Martin Compart


KLASSIKER DES POLIT-THRILLERS: A SIMPLE ACT OF VIOLENCE von R.J.Ellory+Interview by Martin Compart

„Inmitten der heißen Wahlphase will man in Washington eigentlich nichts von einem Serienkiller hören. Doch nach dem vierten Mord sind auch die Medien nicht mehr zurückzuhalten. Für den ermittelnden Detective Robert Miller sind allerdings nicht nur Motiv und Täter rätselhaft, auch die Opfer stellen ihn vor Fragen. Denn die vier ermordeten Frauen existierten offiziell gar nicht. Je weiter Miller nachforscht, desto mysteriöser wird der Fall. Schließlich gerät er in ein Netz so dunkler Machenschaften, dass er um sein eigenes Leben bangen muss …“

Das lässt Übles vermuten…

„Serienkiller sind etwas, dass man nicht verstehen kann, was man nie verstehen wird.“ So spricht der Autor und vermittelt mir zusätzlich ein ungutes Gefühl.

Nichts interessiert mich weniger als Serienkiller-Geschichten debiler Autoren, die auf einen Bestseller aus sind und dies dank ebenso debiler Käufer auch hinkriegen. Beide Gruppen sollte man auf ein Kreuzfahrtschiff verbringen und in der Sargassosee torpedieren, da sie ernsthaft der Evolution des Genres schaden. Andererseits: Bei so völlig durchgeknallten Zeugs wie von Ethan Cross, möchte man gerne die Adresse seines Dealers erfragen.

Aber A SIMPLE ACT OF VIOLENCE ist weder ein Serienkiller-Roman, noch ein Cop-Roman. Es ist eine Synthese aus Polit-Thriller und Police Procedual, die man zuvor nicht kannte. Neben der ungewöhnlichen Qualität ist es auch diese Innovation, die das Buch zu einem Meilenstein in der Geschichte der Kriminalliteratur werden lässt. Und: Eine intensivere Annäherung zwischen Noir-Roman und Polit-Thriller gab es seit Manchette nicht mehr – auch wenn Ellory mit seinen Charakteren weniger gnadenlos umgeht.

Weniger begabte Autoren behaupten die Noir-Figur nur als störrischen einsamen und düsteren Cop-Helden, der gegen den Widerstand Vorgesetzter und noch höherer Mächte für Gerechtigkeit derer kämpft, die dies nicht mehr können oder nie konnten, der mitfühlt mit den Ausgestoßenen einer sozialdarwinistischen Kleptokratie, deren Tanz um das goldene Kalb die Bibelszene zu einer lustigen Stummfilmszene macht. Ellory behauptet sie nicht, er zeigt sie als dreidimensionale Charaktere, die den Leseraum erfüllen. Anders als die vor Klischees triefenden Detektive des Neo-Golden Age-Detektivromans oder langweilig gebrochenen Copper des Polizeiromans, erzeugen Ellorys Helden nicht mal den Schein kultureller Sicherheit. Erlösergestalten, die „im Kleinen“ etwas Gerechtigkeit herstellen, haben in seiner Welt o9hne Erlösung keinen Platz. Er zwingt den Leser, hinter die Fassaden von verfaulter Moral und Legalität zu blicken, die längst verrottete Ruinen sind.
Durch die Parallelerzählung von Proto- und Antagonisten bekommt der Leser mehr Einsichten gegenüber Miller und seinem Partner, die aber schwer einzuordnen sind und gleichzeitig einen Wissensvorsprung und Unsicherheit erzeugt.
Die Dialoge – besser: Wortduelle zwischen Miller und Robey gehören zu den Highlights des Romans, die Widersprüche im System personalisieren. Sie sind spannend und vortrefflich formuliert, ohne chandlersches Wisecracking zu strapazieren.

Die Erinnerungen des Ex-CIA-Mannes Robey an den Krieg gegen Nicaragua lassen im Leser Hieronymus Bosch- Bilder aufflammen. Drogen kann man nicht erschießen, weshalb die USA mit ihnen Gewinnmaximierung durch ein doppeltes Geschäftsmodell betreibt: Sie finanziert mit Steuergelder den nutzlosen Abwehrkampf um die Preise hoch zu halten und profitiert institutionell und steuerfrei (besonders die CIA) von Schmuggel, Verkauf und Kompensationsgeschäften (wie Waffenhandel). All das dröselt Ellory spannend an Hand der Mittelamerika-Politik auf. Er zeigt dies genau recherchiert am Beispiel des Contra-Nicaragua-Krieges, der das Drogengeschäft auf eine neue Ebene stellte.

