Martin Compart


DAS WORT FÜR ENDGÜLTIG VERBLÖDETE by Martin Compart

Das absolute Idiotenwort de Jahres – ist mir heute schon zweimal begegnet (natürlich vom Abschaum dieses Planeten, nein ich meine nicht Darsteller in Realyty-TV-Serien, sondern Angehörige von Werbeagenturen, ist WORDING. Sowas stammeln nur geistig Behinderte (um etwas zusammen zu fassen) – oder geistig zurückgebliebene Politiker oder SAT 1-Frühstücksfernsehen-Lemuren, um „hip“ zu erscheinen (vorzugsweise Grüne mit Erbansprüchen, die aber nicht ganz die Erwartungen erfüllen werden, weshalb man noch für die unterschiedlich bewertbaren Klimawandel mit Neo-Cons koaliert).

Ich bin zwar nicht bei den Grünen, aber blöd genug für sie wäre ich schon, oder?

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PEINLICHES AUS DEM DIME-STORE by Martin Compart

 

Bei der Recherche zum Thriller-Giganten Lionel Davidson (der von Penguin Deutschland dankenswert neu aufgelegt wird), geriet ich auf CrimerMag zur einer aktuellen Rezension von ROSE VON TIBET; damit verbunden verirrte ich mich in eine Galaxy, die zuvor nicht von menschlicher Intelligenz bereist wurde, nämlich in das wahrscheinlich peinlichste Interview, das ich je gelesen habe:

http://culturmag.de/crimemag/interview-andreas-pflueger-im-gespraech-mit-alf-mayer/103409

Mayer als Interviewer, Speichellecker und Selbstdarsteller ist so peinlich, dass er bei mir Fremdschämen auslöste und mich für den armen Autor erstmal einnahm. M. gibt dem Ausdruck „Anschleimen“ eine neue Dimension. Das hat kein Autor verdient – dachte ich zunächst. Ich konnte kaum glauben, was ich da las:

„Alf Mayer wüsste nicht einen Satz, den man in „Endgültig“ und „Niemals“ streichen könnte. Er findet: Elmore Leonard wäre stolz auf den Stil dieser Bücher.“

„Du bist berühmt, du bist erfolgreich, du bist der mit Abstand beste deutsche Thriller-Autor. Ich lese viel, bin ein Thriller-Gourmet und wüsste auch international nicht, wer dir das Wasser reichen könnte. Du bist nicht nur besser als Bond (was nebenbei nicht solch eine Kunst ist, aber dieses Tausendmal bei dir dann doch), du bist besser und poetischer als Gerald Seymour, Lee Child oder Stephen Hunter.“

„„Niemals“ ist ja der vermutlich am besten gestaltete Spannungsroman, der je erschienen ist.“

„Adam Hall und seine Quiller-Agentenserie (19 Romane zwischen 1965 bis 1996) kennst du ja nicht, darüber haben wir uns schon unterhalten. Du bist der erste, der ihn meiner Ansicht nach noch zu übertreffen vermag. Wie machst du das?“
Gefährlicher Schwarzgurt im Asthma-Karate.
„Als Samurai muss man fest entschlossen sein, jeden Moment zu sterben. (Ich zeige ihm das schöne Beiheft der Zatoichi-Edition bei Criterion, 26 Filme von 1962 bis 1989, digital remastered, in einer aufwendigen, wunderhübschen japanischen Faltkassette – er kennt es nicht, hat es noch nie gesehen, das ist an seiner Reaktion glaubhaft.)“

Selbstredend, dass diese harten Buben auch Experten in der Samuraikultur sind.

Hast du auch einen schwarzen Gürtel?
Nein. Aber ich beschäftigte mich damit, zum Beispiel mit Akupunkturkarate.“

(Adam Hall hatte mit 60 Jahren seinen Schwarzgurt gemacht – in Shotokan-Karate und nicht im Tresenwürfeln)

Das Interview ist zu lang, um es hier noch ausführlicher zu würdigen.
Dann musste ich den Bildschirm vom Schleim befreien und mit einem Sandstrahlgebläse abspritzen.

