Martin Compart


WARUM ICH INSPECTOR BARNABY LIEBE by Martin Compart
25. März 2018, 8:31 pm
Filed under: TV-Serien | Schlagwörter: ,

 

Die Plots sind unter aller Sau.

Die Charaktere sind Klischees.

Das Gesellschaftsbild ist grottig.

Die Ideologie und der Subtext ist konservativ bis reaktionär.

ABER ES HAT EINEN CHARME,

WIE IHN KEINE DEUTSCHE PROVINZ-SERIE HINKRIEGT (vergleicht das mit MORD MIT – würg – AUSSICHT).

Manchmal kann ich nicht glauben, mit welchem Schwachsinn die Serie bei mir durchkommt. Ist mir aber auch egal.

Ich glaube, man braucht Humor, um BARNABY wirklich zu goutieren. Oder einen guten Malt.

Oder als Neuaufguss des Golden Age sieht man Barnaby wie Fantasy. Das Schöne ist auch: Es spielt keine Rolle, ob man eine Folge schon gesehen hat, da man sich an den Schwachsinnsplot sowieso nicht erinnern kann (wenn man nicht die eigene geistige Gesundheit gefährden will). Ist doch auch egal: BARNABY ist ein abendländisches Ritualspiel.

Gucke ich BARNABY um einen Krimi zu sehen?

Nee, ich gucke BARNABY um BARNABY zu sehen.

Trotzdem kann mir kein Reisebüro Midsommer buchen. Das kann doch wohl nicht wahr sein!

INSPECTOR BANABY (nur echt mit John Nettles) ist sein eigenes Genre.

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7 Kommentare so far
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Absolute Zustimmung von meiner Liebsten und mir!

Kommentar von schifferw

Lieber Herr Dr.Schiffer, danke für den Kommentar und lassen Sie mich an dieser Stelle sagen, dass Ihre Arbeit für den Hörfunk unvergessen ist und Maßstäbe gesetzt hat.

Kommentar von Martin Compart

Verlegen machen gilt nicht! Dennoch: Danke!

Kommentar von schifferw

Da mir bekanntlich nichts peinlich ist, setze ich noch einen drauf: Ich habe großen Respekt vor Ihrem literarischen und medialen Werk.

Kommentar von Martin Compart

Gottseidank bin ich nicht der einzige. Ich schalte zwanghaft den Fernseher ein, wenn Barnaby läuft, verliere späestens nach 20 Minuten komplett den Faden, bin aber unfähig, um- oder auszuschalten.

Kommentar von Chris Kurbjuhn

Es hat etwas von Zen-Buddhismus, Barnaby zu bestarren.

Kommentar von Martin Compart

Jep, sehe ich genauso und das mit dem Zen-Buddhismus trifft’s perfekt. Da schaut man sich sogar gefühlte Stunden lang das Treiben auf einer Provinzbühne an, während der Mordfall völlig in Vergessenheit gerät. Dabei ist beides reichlich uninteressant, doch in seinem fast halluzigonen Herumtändeln seltsam faszinierend.

Kommentar von Jochen




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