Martin Compart


O.C.CALIFORNIA – Nicht nur Pubertät ist horror by Martin Compart
11. August 2016, 9:49 am
Filed under: O.C. CALIFORNIA, TV-Serien | Schlagwörter: , ,

Irgendwo läuft gerade mal wieder O.C.CALIFORNIA, eine schmählich unterschätzte Quality-Serie. Eine gute Serie, für laue Sommernächte.

THE O.C.(2003-07) ist schlichtweg ein Meisterwerk des Melodrams, der Familienserie, eben der Soap Opera. Vielleicht die größte melodramatische Family-Soap der Fernsehgeschichte. Jedenfalls die ersten drei Seasons und die ersten Folgen der vierten Season. Danach geht es nur bergab (und selbst Mrs.Cooper und ihre bizarren Liebschaften können den einstigen Glanz nicht mehr herstellen). O.C. funktioniert auf mehreren Ebenen und für unterschiedliche Altersgruppen gleichermaßen in dem es Teenagerproblematik genauso ernst nimmt wie die Handlungsstränge der Erwachsenen. Jede Generation wird gleichermaßen intelligent charakterisiert und dialogisiert.

Ein anderer Grund für die Popularität waren die ständigen (intelligenten) Referenzen zur Pop-Kultur: Yakuza-Filme, Comics und eine erfundene TV-Serie (die selbstironische Kommentare ermöglichte). Dafür zuständig war Seth, der auch einen eigenen Comic kreierte und als Alter Ego von Serien-Erfinder Josh Schwartz oft die besten Lines und Dialoge hatte.

Sandy, der Vater, ist Absolvent der rebellischen Berkeley University und von den Idealen der 60er- und 70er Jahre geprägt. Ein liberaler Pflichtverteidiger aus der Arbeiterklasse, der das reiche Mädchen geheiratet hat. Als er ihren Konzern als Geschäftsführer übernimmt, erlebt der Zuschauer den schleichenden Verfall seines einstigen Wertesystems. Die Botschaft ist eindeutig: Du kannst keine erfolgreiche Firma führen, wenn du dich nicht auf Bestechung, Korruption und Verrat einlässt. Selbst dann nicht, wenn du dies nur tust um für die Armen ein Krankenhaus zu ermöglichen. Der Grundton der Serie ist bei allen komischen Momenten düster und pessimistisch. Selten hat eine Soap die Figuren so anrührend gezeigt und ihnen soviek Tiefe gegeben.

 

Die erste Season war zeitweise die meistverkaufte DVD-Box in Deutschland.

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Indie-Rock und Garagen-Music noch unbekannter Bands wurde eine Spezialität von O.C die Killers verdanken der Serie einiges). Regelmäßig gab es auch Life-Auftritte von Gruppen wie Rooney, Jem, Walkmen, Killers, Thrills,Death Cab for Cutie oder den Subways (die Band von Jopsh Schwarz Bruder).Und Bands wie Coldplay (Kotz, der Schwachpunkt der Serie), U2 und die Beastie Boys oder Gwen Stefani ließen in der Serie erstmals neue Singles hören, noch vor MTV oder in irgendwelchen Radio-Sendern. Die sechs Sampler MUSIC FROM OC wurden Bestseller,

Den Weggang von Merissa Cooper, alias Misha Barton, hat die Seroie nicht verkraftet: Die vierte Staffel wurde, trotz der düsteren ersten drei Folgen, klamaukig und weniger packend. Die neuen Girlfiguren Caitlin (Merissas kleine Schwester) und Tyler als – man fasst nicht diese Instinktlosigkeit – neues Loveinterest von Ryan konnte ihr Ausscheiden nicht kompensieren. Mehr schlecht als recht brachten Schwartz und sein Team die Serie zu einem richtigen Abschluss. Danach wurde FOX mit Fan-mails bombadiert, die vergeblich eine Fortsetzung verlangten: Zwischen 1500 und 5500 täglich; 740 000 in einem Jahr.

