Martin Compart


Michael Moorcocks COLONEL PYAT-Quartett by Martin Compart

Wie Lügen zur Wahrheit führen können, erzählt Michael Moorcock in seiner Pyat-Quartett, die eine einzigartige Mentalitätsgeschichte der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts projiziert.

Die Tetralogie gehört zu Moorcocks Meisterwerken! Und das bei einem Autor, der nicht gerade wenige Meisterwerke geschrieben und Fantasy und SF revolutioniert hat.

Zu seinen zahlreichen Verdiensten gehört auch die Antizipation des Steampunk mit seiner Oswald Bastable-Trilogie. Mit den Jerry Cornelius-Romanen erforschte er die Drogen getränkten Gehirnströme der Swinging Sixties, und seine Sword & Sorcery verband die Wucht von Robert E. Howard mit der Sensibilität von J.G. Ballard.

„All my early Elrics are like fantasies by Camus.“

Moorcock war als Herausgeber von NEW WORLDS für den kometenhaften Aufstieg der New Wave in den 1960er Jahren verantwortlich, in der William und nicht mehr Edgar Rice Burroughs die Koordinaten bestimmte. Stichwort: inner space. Neben anderen Aspekten reflektierte die New Wave natürlich auch die zeitgleiche Rock- und Drogenkultur der Jugendrevolte. Man wollte die Science Fiction der Sublimierungskultur entreißen.

Oder, wie es Brian Aldiss ausdrückte: „Moorcocks Energie und Ballards Vorstellungskraft sogen ein neues Publikum für die SF an.“

In den 1960er Jahren wurde er zum popkulturellen Regenmacher:
Without Moorcock neither today’s SF nor today’s fantasy nor today’s comic-book scenes would look anything like they do; and nor, arguably, would either Dungeons & Dragons, World of Warcraft or This Is Spinal Tap have been possible.„, stellte die FINANCIAL TIMES fest.

Seine enge Verbindung zur Pop-Musik schlug sich in der Zusammenarbeit mit Bands nieder, allen voran HAWKWIND.

Moorcock tanzte auf vielen Hochzeiten und machte überall eine gute Figur. Er verblüffte immer wieder durch Innovationen. So auch Anfang der 1980er, als er mit Colonel Pyatt begann („I have used fantasy and science fiction to experiment a little bit, to practice if you like before doing something slightly ambitious like the Jerry Cornelius books, the “Colonel Pyatt” novels are a sort of extension of the Cornelius books.“):

Maxim Arturovitch Pyatnitski alias Colonel Pyat ist ein interessanter Bursche: 1900 geboren und 1977 gestorben, nahm er bis in die 1940er Jahre (laut seiner vierbändigen autobiographischen Darstellung) an so manchen Ereignissen teil, die diese Epoche prägten: vom Russischen Bürgerkrieg bis Auschwitz führte ihn sein Weg durch die Zeit und drei Kontinente.

Seine persönlichen Aufzeichnungen wurden von Michael Moorcock zwischen 1979 (er fand erst 1981 einen Verlag, der den ersten Band druckte) bis 2006 in vier voluminösen Bänden herausgegeben.

Die autobiographischen Aufzeichnungen legen Pyats Charakter frei. Unbefangen – von Moorcock nur bei zu starken Entgleisungen abgemildert – teilt der Narziss alle Vorurteile und ideologische Verirrungen, die das Jahrhundert zum bisher blutigsten und geschmacklosesten in der Menschheitsgeschichte machten. Ohne Selbstzweifel trampelt der kokssüchtige Wissenschaftler durch jedes Dilemma, an denen natürlich immer die anderen Schuld sind, ohne zu erkennen, dass es genau Typen wie er waren, die aus dieser Zeit ein Schlachthaus machten.

