Martin Compart


OFFENER BRIEF AN ARTE BEZÜGLICH DER DOKU ÜBER BOKO HARAM AM 20.11.18 by Martin Compart

Sehr geehrte Damen und Herren,

als alter ARTE-Fan hat mich diese Doku über „Nigerias Terrorgruppe“ sehr erbost. Besonders, da sie in den ersten beiden Dritteln aus der weitgehend treffenden Analyse der Ursachen für das Erstarken Boko Harams getragen wurde. Leider wurde es versäumt darzustellen, dass das autoritäre Regime Nigerias von den Interessen internationaler Konzerne und denen von Europäern und Amerikanern errichtet wurde und gestützt wird. Dass ehemalige Kolonialmächte im Dienst der Konzerne autoritäre Staaten in Afrika ermöglichen und stützen, ist inzwischen eine Binsenweisheit.

Aber was mich wirklich erbost hat, war die Berichterstattung über angebliche militärische Erfolge gegen Boko Haram durch das nigerianische Militär zusammen mit französischer Waffenkraft und Truppen der Anrainer-Staaten.

Es wurde zwar weitgehend in der internationalen Presse verschwiegen, aber jeder, der sich nur ein wenig für Nigeria interessiert, weiß, dass es südafrikanische Söldner waren, die Boko Haram fast komplett besiegt hatten.
Diese 250 Söldner von STTEP (von der nigerianischen Regierung verpflichtet) beendeten den Terror von Boko Haram im Nordosten Nigerias innerhalb von vier Monaten (!)in 2015. Und dann erging es Ihnen und ihrem Oberbefehlshaber Eeben Barlow ähnlich wie der Söldnerfirma Executive Outcomes in Sierra Leone: Sie wurden auf Druck der Amerikaner und Nicht-afrikanischen Interessen entlassen und nach Hause geschickt.
Bei den Kämpfen gegen Boko Haram hatten sie einen Toten zu beklagen.

Kurze Zeit später kam der Terror von Boko Haram zurück und dehnt sich seitdem in West- und Zentralafrika aus.
Was dem bisher mit europäischer und amerikanischer Unterstützung militärisch entgegengesetzt wird, ist nicht sonderlich effektiv gemessen an der Leistung von STTEP.

Darüber wurde in Ihrer Dokumentation kein Wort verloren.

Bösartig könnte man diese Informationsunterschlagung als Fake News bezeichnen.
Ihr enttäuschter (weiterhin) Zuschauer,

Martin Compart

Informationen zur Situation der Söldner gegen Boko Haram gab und gibt es auch in meinem Blog; z.Bsp. unter:

https://martincompart.wordpress.com/2015/07/16/barlow-spricht/

https://martincompart.wordpress.com/2015/05/21/nigeria-ohne-sudafrikanische-bluthunde/

Der Arte-Beitrag unter:
https://www.arte.tv/de/videos/061651-000-A/boko-haram-nigerias-terrorgruppe/

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NIGERIA OHNE SÜDAFRIKANISCHE BLUTHUNDE? by Martin Compart
21. Mai 2015, 12:46 pm
Filed under: Afrika, BOKO HARAM, Eeben Barlow, Politik & Geschichte, Söldner | Schlagwörter: , , ,

“Sometimes foreign mercenaries have been saviors—for instance in Sierra Leone, when a privately hired helicopter-gunship crew helped to save the capital, Freetown, from falling into the hands of hand-chopping rebels in 2000.”

the Economist

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Natürlich lobt Colonel Barlow die nigerianische Armee: „“We did not develop the strategy to destroy the enemy. This was done by the Nigerian Army division commander in the area of operations who gave us his intent, guidelines, and restrictions.”
Das sieht der neue Präsident Nigerias, General Muhammadu Buhari aber ganz anders: Am 18.Mai sagte er (mit weltweiter Aufmerksamkeit der Presse – außer in Deutschland): “The military has never been so incapacitated like now. It is a shame that the Military cannot secure 14 out of the 774 local governments in the country.What is more worrisome is the fact that Nigeria’s military has to rely on South African mercenaries before it could gain recent success in the war against Boko Haram. This situation is shameful and unacceptable.“

