Martin Compart


EIN MANN WILL NACH OBEN – THE ART OF MORE by Martin Compart
1. September 2016, 4:32 pm
Filed under: DEUTSCHER-TV-SCHROTT, THE ART OF MORE, TV, TV-Serien | Schlagwörter: , ,

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„Sie haben nichts zu befürchten. Wenn Ihnen das FBI zu Nahe kommen sollte, würde ich mich sofort vor einen Bus werfen.“

„Falls sich das FBI für mich interessieren sollte, sorge ich dafür, dass der Bus pünktlich ist.“

Der Dialog charakterisiert vortrefflich die Grundstimmung von THE ART OF MORE-TÖDLICHE GIER, einer US-Serie, deren erste Staffel (10 Folgen)gerade durch Privat- und Kabelsender gereicht wird und dank ihrer pessimistischen Weltsicht und Intelligenz kein großes Publikum finden wird.

Erstmals entdeckt eine US-Serie die ekelige Welt der kommerziellen Kunstverwertung und Auktionshäuser. Da man dort natürlich keine „positiven“ Charaktere antrifft, gibt es in der Serie auch nur unterschiedlich graduierte Arschlöcher. Es gibt keine ehrliche Art, um eine Million Dollar zu verdienen, sagte Raymond Chandler. Wie unehrlich muss dann jemand sein, der 200 Millionen Dollar für ein Bild bezahlt?

 

Also etwas, womit ein tumber deutscher Serienredakteur nicht zurecht kommt (abgesehen davon, das ihn die komplexe Handlungsstruktur überfordern würde).

Also wieder ein Beispiel dafür, wie meilenweit überlegen – und anspruchsvoll im Vergleich – ausländische Serien sind. Inzwischen sind wir ja auch von Italienern (GOMORRHA), Franzosen (SPIN) und Belgiern (VERMISST) langfristig abgehängt.

Dabei könnte die Hauptperson direkt einem Hans Fallada-Roman, den man etwas auf noir gedreht hätte, entsprungen sein können. Ein ehemalige Kleinganove und Irak-Veteran, gespielt von Christopher Cooke, ist ein leidenschaftlicher Kunstliebhaber. Er nutzt seine alten Kontakte, um in das große Spiel der Auktionshäuser einzusteigen. An Plündergut heranzukommen, ist zwar kein Problem, bedingt aber auch blutige Verwicklungen. Aber nicht mal das reicht aus, um von den Snobs die Erlaubnis zum Kloreinigen zu bekommen. Denn die sind alle reich und verwechseln Bildung mit der Kenntnis von Preiskatalogen. Dank der Hilfe eines schwulen Kunstsammlers von Format und Bedeutung, ergattert er doch einen Job als Kundenberater. Und jetzt geht es richtig los. Bis Folge 5 werden die gruseligen Charaktere in ihrer hemmungslosen Gier und kleingeistigen Amoralität etabliert (Dennis Quaid gibt einen hinreißenden Donald Trump mit Niveau).

Ab dann drückt Serienerfinder und Hauptautor Chuck Rose das Gaspedal richtig durch und dreht seine oft hilflose Hauptfigur durch den Fleischwolf. In Nebenhandlungen darf er sich mit russischen Mafiosi schießen und Freundesverrat bekämpfen, bevor er im grandiosen Finish einen Arschtritt vom Establishment bekommt.

Cookes faszinierendes Spiel (alle Schauspieler sind natürlich vom Feinsten – allen voran die britischen) erinnert nicht nur an Colin Farrell (dessen Lichtdouble er sein könnte), sondern auch an Alain Delon in dem Sujet ähnlichen, unterschätzten Film L’homme pressé (1977). Er ist dauernd unter Druck, rast herum wie ein Berserker um ununterbrochen Locher zu stopfen, die das Fundament seines Kosmos zum Einstürzen bringen können. Im Gegensatz zum Kunst- und Antiquitätenjäger LOVEJOY (die langlebige britische Serie mit Ian McShane nach Jonathan Gash) nutzt Cooke die kulturellen Fetische nicht um sich von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, sondern um sich in einer vermeintlichen Elite einzugliedern. Er ist durch und durch ein anti-emanzipatorischer Unterschichtscharakter, programmiert auf gesellschaftlichen Aufstieg in einer durch und durch korrupten, anti-emanzipatorischen Gesellschaft, die. ohne historisches Bewusstsein,  auf dem Vulkan tanzt. Triviale Schatten des GROSSEN GATSBY liegen über der Serie, die das Leben der Soziopathen vor dem zu erwartenden zweiten Zusammenbruch des US-Kapitalismus spiegelt und beim Zuschauen Beklemmungen verursacht.

Es war die erste einstündige Drama-Serie von Sonys Streamingplattform CRACKLE und wurde am 19. November 2015 mit allen Folgen zum Verzehr präsentiert. Der hohe Zugriff und der prompte Verkauf in 25 liquide Länder, sorgte umgehend zum Auftrag für eine zweiten Staffel, nach der das Ende der ersten Season auch verlangt. Ein treffendes Bild der dekadenten Seite der Nutznießer des Kapitalismus.