Die Koksnase Pyat ist als Antisemit, ehemaliger Ku-Klux-Klan-Angehöriger, seiner Neigung zu sehr jungen Mädchen und Buben und Verehrer der SS alles andere, als ein Sympathieträger. Er identifiziert Schwarze, Tartaren, Papisten, Juden, Muslime, Katholiken und Sozialisten als Träger der großen Verschwörung Karthagos gegen das christliche Russland, die Monarchie und den Faschismus, die als einzige den menschlichen Fortschritt und die Eroberung des Kosmos garantieren!

Die Tetralogie wurde gelegentlich mit den FLASHMAN-Romanen von George MacDonald Fraser verglichen. Die augenscheinliche Überschneidung ist, dass es sich bei beiden Werken um Memoiren von Zeitzeugen handelt, die immer wieder in historische Prozesse verwickelt werden.

Aber der unsympathische Pyat ist – im Gegensatz zu Flashman – kein verlässlicher Erzähler, da er sich die Realität gerne zurecht biegt. Der Reiz bei diesem Ich-Erzähler liegt darin, dass er häufig die richtigen historischen Fakten präsentiert, aber aus ihnen die falschen Schlüsse zieht. Flashman ist ein extrem zuverlässiger Erzähler, der seine charakterlichen Defizite vor dem Leser ausbreitet und schonungslos mit sich selbst umgeht. Dagegen zeigt der Narziss Pyat psychopathische Züge.

Moorcock: „I always try to get the ‘tune’ right first in a book. The tone is the most important thing for me. Once I have the cadences, I can also begin on the form.

Wie umstritten dieses Werk ist, erkennt man auch daran, das Moorcocks amerikanischer Verlag Random House sich weigerte, den dritten und vierten Band zu veröffentlichen (die Amerikaner kamen erst Jahre später durch einen anderen Verlag in den Genuss der gesamten Tetralogie – was dem deutsch lesenden Publikum nach wie vor verwehrt bleibt).

Zwischen dem 2. und dem 3.Band machte Moorcock eine achtjährige Pause. Er begründete dies mit der aufwendigen Recherche für jedes Buch und die Schwierigkeit, in den Sprachduktus von Pyat zurück zu finden.

Leider ist bei uns nur der erste Band des Quartetts erschienen: Bastei-Lübbe veröffentlichte ihn 1984 unter dem Titel BYZANZ IST ÜBERALL in seiner damaligen Paperback-Reihe in einer vorzüglichen Übersetzung von Michael Kubiak und mit einem gruseligen Satzspiegel (ohne den die Reihe, in der Stephen King am deutschen Markt durchgesetzt wurde, sicherlich Kult-Status hätte).

So viele Moorcock-Fans, die auch härtere Kost vertragen, scheint es bei uns nicht zu geben. Obwohl Bastei-Lübbe damals den Jerry Cornelius-Zyklus vollständig veröffentlichte, wagte man sich nicht mehr an die anderen Colonel Pyat-Bände heran. Vielleicht schreckte man auch vor der Problematik des Sujets zurück… Überhaupt ist es eine Schande, dass es keinen Verlag gibt, der eine Gesamtausgabe dieses Autors macht, der zu den 100 einflussreichsten Schriftstellern der letzten hundert Jahre gehört. Nicht mal sein großer Roman MOTHER LONDON, der mit allem mithält, was Iain Sinclair oder Peter Ackroyd (die ihm viel zu verdanken haben) geschrieben haben. Aber in einer Zeit qualitativer Rationierung können Großverlage kaum noch Minderheiten bespielen.

Abenteuerliches gibt es genügend in dem Werk, das mit Pyats Kindheit und Jugend in Kiew, St.Petersburg und Odessa beginnt (wüsste man es nicht besser, könnte man glauben, Moorcock habe Zeit und Ort mit eigenen Augen gesehen, so eindrucksvoll sind seine Schilderungen; er nannte Babels Benya Krik-Stories als wichtigen Einfluss).