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Momentan ist unklar, ob Barlows STTEP-Söldner oder Cobus Claassens PILGRIMs in aktive Kämpfe verwickelt sind. Nach den Erfolgen im Kampf gegen Boko Haram seit Februar, hat es in der letzten Woche einige Rückschläge gegeben. Und da Barlows Drei-Monate-Vertrag im April offiziell ausgelaufen war, fliegt STTEP natürlich unter dem Radar. Tatsache ist, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass selbst ein militärischer Gigant wie Barlow innerhalb eines Monats aus dem traditionellen Sauhaufen, der die nigerianische Armee ist (und dies in zahlreichen erfolglosen UNO-Missionen bewiesen hat) eine Siegertruppe gemacht hat. Stattdessen scheinen sich die Vermutungen zu bestätigen, dass die Stoßtrupps der Söldner (vielleicht die 72 Strike Force), unterstützt durch einheimische Scouts und mit einigen Nigerianern integriert (ähnlich wie schon in Sierra Leone) nachts angreift und die Stellungen von Boko Haram nimmt, während dann am nächsten Tag mit großem Gegröle die nigerianische Armee in die eroberten Stellungen einrückt. Im Idealfall können sie dann die Stellungen halten, während die Söldner dem Feind nachsetzen und den Druck auf ihn erhöhen. “The strike force was never intended to hold ground. Instead, it operated on the principle of relentless offensive action.”, gibt Barlow indirekt zu.

c054316998ca2596d158f3931d9663bc_400x400[1]Die nigerianische Armee, die 2014 von amerikanischen Ausbildern effektiv gemacht werden sollte und es genauso wenig wurde wie schon zuvor die südvietnamesische oder irakische, fällt seit dem offiziellen Ende von Barlows Vertrag durch Rückschläge auf. Stattdessen gibt es Prozesse gegen Angehörige wegen Verstöße gegen die Menschenrechte. Für Zivilisten ist sie seit Jahren fast so gefährlich in ihren Übergriffen wie Boko Haram (auch hier eine Parallele zu Sierra Leone).

Falls sich STTEP und PILGRIM auf Druck der Amerikaner aus Nigeria zurück ziehen müssen, würde das die These bestätigen, dass Amerikaner und Franzosen an einem dauerhaften Konflikt zur Destabilisierung der Region interessiert sind. Denn in diesem Windschatten können ihre Konzerne die Bodenschätze von der Sahelzone bis zur Zenralafrikanischen Republik (de facto ein Satellitenstaat der Franzosen) und darüber hinaus weiterhin billig und ohne chinesische Konkurrenz ausbeuten.

STTEP (das ausschließlich Afrika als Einsatzgebiet in seinen Statuten zulässt) mag für afrikanische Staaten ein wünschenswerter Partner sein, ist aber konträr zu den neo-kolonialen Interessen der Amerikaner und Franzosen. Insofern ist die Existenz von Boko Haram (und anderen destabilisierenden Terror-Organisation) erwünscht. Wie Vampire leben sie vom Blut anderer. Barlow ist zu klug, um sich dazu zu äußern. Aber er ist als Pan-Afrikaner bekannt, der nicht Müde wird, darauf hinzuweisen, dass nur die Afrikaner ihre Probleme (ohne Auflagen von Weltbank und anderen Konzern gesteuerten Institutionen) lösen können. “Like elsewhere on the continent, the majority of the security problems will continue to be driven by socio-political factors and motivated at times by extremism.”

Der nützliche Idiot im Weißen Haus hat natürlich eine bessere Erklärung. Er sagte am 19.Mai in der U.S. Coast Guard Academy: „I understand climate change did not cause the conflicts we see around the world, yet what we also know is that severe drought helped to create the instability in Nigeria that was exploited by the terrorist group Boko Haram.“

FUTURE CONFLICTS AND WARS IN AFRICA by Eeben Barlow (2013):

http://eebenbarlowsmilitaryandsecurityblog.blogspot.de/2013/12/future-conflicts-and-wars-in-africa.html?m=1

Hier einer der besten Hintergrundsberichte! Unbedingt ansehen!



DIE BLUTHUNDE DER APARTHEID SIND ZURÜCK by Martin Compart

„I believe that only Africans (Black and White) can truly solve Africa’s problems.
It is ironic that when the West uses companies such as ours, they are PMCs. When African governments use an African company with a record of success in ending conflicts and wars, we are labelled ‘mercenaries‘. African governments have come to realise that there is a reason why a defunct company is still being targeted and STTEP blacklisted: Peace in Africa is bad for business and foreign policies.The ending of Boko Haram will be political and economical in nature, as you cannot kill an aspiration. Like elsewhere on the continent, the majority of the security problems will continue to be driven by socio-political factors and motivated at times by extremism.“

Eeben Barlow

„STTEP was contracted by the government of Nigeria! How this differs so much from the myriad of American private military companies who contract in Iraq and Afghanistan is hard to fathom.“

Jack Murphy

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Glaubt tatsächlich jemand, die militärischen Erfolge gegen Boko Haram in den beiden letzten Monaten seien Resultate der Nigerianischen Armee und seiner Verbündeten Tschad, Niger und AFRICOM?