ART OF MORE bietet hohes Tempo (nicht ganz so hoch wie CHOSEN), originelle Handlung und Milieu und jede Menge miese Typen, von denen man gar nicht genug kriegen kann.

P.S.: Aber auch in der Realität könnte Deutschland nicht mithalten. Blasse Stereotypen wie Maschmeyer reichen eben nur für MORD MIT SCHÖNER AUSSICHT oder SOKO HANNOVER. Und die zu „pimpen“, geht über die Vorstellungskraft unserer Biedermeier in den Redaktionen weit hinaus.

 

 

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DIE ERSTEN WEIBLICHEN PRIVATDETEKTIV-SERIEN IM TV by Martin Compart

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Es ist kaum vorstellbar: Es gab eine Zeit, in der das deutsche Fernsehen innovative Serien herstellte. Kaum zu glauben, aber die erste TV-Serie mit einer Privatdetektivin in der Hauptrolle, stammt aus Deutschland.

Privatdetektivin Kai Fröhlich glaubt nicht daran, daß man ihr als Frau riskante Aufträge übertragen würde. Deshalb erfindet sie einen Chef. Mit Hilfe einer technischen Anlage gaukelt sie den ratsuchenden Kunden die Existenz eines genialen Mannes im Hintergrund vor. Sie selbst gibt sich als naive Sekretärin, die von nichts Ahnung hat.

Angeblich entstand die in München von der Bertelsmann Fernsehproduktion gedrehte Serie nach einer Idee der Hauptdarstellerin. Die erste Krimiserie des ZDF. Fast könnte man glauben, Wolf Neumeister (Buch) und Hermann Kugelstadt hätten das Konzept von REMINGTON STEELE vorweggenommen.

KARTE MIT DEM LUCHSKOPF, DIE

BRD 1963;13×25 Min.;SW.

Fröhlich … Kai Fischer

Viktoria von Proschwitz … Ursula Herking

Hauptwachtmeister Karje … Karl Otto Alberty

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 Honey West ist eine Privatdetektivin in Los Angeles, die mit ihrem Partner Sam Bolt meistens für Versicherungen arbeitet. Sie ist mit „hypermoderner“ Technik, einen Van mit Abhöreinrichtung, einer Gasmaske im Straps, ausgerüstet und hat einen zahmen Ozelot als Kuscheltier.

1957 erschien der erste Honey-West-Roman von G.G.Fickling; es folgten schnell weitere und man kann wohl behaupten, daß Honey die erste wirklich populäre Superheldin der Kriminalliteratur war (lange vor Modesty Blaise).

In der Folge WHO KILLED THE JACKPOT, geschrieben von Gwen Bogni und Paul Dulow, aus der Serie AMOS BURKE  (BURKE’S LAW), tauchte Honey erstmals im Fernsehen auf.

Bogni und Dulov entwickelten anschließend für Four Star und ABC die Serie. Executive Producer war Aaron Spelling. Die gradlinigen Geschichten waren nett anzusehen (die späteren COLUMBO-Erfinder Levinson & Link schrieben für die Serie),  aber sie wird wohl immer zu unrecht als schlechter Abklatsch von MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE betrachtet werden. Dabei kann die Serie oft ganz ohne Morde aus.  Und Anne Francis braucht sich wahrlich nicht hinter Diana Rigg verstecken.

45967603-HoneyWest_BloodAndHoney1[1]Roman:

G.G.Fickling (Pseudonym für Gloria und Forrest Fickling):

This Girl for Hire, 1957 (Das große Töten, Loh 1969).

Girl on the Loose, 1958 (Hübsche Mädchen sterben nicht, Loh 1969).

A Gun for Honey, 1958 (Tod eines Porno-Stars, Loh 1969).

Girl on the Prowl, 1959.

Honey in the Flesh, 1959.Honey West _1 (Gold Key 1966) 2[1]

Dig a dead doll, 1960 (Mord auf Mexikanisch, Loh 1969).

Kiss for a Killer, 1960 (Paradies der Mörder, Loh 1969).

Blood and Honey, 1961.

Naughty but dead, 1962 (Der Tod hat viele Gesichter, Zauberkreis 1968).

Bombshell, 1964.

Honey on Her Tail, 1971.

Stiff As a Broad, 1972..

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Comic:

Honey West No.1; Gold Key, Sept.1966.

Seit 2010 veröffentlicht Moonstone Books eine neue Comic Book-Reihe.

 

PRIVASTDETEKTIVIN HONEY WEST

Honey West

USA 1965;30×25 Min.;SW.

