Martin Compart


P.S. by Martin Compart
27. Mai 2017, 7:59 pm
Filed under: Deutsches Feuilleton, Sternstunden der Verblödung | Schlagwörter:

Genauso wie die elende Filmförderung (Kotau vor ein paar internationalen Feuilletonsregisseuren – dafür steht dieses verlebte Kraftsche Backenhörnchen Petra Müller – und national nur Langeweiler mit Filmen über geistig und körperliche Menstruationsqualen, die diese Frauen nur aus der Sensationspresse kennen) geht man lieber als unkündbarer Apparatschik kurzfristig unter, als das man etwas zum Grand Prix schickt, das sich der Autorität des Mittelmaßes nicht unterwirft. Die alte Goebbels-Strategie: Dir Welt ist woanders, aber wir bleiben im Schrebergarten.

Ein ekeliges Klientel, das sich auf Gemeinschaftskosten die TascEs ist doch bezeichnend, das einmal mehr nicht der spezifische Inhalt eines „umstrittenen“ Songs wahrgenommen und diskutiert wird, sondern stattdessen in traditioneller faschistischer Denkung die Angriffspunkte der Person vorgeladen werden.  vollstopft und cineastisch seit Jahren zwischen Heinz Rühmann und Fassbinder stecken bleibt. Und das ganz bewusst: Denn die Ästhetik von Stummfilmen überfordert sie genauso wie die die kulturelle Einordnung von BAYWATCH. Und ihre geistig behinderten Verbündeten sitzen in den TV-Sendern (und ich meine nicht nur die öffentlich-rechtlichen, deren Niveau sich bestenfalls an dem Geschichtsbewusstsein von Guido Knopp langhangelt) um den Status Quo einer gutgeführten Klapps Mühle aufrecht zu erhalten.



Der dümmlich ehrabschneiderische Anschlag auf Xavier Naidoo durch etabliert schleimige Medienkellner by Martin Compart
26. Mai 2017, 11:38 pm
Filed under: Deutsches Feuilleton, MEILENSTEINE DER VERBLÖDUNG, Meinung, MUSIK | Schlagwörter: , ,

Von Anfang an: Ich war und bin kein Fan von Mannheim, ein Freund der Freunde schon gar nicht.

Aber es ist schon erschreckend, wie in einer konzertierten Aktion der alimentierten Lügen-Medien ein naiver Freigeist, den ich persönlich eher naiv links wie etwa die harmlose Partei „Die Linke“ einordne, primitiv fertig gemacht werden soll.

Ein schöner Vorstoß der Erdoganisierung medialer Ausdrucksformen in Deutschland.

Da er juristische Feinheiten zum deutschen Friedensvertrag (Stichwort Besatzer, gähn) ähnlich ausführt wie die sogenannten Reichsdeutschen (was im Song nicht mal eine Rolle spielt) meinen die Absolventen der Goebbels-Journalistenschule nun in vermeintlicher ideologischer Sicherung ihrer überflüssigen Arbeitsplätze über jenen Naidoo herfallen dürfen, da dieser, in einem durchaus angenehmen Song, das Unbehagen vieler über den Zustand dieses Staates charmant formuliert.

Selbst wenn dieser Mann nur Unsinn formulieren würde, würde ich – rationale Intelligenz oder Bildung verlange ich ja nicht von den armen Schergen der Bewusstseinsindustrie – ein wenig mehr Respekt verlangen vor einem Musiker – wie gesagt: Ich bin kein Fan, aber ich erkenne musikalische Entwicklungen -, der national und international einen neuen, eigenständigen Sound geschaffen hat, jenseits der Liedl, die wohl in den Kantinen der Lügenmedien gespielt werden (zwischen Lou Reed, Udo Lindenberg und Helene Fischer im Grauen eingekeilt).

Hier sein vielleicht bestes Beispiel für einen zuvor nicht gehörten Sound:

Wie gesagt: Ich bin kein Fan.