Natürlich gerät er in die brutalen Wirren des Bürgerkriegs (aber auch als genialer Erfinder von kurz funktionierende Flugmaschinen und einer Laserkanonen, kann er dessen Verlauf nicht ändern). Er flieht in die Türkei nach Konstantinopel (wo er sich eine 13jährige Roma kauft).
Dann geht es nach Rom, wo er sich von den Faschisten bewundern lässt, und weiter nach Paris, Seine großen Pläne werden seiner Meinung nach von der Karthago-Verschwörung sabotiert – und ab geht es in die USA, wo er beim Ku-Klux-Klan und schließlich in Hollywood landet. Dort arbeitet er zuerst als Techniker und Set-Designer, bevor er zum Star in Western-Serials aufsteigt.

Er befreundet sich mit Sam Goldwyn und entschließt sich, einen grandiosen Epos in Ägypten zu drehen. Natürlich geht alles schief, und es folgt eine irre Odyssee durch die übelsten Harems, regelrechte Vergewaltigungskerker, und Unterwelten Nordafrikas. In Cairo trifft er (natürlich) auch den nubischen Transvestiten Ibrahim al-Gharbi (hier al-Habashiya geheißen), der damals in der Region den Handel mit Sex-Sklaven beherrschte.
Die Szenen von Pyats Versklavung in al-Habashiyas bisexuellem Harem hätten von de Sade stammen können. Nachdem er der afrikanischen Hölle entkommen ist, geht er zurück nach Italien und macht seinen Weg in den inneren Zirkel von Mussolini, dem er verspricht, Land-Leviathane (eine immer wiederkehrende Topos von Moorcock) zu bauen.

Aber auch hier lauert überall Intrige und Gefahr.
Dank eines Geheimauftrages von Mussolini kann er das faschistische Italien verlassen. Die Geheimmission führt ihn nach München zu den Nazis und in die Arme von SA-Chef Ernst Röhm. Die Verstrickung in den „mysteriösen Todesfall“ von Hitlers Nichte Geli Raubal, bringt Pyat dann auch nach Dachau.
Um Hitler nach dem Tod seiner Nichte wieder sexuell auf Trab zu bringen, brachte Röhm ihn dazu, sich als Nutte zu verkleiden und den Führer zu verführen.
Brave Bürgererotik wird man bei Moorcock vergeblich suchen.

Wie man sieht: Die vier Bände sind ein pikaresker Roman, der oft starker Tobak ist, aber immer faszinierend das Zeitkolorit für unglaubliche Abenteuer und Interpretationen aufsaugt (‚the Holocaust . . . was not my fault . . . any more than it was Adolf Hitler’s]‘.

Die begleitenden Nebenfiguren (auch Mrs. Cornelius taucht immer wieder auf) unterfüttern die monströse Figur des Erzählers. Pyat gelingt es in den besten Momenten, die volle Idiotie dieser Ära vorzuführen, die uns bei der Lektüre von historischen Werken so nie bewusst wird. Wenn in Zeiten der Wirrnis Geschichte zum Wegweiser wird, dann sei vor diesen Pfaden gewarnt.

Michael Moorcock: „…and Pyat, of course, is about man’s inhumanity to man, to put it the broadest it will go. It’s actually about the Nazi holocaust. It was hard enough bearing the burden of death and suffering in the past, in which I forced myself to see every individual in every concentration camp picture, no matter how dehumanized they had become.


Byzantium Endures [1981]
The Laughter of Carthage [1984]
Jerusalem Commands [1992]
The Vengeance of Rome [2006])

Zu Moorcock siehe auch in diesem Blog:
https://martincompart.wordpress.com/2010/11/04/die-crux-mit-dem-hauptwerk-grundsatzliches-uber-michael-moorcock-3-von-alexander-martin-pfleger/




DAS GESPENST EINER WELT, DIE FREI SEIN KÖNNTE – Mark Fishers „K-PUNK“ by Martin Compart

Das Jahr ist noch jung – doch schon liefert die Edition Tiamat ein Buch, dass bereits jetzt zu den wichtigsten (deutschen) Erstausgaben des Jahres zu zählen ist: eine leicht gekürzte Ausgabe von Mark Fishers Blog-Beiträgen, die einmal mehr bestätigen: „Der beste kulturwissenschaftliche Autor seiner Generation“ (Los Angeles Review of Books).

