Martin Compart


DER ERSTE POP-DETEKTIV: KOOKIE aus 77 SUNSET STRIP IST TOT by Martin Compart
29. August 2016, 8:06 pm
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Edward Byrne Breitenberger, alias Edd Byrnes, starb im Alter von 87 Jahren am 20.Januar 2020.

Als Kookie in der TV-Serie 77 SUNSET STRIP wurde er zu einer Ikone der Pop-Kultur. Deshalb an dieser Stelle nochmals meine Würdigung dieser Trendsetter-Serie der Sixties.

77 Sunset Strip (ABC) TV Series1958 – 1964Shown: Edd Byrnes

Ende der 50er Jahre wehte ein neuer Wind im Privatdetektiv-Genre: Keine schäbigen Schnüffler mit verlausten Büro und Trenchcoat, sondern gut gekleidete Jungdynamiker, die viel Geld verdienten und teure Autos fuhren gaben den Ton an. Der wirtschaftliche Aufschwung hatte endlich auch die Private Eyes erreicht.

Der erste Pop-Star der Seriengeschichte war Nachwuchsdetektiv Kookie, alias Edd Byrnes, der fast ununterbrochen seine unglaubliche Tolle in Form harkte.

Die erste Krimi-Fernsehserie, die bei Teenagern einen Starkult hervorrief, war 77 SUNSET STRIP mit dem Kammfetischisten Edd Byrnes als unvergessener Kookie, bei uns von Hans Clarin synchronisiert.
In dieser Krimiserie um ein Hollywood-Privatdetektivbüro wurde mit der Figur Kookie  der Nachkriegsjugend und Rock’n Roll-Generation erstmals eine überzeugende Identifikationsfigur geliefert.

Roy Huggins, der Erfinder der Serie und einer der wichtigsten Fernsehproduzenten überhaupt, hatte das natürlich nicht so geplant: „Kookie war nur eine Nebenrolle. Der Junge, der die Autos für das Restaurant neben dem Detektivbüro parkte und gerne Privatdetektiv werden wollte.“

Byrnes begann im Fernsehen, für Erwachsene schwer verständlichen Kauderwelsch zu reden. Er brachte damals so neue Worte wie „steiler Zahn“ und „Wuchtbrumme“ in die Glotze, saß ewig grinsend in einem Ford Modell T und machte sich um nichts in der Welt mehr Sorgen, als um den Sitz seines Haupthaares, den er alle paar Minuten mit dem Kamm überprüfte.
Wie üblich für einen Teenie-Star , musste Byrnes auch noch singen. Zusammen mit der Kollegin Connie Stevens aus HAWAIIAN EYE hatte er einen Hit mit der High-School-Single KOOKIE, KOOKIE, LEND ME YOUR COMB.

Aber 77 SUNSET STRIP hatte darüber hinaus für die Entwicklungsgeschichte der Fernsehserie noch größere Bedeutung. Roy Huggins, der auch Serien wie AUF DER FLUCHT, BARETTA, MAVERICK oder DETEKTIV ROCKFORD konzipierte, führte mit ihr die erste einstündige (nach Abzug der Werbung 45 Minuten) Privatdetektivserie im Fernsehen ein. Ein Sendeform, die sich gerade bei amerikanischen Krimiserien als Standard bewährt hat.

Huggins erinnert sich: „Ich ging 1955 zum Fernsehen aus einem einfachen Grund: Fernsehen war ein Medium für Produzenten, Kino eines für Regisseure. Als ich noch Drehbücher schrieb und Regie führte wurde mir klar, daß ich keine Lust mehr hatte, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Und genau das muss ein Regisseur. Außerdem erkannte ich instinktiv, dass mit Fernsehserien mehr Geld zu verdienen war und man mehr Freiheiten hatte. Ich begann mit Western, meiner ersten Liebe. Ich machte CHEYENNE und MAVERICK, und das veränderte die Westernserien und war ein Riesenerfolg. Dann erfand ich 77. Ich ging zum Studio und sagte: Bisher gab es noch keine einstündige Privatdetektivserie. Das muß hinhaun! Sie stimmten zu. Es hatte auch keine einstündigen Westernserien gegeben, bevor ich CHEYENNE machte. Und da hatte es schließlich auch funktioniert.“