Dank der Medioten könnte sich das aber ändern. Ich glaub´ ich hör mir mal ein komplettes Album an.



DR:HORROR: SPD oder DIE VOLLE ERDMÄNNCHEN-POWER by Martin Compart
25. Mai 2017, 3:24 pm
Filed under: Dr. Horror, SPD | Schlagwörter: , ,

Unsere Welt befindet sich in Schräglage (Stephen Hawking meint, dass wir in absehbarer Zeit diesen Planeten so ruiniert haben werden, dass wir ihn wechseln müssen – und dann vielleicht auch noch das Universum in Unordnung bringen).

Aber nicht nur die Welt. Für die, deren Herzen links schlagen (und das tun sie wohl bei den meisten), kommt es daher nicht überraschend, dass sich auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in einer Schräglage befindet und kurz vor dem Abdriften in die Bedeutungslosigkeit ist.

Sankt Martin, der abgebrochene Buchhändler und gelernte Europapolitiker aus Würselen, war dann doch nicht der erwartete Messias, der die SPD mit starkem Griff an Nahles‘ Haarschopf packt und sie aus dem Sumpf herauszieht, in den sie Scharping, Schröder, Platzeck, Beck, Gabriel und die politisch verantwortlichen Bauherren des Hauptstadtflughafens hineinbugsiert haben.

Wie heißt es doch so schön: Vor dem Jüngsten Gericht werden viele falsche Propheten auftreten und zahllose brave Steuerzahler irreführen.

Schulz aber hat als Bauernfänger nicht viel Zugkraft.

Die SPD braucht schon Führungskraft, die medienwirksam ist.

Warum nicht ein possierliches Tier? Mehr als Schulz und seine Führungsriege kann so ein Streicheltier auch nicht falsch machen. Wenn die AfD schon mit einer sprechenden Dackelkrawatte wirbt…!

Leider ist der Murmeltiertag schon besetzt und wird in den USA gefeiert, aber ich habe im Netz recherchiert und herausgefunden, dass es um Würselen herum ein Erdmännchen-Gehege gibt.

Ich gehe gern in den Zoo und lasse mich von diesen netten kleinen Gesellen unterhalten. Die Erdmännchen sind richtig lustig, ich würde so eins auch ohne Parteiprogramm an der Spitze deutscher Politik gut finden.

Erdmännchen gelten als sehr gesellig, ganz so wie die Genossen von der SPD. Sie fressen darüberhinaus die lästigen Insekten weg und reißen Skorpionen schon mal die Stachel aus. Das können normale SPDler nicht. (Hillary Clinton ist so ein Skorpion, den niemand unterschätzen sollte, aber irgendwie, habe ich erfahren, hat sie es gegen den Mann vom Trump Tower nicht geschafft.) Sie sind also nicht nur niedlich, sondern auch nützlich. Vor allem können sie auf zwei Beinchen ihren Mann stehen.

Ein Erdmännchen namens Schulz würde vor den Kameras eine passablere Figur abgeben als der echte und der SPD mehr Prozentpunkte bringen. Die Kinder würden es süß finden. Jedes Kind bekäme von der SPD so eine Erdmännchen-namens-Schulz-Plüschfigur geschenkt.

Aber wenn es nun doch mal programmatisch werden müsste? Null Problemo, befinden wir uns doch im digitalen Zeitalter! So können wir auch die Mundphasen von Erdmännchen digitalisieren und, mit Schulzens Stimme unterlegt, mehr soziale Gerechtigkeit und Sicherheit über 1984 hinaus fordern lassen. Das gäbe dann immer ein großes Hallo.

Schulz sagte bei Maischberger: „Gerhard Schröder war ein großer Bundeskanzler.“

Das Erdmännchen könnte auch ein Liedchen singen, das mit diesem Gesicht endlich wieder in die Charts eingehen würde: Wann wir schreiten Seit‘ an Seit’…

Und es gibt genug Erdmännchen, sie gehören ja nicht zu den bedrohten Tierarten, so dass auch noch zwei für die Grünen abfallen: ein Erdmännchen namens Cem und ein Erdweibchen, das Karin, die, wie nur böse Zungen behaupten, langweiligste Frau Deutschlands, ersetzen könnte.