Honey West … Anne Francis

Sam Bolt … John Ericson

Tante Meg … Irene Harvey

und Bruce, der Ozelot

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WISEGUY – DIE ERSTE ARC-SERIE by Martin Compart
21. August 2016, 1:54 pm
Filed under: Drehbuch, Noir, TV, TV-Serien, WISEGUY | Schlagwörter: , , , ,

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2011 wollte NBC die Serie neu auflegen, die alles. was heutige US-Quality-Serien ausmacht, vorweg nahm: WISEGUY von Stephen J.Cannell, einem der Genies des US-Fernsehens- Bisher kam es nicht dazu.

Die Serie ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der TV-Serien. Es gibt lediglich eine befriedigende Auswertung als DVD-Box, in Deutschland gibt es nicht mal eine DVD-Veröffentlichung. Zum Glück findet man auf Youtube einige Folgen.

Bevor ich sie zu sehen bekam, schwärmte mir bereits Max Allan Collins (im September läuft auf Cinemax eine achtteilige Serie nach seinen QUARRY-Romanen an) von ihr vor und sagte in weiser Voraussicht, dass sie das TV revolutionieren würde. Das hat dann allerdings noch über ein Jahrzehnt auf sich warten lassen – bei den Amerikanern wohlgemerkt; die Briten machen seit den 1950ern Quality-Serien, nie neue Wege bestreiten. Die Deutschen nie.

Es ist bezeichnend für die Qualität von Büchern über die „neuen Quality-Serien“, wenn WISEGUY dort nicht erwähnt wird. Das ist dann so, als würde man ein Buch über das Römische Reich verfassen, ohne die Etrusker zu erwähnen.

Steven_Cannell_3[1]WISEGUY ist bekanntlich ein Slangausdruck für Gangster. Im Mittelpunkt der Serie steht der Polizei-Held der 80er Jahre: der Undercover-Cop, der sich als Verbrecher getarnt in Gangsterkonzerne einschleicht. Anders als die MIAMI VICE-Luxusagenten ist Vinnie Terranova, hinreißend gespielt von Ken Wahl, eine wirklich bedauernswerte Existenz. Er kann nicht zwischendurch Luft schöpfen und sich erholen, sondern muss als Perspektiveagent ganz in seiner Rolle aufgehen. Selbst seine sich grämende Mutter hält ihn für einen faulen Apfel. In den ersten neun Folgen, die in Fortsetzungen die erste Geschichte erzählen, wird der durch Terranova/Wahl mit verursachte Niedergang des Atlantic-City-Boß Sonny Steelgrave (der inzwischen verstorbene Ray Sharkey in exzellenter Form) erzählt.186509942_wiseguy-tv-show-ken-wahl-7x9-photo-a5860-entertainment-[1]

Um eine wirklich wasserdichte Legende zu erhalten, musste Terranova, Agent des Organized Crime Bureau des FBI, eine achtzehnmonatige Haftstrafe absetzen, bevor ihn sein Führungsoffizier Frank McBride (Jonathan Banks, zuletzt bestechend in BREAKING BAD) auf Steelgrave ansetzt. Tatsächlich entsteht zwischen Cop und Gangster eine freundschaftliche Beziehung. Und als der Gangster auch noch Terranovas krankes Muttchen Anteil nehmend besucht, kommt es beim Undercover-Cop zum moralischen Dilemma. Während sein Führungsoffizier ihn mit äußersten Misstrauen und ohne Mitleid jederzeit verheizen würde, findet er auf der Seite seiner Opfer die eigentlichen Freunde.

Die an originellen Nebenhandlungen und Details ungeheuer einfallsreiche Serie läuft hier zur Hochform auf. Fast wird dem Zuschauer der Eindruck vermittelt, dass es im Geschäftsleben der Gangster menschlicher zugeht, als im Umgang mit staatlichen Institutionen. Und kein Zweifel gibt es darüber, dass legale wie illegale Geschäfte von Leuten gemacht werden, die Macchiavellis PRINCIPE unterm Kopfkissen liegen haben.

WISEGUY war eine subversive Serie, die immer wieder das System hinterfragte.

WISEGUY hat eins völlig neues Konzept in die Krimi-Serien gebracht: Nicht mehr in Einzelepisoden oder Doppelfolgen werden die Geschichten erzählt, sondern in Zyklen, die sich  bis zu 13 Folgen hinziehen, sogenannte „Arcs“. Das erlaubt natürlich viel größere Tiefe in der Charakterisierung der Personen und größere Komplexität der Handlung.

Damit war WISEGUY ein weiterer „Vorläufer“ der sogen. HBO-Revolution.