Aber nun stellte sich dieser Autor als Witzfigur heraus, der in seinen Peinlichkeiten Mayer nicht nachstand, selbstbesoffen von seiner Pose. MiC in einem Lachanfall dazu: „Besonders beeindruckend finde ich, dass hier ein bekennender Waffennarr schreibt, der in den USA gegen Waffen demonstrieren würde, aber keine Gewaltpornographie betreibt, wo Menschen vor dem Kamin stundenlang geröstet werden. Die Flitzpiepe hat noch nie echte Gewalt erlebt.“

Das machte neugierig. Ich hat von diesem Andreas Pflüger nie gehört und ging auf Amazon um mal einen Blick auf seine Prosa zu werfen und „ein Blick ins Buch“ zu wagen.

Einige unserer streetsmarten Kritiker lobten die Actionszenen („Er ist einer der wenigen deutschen Autoren, die richtig gute Actionszenen schreiben.“, Spiegel.de), die mich zu einem „Blick ins Buch“ veranlassten. Zitat:

„Adrenalin checkt per Express in ihre Blutbahnhn ein. Sie katapultiert sich steil hoch und bricht dem Mann mit einem gedrehten Fußkick den Kiefer. Aaron stößt ihren Mittelfinger in seine Halsschlagader, hebelt sein Handgelenk aus, fängt die Walther P99 mit Schalldämpfer und schießt ihm in die Stirn. Sein halber Kopf sprüht an die Wand; Hardkernmunition. Die zwei Sekunden, die das gedauert hat, waren schnell genug, um einem weiteren Mann, der aus dem Bad auftaucht, fünfzehn Gramm Blei in die Kehle zu schnippen.“

Das als realistische oder gute Action-Szene einzuordnen, gelingt wohl nur Burschen, die sich nie geprügelt haben, nie Kampfsport trieben und Jackie Chan für einen Dokumentarfilmer halten. Wahrscheinlich stellt der Autor die Szenen mit Action-Figuren vor. Das ist kein „pulp“, das ist schlechte Dime Novel. Der Waffenfetischismus ist vergleichbar mit einem Liebesakt, erzählt von einem Impotenten.

Erinnert an die glorreichen 70er des Groschenheftes: „Während Lassiter ihn niederschoss, ließ er den Larry raushängen“.

Kein Groschenheftautor käme heute damit durchs Lektorat. Es ist der Stil eines extremen Posers, dem alles authentische fremd ist, dies aber nicht durch Intelligenz, wie etwa Quentin Tarantino, auszugleichen vermag.

Geistiges Monsanto.

Um sich an der unfreiwilligen Komik zu delektieren, ist das Buch zu dick. Der „Blick ins Buch“ ist schon etwas viel.

Und der Auswurf der Notizbücher des Autors, vollgestopft mit Halbrecherchen – etwa zur russischen Mafia – aus Wikipedia und Der Spiegel-Quellen – nervig. Hier stößt auch Alkohol an seine Grenzen.

Überraschend waren die vielen positiven Amazon-Wertungen, die fast den Verdacht einer gesteuerten Aktion aufkommen ließen. Aber so weit ist die Buchbranche hier wohl noch nicht – wer weiß. Diese positiven führen zu einem geistigen Ort, den ich keinesfalls zu betreten wünsche.

Angesichts der eigenen Leseerfahrung (der Anfang des Romans ist sogar von einem Poser auf speed ziemlich grottig), rief ich die negativen Kritiken zum Vorgänger des gerade erschienenen Romans auf, denn ich wollte mir versichern, dass nicht nur ich das offensichtliche dieses hirnlosen Bluffs sah. Erfahrungsgemäß findet man inzwischen unter den Leserkritiken von Amazon bessere Analysen als bei den meisten „professionellen“ Kritikern (natürlich auch und besonders bei den positiven). Ich wurde nicht enttäuscht: Diese Rezensionen sind geradezu eine Tunnelbohrung durch einen Buchmisthaufen.