Als Vorlage für die Serie dienten Huggins der Roman THE DOUBLE TAKE, den er 1946 veröffentlicht hatte, und einige Kurzgeschichten um den Privatdetektiv Stu Baily. In der Anthologiereihe CONFLICT brachte Huggins Efrem Zimbalist Jr. erstmals 1957 in der Episode ANYTHING FOR MONEY nach seiner Kurzgeschichte DEATH AND THE SKYLARK von 1952 als Stu Bailey auf den Bildschirm.

The Double Take-1[1]

Zusammen mit Executive Producer William T. Orr, Regisseur Richard L.Bare und Drehbuchautor Marion Hargrove machte Huggins 1958 so etwas wie einen zweiten, 90-minütigen, Pilot-Film. Man dachte daran, dass man den Piloten noch als B-Picture in die Kinos bringen könnte, falls die Serie beim Sender durchfallen sollte. Der Film mit dem Titel GIRL ON THE RUN erzählt, wie Stu Baily ein junges Mädchen vor einem schizophrenen, jugendlichen Killer beschützt. Der Killer, der kurz bevor er erledigt wird noch seine Haare kämmt, wurde ausgerechnet von Edd Byrnes gespielt! 77sunsetstrip1106-03[1]

„Nach der Preview standen wir vor dem Kino und warteten auf die Zuschauer. Die Reaktionen des Publikums waren gut gewesen. Dann kam Edd Byrnes raus und hinter ihm kreischende Teenager, die ihn umzingelten als wäre er der Star gewesen. Seine Rolle war das Letzte gewesen, und trotzdem waren die Teenies verrückt nach ihm. Wir merkten sofort, was los war. Ich wußte auch, daß das Kämmen der Haare die Quintessenz seines Charakters war. Wir beschlossen schleunigst, ihn in die Serie einzubauen. Denn mit Kookie in der Sendung hatten wir nicht nur die Alten, sondern auch noch die Kinder.“

Huggins entwickelte das Serienkonzept nach der Formel, die sich bereits bei MAVERICK bewährt hatte: Zwei oder mehr Hauptdarsteller, die abwechselnd im Mittelpunkt einer Folge stehen, damit man gleichzeitig zwei Folgen abdrehen konnte. So verringerte man den Produktionsdruck von 43 Folgen pro Jahr und konnte bei Bedarf auch mal die Hauptdarsteller unter Druck setzen oder gar austauschen (indem man neue, alte Figuren aus einer anderen Serie übernahm). Die Chefs von Warner Brothers liebten diese Produktionsweise, verweigerten aber Huggins eine Beteiligung als Erfinder, was geradezu grotesk war.

Das Genie der Serie, in der eigentlich Efrem Zimbalist jr. als Stuart Bailey der Star sein sollte, war Roger Smith, der Baileys Partner Jeff Spencer spielte. Als Autor schrieb er einige Folgen, die Fernsehgeschichte machten:

In der Folge THE SILENT CAPER, in der Detektiv Spencer eine entführte Stripperin befreit, wurde nicht ein einziges Wort gesprochen.  Und in ONCE UPON A CAPER adaptierte Smith den Film RASHOMON: Jeder der Detektive des Büros wird gefragt, wie die Detektei überhaupt gegründet wurde – und jeder erzählt à la RASHOMON in Rückblenden eine andere wilde Geschichte.

Smith, der ein Orson Welles der Fernsehserie hätte werden können, spielte anschließend noch die Hauptrolle in der Serie Mr.ROBERTS und als Gaststar in verschiedenen Serien, bevor er 1967 die Schauspielerei aufgab, um sich als Manager ganz der Karriere seiner Frau Ann Margaret zu widmen.

1960 hatte die Serie Einschaltquoten um die 30%. Später wurde zuviel an ihr herumgedoktert, und die Zuschauerzahlen sanken ständig.