Mit 670 Seiten gehört er zu den umfangreichsten Kriminalromanen überhaupt. Also eigentlich zu den redundanten Laberkrimis à la McKinty oder Don Winslow, die man zu meiden gelernt hat. Dies ist -wie alle Romane von Ellory – ein so komplexes Buch, das man in seinem Universum fast ersäuft. Als erfahrener Leser kommt gelegentlich die Angst auf, dass er am Ende seinen labyrinthischen Plot nicht befriedigend auflöst. Ohne Spoiler-Alarm zu geben, kann ich versichern, dass dies nicht der Fall ist. Der unterschätzte Autor John Lutz hat die Spannung und politische Relevanz des Romans treffend in einem Satz zusammengefasst: This one will keep you up late reading, and then you won’t sleep.

Ein vorrangiger Topos in seinen Romanen ist die Auswirkung von Handlungen in der Vergangenheit auf die Gegenwart.

Ein Stilmittel, das er exzellent beherrscht, ist die Parallelerzählung – hier Protagonist und Antagonist mit ihrer unterschiedlichen Moral und Perspektive. Die Perspektive des Letzteren gibt dem Leser einen Vorsprung vor dem Protagonisten, fast wie in Hitchcocks Dramaturgie.

Monatlich produziert er durchschnittlich 40.000 Worte mit dem Ziel, innerhalb von drei bis vier Monaten die komplette erste Fassung eines Romans zu erreichen. Einer seiner Wahlsprüche lautet: The harder you work, the luckier you get. “Ich entwickle keine Plotstruktur im Voraus. Nicht mal wenn ich Dreiviertel des Buches geschrieben habe, weiß ich, wie es enden wird. Ich habe keine Lust über Privatdetektive oder forensische Pathologen zu schreiben. Ich mag Außenseiter, die neben der Spur sind.“

Er arbeitet äußerst diszipliniert, beginnt frühmorgens und schreibt täglich etwa 4000 Worte.

„Ich habe eine vage Storyidee, aber eine genaue Vorstellung von den Gefühlen, die ich erzeugen möchte. Ich treffe Entscheidungen über Ort und Zeit, in denen die Geschichte spielen soll. Die Spontanität und Offenheit einer nicht geplanten Handlung inspiriert mich. Ich steige tief in die Charaktere ein und manchmal ändern sie während des Schreibens unerwartet die Richtung, was die Story ändern kann. Ich liebe den Schreibprozess und ohne Outline ist alles viel interessanter.“ Alle Autoren, die so arbeiten, nennen ein bedeutendes Argument: Wenn sie nicht wissen, wie sich der Roman entwickelt, wird es der Leser auch nicht können. „Ich schreibe die erste Fassung komplett durch, schaue nie zurück und ändere nichts, bevor ich fertig bin. Dann lasse ich das Manuskript ein paar Tage liegen, bevor ich mit dem Bearbeiten beginne. Das kann Umschreiben bedeuten, Kapitel straffen oder anders anordnen, kürzen und ergänzen. Dann geht es an meinen Lektor.“

Seine Leidenschaft für die USA geht auf den jugendlichen TV-Konsum zurück. „Starsky and Hutch, Hawaii 5:0, Kojac usw. Bogart und Bacall waren Onkel und Tante für mich. Ich bin fasziniert von amerikanischer Politik. Ich war und bin häufig in den USA und es ist jedes Mal so, als kehrte ich heim.“ Offenbar fühlt sich Ellory auf der dunklen Seite am wohlsten. Denn sein USA-Bild in seinen Büchern ist alles andere als einladend.