Ist wohl das falsche Bild.

Ist wohl das falsche Bild.

Vielleicht wurde die Kampfmoral von Boko Haram ja auch durch Michelle Obamas gnadenlosen Einsatz für die entführten Mädchen gebrochen: In selbstloser Opferbereitschaft hatte die First Lady ja eine eigene special operation durchgeführt: Sie hatte getwittert: „Bring back our girls“. Das ist zwar schon ein Jahr her, aber der Schock bei Boko Haram könnte sich natürlich erst jetzt auswirken (und zur Auflösung der vermeintlichen Gotteskrieger führen).

Gut inszenierte Auftritte der Armee des Tschad, wie etwa für eine Reportage auf ARTE, zeigen eher einen lächerlichen Haufen wild gestikulierender DsdS-Bewerber als harte Kämpfer nach zermürbender Schlacht. Die plötzlichen Erfolge haben einen ganz anderen Grund: Seit Januar sind südafrikanische Söldner als „Ausbilder“ und Co-Ordinatoren im Spiel. Ein Anlass für mich, sich mal intensiv mit Nigeria und dem afrikanischen Kriegsschauplatz zu beschäftigen. Das wird hier in Kürze seriell passieren.

Besonders auch deshalb, weil mein hoch geschätzter Eeben Barlow wieder dabei ist.
siehe: https://martincompart.wordpress.com/2009/10/08/gute-soldner-jenseits-von-blackwater/
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Der Chairman von STTEP wird mit seinen (in Angola und Sierra Leone entwickelten und seitdem verfeinerten) Strategien und Taktiken mal politisch unkorrekt gewürdigt.
Zu seinen Aufgaben gehört neben Training der Soldaten die Aufstellung von Stoßtrupps. Integration der Söldner und die strategische Ausrichtung zur Vernichtung von Boko Haram (zumindest in Nigeria). Und am Ende soll STTEP die entführten Mädchen befreien; das letzteres der Endpunkt seiner Aufgaben ist, wurde nicht von ihm, sondern von der nigerianischen Regierung beschlossen. Da sieht man, wo die Prioritäten sind.

Im Groben läuft Barlows Pressure-Strategie so ab: Immer nachsetzen, ohne eine Pause. Erschöpfte Verbände werden sofort ersetzt. Hat man die Verfolgte in einem genehmen Kampfgebiet, schneidet man ihnen durch „Froschhüpfen“ (Gunboats bringen Verbände in den Rücken des Feindes) die unerwünschten Fluchtmöglichkeiten ab oder kesselt sie ein. In Nachtangriffen erledigen die Stoßtrupps mit anderen koordinierten Waffengattungen (darunter „integriert“ die Söldner) den Feind. Am nächsten Tag zieht dann die offizielle nigerianische Armee in Begleitung der Weltpresse ein und läßt sich bejubeln.

South African and former Soviet bloc mercenaries have joined the war in Nigeria against Boko Haram in what many will see as a return to the dark days of the White Man in Africa.

South African and former Soviet bloc mercenaries have joined the war in Nigeria against Boko Haram in what many will see as a return to the dark days of the White Man in Africa.

STTEP (Specialized Tasks, Training, Equipment and Protection) wurde 2006 von Veteranen der Südafrikanischen Streitkräfte gegründet. Ziel war das durch Executiv Outcomes Auflösung entstandene Vakuum einer rein auf Afrika beschränkte private Militär- und Sicherheitsfirma zu füllen.
STEPP versucht unbemerkt zu bleiben (was ihr bis Nigeria wohl auch vortrefflich gelungen ist), arbeitet nur für afrikanische Auftraggeber und nennt keine Kunden.

Barlow wurde 2009 Chairman. Er legt einen Schwerpunkt auf die Ausbildung von Streitkräften, die bisher unzureichend von offiziellen Ausbildern der USA, aus europäischen Staaten oder von der UNO trainiert wurden. Barlow bemängelt vor allem schlechtes Training, falsche Anweisungen, Mangel an Strategie, kein Verständnis für ethnische, religiöse, kulturelle und sprachliche Unterschiede. Diese Nicht-Afrikaner hätten in der Regel kein Verständnis für die Konfliktursachen. “Much of this training is focused on window-dressing, but when you look through the window, the room is empty.”