Bemerkeswert war die Folge RESERVED FOR MR.BAILEY nach einer Story von Charles Sinclair und Bill Finger(der Mann, der die frühen BATMAN-Comics schrieb), in der Zimbalist in eine Geisterstadt gerufen wird, wo eine körperlose Stimme seinen Tod androht. Kein anderer Schauspieler ist in der Folge zu sehen, deren Spannung bis zum Ende durchgehalten wurde.

Smith stieg aus, zeitweilig war Byrnes nicht mehr dabei, und die Drehbücher wurden immer schlechter. Warner Brothers hatte nämlich die „geniale“ Idee, aus alten Westerndrehbüchern neue 77-Folgen zu schustern. So tauchte als Drehbuchautor immer häufiger ein „W.Hermanos“ auf; hermanos ist spanisch für Brüder. Zudem überreizte man die Formel, indem immer  mehr Serien nach dem 77-Muster produziert wurden: NEW ORLEANS BEAT, SURFSIDE SIX, HAWAIIAN EYE usw.

Wenn diese Serien dann gefloppt waren, schickte man die Hauptdarsteller zum Sunset Strip, bis sich bei Baily & Spencer mehr Detektive als Ganoven herumtrieben.

Warner Brothers war immer noch ein traditionelles Studio und verprellte seine Vertragsschauspieler, die durch Serien zu Stars geworden waren, durch schlechte Bezahlung.
In den ersten beiden Jahren verdienten die Hauptdarsteller 250 Dollar in der Woche (Raymond Burr machte gleichzeitig als PERRY MASON eine Million Dollar im Jahr), und erst nach einer kleinen Revolte erhielten sie im dritten Jahr 750 Dollar die Woche.
Aber die alte Magie war dahin.

Im letzten Jahr holte man Jack-DRAGNET- Webb und William Conrad (der spätere CANNON) als Producer, um die Serie nochmal auf Vordermann zu bringen.
Die Beiden schmissen alle bis auf Zimbalist raus. Sie setzten ihn in ein neues Büro im Bradley Building (wieso die Serie weiterhin 77 Sunset Strip hieß, begriff kein Mensch) und machten aus ihm einen Einzelkämpfer, der jede niveaulose Geschichte als Rückblick erzählte.

Thematisch ging es jetzt vornehmlich um Geheimagentengeschichten mit Bailey als Weltreisenden. Gleich die Eröffnung war ein Hammer an Trash: Ein Fünfteiler um die Jagd auf einen Schmugglerring über drei Kontinente, geschrieben von acht verschiedenen Autoren. Dazu verpflichtete man ein Mega-Aufgebot an Gaststars: Clint Walker, Richard Conte, Wally Cox, Peter Lorre, William Shatner, Kennan Wynn, Lloyd Nolan, Tony Bennett, Cesar Romero, Telly Savalas, Brian Keith.

Am 26. Februar 1964, nach 205 Folgen, war dann endgültig Schluss. Zum letzten mal erklang die einprägsame Titelmusik von Jerry Livingston und Mack David. Nein, nicht mal die hatten Webb und Conrad beibehalten. Auch sie war bereits bei ihrer fatalen Übernahme der Serie liquidiert worden.

Roman:

Roy Huggins: 77 Sunset Strip. Heyne 1121, 1964. Neuübersetzt als: Lange Nacht am Sunset Strip. Bastei 19162,1992. Der kalte Schlaf. Bastei 19173, 1992.

77SunsetStrip1-05[1]Heftroman:

Diverse deutsche Autoren schrieben die Groschenhefte der Serie

77 SUNSET STRIP.

Neuer Tessloff Verlag Hamburg. Nr.1, 1965 – Nr.40, 1966.

 

Comics

77 SUNSET STRIP:

in TASCHENSTRIP,  Neuer Tessloff Verlag,       Nr.10,14,29, 1963-5.

Zeichner waren Russ Manning und Alex Toth.

77 SUNSET STRIP

USA 1958-64; 1×90 Min. u.205 x 45 Min.; SW.