Harry Mulisch foreverVor 1 Jahr
ein Kopfschuss aus hundert Metern mit einem Colt…
allein dieser Satz aus „Blick ins Buch“ reicht mir. Wer jemals mit einer Pistole aus 25 Metern Entfernung geschossen hat, weiß, dass das Schwachsinn ist, was der Autor schreibt. Das passt aber zu den irrealen Krimis im TV. Mit Logik hat das nichts zu tun. Ich habe deshalb keine Lust, dieses Buch zu lesen. Übrigens: „James Bond“ ist genauso bescheuert, zumindest die letzten. Die „alten“ hatten Humor und nahmen das Genre aufs Korn. Aber Humor kennt niemand mehr!

N.P.Vor 1 Jahr
Ich kann Ihnen nur voll und ganz zustimmen. Die guten Rezensionen sind mir ein Rätsel. Ich denke ich werde das Buch jetzt auch abbrechen. Bin jetzt bei 75 %, schön langsam frag ich mich ob der Autor unter Drogen stand beim Schreiben.

Monika Baumüller-Rappold

Nicht nur der Stil ist unerträglich. Was mich besonders gestört hat, sind diese hyperguten Helden bzw. hyperbösen Schurken, die den Roman bevölkern. Ich hab das Buch nicht selbst gekauft, sondern als Geschenk bekommen, nachdem uns die Lobhudelei in der ZEIT neugierig gemacht hatte.

 

Von Toliam 15. Juli 2016
Von der abstrusen Geschichte abgesehen:
Den Mitgliedern der speziellen Polizeitruppe werden derart übermenschliche Eigenschaften zugeschrieben, dass es schon ins Lächerliche abgleitet. Zudem werden häufig völlig verschwurbelte Beschreibungen eingebaut („der Mond hing wie eine gefüllte Schweisblase zwischen den Wolken“), die an einen überdrehten Erlebnisaufsatz eines Schülers erinnern.
Insgesamt so gnadenlos schlecht wie Fitzeks „Passagier 23“.

VonAmazon Kundeam 30. Januar 2017
Das passiert, wenn man einer ehemaligen Literatur-Professorin dieses Buch schenkt … anbei ein Auszug aus der Dankesmail:

„Ich habe bald aufgehört, die Leichen zu zählen, auch die abwechslungsreichen Methoden, jemanden zu töten, zu quälen, zu demütigen. Gewalt auf jeder Seite, viel Pathos, Dramatik, Faszination für Waffen (sicher sehr informativ), die Samurais und ihren Ehrenkodex, für jede Form der Gewalt; Superhelden und Superwahnsinnige, allesamt Mörder mit Genuss, nur 2 „normale“, sanfte Nebenfiguren. Starker Tobak!

Vom literarischen Standpunkt: immer wieder die gleichen Kunstgriffe: unvollendete halbe Sätze, um ein Staccato-Rhythmus zu erzeugen, kitschige bildhafte Sprache, wenn einmal keine Action, zu viele Zitate, triefende Sentimentalität oder zu modische moralisierende Themen in Exkursen in die Vergangenheit (Freund aus der Kindheit, den man nicht retten kann und vor einem ertrinkt, vom Vater missbrauchte Söhne, kleine Türkin, natürlich Opfer von Vorurteilen etc), die nur oberflächlich und banal behandelt werden.

Trotzdem interessant zu sehen, wie man Erfolg zimmert und von Suhrkamp verlegt wird. Erinnert mich an Mankell, obwohl er einen Antihelden mit Alzheimer (!) hat. Falsche Tiefgründigkeit bei beiden. Wird sicher ein großer Erfolg. Und vielen Dank (ohne Ironie): da wird einem klar, wie viel ein Dostojewski, ein Böll, ein Echenoz, ein Andersch, ein Zweig, ein Paasilinna, usw, usw wert sind.“

Usw. usw.

So, denke ich mir, damit verschwendest du also deine Zeit. Warum machst du sowas? Hast du masochistische Neigungen? Um zu verhindern, dass solcher Schwachsinn unkommentiert in die Kultur einsickert? Die volle Idiotie dieser Ära bewusst zu machen an Details im Überbau?
Du regst dich eben gerne auf und suchst nach empirischer Bestätigung für Harlan Ellisons Beweisführung, dass „die Elemente, die im Universum am häufigsten vorkommen, Wasserstoff und Blödheit“ sind.

