Martin Compart


Mysterien der Geschichte: Guantánamo Bay by Martin Compart
15. August 2015, 10:23 nachmittags
Filed under: Paranoid

Wieso hat Castro nicht spätestestens nach der Invasion in der Schweinebucht den Laden dicht gemacht?
Gottseidank hatte man den Che rausgeschmissen, bevor er sich Kuba über den Kampf hinaus angesehen hat!
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WEM NÜTZT ES? by Martin Compart
2. März 2015, 7:05 nachmittags
Filed under: CIA, Paranoid, Politik & Geschichte, Stammtischgegröle | Schlagwörter: , , ,

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Wem nützt die Ermordung des russischen Oppositionellen Boris Nemzow?

…und wem schadet es?

Trotz gewaltiger Anstrengungen der Springer-und Spiegel-Presse, und anderer Mainstream-Medien, Stimmung gegen Putin im Zusammenhag mit der Ukraine zu machen, ist dieses Unterfangen bei der Mehrheit der deutschen und europäischen Bevölkerung kläglich gescheitert.
Der feige Mord an Nemzow gibt den Medien nun die Chance, diesen implizit Putin in die Schuhe zu schieben.

Will man mir wirklich erzählen, der abgewichste EX-KGBler wäre so blöde, sich in dieser Situation eine derartige Blöße zu geben?

Wahrscheinlich stecken die russische Faschisten oder/und Nationalisten (wer kann dieses Pack schon auseinanderhalten? Nur qualifizierte CIA-Analytiker…) als nützliche Idioten dahinter. Und wer instrumentalisiert diese intellektuellen Tiefflieger seit über 20 Jahren?
Die Stiftung des Bananenbiegers John McCain (zumindest in der Ukraine nachweislich) die letztlich nichts anderes ist als ein Franchise-Unternehmen der CIA.
Von Pinochet bis Saddam oder Paul Kagame arbeiten die Amerikaner immer gerne mit Faschisten zusammen.

Fazit; Der feige Mord schadet vor allem Putin und dem strapazierten Ansehen Russlands.



MANCHE TOTE STERBEN NIE: NEUES VON HUNTER by Martin Compart
14. Februar 2015, 2:40 nachmittags
Filed under: Hunter S.Thompson, Paranoid, Politik & Geschichte, Rezensionen | Schlagwörter: , ,

Die Edition Tiamat erfüllt für die heutige kritische Intelligenz eine ähnliche Aufgabe, wie früher die Edition Suhrkamp für die Pseudo– Intelligenz der 1960er- und 70erJahre. Das ermöglicht, dank der geistig-moralischen Wende, natürlich keine Bestseller mehr.

Autorenfoto_Klaus-Bittermann[1]Seit Jahren beackert Verleger Klaus Bittermann, ein Kämpfer gegen “Literatur die die Ausstrahlung von Birkenstockschuhen hat”, nun schon das Oeuvre von Hunter S Thompsons. Dank seines Engagements (und das des Heyne Verlages) ist das umfangreiche Werk von Hunter weitgehend auch in deutscher Sprache zugänglich. Thompsons Einfluss auf den Journalismus im Besonderen, und auf Teile der zeitgenössischen Literatur im Allgemeinen, kann gar nicht überschätzt werden. Was als Gonzo-Journalismus in die Literaturgeschichte eingegangen ist, gehört nach wie vor zu den interessantesten literarischen Strategien um Realität virtuell erfahrbar zu machen. Hunter hat eindrucksvoll bewiesen, dass eine subjektive Herangehensweise dem Leser objektive Erkenntnisse vermitteln kann. Hunter steht in der Tradition der Beat-Literaten, indem er aus Literatur und Rock ‘n’ Roll eine literarische Synthese geschaffen hat.

Bisher war Bittermanns Verlag bekannt für qualitativ hochwertige Paperbacks; nun hatte er, meines Wissens erstmalig, ein qualitativ hochwertiges Hardcover veröffentlicht (als Band 222 der Critica Diabolis). Der würdige Anlass dafür ist eine umfangreiche Auswahl aus den Briefen von Hunter. Im Waschzettel zu dem voluminösen Band heißt es “Über 20.000 Briefe sind es, die Thompson in seinem Leben verfasst, und an prominente Zeitgenossen von Tom Wolfe bis Jimmy Carter verschickt hat; an Freunde, Feinde und Familie… Sie bilden nicht nur eine Chronik der jüngeren amerikanischen Gegenkultur; es sind seine Memoiren… eine Autobiografie als Live-Mittschnitt.”