Er nahm im Januar 2017 ds Recht auf seinen Freitod.
(https://martincompart.wordpress.com/2017/01/15/mark-fisher-ist-tot/)

Die Kernthese von Fishers Kulturkritik ist unsere Unfähigkeit eine Zukunft zu konzipieren, die radikal mit der Vergangenheit bricht (denn das weiß der Feudal-Kapitalismus zu verhindern).

Das vorliegende Buch ist eine Auswahl der Blog-Essays, die 2018 in England als K-PUNK. THE COLLECTED AND UNPUBLISHED WRITINGS OF MARK FISHER (2004-2016) erschienen sind. So etwas wie ein Nachlass, der die mitreißende Energie von Fishers Schreiben lebendig hält und süchtig machen kann. Das liest sich in der schwierigen Übersetzung ganz wunderbar.

Fisher, Mark
k-punk
Ausgewählte Schriften (2004-2016)
Edition Tiamat
Critica Diabolis 273
Aus dem Englischen von Robert Zwarg, mit einem Vorwort von Simon Reynolds
624 Seiten
32.- Euro
ISBN 978-3-89320-247-8
Erscheinungsdatum Februar 2020

Mit eurozentrischem Blick verdeutlicht Fisher in diesen Essays, dass der Klassenkampf längst einem Kulturkampf gewichen sei. Neben vielen Einflüssen demonstrieren besonders die frühen Blog-Beiträge den starken Eindruck des amerikanischen Neo-Marxisten Fredric Jameson und dessen „Theorie der Postmoderne“.

Da Fisher mit Institutionen gebrochen hatte und seine Veröffentlichungsmöglichkeiten gering waren, startete er 2003 seinen Blog K-PUNK (nach dem griechischen Wort kyber).

Wie könnte man einem Autor widerstehen, der Nenas 99 LUFTBALLONS als „apokalyptisches Karnevallied“ enttarnt?

Der Anschlag auf das World Trade Center war ein mutiger Versuch, Amerika vom 20.Jahrhundert zu befreien.“ (J.G. Ballard)

Mark Fisher ist der Alptraum akademischer Bluffer oder bluffender Akademiker: „So wie ich Theorie verstanden habe – nämlich vor allem vor dem Hintergrund der Popkultur – wurde sie in der Universität eigentlich verabscheut.

Sein – vom Punk inspiriertes – Ziel war es eine Art Pulp-Theorie zu schaffen, „die das Bedürfnis nach einer zentralisierten Kontrolle“ zerstört. Damit setzte Fischer mit den neuen Technologien fort, was die Situationisten mit ihren Methoden der Kommunikationsguerilla angestoßen hatten. Durch diese neuen Technologien waren deren Forderungen nach Abschaffung von Technokratie und Hierarchien in theoretischen Auseinandersetzungen weitgehend erfüllt.

Seine Methodik ist von Greil Marcus´ LIPSTICK TRACES bestimmt. Folgerichtig schreibt er darüber: „LIPSTICK TRACES war sich sicher, dass Pop nur dann Bedeutung haben kann, wenn er aufhört >nur< Musik zu sein, wenn Politik in ihm nachhallt, die nichts mit kapitalistischem Parlamentarismus zu tun hat und mit Philosophie jenseits der Universität.

Auch seine Texte zur Literatur sind sowohl erfrischend wie auch komisch erhellend: „Oder die Komik der Anfangsszenen in Kafkas DAS SCHLOSS, ein Roman, der weniger den Totalitarismus als die Wirklichkeit des Call Centers vorwegnimmt.“ So aktualisiert punk (oder Pulp Theorie) literarische Rezeption!