Anfang Januar 2015 traf ein Vorauskommando von STTEP in Nigeria ein um aus den Streitkräften geeignete Leute für die Strike Force auszuwählen. Parallel zur Ausbildung wurden Söldner und Equipment ins Land gebracht. „It is a mobile strike force with its own organic air support, intelligence, communications, logistics, and other relevant combat support elements, Our relationship with the Nigerian government and the Nigerian Armed Forces is very good, and as fellow Africans, they recognize the value we have added thus far at the strategic, operational, and tactical levels“, sagt Barlow, der nicht bestätigt, daß es sich vermutlich um die „72 Strike Force“ handelt. Jetzt begann das intensive Training. Barlow und seine Leute sind dafür berühmt und berüchtigt, dass sie innerhalb kürzester Zeit eine effektive und einsatzfähige Kampftruppe ausbilden.
STTEP brachte auch eine eigene Luftwaffe mit, die zur Strike Force gehört und von deren Kommandanten die Einsatzbefehle erhält. Eine eigene Aufklärung, die ihre Erkenntnisse auch der nigerianischen Armee mitteilt, gehört ebenso dazu. Darunter sind exzellente Spurenleser (die ebenfalls in der SADF eine wichtige Rolle spielten), die an den Fährten des Gegner zum Beispiel ablesen, ob er mit oder ohne schweren Gerät unterwegs ist.

http://www.amazon.de/Executive-Outcome-Against-All-Odds/dp/191985441X/ref=sr_1_cc_1?s=aps&ie=UTF8&qid=1430334373&sr=1-1-catcorr&keywords=eeben+barlow

Die Strike Force wurde in einem abgelegenen Gebiet in Taktiken und Techniken trainiert, die ihren Ursprung in denen der südafrikanischen Streitkräften hatten, die sie in den Border Wars in den 1980ern entwickelten und die in den 1990ern von Executive Outcomes weiter ausgereift wurden. Sie sind Kern von Barlows Konzept des „ununterbrochenen Nachsetzens (relentless pursuit).

Durch die Erfolge in 2014 hatte Boko Haram Mitte Januar 2015 insgesamt über 20 000 Quadratmeilen Nigerias besetzt; darunter die wichtigen Grenzstädte Malam Fatori und Baga. Die anhaltenden Erfolge von Boko Haram sorgten dafür, dass sich die Ausbildung der Strike Force weniger auf Rettungsmissionen konzentrierte und mehr auf Angriff. Ende Februar hatte die Strike Force ihren ersten erfolgreichen Einsatz, über den sich Barlow ausschweigt. Baga?

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Es ist schon bemerkenswert, dass just mit dem Eintreffen der Söldner eine offensive Allianz zwischen Nigeria und den Nachbarstaaten zustande kam. Hauptgrund war aber sicherlich, dass Boko Haram im Februar sein Banditenwesen auf Niger und Tschad ausdehnte. Das sind schon bemerkenswerte Strategen, die sich potentielle Rückzugsgebiete abschneiden. Aber die Soldaten aus Niger und dem Tschad gingen wohl erst zu Kampfhandlungen über, als die Söldner und ihre ausgebildeten Stoßtrupps einsatzbereit waren. Überfälle auf die Nachbarstaaten gab es 2014 einige.

Wie in Sierra Leone wiederholt sich auch in Nigeria das alte Spiel: Kaum hat Barlow mit seinen AFRIKANERN Erfolg, üben die USA Druck aus, damit die Regierung von Nigeria ihn wieder heraus wirft. Kriege zu beenden, eine Spezialität von Barlow und südafrikanischen Söldnern, ist den Amerikanern nämlich nicht genehm. Denn zum einen ist es profitabler, Kriege zu führen als diese zu beenden, und zum anderen könnte man (in diesem Falle afrikanische Staaten) sich fragen, mit welcher Berechtigung die USA ihre Drohnen-Forts und andere Stützpunkte in der Sahelzone weiter betreibt und ausbaut.