http://www.amazon.de/Die-Odyssee-eines-Outlaw-Journalisten-Gonzo-Briefe/dp/3893201947/ref=sr_1_11?s=books&ie=UTF8&qid=1423924303&sr=1-11&keywords=hunter+s+thompson
»Lesen Sie diese Briefe – aber, um Gottes willen, geben Sie diesem Mann niemals Ihre Telefonnummer.« (Johnny Depp)

Für Leute, die beim Lesen nicht die Lippen bewegen, ist dieser Prachtband schon jetzt eines der Bücher der Saison. Jede der 606 Seiten ist ihr Geld wert. In diesem Monat wird man für 28 € nichts besseres bekommen, dass die Gehirnsynapsen fröhlicher zum klingeln bringt.

Am besten gefällt er mir, wenn er in seinen gnadenlosen Analysen so richtig schön polemisch und wütend wird:

“Wenn auch nur die Hälfte der Geschichten über Big Sur stimmt, hätte der Ort längst ins Meer abrutschen müssen; und es wären dabei so viele wahnsinnige und Degenerierte ertrunken, dass eine Schiffsbrücke aus Körpern entstanden wäre, die bis nach Honolulu reichen würde. Die Vibrationen all der Orgien hätten die gesamte Bergkette von Santa Lucia zum Einsturz gebracht und die Zerstörung von Sodom und Gomorrha die das kleinliche Werk eines Geizkragen aussehen lassen. An den westlichen Ausläufern würde das Land schlicht das Gewicht all der Sexfanatiker und kriminellen, die hier angeblich leben, nicht tragen können. Die Erde selbst würde sich auftun und vor Ekel würgen – und über die langen steinigen Böschungen würde eine gespenstischer Armada aus Nudisten, Schwulen, Junkies, Vergewaltigern, Künstlern , Flüchtlingen, Vagabunden, Dieben, Verrückten, Sadisten, Eremiten und jedem erdenklichen menschlichen Abschaums herab steigen. Die alle würden samt und sonders sterben – und, wenn es gerecht zuginge, würde es einer Armee von Touristen und Schaulustigen genauso ergehen.” (S. 122)

Diverse Online-Redaktionen entblödeten sich in ersten Nachrufen nicht, Hunter S. Thompson als “Idol der Hippie-Generation” zu bezeichnen. Das ist natürlich völliger Schwachsinn. Neil Young (den braucht man sich nur anzusehen) ist ein Idol der Hippie-Generation, aber “Dr. Gonzo” hat Hippies und deren logische Nachfolger (“die Generation der Schweine”) immer verachtet. Er war Waffenfetischist, erklärter Gegner des “Love & Peace”-Geschwafels und ein unbarmherziger Gegner jenes Establishments, dem auch die 68er bald angehörten.

http://www.amazon.de/Angst-Abscheu-sagenhafte-Hunter-Thompson/dp/3893200894/ref=sr_1_13?s=books&ie=UTF8&qid=1424179791&sr=1-13&keywords=hunter+s+thompson

Bill Cardoso war der Urheber des Ausdrucks „Gonzo“, welcher auf das italienische Wort „gonzagas“, zu Deutsch, Absurditäten, bedeutet. Die subjektive Form der Reportage ermöglichte es dass sich Thompson ohne große Vorbehalte auf alles stürzte was ihm an der gesamten Veranstaltung missfiel und was er als verachtenswert empfand. Satirische Überhöhung, Schimpfwörter, Sarkasmus und die Aufhebung der Distanz zwischen Reporter und Reportage. Thompson wurde zur Hauptfigur seines eigenen Artikels und damit zum Schöpfer einer neuen Art von Journalismus.

Er scheute vor keiner Drogendosis zurück, schüttete sich mit Alkohol zu, lebte seine Paranoia voll aus, kämpfte gegen die Chefredaktionen (weil dort der natürliche Feind jedes Journalisten sitzt und im Auftrag der Anzeigenabteilung arbeitet).

Hunter S. Thompson war nach Tom Wolfe der bekannteste Vertreter des New Journalism, einer Form, die ab Mitte der 1960er Jahre den Journalismus neu belebte, indem er subjektives Erleben und literarische Stilmittel in Reportagen einfließen ließ.

Thompson begann Ende der 1950er Jahre als Sportreporter und war dann als Südamerika-Korrespondent unter anderem für den “National Observer” in Peru, Kolumbien und Brasilien unterwegs. Er wurde 1967 bekannt durch sein Buch “Hell’s Angels – A Strange and Terrible Saga”. Als erster beschäftigte er sich darin mit den Motorradgangs Kaliforniens und lebte dazu ein Jahr lang mit
den Hells Angels.