Stuart Bailey … Efrem Zimbalist, Jr.

Jeff Spencer (1958-63) … Roger Smith

Gerald Lloyd Kookson III, Kookie (1958-63) … Edd Byrnes

Roscoe (1958-63) … Louis Quinn

Suzanne Fabray (1958-63) … Jacqueline Beer

Lt.*Gilmore (1958-63) … Byron Keith

Rex Randolph (1960-61) … Richard Long

J.R.Hale (1961-63) … Robert Logan

Hannah (1963-64) … Joan Stanley


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WASCHBÄRENMÜTZEN UND JUMPSUITS – TV-SERIEN MACHEN MODE 1/ by Martin Compart

Fernsehserien spiegeln nicht nur die Moden ihrer Zeit wieder, sondern geben ihr auch Impulse oder bestimmen sie mit. Ein grausames Beispiel dafür waren die Schulter betonten Kleider Anfang der 80er Jahre im DENVER CLAN, in denen jede Frau von hinten wie Arnold Schwarzenegger als Möbelpacker aussah. Der Erfolg der Edel-Soap DALLAS des Senders CBS hatte dem Konkurrenten ABC keine Ruhe gelassen und so wurde von ihrem Hausproduzenten Aaron Spelling, der in den 50er Jahren als Drehbuchautor und Schauspieler angefangen hatte, mit DYNASTY(DENVER CLAN) ein Konkurrenzprodukt entwickelt, in dem alles noch wilder und bombastischer sein sollte als in DALLAS. Das gelang auch: Wo DALLAS auf Charakterisierung und Story setzte, konzentrierte sich DENVER CLAN auf Glamour und Stil. Ein Kritiker schrieb: „Ein Dutzend Gardrobieren und kein Drehbuchautor in sicht“.

DENVER wurde eine der teuersten Serien der Fernsehgeschichte: Die 169 Episoden, gedreht von 1981 bis 1989, kosteten 1,2 Millionen Dollar pro Folge; davon jeweils mindestens 25ooo Dollar für meist geschmacklose Damenoberbekleidung.
Da DENVER neben DALLAS die weltweit erfolgreichste Edel-Soap war, konnten die Produzenten über derartige Kosten nur müde lächeln. Die Vermarktung lief in den USA hervorragend und bald verdiente man mit Merchandising, wie DYNASTY-Kleider, zusätzliche Millionen. Eine Art amerikanische Neureichenmode, die von dem Modevandalen Spelling auch noch in Kaufhauskollektionen unter die geschmacklosen Käuferinnen gebracht wurde. Aus Spellings ohnehin schon erfolgreichen Produktionsfirma entwickelte sich ein Imperium das ihn zum mächtigsten Mann im Geschäft machte. Dank seiner Teenager-Soaps BEVERLY HILLS 90210 und MELROSE PLACE ist er das noch heute.

FRISUREN
Die für DALLAS und DENVER typische Löwenmähne der Damen hatte man bereits einige Jahre zuvor etabliert. Sie läßt sich auf die ebenfalls von Spelling produzierte Serie DREI ENGEL FÜR CHARLY zurückführen, in der Farah Fawcett ihren Kopfumfang vefünffachte.

„Im Pop geht es immer nur um hübsche Jungs mit unglaublichen Frisuren“, sagte Mick Jagger einmal.
Der erste Pop-Star der Seriengeschichte war Nachwuchsdetektiv Kookie, alias Edd Byrnes, der fast ununterbrochen seine unglaubliche Tolle in Form harkte. Die erste Fernsehserie, die bei Jugendlichen einen Starkult hervorrief, war die 1960 gestartete Serie 77 SUNSET STRIP mit dem Kammfetischisten Edd Byrnes als unvergessener Kookie, bei uns von Hans Clarin synchronisiert. In dieser Krimiserie um ein Hollywooder Privatdetektivbüro wurde mit der Figur Kookie der Nachkriegsjugend und Rock’n Roll-Generation erstmals eine
überzeugende Identifikationsfigur geliefert. Roy Huggins, der
Erfinder der Serie und einer der wichtigsten Fernsehproduzenten überhaupt, hatte das natürlich nicht so geplant: „Kookie war nur eine Nebenrolle. Der Junge, der die Autos für das Restaurant neben dem Detektivbüro parkte und gerne Privatdetektiv werden wollte.“ Byrnes fing an, für Erwachsene schwer verständlichen Kauderwelsch zu reden.