 

Mit MIAMI VICE und CRIME STORY gehört WISEGUY zu den besten Serien der 80er. Alle drei bieten so etwas wie eine chronologische Analyse des Organisierten Verbrechens: in CRIME STORY wurde erzählt, wie sich Anfang der 60er Jahre die Mafia in legale Geschäfte einkaufte und durch Glücksspiel (Las Vegas) und Rauschgift zu einem Wirtschaftsfaktor wurde. Die ebenfalls von Michael Mann produzierte Serie MIAMI VICE zeigte, wie  der großangelegte Rauschgifthandel der 80er Jahre illegales Kapital erwirtschaftet, das nicht mehr kontrollierbar ist. WISEGUY nun zeigte, wie sehr die US-Wirtschaft bereits vom illegalen Kapital unterwandert und korrumpiert ist und wie unmöglich es ist, im US-Kapitalismus zwischen legalen und illegalen Geschäften zu unterscheiden. Tatsächlich zeigte der 4. Zyklus über die New Yorker Textilindustrie, in dem Jerry Lewis einen ekelhaften Bekleidungsproduzenten spielte, wie durch Manipulationen Börsenkurse beeinflusst werden und bisher legale Geschäfte von Gangstern, die selbstverständlich mit Börsenfirmen auf gutem Fuß stehen, übernommen werden.

Ob internationale Waffengeschäfte, Rechtsradikalismus, Tonträgerbranche oder die mafiosen Geschäfte mit Müll – die Serie zeigt sich in der Behandlung der Themen immer auf der Höhe des Erkenntnisstandes und setzt die Realität mit leichter Hand in spannende Spielhandlung um. Indem sie diese Realitäten für TV-Serien antizipierte, war die Serie auch thematisch innovativ.

Gedreht wurde WISEGUY, bei der u.a. Les Sheldon und David Burke Regie führten, in Kanada.  Weniger verkrustete Gewerkschaftsbedingungen machen Kanada für amerikanische TV-Produzenten als Produktionsstätte immer attraktiver. In der ersten Staffel wurde Vancouver als New Jersey clever abgefilmt, später musste die Stadt als New York herhalten. Eine Riege hervorragender Schauspieler, gute Regie und Spitzendrehbücher machten die Serie zu einem Ereignis, das heute noch bestehen kann.

Für den Erfolg von WISEGUY war vor allem ein Mann zuständig: Stephen J.Cannell, der die Serie zusammen mit Frank Lupo (beide arbeiten schon länger zusammen) entwickelt hat.

Die Liste der Gaststars (Kevin Spacy hatte als Mel Profitt im 2.Arc seinen internationalen Durchbruch) gehört wohl neben MIAMI VICE zu den eindrucksvollsten:

Joe Dallesandro, Ray Sharky, Annette Bening, Joan Severance, Paul Guilfoyle, Jerry Lewis , Ron Silver., Stanley Tucci , Deborah Harry, Tim Curry, Patti D’Arbanville, Glenn Frey, Michael Chiklis, Maximilian Schell.

Literatur: Edward Gross: The Unofficial Story of the Making of a Wiseguy, Pioneer Books 1990.

 

USA 1987-90; 75×45 Min.;F.

Vinnie Terranova (1987-90) … Ken Wahl

Michael Santana (1990) … Steven Bauer

Frank McPike … Jonathan Banks

„Onkel Mike“Daniel Burroughs … Jim Byrnes

Pater Peter Terranova (1987) … Gerald Anthony

Sonny Steelgrave (1987) … Ray Sharkey

Paul Patrice (1987) … Joe Dallesandro

Sid Royce (1987) … Dennis Lipscomb

Harry Schanstra (1987) … Eric Christmas

Roger LoCocco (1988, 1990) … William Riss

Susan Profitt (1988) … Joan Severence

Mel Profitt (1988) … Kevin Spacey

Herb Ketcher (1988) … David Spielberg

Carlotta Terranova Aiuppo (1987-89) … Elsa Raven

Beckstead (1988-90) … Ken Jenkins

Eli Steinberg (1988-89) … Jerry Lewis

David Steinberg (1988-89) … Ron Silver

Carole Steinberg (1988-89) … Patricia Charbonneau

Rick Pinzolo (1988-89) … Stanley Tucci

Phil Bernstein (1988-89) … Harry Goz

Bobby Travis (1989) … Glenn Frey

Isaac Twine (1989) … Paul Winfield

Amber Twine (1989) … Patti D’Arbanville

Winston Newquay (1989) … Tim Curry

Don Rudy Aiuppo (1987-89) … George O.Petrie

Poochy Pompio (1987-89) … Tony Romano

Grosset (1989) … John Snyder

Mark Vochek (1990) … Steve Ryan

Rogosheke (1990) … James Stacy

Lecey (1990) … Darlanne Fluegel

Amado Guzman (1990) … Maximilian Schell

Rafael Santana (1990) … Manolo Villaverde

DIE WISEGUY-PAGE:

http://www.sluiterdesign.com/wiseguy/index.html

 

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ROCKFORD – DER ERSTE VIDEO-DETEKTIV by Martin Compart
19. August 2016, 10:05 am
Filed under: ROCKFORD FILES, TV, TV-Serien | Schlagwörter: , , ,

Anfang der 70er Jahre suchten die amerikanischen Fernsehproduzenten verzweifelt nach neuen, ungewöhnlichen Charakteren, um die Krimiserien wieder attraktiver zu machen, also nach noch nicht zu abgenutzten Klischeetypen. Man besetzte KOJAC mit einem hässlichen Glatzkopf oder produzierte eine Erfolgsserie mit einem schmuddligen Helden, der in den 60er Jahren unvorstellbar gewesen wäre: Peter Falk in COLUMBO. Aber in den ersten Jahren des Jahrzehnts schafften nur wenige Krimiserien den großen Erfolg. Die Zuschauer, in den 50ern mit Western überfüttert und in den 6oern mit Krimiserien, interessierten sich mehr für comedy shows, deren Konzept man inzwischen verändert hatte: Man belebte diese Serie mit neuen dramatischen, realistischen Elemente.