 

P.S.:

Fauser und ich kämpften vor langer Zeit für ein verändertes Bewusstsein innerhalb der Medien bezüglich der Kriminalliteratur als Literatur der Emanzipation gegenüber dem pseudoliterarischen Mainstream.
Also auch gegenüber der Haltung „ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“. Kriminalliteratur als Flaggschiff dessen, was bürgerliches Feuilleton unter „Trivialliteratur“ subsumierte.

Heute haben wir die Situation, dass die meisten Medien einen selbst erwiesenen Kriminalliteratur-Experten (ein ähnlicher Lernberuf wie Promi-Experte) im Programm haben, dessen Bildung uns darauf zurück wirft, dass weiterhin „Ohne Krimi, die Mimi nicht ins Bett geht“, solange sie ihre – die der Experten – präpubertären Gewalt- und Sexphantasien erfüllt.

Ich gehe angesichts des hier dargestellten Idiotismus so weit zu behaupten, dass alle positiven Rezensenten geistig gestört sind und kulturell der fundamentalistischen Wachstumsblase („Alles ist endlich, nur das Wachstum ist unendlich.“, „was sich verkauft, muss gut sein“ usw,) verpflichtet sind, aber dabei das Überheblichkeitsgefühl überlegener Deutungshoheit suggerieren.

Sinnlose Gewaltpornographie, deren einziger Wert der Obolus am Markt ist, kann keine kulturelle Substanz haben. So denken Investment-Banker, aber keine sensiblen Teilnehmer an einer gezwungenermaßen zu ordnenden Gemeinschaft, die sich zu Gesellschaften komplexer Dichte solidarisieren muss.

Insofern spiegelt in der deutschen Kriminalliteratur der Erfolg von Gestalten wie Fitzek und Co. das Versagen unserer humanen- und ökologischen Überlebensstrategien wieder, bestätigt ästhetisch die Ideologie der Börsenkultur und betreibt die Entsolidarisierung der Gesellschaft.

 

 



FAKE-TRUMPY KLÄRT AUF by Martin Compart
19. September 2017, 2:29 pm
Filed under: MEILENSTEINE DER VERBLÖDUNG, Paranoid, Sternstunden der Verblödung, Weise Worte | Schlagwörter: ,

„Es war der größte Hurrikane aller Zeiten – ein mächtiger, ein gewaltiger Wirbelsturm, wie es nur dem größten und besten Land widerfahren kann! Die Mutter und Großmutter aller Hurrikane. Ein Freund des Washingtoner Establishment und ein Feind des wunderbaren White Trash. Ich werde ihn hinter Gitter bringen, damit er kein weiteres Unheil anrichten kann. Ich werde eine Mauer bauen, die verhindert, das weitere Hurrikane Drogen und Vergewaltigung in unser großartiges Land bringen. Wenn die Hurrikane mit ihrem aggressiven Verhalten fortfahren sollten, wird Amerika mit totaler Vernichtung über sie kommen. Read my lips, Mister Hurricane: Wir haben nicht nur die größten und mächtigsten Atombomben, wir haben allermächtigsten und allergrößten Atombomen! Und wir haben Superman, Captain America, Bruce Willis, Batman und Jason Bourne! Wir haben Iron Man, den großen Gatsby, die Mad Men, Wunderwarzenschwein, Goldman Sachs, Herrn Natürlich, Mariah Carey – wir haben mehr Superhelden als alle anderen!

Die Demokraten wollen uns glauben machen, diese Hurrikane würden durch Klimawandel entstehen, Alles Fake-News! Dahinter stecken gigantische Windmaschinen der Chinesen und Ost-Koreaner! Amerika hat eine mächtige Antwort bereit für diese unverschämte Provokation. Ich werde die Hurrucans von Moodxs runterstufen lassen!“



NEWS: SPD – KEIN BODEN IN SICHT by Martin Compart

IIWer geglaubt hat, mit Proll-Gert, den „Stones“ (interner Sprachgebrauch für Steinmeier und Steinbrück, der sich gerade auf einer Comedian-Tour blamiert), das Pferd namens Müntefehring, dem planschenden Kriegsminister (wie hieß der doch gleich? Ach ja: Scharping), dem dicken Jungen und Martin Schulz wäre das Ende der Fahnenstange erreicht, hat sich geirrt.