Einer rot-grünen Koalition mit einem Erdweibchen und zwei Erdmännchen an der Spitze würde ich im September meine Stimme geben. Versprochen. Ehrensache.



DUSQUESNE: 4. SCHIFFE VERSENKEN by Martin Compart
24. Mai 2017, 9:53 am
Filed under: Dusquene, Politik & Geschichte, Porträt | Schlagwörter: , , , ,

Im Sommer 1913 brach Teddy Roosevelt zu einer neuen Expedition auf – diesmal nach Südamerika, Dusquene wollte unbedingt dabei sein und versuchte dafür Finanzierungsmodelle aufzustellen: Goodyear sollte ihn mit 5000 Dollar finanzieren und er würde im Gegenzug nach Kautschuk suchen. Einer kleinen Filmproduktion bot er an, eine Dokumentation über Roosevelts Dokumentation zu drehen. Alle lehnten ab. Also reiste er mit Alice auf eigene Kosten nach Brasilien; bei sich führten sie eine Filmausrüstung und Material im Wert von 80.000 Dollar.

In Manaus am Amazonas erreichte sie die Nachricht vom Ausbruch des 1.Weltkriegs. Umgehend schickte Fritz seine Frau in die Staaten zurück. Das die Briten ausgerechnet seinen Erzfeind Lord Kitchner zum Kriegsminister ernannt hatten, musste ihn erst recht erbost haben. Schließlich war Kitchners „Strategie der verbrannten Erde“ im Burenkrieg für den Tod von Dusquenes Schwester und Mutter verantwortlich. Deutschland war Britanniens größter Gegner und somit automatisch das Land, das in dieser Auseinandersetzung Dusquesnes größten Sympathien hatte.

Dusquesne wandte sich an das deutsche Konsulat und bot sich als Agent und Saboteur an. Die Deutschen nahmen das Angebot begeistert an.

Er nannte sich nun Ferderick Fredericks und seine Legende war die wissenschaftliche Erkundung von Kautschuk in ganz Lateinamerika, was ihm Mobilität erlaubte und seine Reisen durch den Kontinent plausibel machte. Seine Arbeit als Agent der „Naval Intelligence“ bestand vornehmlich darin, Fracht für die Feinde der Mittelmächte zu sabotieren. Er stand im regen Informationsaustausch mit den deutschen Konsulaten und der Botschaft in Brasilien und richtete seine Basis in Bahia ein. Von dort aus sandte er auf englischen Schiffen Kisten mit Mineralienproben an angebliche Auftraggeber. Die Kisten enthielten statt Mineralien Zeitbomben. Angeblich versenkte er auf diese Weise 22 britische Schiffe, darunter Riesenfrachter wie die „Salvador“ und die „Pembrokeshire“.

Gelegentlich wechselte er die Identitäten: aus Fredericks wurde der holländische Botaniker Fordham oder der Bure Piet Niacoud (phonetisch Dusquene rückwärts). Diese Burschen trieben sich in Brasilien, Guyana, Venezuela, Guatemala oder Nicaragua herum und ließen Kisten mit Mineralien oder Pflanzen auf britische Schiffe verladen. „Piet Niacoud“ war zudem ein beliebter Gast in britischen Klubs in Brasilien, da er dort feurige Reden gegen die Deutschen hielt oder aus literarischen Werken las. Als man später erfuhr, dass Piet ein deutscher Agent sei, reagierten die britischen Diplomaten und Geschäftsleute geschockt und wollten es erst gar nicht glauben. Dusquesne schauspielerischen Qualitäten müssen wohl Oscar reif gewesen sein.