Irgendwie ahnte Superproduzent Roy Huggins, dass es an der Zeit wäre, mit den Krimiserien dasselbe anzustellen, was er ca. 20 Jahre zuvor mit MAVERICK für den Western getan hatte, nämlich mehr Humor ins Genre zu bringen, ohne aber die Strukturen zu zerstören und eine comedy daraus zu machen.

„Rockford sollte keine klassische Privatdetektivserie werden. Ich wollte MAVERICK als Private Eye. Ich wollte einen Helden, der ein Bisschen feige ist und davor zurückschreckt, sich in Gefahr zu begeben und der die Welt nicht allzu ernst nahm. Er liebte keinen Ärger, er haßt ihn“, erinnerte sich Huggins. Er wandte sich an den jungen Produzenten und Autor Stephen J.Cannell, mit dem zusammen er schon bei den Serien TOMA und BARETTA zusammengearbeitet hatte. Cannell sollte Charakter und Hintergrund ausarbeiten, und Huggins gab ihm zehn Tage Zeit, um einen 90minütigen Pilotfilm zu schreiben. Cannell brauchte lediglich fünf Tage und sagte, er habe sich beim Schreiben köstlich amüsiert, da er alle Klischees und Regeln des Genres brechen und auf den Kopf stellen durfte. Schließlich hatten die beiden alles zusammen, Hintergrund, die regelmäßig auftauchenden Nebencharaktere und die Figur Rockford, nur keinen Titel. „Damit die Verantwortlichen im Sender das Gefühl bekamen, dass sie keine gewöhnliche Privatddetektivserie kauften, sagte ich ihnen: Die Serie ist völlig anders. Der Held übernimmt nur Fälle, die die Polizei bereits abgeschlossen hat, denn er will den Bullen nicht in die Quere kommen. Er will überhaupt niemanden in die Quere kommen. Das ist ein bisschen wie MAVERICK. Auf der anderen Seite aber auch realistisch. Wirkliche Privatdetektive übernehmen keine Fälle, an denen die Polizei noch arbeitet. Das ist eine eiserne Regel. Wir nannten das Ding deshalb THE ROCKFORD FILES.“

Die TV-Produktionsfirma von Universal gab grünes Licht, und der Pilot wurde gedreht, in dem Robert Donley Jims Vater Rocky spielte, da Noah Beery jr. nicht zur Verfügung stand, da er noch für die Serie DOC ELLIOT verpflichtet war. Der Pilotfilm von Richard T. Heffron gedreht, wird gerne Zweiteiler mit dem Titel BACKLASH OF THE HUNTER bei Re-Runs eingesetzt.

James Garner war sofort begeistert von dem Skript: „Ich musste nicht eine Sekunde überlegen, ob das richtig für mich ist. Ich bin kein heroischer Typ und glaube nicht an Helden. Deshalb liebe ich Rockford.“

Jim Rockford war ein Mann, der seine Grenzen genau kannte. Nach Möglichkeit ging er jeder brutalen Konfrontation aus dem Wege, und wenn er mit dummen Sprüchen nicht weiterkam und eine Schlägerei unausweichlich war, gab er lieber Fersengeld. Er prügelte sich nur, wenn ihm nichts anderes übrig blieb und wandte dann auch jeden schmutzigen Trick an, was ihn aber nicht davor bewahrte, oft den Kürzeren zu ziehen. Was ihn von anderen Detektivfiguren hauptsächlich unterschied, war die Art wie er die Fälle anging, und das hatte viel mit James Garner zu tun. Rockford benutzte seinen Kopf, schlüpfte in verschiedene Rollen – am liebsten in die eines großmäuligen Vertreters – und bereitete dem Zuschauer immer eine Überraschung.

 

Selten zuvor hörte man in einer Krimi-Fernsehserie bessere Dialoge oder witzigere Sprüche. Beispiele gefällig?