Ellory wurde am 20.Juni 1965 in Birmingham geboren. Sein Vater verließ seine Mutter, die Schauspielerin und Tänzerin war, noch vor seiner Geburt. Mit ihr wuchs er bei seiner Großmutter auf bis seine Mutter 1971 starb. Unter Obhut der Großmutter besuchte er mehrere Schulen. Mit 16 schrieb er sich bei einer Birminghamer Kunstschule ein, um Graphik und Design zu studieren. Dann starb 1982 seine Großmutter, was ihn für einige Zeit ziemlich aus der Bahn warf und ihm mit 17 Jahren eine Haftstrafe wegen Wilderei bescherte. „Nach dem Tod meiner Großmutter lebte ich mit meinem Bruder in einem Haus, in dem es weder Elektrizität, Gas oder Wasser gab. Um zu essen, klauten wir ein paar Hühner und wurden erwischt. Wir kassierten drei Monate Knast. Das war ziemlich hart. Es waren die frühen 1980er mit Thatchers Schocktherapien für junge Straftäter.“ Er schlug sich mit Jobs durch und spielte in der Band The Manta Rays („die lauteste Band von Manchester.“), bis diese sich nach dem Tod des Schlagzeugers auflöste. Die Liebe zur Musik begleitet ihn bis heute: Er ist Sänger und Gitarrist der Band The Whiskey Poets. Damals begann er exzessiv zu lesen: Conan Doyle, Michael Moorcock, Tolkien, Ian Fleming und Stephen King gehörten genauso zu seiner prägenden Lektüre wie philosophische, psychologische Standardwerke und ostasiatische Religionsschriften.

Mit 22 Jahren – 1987 – begann er mit seinem ersten Roman. Das Schreiben wurde zur Manie: Bis 1993 verfasste er 22 Romane, schrieb ununterbrochen in diesen sechs Jahren mit der Ausnahme von drei Tagen, die er brauchte, um die Scheidung von seiner ersten Frau durchzuführen. Alle Romane wurden abgelehnt. Er hatte sich zwischen zwei Stühle gesetzt, da er als britischer Autor Romane verfasste, die in den USA spielten mit amerikanischen Personal bestückt waren. Als hätten dies nicht zuvor und erfolgreich andere Autoren getan (z,Bsp. Tim Willocks, Lee Child oder James Hadley Chase).

Er erhielt von Verlagen beiderseits des Atlantiks über 300 Absagen.
Frustriert beendete er seine schriftstellerische “Karriere”. Bis August 2001. Da nahm er erstmals einen Bürojob an und lernte, mit einem Computer umzugehen. Das Erstellen eines word-documents begeisterte ihn, und er begann wieder zu schreiben. „Sechs Jahre schrieb ich alles mit der Hand, aber nun nur noch mit Computer. Ausgenommen auf Reisen. Aber dann speise ich anschließend alles in den PC.“ Bis ins folgende Jahr verfasste er drei Romane, darunter CANDLEMOTH, der als „Erstling“ von Orion veröffentlicht werden sollte. Der Roman wurde für den Ian Fleming Steel Award nominiert (wie auch der vierte, CITY OF LIES, 2006). Seitdem wurde er für viele weitere Preise, die international inzwischen inflationär verteilt werden, nominiert und gewann auch irgendwelche nicht weiter aussagekräftige. Inzwischen sind über drei Million Exemplare seiner Romane verkauft worden, die in 25 Sprachen übersetzt sind.

2012 kam es zu einem Skandal, mit dem er seine Satisfaktionsfähigkeit aufgab: Der Thriller-Autor Jeremy Duns (guter Autor!) überführte Ellory der Amazon-Manipulation. Dieser hatte unter falschem Namen positive Bewertungen seiner eigenen Bücher geschrieben. Aber was noch mieser war: Er hatte andere Autoren (Mark Billingham, Stuart MacBride) schlechtgemacht – auf miese Art und Weise. Nachdem Duns die Geschichte öffentlich gemacht hatte, kam Ellory verständlicher Weise ziemlich unter Druck. Sogar die CWA sah sich genötigt, dazu Stellung zu nehmen. Ellory sah sich genötigt, sich öffentlich zu entschuldigen. Die Betroffenen bemüht die Entschuldigung an. Aber machen wir uns nichts vor: so eine miese Sache bleibt für lange, lange Zeit kleben und wird auch vieles Verdienstvolles überschatten.

Der Schrei der Engel von RJ Ellory

Dabei ist die Motivation rätselhaft, denn Ellory war ja inzwischen erfolgreich und hatte weder Eigenlob noch die üble Nachrede an Mitbewerbern nötig. Ähnlichen Schwachsinn hatte zuvor schon der renommierte Historiker Orlando Figes verbrochen.

