Martin Compart


Brit Noir: Donald Carters HARD CASE by Martin Compart
15. Februar 2017, 9:47 am
Filed under: Brit Noir, Donald Carter | Schlagwörter: , , ,

51jipprbb9l Einer meiner liebsten Brit-Noir-Romane ist gerade wiederentdeckt worden: HARD CASE ist ein – auch in England – fast völlig unbekanntes Meisterwerk des Schwarzen Romans britischer Prägung. Jean van der Vlugt hat eine ausführliche Rezension im BÜCHERTREFF veröffentlicht unter http://www.buechertreff.de/thread/95584-donald-carter-case-hard-case/ .

Dazu noch eine kleine Randbemerkung: Ulrich von Berg hatte sich Anfang der 1990we um die Filmrechte bemüht (ich meine, wir hätten damals auch eine kurze Option gehalten). Wir waren der Meinung, die Geschichte von Eddie Case ließe sich mit geringen Veränderungen auf die „neuen Bundesländer“ übertragen, die gerade von kriminellen Glücksrittern geentert wurden. Leider fand Uli kein Interesse bei den Filmproduktionen. Die waren der Meinung, eine so düstere Story dürfe man doch nicht über den Scheinoptimismus der Wiedervereinigung stülpen.

Das Buch ist nach wie vor ein Geheimtipp. Wem diese, an James Hadley Chase orientierten, Geschichten gefallen, der sollte auch zu Jack S. Scotts DER BASTARD HIESS BRISTOW (Rowohlt-Thriller) greifen. Antiquarisch findet man beide für Cent-Beträge.

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3 Kommentare so far
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Eine interessante Chimäre von Roman. Die geschilderten Verkaufsmethoden und das Verkaufsmanagergebaren des Direktverkaufs sind absolut authentisch, weil der Autor als Verkaufstrainer sein Geld verdiente und solche Sachen dem Außendienst beigebracht hat. Die Story drumherum macht durchaus Spaß, ist Böse ohne Ende aber ein wenig ins Genre gepresst. Der erklärte Feind des Direktvertriebs ist das Internet, darum hat die Geschichte beinahe etwas anrührend Historisches. Wo ist sie nur hin, die gute alte Zeit, als Nötigung und Beschiss noch Persönlichkeit und Gesicht besaßen?

Kommentar von MiC

Danke,danke,danke für diese Empfehlung.
Was für ein geniales Buch! Was für eine rotzige Schreibe!
Kann man für 95 Cent irgendwo mehr Spass bekommen wie bei diesem Buch?
Bin aus dem Schenkelklopfen nicht mehr rausgekommen.

Kommentar von Gunther Feist

Ich war damals natürlich auch begeistert von dem Roman. Der erwähnte Scott geht auch in die Richtung, ist aber m.E. nicht ganz so konsequent und nicht ganz dieselbe Liga.

Kommentar von Martin Compart




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