Angel: „Du würdest mich doch nicht für lausige hundert Dollar erschießen, Jim, oder?“

Rockford: „Ich würde es aus prinzipiellen Gründen tun.“

Oder:

Rocky: „Zwei Zentimeter weiter rechts, und die Kugel hätte dir ein Auge ausgeschlagen, statt dich zu streifen. Du hattest Glück, Sunny!“

Rockford:“ Sieh es mal auf meine Weise: Zwei Zentimeter nach links, und sie hätte mich nicht mal gestreift.“

Oder:

Rockford:“ Ich bemühe mich, meine Tugenden möglichst klein zu halten, damit sie übersichtlich bleiben.“

Einen Teil des Charmes der Serie machte die Gruppe von immer wiederkehrenden Nebenfiguren aus. Sie waren so etwas wie Rockfords Familie. Die wohl eindrucksvollste Nebenfigur war das Frettchen Angel Martin, gespielt  von Garners Kumpel Stuart Margolin. Margolin, der in vielen Fernsehfilmen mitgespielt hat und auch Regie führt, ging Garner auch bei dessen Hobby Autorennen als Mechaniker zur Hand. Angel war ein mieser kleiner Gauner, der Rockford mit seinen krummen Geschäften unentwegt in Schwierigkeiten brachte. Um des eigenen Vorteils willen, zögerte er nicht eine Sekunde, seinen Freund in die Pfanne zu hauen. In gefährlichen Situationen, in denen Revolverhelden Rockford über den Haufen schießen wollten, biederte sich die kleine Ratte sofort an, um die eigene Haut zu retten. Er war Rockford gegenüber so loyal wie ein Bahnhofsstricher. Jeder Fan erinnert sich noch nach Jahrzehnten an Angel; um so erstaunlicher, da er lediglich in 29 Folgen auftrat. Während Garner nur einmal einen EMMY für ROCKFORD bekam, wurde Stuart Margolin zweimal ausgezeichnet.

Jims Vater Joseph „Rocky“ Rockford war ein gutmütiger Extrucker, der sich ununterbrochen Sorgen um seinen Sohn machte. Er war Rockford ein guter Kammerad, auch wenn seine Unterstützung den Sohn meist noch tiefer in die Patsche ritt. Rockys große Leidenschaft war das Fischen, und wenn Jim Gelegenheit dazu hatte, machten sie gerne eine richtige Hemingway-Tour. Gespielt wurde Rocky überzeugend von Noah Beery, Jr., der bereits 54 Jahre vor der ersten Rockford-Folge vor der Kamera debitierte.

Die erste Saison war die erfolgreichste der Serie. 1974/75 erreichte sie Platz 12 der meistgesehenen Fernsehshows. Danach ging es immer weiter bergab. Das hatte auch damit zu tun, dass der Sender NBC alle paar Monate den Sendetermin der ROCKFORD FILES änderte. In der sechsten Season verschob NBC die Sendezeit sieben mal und den Sendetag fünf mal. Da hatte sogar der härteste Rockford-Fan Schwierigkeiten, sich darauf einzustellen. ROCKFORD bekam von NBC nie die Rückendeckung, die aus einer potentiellen Hitserie eine wirkliche gemacht hätte. In der 2.Season stellte man sie ausgerechnet gegen das CBS-Krimiflaggschiff HAWAII 5-O, die erfolgreichste Cop-Show ihrer Zeit. So wollten die Vollidioten bei NBC erreichen, daß man bei ROCKFORD den Humor rausschreiben sollte. Garner, Cannell und Rosenberg drohten damit, alles hinzuschmeißen. „Sollen sie doch Jack Lords kleinen Bruder engagieren“, grollte Garner. Das Network gab nach, beharrte aber auf dem Sendeplatz. ROCKFORD konnte sich überraschend gut gegen die seit Jahren etablierte Hit-Serie von CBS behaupten. Aber diese unglückliche Platzierung sorgte dafür, dass sowohl HAWAII 5-O wie auch ROCKFORD in den Ratings fielen und sich keine der beiden Serien, die sich die Krimi-Fans teilen mussten, von diesem unsinnigen Konkurrenzkampf quotenmäßig erholte.

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Trotz allem Geunke des Networks lief ROCKFORD sechs Jahre lang, von Freitag dem 13.September 1974 bis zum 25.Juli 1980 mit 112 Folgen. Garner war ungeheuer populär und die Serie der absolute Liebling der Kritik. Wieso also die nicht so berauschenden Einschaltquoten, trotz der doch so offensichtlichen Popularität? Ganz einfach: das Videozeitalter war angebrochen, und Rockford war die erste Serie, die man aufnahm, während man sich etwas anderes ansah. Tatsächlich gehörte die Serie zu den ersten TV-Sammelobjekten der Videoten. Und das amerikanische TV- Einschaltquotenkontroll- system, die sogenannten Nielsen Ratings, waren nicht auf die Videorevolution vorbereitet.