Dusquesne war – wie so oft in seinem Leben – zu sorglos und draufgängerisch. Bereist im Juni 1915 kam ihm ein britischer Konsul in Panama auf die Schliche. Er stellte Fritz eine Falle in einem brasilianischen Hafen. Von britischen Agenten umzingelt, gelang ihm einmal mehr eine halsbrecherische Flucht über die Dächer der Hafengebäude.

Seine letzten Bomben platzierte er im Februar 1916 in Brasilien an Bord der britischen „Tennyson“. Sie waren in 16 Kisten versteckt mit angeblichen Mineralien und einer Kiste mit Filmmaterial, die nach New York gehen sollte. Die Explosionen erfolgten auf dem halben Weg nach Trinidad, aber dem Kapitän gelang es noch das marode Schiff auf Land zu setzen. Drei Seeleute wurden durch die Explosion getötet und eine weitere Bombenladung setzte die „Vauban“ in Brand.
Jetzt waren die Briten wirklich ärgerlich. Bedroht mit der Todesstrafe, wurde auf Dusquesne eine Hetzjagd eröffnet.
Dem britischen Geheimdienst gelang es einen Komplizen von Dusquesne zu fangen, einen Herrn Bauer. Der packte richtig aus und nannte Dusquesne als Chef des gesamten Sabotagerings. Außerdem identifizierte er zwei von Fritz´ Pseudonymen.

Nun aufgeflogen, setzte er sich nach Buenos Aires ab. Ein paar Wochen später gelang ihm ein weiterer Coup: In der „New York Times“ ließ er am 27.April 1916 verkünden, das Fritz Dusquene als Leiter einer Expedition in Bolivien von wilden Indianern umgebracht worden War. Die Zeitung brachte einen schönen, langen Nachruf. Zwei Wochen später kabelte er nach New York, dass er nach einem heldenhaften Kampf gegen die Indios schwer verwundet von bolivianischen Soldaten gerettet worden war. Da er einen amerikanische Pass hatte, konnte er unbehindert und zum Missfallen der Briten nach New York zurück reisen, wo er im Mai 1916 eintraf. Dort konnte er die Versicherungssummen für all seine „verloren gegangenen“ Mineralienverschiffungen einkassieren. Die USA waren bekanntlich noch neutral und die Briten hatten keine Chancen, ihn zu belangen. Allerdings verzögerten die Versicherungsfirmen die Auszahlungen und unternahmen ihre eigenen Untersuchungen, die zu Dusquesnes Verhaftung wegen Versicherungsbetruges führten.

FORTSETZUNG FOLGT



NOIR-ROMANE, DIE MAN LESEN SOLLTE: FAT CITY by Martin Compart
22. Mai 2017, 9:10 am
Filed under: Noir, Rezensionen | Schlagwörter: ,

Jürgen Ruckh hat Leonard Gardners Klassiker FAT CITY besprochen:
http://schusterjunge-und-hurenkind.de/leonard-gardner-fat-city



AKTION SORGENKIND: HURRA! AUFBRUCH BEI DER NRW-SPD! EIN MANN MIT VÖLLEGEFÜHL. by Martin Compart

Mit ihrem Abgang schloss Hannelore Kraft die Lücke, die sie hinterließ. Aber was sollte dann werden?
Endlich ein Hoffnungsträger, der nicht Zug fährt!
Als Verkehrsminister gelang ihm, was viele für unmöglich gehalten haben, nämlich, die Staus in NRW zu vervierfachen. Mit dem ebenso schönen wie charismatischen Genossen gilt der Neuaufbau der SPD als abgeschlossen und sie kann nun gelassen die 5 Prozent-Klausel anvisieren:

Ihm droht keine Altersarmut, Genossen, wir haben etwas geschafft, auf das wir zu Recht stolz sein können!



ZU UNRECHT VERGESSENE SONGS by Martin Compart
19. Mai 2017, 6:05 pm
Filed under: MUSIK, Zu Unrecht vergessene Songs | Schlagwörter: ,

Der beste Golden Earing-Song, den Golden Earing nicht gemacht hat.

Und für Leute, die noch zuhören können: