Martin Compart


DIE POLE des DEUTSCHEN MAINSTREAM-JOURNALISMUS by Martin Compart

Sehr geehrter Herr Dr. Lüders,

ich bin seit Jahren interessierter TV-Zuschauer und Leser Ihrer Analysen. Der alberne „Shitstorm“ durch längst als albern erkannte Medien zeigt einmal mehr, auf welch ideologisch vernebelten Niveau bei uns Diskurse geführt werden. Es ist genau diese Haltung, die zur Ablehnung der Mainstream-Medien geführt hat und diese vertieft. Naja, wir wollen nicht vergessen, dass die Pioniere der FAKE-NEWS Bild-Zeitung und Springerpresse waren.

Ich nehme nicht an, dass Sie diese hirnlose Kritik (welch ein Euphemismus für diesen Vorgang) auch nur im geringsten beeindruckt. Abgesehen von Ihrer Kleinideologen überstrahlenden Analysefähigkeiten verzeihen die Medien-Trolle Ihnen den Bucherfolg nicht. Man konnte ähnliches schon früher bei Scholl-Latour beobachten, dessen eigenständiges Denken von Provinzredakteuren ebenso wenig gemocht wurde wie sein TV- und Bestsellererfolg.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es noch ein paar kritische Geister wie Sie gibt, deren Überlegungen meine Intelligenz nicht beleidigen.
Mit den besten Grüßen,
Martin Compart

Entscheidet selbst über Intelligenz und Verblödung.
https://propagandaschau.wordpress.com/2017/04/24/kampagne-gegen-michael-lueders/



Unglaubliches von den öffentlich-rechtlichen Sendern! by Martin Compart
22. Januar 2017, 5:31 pm
Filed under: DEUTSCHER-TV-SCHROTT, Deutsches Feuilleton, NEWS, Sternstunden der Verblödung, TV | Schlagwörter: , ,

Gerade wurde auf Phoenix ein „Professor“ Horx als Gesprächspartner des Wiener Instituts fürhttp://www.zukunftsinstitut.de/?gclid=CIK7sJyi1tECFYkp0wod5K8F5g präsentiert. Als nächstes wird wohl Professor Maschmeyer über Rentenfragen in „Das war der Tag“ referieren. Die Bildungslosigkeit und journalistische Durchfallsqualität von Phoenix erreicht neue Höhrepunkte. „Professor“ Horx https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Horx hat seine Professur wohl mit einem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister gemacht.
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Ich wär auch gern a Professor, bitteschön.
Solche Köpenicker machen Wien so bunt, werden aber von öffentlich-rechtlichen Pseudojournalisten nicht entsprechend eingeordnet.



SUHRKAMP AM ENDE?Ich hoffe, doch nicht. by Martin Compart
25. Juni 2016, 12:50 pm
Filed under: Deutsches Feuilleton, NEWS, Paranoid | Schlagwörter: ,

Wir wissen zwar, wie es geht, aber wir können es nicht.

Offenbar hat das Suhrkamp-Krimi-Lektorat sein geringes Pulver verschossen und sucht externe Hilfe. Wer wäre da besser geeignet als dieser Stammler, der James Grady auch noch zum „Erfinder des Paranoia-Thrillers “ bekundet (obwohl dieser nur – gähn – das alte Buchan-Konzept aktualisierte. Wenn es einen Vater des Conspiracy-Thrillers – nicht Psaranoia – gab, dann war das Richard Condon mit… ) Aber lassen wir das, Erfreuen wir uns an der plumpen Ästhetik, die auch dicke Zwerge Schatten werfen lässt. Alle Grimi-Klischees erfüllt. Oder wie Nietzsche sagte: Ab vierzig ist man für sein Gesicht selber verantwortlich. Brijllandd: „Das Washington von heute ist ein kafkaesker Bau… Joyce auf Koks“

Ja, da suggeriert ein kleiner Feuilletonist, dass er aus der Höhe bürgerlicher Kultur ein subversives Genre einschätzt.

Hallo! Hier spricht Edgar Wallace! Zeitgemäßer kann man Grimmis nicht präsentieren.

Was kommt als nächstes bahnbrechendes PR-Konzept? Vielleicht ein Allgäuer Bub, der eine grüne Amtsträgerin geheiratet hat, damit er erwerbslos  seinen Haarausfall verfolgend , auf dem Sofa liegend Krimis liest und die faszinierenden Erkenntnisse in  ein Medium, rülpst? Die Auflagen sinken, aber der Unterhaltungswert der Krimi-Schwätzer steigt. Wir suchen weiterhin den Dieter Bohlen der deutschen Krimi-Erklärer.

Ich brech zusammen! Ich glaube, ich werde Fan von diesem brillanten Historiker!. Jaja, 72 war´s, da wurde der Paranoia- Thriller erfunden und Singers PARALLAX VIEW von 1970  gibt er nicht (weil nie auf deutsch veröffentlicht). Jeder Spionageroman oder Thriller basiert auf Paranoia – aber das führt hier echt zu weit. I

Wahrscheinlich ist der sympathische Dampfplauderer der letzte Versuch um Suhrkamps Krimi-Segment zu retten. Er bringt ja ein eingespieltes Helotenteam mit, das sicherlich für positive Berichterstattung und Bestenlisten sorgen wird. Leider verkauft man so heute keine Bücher mehr, Trotzdem ist sein freundliches Wesen und seine aufgeregte Besserwisserei ein inzwischen nicht mehr zu missender Bestandteil der regionalen  Grimi-Szene und wird dem Verlag neue Impulse geben können, Die herrlichen Videos könnten ein Anfang sein, denn auch mit YouTube kann man Geld verdienen. Diese Clips könnten kult werden; sie bringen so einen antiquiert-kleinbürgerlichen Charme ins Programm.

Ich sehe Rauch über den Remittenden  aufsteigen! Wir haben einen neuen Grimi-Papst!

P.S.: Ich liebe dieses schwere Watscheln als Intro! Das hätte Dr. Harald Reinl nicht besser inszenieren können.

Noch was zu Suhrkamps Erfolgsautor:Wie mir der Marco Polo des Trickfilms, Dr.Horror, erklärte, kam der alte Bluffer Don Winslow  mit dem Blödsinns durch, im Chinesischen würde Chaos gleichbedeutend mit Chance seien. Es geht doch nichts über eine gepflegte Sinologie..

 

 



DER SPRUCH DES 21.JAHRHUNDERTS by Martin Compart
21. Mai 2016, 5:00 pm
Filed under: Deutsches Feuilleton | Schlagwörter:

„Das war vor meiner Zeit,“

Aus einem Vorstellungsgespräch mit einer NRW-1er Abiturientin:
Wann war der 2.Weltkrieg?
Nach dem ersten.
Die nehmen wir. Das ist die Pfiffigste.



HAWAI 5:0 by Martin Compart
21. Mai 2016, 11:05 am
Filed under: Deutsches Feuilleton, Stammtischgegröle, TV-Serien | Schlagwörter: ,

Wie man mit einem Satz den Subtext einer Serie seziert:

Es ist die letzte (?) Bastion verlogener US-amerikanischer Sentimentalität.



DEUTSCHER SPITZEN-JOURNALISMUS by Martin Compart
15. April 2016, 11:39 am
Filed under: Deutsches Feuilleton, Rolling Stones | Schlagwörter:

Immer wieder schön!

„Mick Jagger kramt in seinen Erfahrungen mit jungen Mädchen – es fallen die ersten Hemmungen…“

 



MICs Tagebuch 1 – 2016 by Martin Compart
18. Februar 2016, 11:00 am
Filed under: Deutsches Feuilleton, Film, MiCs Tagebuch | Schlagwörter: ,

Aus Anlass der alljährlichen deutschen Filmbeschwörung

In Berlin darf Grinsebacke Kosslick wieder einmal die US-Prominenz einfliegen lassen, damit Feuilleton und Sendeanstalten laut „Hail” rufen und die internationale Bedeutung des gleichnamigen Filmfestes für die weite Welt in die deutschen Haushalte tragen können. (Falls es denn noch irgendjemanden außerhalb der inzestuösen Subventionsbranche interessieren sollte.)

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Koslick – das Musical

Der Zustand des Deutschen Kinos lässt sich seit Jahren so zusammenfassen: Ja, es gibt sie, die Kinofilme mit großem Publikumszuspruch. Diese fallen in zwei Kategorien: 1) Komödien von und mit Schweiger, hirnlos, sentimental und häufig mit Nennung von Körperteilen im Titel; und 2) Komödien ohne Schweiger, dafür mit Blondschopf Schweighöfer, oft in sexuellen Nöten, oder mit Deutschtürken, die auf Goethe fucken – oder der Dichterfürst, den die meisten Zuschauer nur als gleichnamigen Platz oder Straße kennen, fuckt auf sie. Andere Genres – von anderen Fressen ganz zu schweigen – finden hierzulande nicht statt. N.B. andere Genres: „Deutschen Actionhelden” auf der großen Leinwand hilft auch kein Fernsehvorverkauf, sogar wenn sie knallhart drohen, garantiert nicht im Dienst und damit noch viel hemmungsloser als Sonntags um 20.15 Uhr zur Sache zu gehen.

Der deutsche Film ist das Ergebnis seiner Finanzierung – namentlich des dafür verantwortlichen Systems, in dem die mächtigen Sachverwalter des Elends, die Sendeanstalten, das Sagen haben. In unserer merkantilistischen Republik gilt: wer zahlt, bestimmt.

Giesen+Kino-wie-es-keiner-mag-Die-schlechtesten-Filme-der-Welt[1]

US-Kritiker Richard Brody findet am 16.02. im „The New Yorker” die richtigen Worte. Hier ein paar Auszüge, mal schnell frei übersetzt:

Im deutschen Film dominieren banale, unterscheidungslose historische Dramen, sie handeln hauptsächlich vom Holocaust, aber auch vom Kalten Krieg (einer der neusten Filme ist „Labyrinth der Lügen”). Bei diesen Filmen geht es weniger um eine kritische Neubetrachtung der Geschichte, als um eine Neuverpackung bereits vorprogrammierter Antworten. Sie mögen dabei, das sei der Natur des Dramas geschuldet, auf historischen Fakten beruhen, durch ihre unkritische naturalistische Darstellung jener historischen Fakten jedoch, entkoppeln sie die Geschichte von der Gegenwart. Die standardisierten Handlungsbögen dieser skrupellos-professionellen Dramen reduzieren historische Details auf vertraute und leere Reuebekundungen. Das zeitgenössische deutsche Kino ist wie das Holocaust-Mahnmal (unweit des Potsdamer Platzes), es isoliert die Gegenwart von der Vergangenheit. Was dem deutschen Film heute fehlt, ist die Kraft in der ersten Person zu filmen, die Verbrechen der Vergangenheit in der Gegenwart zu sehen, zuzugeben, dass sie unvermeidlich, die eigenen sind, oder, in dieser Sache das Gegenteil zu deklarieren, dass sie es nicht sind. Aber es ist nicht nur eine Frage des guten Willens, der Bereitschaft, moralische Risiken zu übernehmen, es ist eine Frage des künstlerischen Mutes. Die deutsche Filmindustrie beweist zu oft einen grundlegenden Mangel an ästhetischem Wagemut… Es herrscht ein Herstellungssystem aus Finanzierung und Produktion, das sich jeden einzelnen Regisseur und sein Projekt einverleibt, und damit ein Mangel an Unabhängigkeit erzeugt, sowohl wirtschaftlich als auch künstlerisch.”

Woraufhin der deutsche Film trotzig den Kopf aus dem Arsch der Förderanstalten zieht und ausruft: „Und in Hollywood? Was herrscht denn da? Na?”