„Mich interessiert nicht, ob der Leser sich noch an den Plot, den Titel oder die Charaktere erinnert. Ich möchte, dass er sich noch nach Jahren daran erinnert, was er bei der Lektüre empfunden hat.“

Sein Rat an angehende Autoren: „Ich glaube, das schlechteste Buch, das man schreiben kann, ist ein Buch, das den Leuten gefallen soll. Ich glaube, das beste Buch ist eines, das man selber lesen möchte. Schreib ein Buch über etwas, dass dich wirklich interessiert, denn dein Enthusiasmus wird durchscheinen. Mich interessieren häufig Stil und Sprache mehr als der Plot. Aber gute Geschichten kommen von Menschen und ihren Erfahrungen, nicht von Formeln und Regeln.“

Der Goldmann Verlag hat nur drei Titel (von inzwischen 13) übersetzen lassen. Dann war Schluss mit Lustig. Zu geringe Absatzzahlen hatten wohl die Kalkulation der umfangreichen Bücher mit ihren hohen Übersetzungskosten schwierig gemacht.

Aber wenn ein Unternehmen wie Bertelsmann/Random House mit seiner ökonomischen Potenz (jede Menge schmutziges Geld durch RTL) nicht mehr dazu bereit ist, im deutschen Markt gelegentlich an einem Qualitätsautor festzuhalten, um ihn langfristig durchzusetzen, dann wird es düster. Dann wird wohl auch der letzte anspruchsvolle Leser zu englischen Ausgaben greifen müssen.

Ein letztes Wort von J.R.Ellory: „Ich habe nie vergessen, was es heißt, die Frustrationen zu erleben bis man veröffentlicht wird und was es kostet, mit dem woran man glaubt, weiterhin veröffentlicht zu bleiben. Ich schreibe für mich, ich schreibe für Leser. Falls ich jemals für Geld schreibe, weiß ich: Es ist vorbei. Ich glaube nicht, dass dieser Tag je kommt.“


Selbst im kleinen Holland wird Ellory regelmäßig ins Flämische übersetzt

INTERVIEW ZUM BUCH:

What was the first inspiration for SIMPLE ACT OF VIOLENCE

Well, when I was in my early teens I was consumed by an interest in such films as ‚All The President’s Men‘, ‚The Conversation‘, ‚French Connection‘, ‚Serpico‘, ‚Three Days of the Condor‘ etc., that gritty neo-realist movement driven by people like Lumet, Pakula, Coppola and Friedkin. I was so interested in these subjects that my first career path was towards journalism, especially investigative journalism. Anyway, I had just completed a very, very different book (‚A Quiet Belief in Angels‘), and I really felt that I wanted to write something of this nature. I had already covered such things as Watergate, the Kennedys, police corruption, the KKK and death row, and a grander scope appealed to me. I started to look at significant political events in the past fifty years, and the thing that really drew me to Nicaragua was the fact that it was US intervention in another country. Like Vietnam, like Salvador, here we had a nation involving itself in another country’s politics, so much so that they murdered many thousands of people, rigged elections, destabilised the economy, and all for the usual reasons – money, political control, natural resources. It was the grand scale of it that pulled me, and it was also an opportunity to take on another monolithic myth, the CIA.

…and what pulled the trigger?

When I first started looking at the CIA and realized that they had been involved in illegal invasion, political subversion, Black Ops., military actions, assassinations and coup d’état operations in over forty countries just since the end of the Second World War. That’s just what is documented and known about. It’s the big lie hidden in plain sight.

.Everything comes together so „smoothly“ in the plot. When did you get this perfect control of the plot? As I´ve learned, you don´t write layouts or exposés and the direction of a book can change even in the middle of a book.

I don’t know that I ever get complete control of it! As you say, it is not worked out from a synopsis. I just write it. I work it out as I go along. Things change. Things have to move around. I write it start to finish in one go, never going back over what I have written. Once I am done and I know the end, then I go back to the start and fix all those things that don’t make sense. I know it may not be the usual way to work, nor perhaps the best, but I think the way you work is the way you work, and you have to work whichever way suits your thinking processes. For me, a book is a very intense activity, very fast (I usually get a first draft done in about 10-12 weeks), and I am sort of in the story, living within it, and even when I am not writing I am thinking about the next chapter, the one after that. The plot evolves, and I evolve my thinking with the plot. I really don’t want to sound like an expert because I don’t consider myself one, and I am learning all the time. It is a spontaneous and organic thing rather than a planned and methodical approach, and it’s just related to the way my mind works.