 

Als Freund guter Dialoge in allen Medien, habe ich mal mich erfreuendes aus der Serie zusammengestellt:

 

SANDY: Niemand plant Überraschungspartys wie Sandy Cohen. Ich hätte glatt zur CIA gehen können.

SETH: Die sind berühmt für ihre Überraschungspartys.

 

KAREN: Was macht der Kerl in deinem Büro?

MRS.COOPER(redet sich aus der in flagranti-Szene raus): Er hat mir nur geholfen, ein paar Möbel umzurücken.

KAREN: Komisch. Sieht alles aus wie vorher.

MRS.COOPER: Ja, es sah furchtbar aus. Er musste alles wieder zurück schieben.

SETH: Schon mal was von Präservativen gehört?

CHE: Latex riecht so komisch.

SETH: Windeln auch.

 

MRS.COOPER: Die Welt ist eine unmoralische Kloschüssel. Eines Tages werden wir alle runtergespült.

 

SUMMER: Lügst du immer noch wenn du den Mund aufmachst?

SETH: Ich versuche, so wenig wie möglich zu sprechen.

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SUMMER: Jeder Mensch gehört irgendwo hin.

MERISSA: Vielleicht nicht jeder. Manche gehen verloren.

 

MRS.COOPER: Es gibt keine Lüge, die ich nicht schon gehört oder erzählt habe,

 

SUMMER: Du verstehst dich doch wieder gut mit Ryan.

MERISSA: Aber nur, weil wir nicht miteinander reden.

 

CALEB: Ich habe eine Beziehung zu meiner Tochter, wenn ich eine haben will.

 

MRS.COOPER: Als ich in Europa war, bin ich tief in mich gegangen.

MERISSA: Hoffentlich hast du dir nicht weh getan.

 

MERISSA (zu ihrer Mutter, Mrs.Cooper): Ruf an wenn Caleb abgekratzt ist und du Hilfe beim Geldzählen brauchst.

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EX-LOVER: Ich habe etwas für dich.

MRS.COOPER: Als ich das letzte Mal etwas von dir bekommen habe, musste ich Antibiotika nehmen.

 

SUMMER: Wir sprechen hauptsächlich über mich. Mein Dad und ich. Ist so was wie ein gemeinsames Interesse.

 

SETH: Ich habe meine üblichen Zuhörer ausgelaugt.

 

RYAN: Ich habe den Müll rausgetragen und sie stand in der Einfahrt. Du weißt, wie so was läuft.

 

MRS.COOPER: Aha. Der Junge, der im Poolhouse wohnt, warnt mich vor dem Jungen, der im Penthouse wohnt.

 

SANDY: Meine Mutter meint, wenn man glücklich ist, dann arbeitet man nicht hart genug.

 

SETH: Da haben sich zwei, die sich hassen, zusammen gefunden durch ihren noch größeren Hass auf einen anderen.

 

RYAN: Meine Erinnerungen an Feiertage bestehen darin, dass meine Mutter betrunken war und ich den Arsch voll bekam.

 

SETH: Wenn es Saufereien, Geflenne und Bullen gibt, dann ist bestimmt Weihnachten.

 

SETH: Schon wieder Stallones Over the Top? Ist das der Film mit dem Armdrücken?

SANDY: Ein Armdrücken-Klassiker.

 

SETH: Es sind Eltern. Sie arbeiten für uns.

 

CALEBS GELIEBTE verführt RYAN:

Was ist das für ein komisches Hemd? Hat es eine Kindersicherung.

 

SETH: Luke hat gerade erst den aufrechten Gang gelernt.

 

MRS.COOPER nach dem Geschlechtsverkehr mit dem minderjährigen LUKE:

Ich wusste nicht, das wir es zweimal machen. Du gehst jetzt nach Hause und ich zu den Erwachsenen.

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1 Kommentar so far
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Ach Melinda Clarke,du darfst mich um den Esstisch jagen! Die perfekte Ergänzung zu O.C. ist „Reich und Schän“ die realistische Modedokumentation ;-)!

Kommentar von Martin Däniken




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