Auf geradezu wahnwitzige Weise analysiert er im Verbund Patricia Highsmith´ Mr.Ripley mit Glam-Rock – und überzeugt! Denn Tom Ripley ist als gesellschaftliches Nichts seine beste Fälschung gelungen:
Ein „Thomas Ripley, der unabhängig und reich ist… Ripleys Entwicklung gleicht auf unheimliche Weise der von Brian Ferry. ROXY MUSIC und FOR YOUR PLEASURE, diese Übungen im Er- und Verlernen von Akzenten und Umgangsformen sind die Pop-Äquivalente von DER TALENTIERTE MR. RIPLEY. Kleidung, Auftreten und Stimme sind vorgetäuscht… STRANDED und die darauffolgenden Alben sind hingegen das Pendant zu den späteren Romanen; hier ist der Erfolg bereits vorausgesetzt…

Einer seiner (und meiner) Lieblingsautoren ist J.G.Ballard.

An seinem Werk sieht er in den Veränderungen auch eine Bestätigung eigener theoretischer Positionen: „Die Umweltkatastrophen in Ballards frühen Romanen werden von den Figuren meist als Chancen begriffen, um sich der drögen Routinen und Protokolle der sesshaften Gesellschaft zu entledigen… Katastrophen sind nun (in späteren Romanen) die Katastrophen der Medienlandschaft – jener Raum, in dem sich die Menschen inzwischen primär aufhalten.

Über David Peaces neo-proletarische Romane schreibt er nach bestechender Beweisführung: „Peace schreibt eine geheimnisvolle Geschichte der Gegenwart, indem er die jüngste Vergangenheit simuliert.

Politisch einleuchtend erklärt er das Jahr der großen Bergarbeiterstreiks (bei denen auch MI5 auf Seiten der Reaktion mitmischte), 1985, als das „Jahr einer katastrophalen Niederlage, deren Ausmaße erst nach einem Jahrzehnt sichtbar wurden. (Vielleicht erst mit der Wahl von New Labour zementiert)“.

Dieses „schlechteste Jahr des Pop“ (der Text ist aus 2005) hat es ihm auch so angetan, weil es das Jahr von Live Aid war, dem „Beginn eines falschen Konsens´ , der kulturelle Ausdruck des globalen Kapitals. Wenn Live Aid ein Nicht-Ereignis ist, das stattgefunden hat, war der Bergarbeiterstreik ein Ereignis, das stattgefunden hat“.

Das Buch endet mit einer Art Manifest des ACID KOMMUNISMUS, in dem er als Beginn der bewussten Zerstörung bestehender oder sich entwickelnder Solidargemeinschaften (der Gespenster einer Welt, die frei sein könnte) den US-Putsch in Chile nennt:

In Chile wurde nicht nur eine neue Form des Sozialismus ausgelöscht, das Land wurde auch zum Labor, in dem die Maßnahmen (Deregulierung des Finanzsektors, die Öffnung der Wirtschaft für ausländisches Kapital, Privatisierungen) erprobt wurden, die später an anderen Zentren des Neoliberalismus vom Band gerollt wurden.

Und:

Die Überwindung des Kapitals muss auf der sehr einfachen Einsicht basieren, dass das Kapital eben nicht darauf angelegt ist `Wohlstand zu schaffen´, sondern die Produktion eines gemeinsamen Wohlstands blockiert.

Der Freitod des an Depressionen leidenden Antikapitalisten Fisher könnte symbolisch den Umwelt-Suizid der vom Kapital gesteuerten Menschheit antizipiert haben?
Über dem Buch liegt auch der widersprüchliche Schatten einer „unterhaltsamen Depression“, des „hoffnungsvoll dystopischen“. Das System hat uns umgebracht, nur gestorben sind wir nicht.

Diese Sammlung mit ihrem großen Themenspektrum beweist einmal mehr, dass es nichts Uninteressantes gibt, wenn man sich nur intensiv genug mit etwas beschäftigt.

P.S.: Was ich an dieser Edition vermisse, ist ein Register. Aber das hätte die ohnehin schon waghalsige Kalkulation wohl gesprengt.