Martin Compart


WAS DIE NSA VON DEN NAZIS GELERNT HAT by Martin Compart
7. August 2014, 7:44 am
Filed under: CIA, Nazi, Politik & Geschichte | Schlagwörter: , ,

Es gab eine Zeit, da lohnte es sich tatsächlich, den „Spiegel“ zu lesen. Sie waren sich nicht mal zu fein, den vielgeschmähten Historiker Irving zu besprechen. Denn – egal wie man zu Irving steht – er war ein ziemlich gutes Trüffelschwein (seine geisteskranke Rechtskehre erfolgte erst nach Demütigungen durch das ebenso arrogante wie unfähige Historiker-Establishment). Hier einige Auszüge aus dem „Spiegel“ Nr.31/1979, die sich fast lesen wie ein Bericht über die NSA:

„…Dabei war das Forschungsamt einmal die einflußreichste jener anonymen Mächte gewesen, die Millionen Deutsche im Griff hielten. Mit seinen 6000 Angestellten, Abhörposten in 15 deutschen Großstädten und Beauftragten in allen Hauptpostämtern, mit seinen Kodespezialisten, Entschlüsselungsmaschinen und Auffangstationen bespitzelte das FA die Nation wirkungsvoller als jede andere Behörde.

1000 fremde Telephonleitungen waren durchschnittlich vom Forschungsamt angezapft, allein in Berlin lasen FA-Zensoren täglich 34 000 Telegramme und Fernschreiben aus dem Inland und etwa 9000 aus dem Ausland. Unerreicht war die Leistungsfähigkeit der FA-Dechiffrierer: Im Zweiten Weltkrieg entschlüsselten sie pro Monat 3000 Telegramme fremder Diplomaten.
300[3]
Das FA hörte die Telephongespräche zwischen den Berliner Missionen Englands, Frankreichs, Italiens, Japans, Belgiens, Bulgariens, Jugoslawiens und Lettlands und deren Außenministerien ab. Da das europäische Kabelsystem in Berlin und Wien durchlief, las das Amt die meisten Telegramme der japanischen Botschaften in Westeuropa, der türkischen Botschaft in Moskau und der bulgarischen Gesandtschaften in London und Paris mit.

Das Forschungsamt bespitzelte freilich nicht nur ausländische Diplomaten, es beschattete auch Volksgenossen und Parteifunktionäre. Den Gauleiter Streicher überwachte es ebenso wie die Goebbels-Geliebte Lida Baarova und den Hitler-Adjutanten Wiedemann, aber auch Widerstandskämpfer wie die Angehörigen des Kreises um den Abwehrchef Canaris.

Die Abhörberichte des FA, auf braunem Papier unter einem Hoheitsadler getippt und daher von Eingeweihten die „braunen Vögel“ genannt, verbreiteten nicht selten Panik und Beklemmung. Manchem NS-Gegner wurden sie zum Verhängnis: mit den braunen Vögeln begannen oft Verfolgungsaktionen,
die in Konzentrationslagern und unter dem Galgen endeten…“

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40349077.html


1 Kommentar so far
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Ein sehr interessanter Blog-Beitrag und die Bild-Unterschrift unter dem Foto ist auch sehr witzig.

Kommentar von Alexander




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