keine kommunistische Reichensteuer geben, denn wessen Brot wir fressen, dessen Lied wir singen. Aber niemand hat auch vor, eine Mauer zwischen Arm und Reich zu bauen.

– Armut und Hartz4 sind Gott gegeben (der Soze Schröder war nur der Prophet). Als gläubige Christen ist uns dieses Gebot Verpflichtung.

– Wir fördern den deutschen Waffenhandel – auch in Krisengebiete (auch innovativ über wertschöpfenden Zertifikatshandel über Drittländer. Keiner darf zurückbleiben).
Kriege fördern, heißt Flüchtlinge fördern! Ein Wachstumsmarkt der Zukunft, an dem auch Nicht-Parteifreunde partizipieren.

– Umverteilung durch Korruption schafft auch ein Stück weit Chancengleichheit. Ein Beispiel dafür ist doch die Förderung eines hochbegabten Kindes namens Amthor.

– Da die Autoindustrie Tote und – fast besser – kaputte Autos braucht, wird es mit uns NIE ein Tempolimit geben (egal was der Plebs gerne hätte).

– Wir brauchen kein Strafgesetz gegen Wirtschaftsunternehmen (wie in fast allen westlichen Ländern, selbst in den USA), denn der Markt regelt das.

– Wir haben die gerissensten Politiker, auch unter den dümmsten.

– Wir orientieren uns im Umweltschutz an dem Philosophen Andreas Rebers: „Jahrtausende lang hat die Natur uns vor sich her getrieben, jetzt kriegt die dumme Sau mal einen zurück in die Fresse“.

– Bildung ist uns wahnsinnig wichtig, aber sie muss sich natürlich daran orientieren, was die Wirtschaft gerne hätte.

– Wir halten uns an Absprachen mit unseren amerikanischen Freunden im Kampf gegen 3.Welt-Drogen: Illegalität sichert Preise und Elend. Wo käme denn unser Banken- und Konjunkuturprogramm hin, wenn das Sineloa-Kartell keine Geldwäsche über die Deutsche Bank betreiben dürfte? Die gehen doch sofort in die Londoner City, wo zweifelhafte Wechsler nur auf sie warten. Es geht auch um den Standort Frankfurt, dem sich die CDU immer verpflichtet fühlt.

_- Versorgungskriminalität schafft mehr gering bezahlte Arbeitsplätze als Steuereinnahmen für kontrolliert abgegebene Drogen (wie etwa in den Armutsregionen Schweiz und Holland). Naja, vielleicht auch nur Gewinn und Parteienunterstützung. Ist aber egal, so lange es der Gesellschaft zu Gute kommt. Jedenfalls steht auch hier die CDU hinter Ihrer Stammtischkompetenz!

– Zwangsarbeit muss sich wieder lohnen.

– Für Frieden und Freiheit.

– Alles auf Erden ist endlich. Nur das Wachstum nicht. Dafür steht die CDU seit Jahrzehnten erfolgreich und glaubwürdig im politisch-ökonomischen Markt.

– Kultur ist sowas wie subventionierte Oper, keine kritischen Sachbücher oder linke Kriminalromane (das ist Kommunismus, und Kommunismus ist Gotteslästerung).

…vor allem vor der CDU.

– Pädophilie ist nur etwas für Leute, die damit auch verantwortungsbewusst umgehen können (deshalb stehen wir uneingeschränkt hinter dem romantischen Ideal des Zölibats), weshalb wir gnadenlos Kinderschänder mit niedrigem Einkommen jagen.

– Wir begreifen Corona als Chance, indem wir bürokratische Hilfsmittel bereitstellen, die zugesagte Hilfen so kompliziert machen, dass sie unseren Freunden von der Organisierten Kriminalität nutzen und
Kleinunternehmer erst in die Insolvenz und dann in den Selbstmord treiben. Ja, wir gehen das Problem mit der Überbevölkerung dieses unseren Planeten aktiv an!

– Wir garantieren eine Polizei, die noch mit Keilschrift arbeiten muss, aber auch hochqualifizierte Personenschützer für verantwortungsbewusste Systemrelevante.

– Wir respektieren den Adel und seine finanzielle Forderungen an den Steuerzahler. Denn er hat mit seinem feudalen Raubrittertum erst die Voraussetzungen für unseren freien Feudal-Kapitalismus geschaffen. Schon aus historischer Dankbarkeit sollte man die debilen Schmarotzer unterstützen.

– Wir sind die wahren Garanten für eine ungerechte Gesellschaft, die sowohl natürlich wie gottgewollt ist.

– Die Freiheit des Bürgers ist unantastbar. Deshalb soll jeder nach seinem Einkommen glücklich werden.

– Wir beweisen unserer Solidarität mit der 3.Welt durch die kontinuierliche Verarmung weiter Schichten in diesem, unserem Land (da sind wir jetzt schon Marktführer in Europa!). Außerdem verlangen wir die Abschaffung der Sklavenarbeit, um sie – wie in Europa – durch die kostengünstigere Lohnarbeit zu ersetzen.

– Wir werden auch die Luft privatisieren. Atmen zum Nulltarif kann sich eine moderne Exportwirtschaft nicht auf Dauer leisten. Außerdem wird dadurch die Innlandsnachfrage strukturell angeregt.

„Ohne mich würden italienische Unternehmer weitaus weniger in deutsche Immobilien investieren, ihr Armleuchter!“