Er brachte damals so neue Worte wie „steiler Zahn“ und „Wuchtbrumme“ ins Fernsehen, saß ewig grinsend in einem Ford Modell T und machte sich um nichts in der Welt mehr Sorgen, als um den Sitz seines Haupthaares, den er alle paar Minuten mit dem Kamm überprüfte. Zusammen mit Connie Stevens nahm Byrnes ein Duett auf. Der Song „Kookie,Kookie, Lend Me Your Comb“ wurde eine Hit-Single.

Innovative Haarmode war aber schon ein paar Jahre früher gemacht worden: In der coolsten Detektivserie der 50er Jahre: PETER GUNN, erfunden von Blake Edwards, der als Ehemann von Julie Andrews und Spezialist für Hollywoodkomödien berühmt werden sollte. PETER GUNN war von der Anlage konsequent auf den Bildschirm zugeschnitten. Weil Farbe zu teuer war, nutzte Edwards die Besonderheiten von Schwarzweiß, sprich eine Noir-Ästhetik. Da man kein Geld für teure Tagesdreh_arbeiten in der Stadt ausgeben konnte, filmte man nachts und meistens noch im Studiogelände, wo Kamerawinkel und ausgeklügelte Beleuchtung die altbekannten Kulissen in neue Perspektiven tauchten. Lange, unwirkliche Schatten, die nächtliche Atmosphäre unterlegt mit Jazz, machten Gunns Los Angeles zum mythischen Ort, zur definitiven Noir-City des Fernsehens. Ähnlich wie dreißig Jahre später Michael Mann bei MIAMI VICE schuf Edwards einen neuen, originären Stil, der den Inhalten entsprach.

Nichts überließ er dem Zufall. Selbst Hauptdarsteller Stevens wurde für die Edwardsche Vision maßgeschneidert: „Blake schleppte mich zum Friseur und erfand eine neue Frisur: den Bürstenhaarschnitt mit Scheitel, der als Peter Gunn-Haircut berühmt wurde und noch während der ersten Season überall in den USA in Mode kam. Dann ging er mit mir zu seinem Schneider und ließ Anzüge für mich machen. Wegen der Action-Szenen brauchten wir eine Menge Anzüge; irgendwann hatte ich ungefähr 380 im Schrank hängen. Alles war Blakes Vision. Als Kontrast zu den vielen miesen Typen mußte Gunn immer smart gekleidet sein und einen klaren, scharfen look haben.“
1964, auf dem Höhepunkt der Bienenkorbfrisuren für Frauen, war es Mia Farrow die in der Soap Opera PEYTON PLACE die für sie so charakteristische Kurzhaarfrisur popularisierte. Zusammen mit einem Minirock entstand so der Stil der jungen, selbstbewussten urbanen Frau der 60er Jahre.

Ebenfalls 1964 war es David McCallum in der Agentenserie SOLO FÜR O.N.C.E.L., der für die Akzeptanz langer Haare, beziehungsweise einer gemäßigten Beatles-Frisur verantwortlich war. Auf dem Höhepunkt der Popularität waren die Hauptdarsteller McCallum und Robert Vaughn selbst Pop-Stars, die bei Auftritten hysterische Reaktionen auslösten, die der Beatlemania ähnlich waren. Aber McCallums nachhaltigster Einfluß auf die Mode war sein Rollkragenpullover, turtleneck genannt. Nachdem er in den O.N.C.E.L.-Folgen Rollis unter dem Anzug trug, taten es ihm weltweit viele Männer nach und sogar die Luxusrestaurants mit Krawattenzwang akzeptierten zähneknirschend diese tollkühne Mode.

FORTSETZUNG FOLGT