Ende der 1960er Jahre war er einer der ersten Autoren des neuen Magazins Rolling Stone. Thompsons exzentrischer und ausschweifender Lebens- wie Schreibstil war einer der Gründe für den Erfolg des Rolling Stone. In dieser Zeit schuf sich Thompson seine ganz persönliche Form, den von ihm so genannten Gonzo-Journalismus. Es entstand auch sein bekanntestes Buch, “Fear and Loathing in Las Vegas”. Dieses Buch, wie auch eine Reihe von anderen, wurde von Thompsons Freund, dem Engländer Ralph Steadman illustriert.

In den 1970er Jahren wandte sich Thompson aktiv der Politik zu. 1970 kandidierte er als Sheriff in Aspen, Colorado. Thompson verlor die Wahl nur knapp.

„Richard Nixon gehörte nicht zu den Menschen, die bei mir populär sind. Jahrelang habe ich allein schon die Tatsache seiner Existenz als Denkmal für all jene verfaulten Gene und kaputten Chromosomen angesehen, welche alle Realisierungsmöglichkeiten des Amerikanischen Traums korrumpieren.“

http://www.amazon.de/Die-Rolling-Stone-Jahre-Hunter-S-Thompson/dp/345326844X/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1424180455&sr=1-7&keywords=hunter+s+thompson

Thompson pflegte u. a. Freundschaften mit Keith Richards, Bob Dylan, Warren Zevon und Johnny Depp.

1963 siedelte er für immer nach Colorado über. Sein Biograph Paul Perry: „Nun konnte er nackt auf seinem eigenen Stück Land herumlaufen, aus seiner .44 Magnum auf verschiedene Gongs feuern, die er an dem nahegelegenen Berghang aufgestellt hatte. Er konnte Meskalin essen und die Stereoanlage auf 100 Dezibel drehen. Dies war das Landleben, das er sich immer gewünscht hatte.“

Am 20. Februar 2005 tötete sich Hunter S. Thompson mit einem Kopfschuss.

Thompson, Hunter S.:
Die Odyssee eines Outlaw-Journalisten
Es war ein brutales Leben, und ich habe es geliebt.
Gonzo-Briefe 1958-1976
Herausgegeben von Douglas Brinkley
Aus dem Englischen von Wolfgang Farkas

Critica Diabolis 222

Hardcover, 607 Seiten,
28.- Euro

P.S.: Ein dickes Lob auch für die Übersetzung, die nicht einfach ist und selbst einen Literaten verlangt.

http://www.edition-tiamat.de/



ÜBLER FALL VON ANTI-AMERIKANISMUS by Martin Compart
30. August 2014, 1:43 nachmittags
Filed under: ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Paranoid, Stammtischgegröle

Wer kennt diesen Mann? Verfassungsschutz bittet alle Bürger um Mithilfe. Stoppt die Volksverhetzung.



STAMMTISCHGEGRÖLE: KRIEGSVORBEREITUNGEN WERDEN WIEDER AKTUELL by Martin Compart

Blöd gelaufen. Ein Sprachführer für die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan mit persischen Militärfloskeln zeigt, dass geplant ist deutsche Soldaten bei einem Krieg gegen den Iran einzusetzen. Aufgeflogen ist es durch eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Inge Höger. Unten stehendes Video zeigt sehr schön wie sich Staatssekretär Christian Schmidt windet und sein Ton macht deutlich, daß sein Demokratieverständnis ähnlich klein wie sein Hirn ist.

Verlogen und ekelig. Der Iran liegt südlich von Afghanistan. Die deutschen Soldaten sind in Norden eingesetzt, wo niemand persisch spricht.

Zum Ausgleich noch einen verblödeten SPD-Hinterbänkler, der “die Region nicht bereist hat” und im Crash-Kurs von Scholl-Latour scheitert aber jederzeit für die Erhöhung seiner Diäten stimmen musste, da wir sonst nicht mehr die klügsten Köpfe für die Parlamente gewinnen können.

