Martin Compart


ERMITTLER EMPÖRT! by Martin Compart
26. Juli 2014, 5:54 pm
Filed under: NEWS, Stammtischgegröle, TV, TV-Serien | Schlagwörter:

So betexteten die hirnentkernten „Journalisten“ die gnadenvolle Nachricht, dass weniger TATORTE am Sonntagabend auf ihr sediertes Publikum abgefeuert würden.
Das ist die gute Nachricht.
Die schlechte ist, dass auf einem TATORT-Sendeplatz eine Folge der neuen „Krimi“-Serie über einen Ermittler aus der, ich fasse kaum diese historische Boardwalk Empire-Perspektive, Weimarer Republik platziert wird. Aber auch da gibt es eine gute Nachricht: Ausnahmsweise wird das nicht von Nico Hoffmann, dem Zeitgeschichts-Verweser des deutschen Volksempfängers produziert, sondern von den lediglich peinlichen X-Filmern (denen man nur ein X für ein O machen kann).
Freuen wir uns auf eine weitere Blamage des deutschen Fernsehens!
(aus dem Protokoll eines Einstellungsgespräches beim ZDF:
„Wann war der 2.Weltkrieg?“
„Nach dem ersten.“
„Da haben wir wohl einen neuen Guido Knopp gefunden.“)


2 Kommentare so far
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Ich habe ja großen Respekt vor dem, was Hr. Compart für uns Fans der angelsächsischen Pop-Kultur hier geleistet hat und noch leistet, doch ich finde seine obige Kritik am Tatort und der geplanten neuen Krimi-Reihe über die Weimarer Republik überzogen.
Die Qualität der Tatorte hat sich in den letzten Jahren gebes-
sert und die neue Krimi-Reihe aus den Zwischenkriegsjahren klingt auch vielversprechend.

Kommentar von Alexander

Deshalb habe ich gerade etwas neues unter DEEUTSCHER TV-KRIMI-SCHROTT reingestellt, um meine Position zu verdeutlichen. Ich weiß von einem Krimi-Serien-Konzept, angesiedelt in Weimar, das bereits in den 1990ern durch Sender und Produktionsfirmen geschoben wurde. Keiner wollte da ran (wahrscheinlich dachten sie eher an SOKO WEIMAR als an die 1920er). Ohne Volker Kutschers verdienten Erfolg, wüssten sie heute noch nicht, das es mal eine Weimarer Republik gab. Und das ist typisch: Während Briten und Amerikaner Originalkonzepte produzieren, glotzen die verängstigten deutschen Redaktionstrottel auf Erfolge in anderen Medien, die sie dann (schlecht) adaptieren können.

Kommentar von Martin Compart




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