Fast zehn Jahre später erging es der Serie, die man am ehesten als Rockford-Nachfolger bezeichnen kann, ähnlich: MAGNUM hatte nach Riesenerfolgen in der Season 1986/87 plötzlich ein völliges Abrutschen in den Ratings zu verzeichnen. Dank der Rockford-Erfahrungen kam man aber schnell der Ursache auf die Spur: die Zuschauer sahen sich direkt ein anderes Programm an, zeichneten aber auf CBS MAGNUM auf. Der Videorecorder hatte inzwischen das Rating-System völlig durcheinandergebracht. Zu ROCKFORDS tatsächlichem Erfolg trug noch ein weiterer Faktor bei: Nach den ersten zwei, drei Seasons begann man die Folgen in CBS LATE NIGHT zu wiederholen. Das gab Universal mehr Geld und damit einen guten Grund, die Serie weiterzuproduzieren, da sie schon, bevor sie durch die Regionalsender syndikatisiert wurde, de facto zweimal bezahlt worden war. Das gab es nie zuvor in der Geschichte der Fernsehserien. ROCKFORD wurde sofort kult, und die Trivia-Fans machten erstmals (diesseits von STAR TREK) von sich reden. Garner wunderte sich: „Es gibt Leute, die kennen jede Telefonnummer der Serie, die wissen sogar meine Lizenznummer als Privatdetektiv. Wenn wir versehentlich eine falsche Nummer verwenden, kriegen wir Beschwerden und böse Briefe!“ Also hier die Trivia Daten: Zuerst parkte Rockford seinen Wohnwagen am 2354 Pacific Coast Highway, Los Angeles; in späteren Folgen lebte er in Malibu in der Paradise Cove Trailer Colony, Cove Road 29. Seine Telefonnummer: (213)-555-2368 (aber auch 555-9000 wurde mal verwendet). Sein goldener Pontiac Firebird hatte die Zulassungsnummer OKG-853.

Huggins, der nie länger als zwei Jahre bei derselben Serie blieb, verließ ROCKFORD nach der ersten Saison und verbreitete die Auffassung, dass die Serie nie wieder so hohe Qualität hatte wie im ersten Jahr. Das war natürlich eitler Unsinn. Erst im Laufe der zweiten und dritten Season erreichten gerade die attraktiven Nebenfiguren wie Angel richtig Profil und die einmalige ROCKFORD-Formel ihre Perfektion. Garner und Huggins gerieten sich während der Dreharbeiten zur ersten Season so in die Haare, dass der Star sogar ein Setverbot für Huggins durchsetzte.

Nachdem die Serie beendet worden war, versuchten verschiedene neue Krimi-Serie die erfolgreiche Mischung aus lebensechten Charakteren, Humor und originellen Geschichten zu übernehmen. Am erfolgreichsten war sicherlich MAGNUM. Aber trotz des Charakters Higgins, dessen „Britentum“ genüsslich gegen Magnums all-american-boy-Mentalität ausgespielt wurde und damit immer für komische Situationen sorgte, kam man nicht an das Original heran. Auch die Serie SIMON & SIMON über ein Brüderpaar, dass in San Diego eine Privatdetektei betrieb, war ein erfolgreicher ROCKFORD rip off. Der Kontrast aus einem Yuppie und einem übriggeblieben Rebellen der Hippie-Ära sorgte für viel Witz, ohne ebenfalls das Format des großen Vorbilds zu erreichen.

 

Auch Garner sorgte für ein Nachspiel: 1983 verklagte er Universal auf 22,5 Millionen Nachzahlung für seine Beteiligung an Auslandsverkäufen und Wiederholungen. Universal erklärte unverfroren, die Kosten der Serie seien auch durch die Zweit-und Drittverwertungen noch nicht gedeckt worden. Universal bot Garner schließlich 670.000 Dollar an. „Die Mafia ist lange nicht so groß wie diese Typen“, sagte Garner in einem Playboy-Interview. Im Frühjahr 1989 wurde dann ein Gerichtstermin festgesetzt. Da aber gerade durch einen Branchendienst ermittelt worden war, daß Universal mit den Auslandsverkäufen von ROCKFORD 126 Millionen Dollar verdient hatte, bot man einen außergerichtlichen Vergleich an, den Garner akzeptierte. Er bekam 10 Millionen Dollar.

Mitte der 90er Jahre wurde ROCKFORD, wie zuvor schon KOJAC, HART TO HART oder COLUMBO, exhumiert, und es entstand eine Reihe von 90-Minuten-Folgen mit der alten Besetzung (außer dem inzwischen verstorbenen Noah Beerry, dem der erste Film gewidmet wurde), die überraschend erfolgreich waren. Rockford und Angel sind alt geworden, aber die Magie der frühen Shows konnte wiederbelebt werden. Auch wenn Garner wegen seiner Knieverletzungen inzwischen noch schlechter laufen konnte und schon einen Stuntman brauchte, wenn er eine Treppe hochrennen musste. Garner ließ es sich nicht nehmen, diesbezüglich ein paar Gags in die Show reinschreiben zu lassen, in denen auf seine Behinderung angespielt wird.

5869921._UY200_[1]Romane:

Mike Jahn: Ein Killer für Rockford.Bastei 38014, 1976. Rockfords tödlicher Bluff.Bastei 38016, 1976.

In den USA erschienen weitere Rockford-Romane aus der Feder des bekannten Krimi-Autors Stuart Kaminsky.

 

 

Literatur:

David Martindale: The Rockford Phile, Las Vegas 1991.