Bisher immer zuverlässige Kreise, haben mir folgende Information zugespielt: Die SPD-Spitze, die mit einer saftigen Niederlage (schlechtestes Ergebnis aller Zeiten) rechnet, hat angeblich ein Strategiepapier für die nächsten vier Jahre abgesegnet, mit folgenden Eckpunkten:

1. Keine weitere große Koalition, da dies der Basis nicht mehr vermittelbar ist.

2. Schnelle Trennung von Martin Schulz in allen Spitzenpositionen.

3. Und jetzt kommt der Hammer:

Der Neuaufbau der SPD soll um die Genossin NAHLES erfolgen, da diese angeblich am wenigsten durch UNFÄHIGKEIT im Ministerium (da dürften selbst die sedierten Gewerkschaften anderer Meinung sein) aufgefallen sei und über genügend Stallgestank verfüge.

 

 

Man fasst es nicht! Die SPD will offensichtlich innerhalb von vier Jahren unter die 5%-Klausel. Noch schneller geht das nur, wenn sie den FDP-Wahlkämpfer und Zeitarbeitsfirma DIS-Aufsichtsrat Wolfgang Clement zurückholen.

P.S. Genau! Schon deshalb kann man die FDP nicht wählen, weil sich dieser alters-truthahnhafte Wendehals und Chefideologe für das Armutswachstum im Wahlkampf für Christian Lindner einsetzt.

 

Als Politiker die Zeitarbeit durchgesetzt, anschließend durch einen weiteren Aufsichtsratsposten ein kleines Zubrot. Der pfiffige Bochumer beweist, was die FDP nur fordert: Leistung kann sich durchaus lohnen.

 

 

Die FDP hat die zuständige Urne für ihre Stimmen gleich mitgebracht:


 



MASCHMEYER-SPECIAL 2: WAS SAGT UNS DIESES BILD? by Martin Compart

diese

Was sagt uns denn dieses Bild?

Aufgenommen wurde es vor einer geistigen Abtreibungsklinik.
Zwei ältere Herren in sensibler Umarmung vermitteln etwas zartes, doch nicht zerbrechliches. Das rechte Gesicht scheint noch nicht von Botox oder Beton gezeichnet, das es später leblos machen soll, wie ein Spartaner-Schild nach einem langen Tag in den Thermopylen.

Im linken Gesicht schwingt so etwas wie Freude mit, als hätte der Träger soeben erfahren, das er für seine Memoiren zwei Millionen € erhalten würde oder Putin ihm ein Kind geschenkt hätte. Vielleicht erinnern sich auch Beide an die Zeiten neckischer Pennälerstreiche, in den sie Zeichen künftiger Größe gefunden haben.

Die Freude aneinander geht noch tiefer: Das offen gezeigte Glücksgefühl der grobschlächtigen Gestalten scheint aus dem Bewusstsein zu strömen, es aus ganz kleinen Verhältnissen an die Spitze eines maroden Systems geschafft zu haben, indem man ethische Prinzipien außer Acht gelassen hat.
Es sind Dienstbotengesichter, in denen sich der instinkthafte Glaube an die historische Kontinuität des Sozialdarwinismus manifestiert. Auf ihre Empathie kann sich der roheste Sadistenlümmel berufen. Ihre zarte Hinwendung zu einander lässt aber auch mitschwingen, dass sich beide davor fürchten, ohne den anderen abzusterben. Als habe man doch erst in der gegenseitigen Öffnung so etwas wie Frohsinn erfahren.

Man hört die Saxophone ihrer Herzen dudeln, während sie sich aneinander scheuern, beim sanften Hindämmern der Gedanken. Oder berauschen sie sich an Andrew Loog Oldhams Axiom: „Ich glaube, dass es wahr wird, wenn man nur lange genug lügt“? Erfreuen sie sich an der moralischen Fragwürdigkeit ihrer Handlangerexistenzen? Oder sind sie nur davon fasziniert, das ihr geistiger Horizont der Tiefe einer Pfütze gleicht?