Mitbekommen haben die deutschen Mainstream-Medien kaum, was sich da im letzten Vierteljahr im Nordosten Nigerias getan hat. DER SPIEGEL hat nicht mal erwähnt, dass „die Bluthunde der Apartheid“ wieder losgelassen sind. Immerhin wurden ein paar Postillen wachgerüttelt, als über den Tod eines „weißen südafrikanischen Söldners“ zu berichten war. Nämlich über den Tod des 59jähtigen Leon Lotz. Er war einer aus Barlows STTEP-Truppe und schon bei EXECUTIVE OUTCOMES dabei. Großes Getöse um die Rückkehr der weißen Rassisten! Offiziell war er für die Schulung an Panzerfahrzeugen zuständig. Merkwürdige Aufgabe für einen ehemaligen Agenten, von Koevoet (Brecheisen, denn das ist ein Koevoet), der Gegenterrorismus-Abteilung des Apartheidregimes.

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Lotz Fahrzeug wurde am 9.März in der Nähe der umkämpften Stadt Borno (die Informationen sind mal wieder widersprüchlich) im Nordosten Nigerias versehentlich von einem nigerianischen Panzer an einer Straßensperre abgeschossen. Mit ihm starb sein schwarzer Fahrer und mehrere nigerianische Soldaten. Wie man die eigenen Leute umbringt, lernt man durch niemanden besser als durch US-Ausbilder. Keine andere Armee der Welt hat mehr eigene Soldaten umgebracht als die amerikanische (alleine in Vietnam waren es 18% der 58.220 getöteten GIs; im Irak und in Afghanistan über 20%).
Die deutschen Medien reihten Lotz bei der südafrikanisch-britischen Söldnerfirma PILGRIM ein, was nicht stimmte. PILGRIM AFRICA wird übrigens von Barlows altem EO-Mitstreiter Cobus Claassen geführt – aber dazu demnächst mehr.

Über den Tod von Lotz konnten sich jedenfalls die Medienkellner – oder wie Barlow sie nennt: Medienhuren – (bis hin zur WASHINGTON POST) prächtig ergiften: War da doch ein weißer, rassistischer Südafrikaner mit bösem Vorleben im Apartheit-Regime umgekommen (und was hatte er eigentlich beim Morden der Schwarzen zu suchen?).

Über den zweiten STTEP-Söldner, der zusammen mit Lotz im selben Fahrzeug getötet wurde, erfuhr man kein Wort. Sein Name war Nangombe und er gehörte zu schwarzen Mehrheit von STTEP. Aber was interessiert unsere Medienkellner schon tote Nigger? Ganz abgesehen von den nigerianischen Soldaten, die ebenfalls im Fahrzeug umkamen.

Wer sind hier eigentlich die Rassisten?

Von denen findet mal wohl mehr in der Springerschen Desinformationspresse als auf afrikanischen Schlachtfeldern (Regionen, die – frei nach Scholl-Latour – diese feige Bande nicht bereist).

P.S.: Zwei Tage nach diesem Blog-Beitrag, erkennt auch die FAZ die Realitäten an: „…Die neue Schlagkraft ist nach Einschätzung von Beobachtern in Nigeria vor allem dem Einsatz südafrikanischer Söldner geschuldet… Die maßgeblichen Akteure sind dort nach übereinstimmenden Angaben die Südafrikaner Eeben Barlow und Cobus Claassens…“

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/befreiung-entfuehrter-maedchen-die-neue-schlagkraft-der-nigerianischen-armee-13566536.html

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Die wichtigsten Erkenntnisse hier basieren auf einen Artikel von Jack Murphy, deren Nutzung mir Jack freundlicherweise gestattet hat. Seine stärker in die Tiefe gehenden Zeilen finden sich unter:

http://sofrep.com/40608/eeben-barlow-south-african-pmc-devestates-boko-haram-pt1/

Jack, gebürtiger New Yorker, ist ein Ex-Sniper und Special Force, der 2010 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist um Politologie an der Columbia zu studieren. Jack ist nicht nur Autor von Sachbüchern zum Thema, er schreibt auch die Liquid Sky- Military-Action-Serie über den Söldner Deckard.

„The PROMIS series: It is military fiction that takes place in the recent past starting with the Vietnam war and progressing through Rhodesia, South Africa, and eventually into the Middle East and Europe as the career of professional mercenary, Sean Deckard, is chronicled.“

Seine Page: http://reflexivefire.com/about/

Im NEW PULP-Magazine ist ein Interview mit Jack zu seinen Romanen und den New Pulp Movement:http://www.newpulpfiction.com/2011/12/double-ought-pulp-new-wave-of-military.html#comment-form

http://www.amazon.de/Direct-Action-A-Deckard-Novel/dp/1495405192/ref=pd_sim_eb_2?ie=UTF8&refRID=1JJXWVM0N8ESQS4RNSMD

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