Lebenslauf eines der klügsten Köpfe Deutschlands. Das Volk dankt, dass so ein begehrter und qualifizierter Mann für die paar Pinunsen bis hin zur geistigen Erschöpfung unsere Bevölkerung vertrat:

Gert Weisskirchen verließ 1960 das Gymnasium Wiesloch mit der Mittleren Reife und besuchte anschließend bis 1962 die Höhere Handelsschule Heidelberg. Er legte dann die Kaufmannsgehilfenprüfung ab und leistete danach das kaufmännische Praktikum ab. Anschließend absolvierte er ein Studium an den Pädagogischen Hochschule (PH) in Heidelberg und Karlsruhe sowie ein Zusatzstudium der Fächer Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 1969 bis 1972 war Weisskirchen als Lehrer an der Realschule Eppingen und von 1972 bis 1975 als wissenschaftlicher Assistent an der PH Heidelberg tätig. Danach war er bis zu seiner Beurlaubung 1980 Professor für Sozialpädagogik an der Fachhochschule Wiesbaden. Seit 1995 ist er Honorarprofessor für angewandte Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam.2009 kandidierte Weisskirchen nicht mehr für den Bundestag.
Jetzt genießt er wohl die Annehmlichkeiten seiner parlamentarischen Pension, die geringer ist als Wulffs Ehrensold. Ein Skandal! War doch so ein kluger Kopf aber auch…



STAMMTISCHGEGRÖLE: EIN NAVY SEAL SUCHT DIE WAHRHEIT by Martin Compart
23. Juli 2011, 3:03 nachmittags
Filed under: Conspiracy, Ekelige Politiker, Paranoid, Politik & Geschichte, Stammtischgegröle | Schlagwörter: ,

Typen wie Jesse Ventura wird unsere Schrebergarten-Politik wohl nie hervorbringen: Der 1951 geborene Jesse war Navy Seal und dann Profi Wrestler. !999 gingen ihm die etablierten Politiker so auf den Senkel, dass er als Gouverneur für Minnesota kandidierte – und siegte! Bis 2003 hatte er dieses Amt als parteiloser inne. Spätestens da bekam er mit, dass demokratisch nicht legitimierte Kräfte im verborgenen Strippen zogen, logen und mächtigen Interessen dienten. Heute macht er eine TV-Sendung über Verschwörungen. Er gehörte zu den intelligenten Naivlingen, die nicht wegsehen und nicht wahr haben wollen, dass die Benzinpreise durch Gott oder Zufall angeglichen werden. Und wenn es da schon heimliche und verbotene Absprachen –sprich: Konspirationen – gibt, dann vielleicht auch auf anderen Ebenen. Jesse begann zu recherchieren und entdeckt gar solche Unwahrscheinlichkeiten (jedenfalls für SPIEGEL-Leser), dass bereits unter Roosevelt die Presse gleich geschaltet war und genauso Nachrichten unterdrückt wie sie andere vollmundig verbreitet. So schreibt er in seinem Kapitel über die weitgehend unbekannt gebliebene Verschwörung gegen Roosevelt: „Überrascht es uns, dass FDR mit seinen Kaminfeuergesprächen begann, um direkt zum Volk zu sprechen und zwar über die Köpfe von Zeitungsbaronen wie Luce und Hearst hinweg?“

Nun hat der Heyne Verlag dankenswerter Weise seinen Bestseller DIE AMERIKANISCHE VERSCHWÖRUNG -9/11 UND ANDERE LÜGEN (mit Dick Russel; Heyne 60190, 380 Seiten, 8,99 Euro) auf Deutsch herausgebracht. Er hat die durchgehenden Verschwörungen von Lincoln bis 9/11 recherchiert und für unbedarfte spannend dargelegt (politisch aufgeklärtere Geister werden aber auch noch Details erfahren, die sie bisher vielleicht nicht kannten). Es ist sozusagen ein Schulbuch über amerikanische Geschichte, das Grundlagenwissen vermittelt. Und Jesse ist noch immer ein liebenswerter, naiver amerikanischer Junge: Er hofft tatsächlich, dass Präsident Obama einiges wieder gutmachen wird, was die Vorgänger angerichtet haben (vielleicht sollte er sein eigenes Buch genauer lesen um zu erfahren, wo die entscheidenden Kräfte sitzen).
Jenfalls – bei einigen Abstrichen – eine hervorragende Einstiegslektüre für Leute, die den deutschen Fernsehnachrichten und den verlogenen Debilenpostillen zu entwachsen drohen.





ARSCHLÖCHER DES 20.JAHRHUNDERTS: HENRY KISSINGER by Martin Compart
25. August 2010, 11:02 vormittags
Filed under: Conspiracy, Ekelige Politiker, Kissinger, Nazi, Paranoid, Politik & Geschichte, Porträt, Stammtischgegröle | Schlagwörter: ,

„Einem ist der Erfolg gewiss, wenn man den Mächtigen scchmeichelt“, schrieb Macchiavelli und gab damit Henry sein Lebensmotto.




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