Zwei gierige Kobolde, die gerne Obdachlose treten und doch die eigenen Ängste meinen. Mögen sie nie die Schmach eines Linienfluges ertragen. Bei der Bemühung, diese Unsympathen zu ertragen, stößt wohl auch Alkohol an seine Grenzen. Tröstlich nur, das ihre Vergangenheit länger geworden ist als ihre Zukunft.

 

Und zum Abschluss, ihr Lied:

 

 



MASCHMEYER-SPECIAL 3: Klagenfurt-Gewinner Maschmeyers vergessener Opus by Martin Compart

Damit sich die von ihm Geprellten verdeutlichen können, von welchem Geistesriesen sie über den Tisch gezogen wurden. Und das zweite Video macht deutlich, warum die Betonfratze das Buch auch nach Schröders Abgang nicht im Knast geschrieben hat. Typen wie er und seine politischen Freunde haben dankbarer Weise den Mythos von der sozialen Marktwirtschaft in Stücke geschlagen. Wer wählen geht, sollte honorieren, welchen Parteien wir derartige Kreaturen zu verdanken haben.

Tatsächlich soll es Nähe zur Politik gegeben haben! Ich ahnte es doch. Kein Grund, es zu vergessen.

Kann das zweite von links Spinnen aus der Ecke beißen?



Der neue Coup des bösen Rollstuhlfahrers by Martin Compart

Wenn es darum geht, die Organisierten Kriminalität zu unterstützen, ist Finanzminister „Don“ Rollstuhl immer bereit. Nachdem er den Ankauf der Steuerentzieher-CDs nicht verhindern konnte, ist sein neuester Coup die Erleichterung der Geldwäsche. Ohnehin ist Deutschland ein beliebtes Geldwäscheland für Terroristen, internationale Mafia-, Pädophilen- Ringe und Drogenkartelle. Die Deutsche Bank hilft da weltweit gerne. Schäubles brisante Idee: Künftig soll sich der Zoll und nicht mehr das Bundeskriminalamt um Geldwäsche kümmern. Das hat für die betroffenen Geldwäscher den Vorteil, das der Zoll diesbezüglich nicht über das knowhow verfügt, weniger als die Hälfte des Personals beim BKA einsetzt und die beim Zoll geplante „Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen“ lediglich eine Verwaltungs-, aber keine Strafverfolgungsbehörde wird, die nicht auf sensible Daten zu Organisierter Kriminalität und Terrorismus zugreifen darf.

In Sizilien, Mexiko und Osteuropa hört man die Korken knallen! Wenn die Einbrecherbanden bei uns durch sind, können sie wenigstens das Geld auch gleich bei uns waschen und vielleicht dafür Aktien kaufen, um von der B-Kriminalität in die A-Kriminalität aufzusteigen.

Hatte man zuvor noch naiv geglaubt, Schäuble sei nur der dämlichste Finanzminister der deutschen Geschichte, so scheint jetzt bewiesen, dass er klug die Arbeitsplätze der oben genannten Branchen sichert und sogar zur Vollbeschäftigung und darüber hinaus verhilft. Sicher: Wir sind noch nicht Panama oder Malta, aber auf einem guten Weg.
Immer mehr internationale Verbrecher mit Niveau investieren ja auch in deutsche Immobilien und sorgen so für Wohnraumknappheit; womit sich wiederum gut spekulieren lässt und Arbeitsplätze sichert, etwa für Makler oder Entmietungsfirmen (die wiederum zur organisierten Kriminalität gehören)


Ich habe selten ein Gesicht gesehen, in das sich Gemeinheit. Schadenfreude und Menschenverachtung so tief eingegraben hat. Beim Quälen der Griechen lief er zu Hochform auf, geiferte vor Machttriumph, das ihm fast der Sabber runterlief. Hätte er etwas mehr Format, würde er einen guten Bond-Schurken abgeben.


Am 5.August hat es nun auch DER SPIEGEL mitgekriegt:

http://www.spiegel.de/karriere/zoll-leidet-unter-akuter-personalnot-a-1161367.html