Martin Compart


DIE SUPER-DÖDEL oder der doppelte HEINZ RÜHMANN by Martin Compart
2. April 2017, 12:58 pm
Filed under: Sternstunden der Verblödung | Schlagwörter: , , ,

Sie heißen Schweiger und Schweighöfer und tyrannisieren durch scheibaren merkantilen Erfolg seit Jahren das deutsche TV- und die cineastischen Nacho-Stände  (Cinemaxe). Mit geistlosen Produkten, deren Erfolg an deutschen Landesgrenzen endet, setzen sie immer neue Prämissen für geistig behinderte Durchlauferhitzer.

Sie sind das audiovisuelle Äquivalent für ein Knaur-Taschenbuch: Erfolgreich und absolut sinnlos. Ihr größter Verdienst ist es, regelmäßig an die 6 Millionen (von 80 Millionen – immerhin!) Soziopathen in stinkende Abspielstationen zu locken und diese für zwei Stunden von der Straße zu holen.

Ihr zweitgrößter Verdienst ist es, zumeist öffentlich-rechtliche Fernsehredakteure („Ich habe nie etwas erlebt, kenne nichts und mache das zur Programmdoktrin.“) mit ihrem Erfolg zu beeindrucken und von ihnen Steuergelder einzusammeln. Sie stehen für die Dieter Bohlenisierung der deutschen Medienkultur und ihre Isolierung. Sie sind genau das Richtige für jemanden ohne geistige Interessen und somit auf Augenhöhe mit ihren Rezipienten.
„Herr Schweiger, warum sind ihre Filme so erfolgreich?“
„Erstmal, weil sie gut gemacht sind.“
Das audiovisuelle Gegenstück von gut gemachten Gummizellen?

Wer ist eigentlich unangenehmer? Die „Protagonisten“ oder die Medienkellner?

Sind Sie nicht genau das, was wir brauchen?

Ihre geistige Armut bringt uns zum Träumen. Charismatisch verfügen sie über das gewisse „Nichts“, das sie zu perfekten Projektionsflächen macht.

Braucht Deutschland nicht mehr solcher Erfolgsgeschichten um dem Lumpenproletariat Mut zu machen?

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2 Kommentare so far
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Herrlich – und so wahr. Obwohl bei Knaur auch hin und wieder etwas erscheint, das zu lesen sich lohnt. 😉 – „Dieter Bohlenisierung“ sollte übrigens in den Duden aufgenommen werden.

Kommentar von Stefan Heidsiek

Man kann dem Artikel nur zustimmen. Als Amazon Prime Mitglied habe ich mir natürlich Schweighöfers Serie angetan.
Es war eine ZDF -Vorabend-Serie – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das sagt eigentlich alles. Unser Fernsehen war in den 50ern u. 60ern wesentlich interessanter- nicht nur von den Darstellern her. Dass sich Amazon auf ZDF Niveau begibt, war hoffentlich ein Ausrutscher -man bietet auf dieser Plattform immerhin „Undercover“ aus Bulgarien, „Braquo“ od. „Rogue“ (nur als Beispiele für spannendes Fernsehen). Qualität ist auf solchen Plattformen möglich. Die, völlig überteuerten, öffentlich-rechtlichen sind mittlerweile sogar für Propaganda zu blöd – weil zu durchsichtig. Von guter Fiktion ganz zu schweigen – diese hat der ARD-Zuschauer u.A. der Degeto zu verdanken- die von Frau Strobel geleitet wird, der Tochter unseres Finanzministers.

Kommentar von Manotti




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