Robertson, Ed. (2005). Thirty Years of „The Rockford Files“: An Inside Look at America’s Greatest Detective Series. Lincoln, NE: ASJA Press. 497 pages.

 

USA 1974-89;3×90 Min.u.112×45 Min.;1996:6×90 Min.;F.

 

Jim Rockford … James Garner

Joseph „Rocky“ Rockford (Pilot) … Robert Donley

Joseph „Rocky“ Rockford … Noah Berry, Jr.

Det.*Dennis Becker … Joe Santos

Beth Davenport (1974-78) … Gretchen Corbett

Evelyn „Angel“ Martin … Stuart Margolin

John Cooper (1978-79) … Bo Hopkins

Lt.*Alex Diehl (1974-76) … Tom Atkin

Lt.*Doug Chapman (1976-80) … James Luisi

Lance White (1979-80) … Tom Selleck

Eine ROCKFORD-Page:

http://www.thesandbox.net/arm/rockford/

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BARBARA, DER LENZ IST WEG by Martin Compart

Barbara_Schoeneberger_auf_der_Cebit2[1]Die anbetungswürdige Barbara Schönberger, deren Pupillen immer eine halbe Stunde vor ihr im Studio sind, erfreut die 5% Wahlberechtigten, die  ihr weibliches Publikum bilden, nicht nur audiovisuell, sondern jetzt auch im guten alten Print-Medium. Schwer vorstellbar, dass sie eine alphabetische Fan-Basis hat. Ist Barbara doch die Ermutigung für inhaltslose Frauen, die zu hässlich für den Catwalk sind. Ein echtes WDR-Gewächs, das mehrfach Photoshop revolutionierte.

 

Man kann sich gut vorstellen, wie die Koryphäen der Produktentwicklung bei Gruner & Jahr den Stein der Waisen fanden: Machen wir was von hässlichen Idioten für hässliche Idioten.

Voila! BARBARA – Das Magazin! Von einer Frau, die nichts kann und damit immense Projektionsfläche bietet. In den bisherigen Ausgaben gab es sinnlose Gespräche mit unnützen Menschen (Deeeetlev Buck, Katja Riemann) über deren seltsame Sozialisation.

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NEWS: WESTERN-SPECIAL by Martin Compart
1. Juli 2016, 8:04 am
Filed under: Film, FLASHMAN, NEWS, Politik & Geschichte, TV, TV-Serien, Western | Schlagwörter: ,

Im FLASHMAN-BLOG steht jetzt der neue Beitrag von COWBOYS & INDIANER – Zur Entwicklungsgeschichte eines Genres: Die 1950er Jahre.gunsmoke-fc679[1]

 

 

 

 

 

https://compartsflashman.wordpress.com/?p=786&preview=true



MiCs Tagebuch… Zum Mayday – Sternzeit 01052016 by Martin Compart
5. Mai 2016, 10:09 am
Filed under: DEUTSCHER-TV-SCHROTT, Drehbuch, MiCs Tagebuch, TV, TV-Serien | Schlagwörter: , , ,

Endlich mal wieder auf die 1. Sitze reihern

Impulskommentar zu Line of Duty: Schaue gerade Line of Duty Season 3 und da wird es wird immer besser… die ziehen ein Register nach dem anderen. Ich schmeiss mich in Deckung hinters Sofa und schalte zur Ernüchterung zum millionenfachen Sonntagsritual der Bevölkerung um. Sonntagabend im Ersten. Zum Glück ist heute dort, wo man gerne auf die 1. Sitze reihert, wieder das Bratwurst-Team vom Kölner Tatort (20. Jahr, wunderbar) in Sachen “Morden im Ostkongo” unterwegs. Ein weiteres Betroffenheitsermittlerdrama von dem haarigen Doppelpack, das schon in Sachen Blutdiamanten vor 10 Jahren für des Dummdeutschen Aufklärung gesorgt hat. Und natürlich geschieht das schreckliche kongolesische Morden in Deutz, Nippes und Weidenpesch oder war’s Marienburg? Denn wenn der kriegsverbrecherische Afrikaner sich nicht gerade einen Wolf schnackselt und alle mit AIDS verseucht, dann metzelt er, kaum im Asyl von deutscher Gastfreundschaft und AfD herzlich willkommen geheißen, in der Hauptstadt des organisierten Frohsinns alle möglichen Lands- und andere Leute danieder. Das Trauma macht’s möglich. Und diesmal sollen Maulaff und Schunkel sogar keine Sprüche verzählen und auch sonst nix weltrettend Erklärendes von sich geben. Potztausend. Na… letzte Woche noch Kierkegaard in Weimar, heute schon Kabila in Klettenberg. Da geht doch Einiges im deutschen Ermittlerwald. Wir müssen dankbar sein und demütig. Nur wem und warum? Kann ich bitte meine Gebühren in Currywurst statt Programm ausgezahlt bekommen?

"Da hinten ist der Kongo!" "Hinter Ehrenfeld?"

„Da hinten ist der Kongo!“
„Hinter Ehrenfeld?“