 

As in your other books: You are brilliant with the names of your characters. Do you find these names easy? How important is it to you to get the names right?

That’s a really interesting question, because it is really important. The question I ask myself is, ‚Does this name suit this person?‘ and ‚Does this contribute to the ‚realness‘ of the character?‘ For me, as I have said before, the key issue with any novel is the emotion of the thing. The first thing I decide when I embark upon a new book is ‘What emotions do I want to create in the reader?’ or ‘When someone has finished this book and they think about it some weeks later, what do I want them to remember…what emotion do I want them to feel when they recall reading the book?’ That’s key for me. Those are the books that stay with me, and those are the books I am constantly trying to write. There are a million books that are brilliantly written, but mechanically so. They are very clever, there are great plot twists, and a brilliant denouement, but if the reader is asked three weeks after reading the book what they thought of it they might have difficulty remembering it. Why? Because it was all very objective. There was no subjective involvement. The characters weren’t very real, they didn’t experience real situations, or they didn’t react to them the way ordinary people react. It was more of a puzzle-solving exercise than a real emotional rollercoaster. In fact, some of the greatest books ever published, the ones that are now rightfully regarded as classics, are books that have a very simple storyline, but a very rich and powerful emotional pull. It’s the emotion that makes them memorable, and it’s the emotion that makes them special. Character is everything for me, so a book should be filled with the blood of the character, at least figuratively speaking! I have to feel that the person is real, that they could be real, that such a person could actually exist out there in the world and that they would react this way under such pressures. In writing this book it changed along the way, as all my books do, and they change because the characters become that much more real, and thus they actually begin to inform and influence the direction of the story. I don’t want that to sound pretentious, you know, but I am always working against an emotional barometer. If I don’t feel it, then the reader won’t. Personally, I have a major issue with central characters who are always right, who leap to the wildest conclusions about things, and are then proven right. Coincidences are very rarely coincidences in life, and police work is not based on luck or coincidence or anything else! People are not like that at all, either. They make mistakes constantly. We are all the same in that respect. So it really does start with the name. If I don’t believe in the person, then I am fooling myself if I think that my readers will believe in them.

 For me as reader, I didn´t like it to leave Robey forever (of course: it was inevitable). He was a kind of a Byron-hero. Can you remember how you „met“ him?

John Robey is the name of Cary Grant’s character in Hitchcock’s ‚To Catch A Thief‘, but with a different spelling. I wanted to give a nod of respect to Hitchcock, for he was another major influence on my storytelling. I have written a number of very different books, but the thread that ties them all together is ‚ordinary person in an extraordinary situation‘. That’s the Hitchcock theme, from ‚Strangers on a Train‘ to ‚North by Northwest‘ to ‚Rear Window‘. That was the simple reason for doing that. As for Robey himself, he was always going to be the prime mover in this drama. At the very heart of it, we have a love story between Catherine Sheridan and John Robey. It’s a love for one another, but also a love for country, for an ideal, for a belief. We so often take the wrong road to get to the right place, but what happens when we arrive at the ‚right place‘ and realize that this is also wrong? It’s a book about shattered trust, about compromising for a really important reason, and then finding out that the reason was a lie. Robey, himself, was a single man representing the whole rationale of the story, and – in a lot of ways – he had to think the way I think, and he had to react in the way I believed I would have done had I been in such a situation. All the way through I was asking myself, ‚If this was me, what would I do?‘ In a way, strange though it may sound, writing a character like that is a voyage of self-discovery because you find out things about yourself.

I hate the usual love stories in every kind of fiction. I think with Miller and his love interest you really kept the balance on a fine line. Is it easy or tough for you to write about love in these kind of context?

That also makes me smile, because I love to write love stories because they are so easily screwed up, and sometimes they are done so badly! Balance is the exact word. It is the same balance you have to find when writing a novel that deals with past events and history. Enough history to tell the story, not so much that it slows down the story itself. So it is with love, and – once again – it comes back to reality. Does it feel real? Does it work? Does it seem credible and genuine and would people really talk this way and act this way and think this way? Those are questions I am asking all the time. I want to create characters that feel like actual people, and when you finish the book you have to leave them behind and you feel like you are losing a friend, even when that friend is a little crazy!

 

 

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