Martin Compart


Hund-fleisch-handel in Thailand by Martin Compart
4. Oktober 2012, 4:01 pm
Filed under: NEWS, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Tierschutz | Schlagwörter: ,

Liebe Freunde ,

nun habe ich die deutsche Übersetzung des illegalen Hunde-Handels bzw. des Hundefleischandels gegen den sich die Leute, im Besonderen der Chef „John Dalley“ von“ der dortigen regional arbeitenden Tierschutzorga „Soi Dog“ in Thailand, stemmen.
Er und seine Leute tun mir leid, denn bei Überprüfungen von beschlagnahmten Hundelieferungen, mußten sie feststellen daß, wegen übermächtiger Tierzahlen und nur weniger Helfer und Mittel, ungenügende Unterkünfte und schlimme Wetterverhältnisse, fast ca. 90% der geretteten Tiere nach 8 Monaten starben od. wieder verschwunden waren. Er ist nach einer aufreibenden Reise zu allen Tierunterkünften, Auffanglagern für diese illegalen Hundetransporte sehr niedergeschlagen und braucht dringend Hilfe. Ich denke, egal wo auf der Welt Tierleid zu verbessern und beheben ist , wo sich Menschen mit ihrer ganzen Kraft, ihrem ganzen Willen und Enthusiasmus dafür einsetzen, sollte man sie unterstützen. Zumal diese Orga noch sehr klein ist, aber wachsen möchte um mehr Einfluß zu bekommen…..wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen.
Mit Geldspenden sowieso, aber wie wäre es, wenn wir ihm und seinem Gefolge auch gute Wünsche über Facebook od. mail senden……oder die „Tierheimleiter“ (von denen er schreibt), mit aufmunternden Worten aus aller Welt, mental unterstützen….damit sie wissen, sie leisten gute Arbeit und überall auf der Welt wird an sie gedacht????

Wäre das nicht eine Gute Sache???

Herzliche, tierschützerische Grüße von Tabea

Im Original ist er einzusehen unter dem LINK: http://www.soidogmovies.org/german/tos_update.htm

Aber ich kopiere alles der Einfachheit halber in diese Mail, leider sind die Fotos nicht mit kopierbar, aber im obigen Originallink schon. Ihr habt die Mail letzte Woche in englisch von mir schon erhalten gehabt.
Tabea Hilgarth h.tabsi@gmx.

TRADE OF SHAME (Handel der Schande):
Die Geschichte, die erzählt, was mit den geretteten Hunden aus dem Hundefleischhandel passiert ist…….

Liebe Freunde und Unterstützer,

Vor kurzem habe ich eine 5-tägige Reise beendet, während der wir 5000km zurückgelegt haben, 4x geflogen sind und über 24h im Auto verbracht haben. Wir haben alle vier Auffangstationen, in denen die vom Hundefleischhandel geretteten Hunde untergebracht sind, besucht. Kurz – die Situation ist noch schlimmer, als wir es uns vorgestellt hatten, mit Ausnahme der Auffangstation in Nakhom Phanom. Die Tiere sind in Nutztier-Mastbetrieben untergebracht, Betriebe die nie als Hundeheime vorgesehen waren.

Eine wichtige Anmerkung vorne weg: Es werden ganz dringend erfahrene Tierärzte mit mindestens 2 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Haustieren benötigt. Dies vor allem im Auffanglager in Khanchanburi und in unserem eigenen Tierheim auf Phuket. Interessierte Tierärzte schreiben bitte an: belinda@soidogaustralia.org.au

Meine Gefühle, nach der Rückkehr nach Phuket, als Hilflosigkeit zu beschreiben, ist noch untertrieben. Trotzdem bin ich fest entschlossen, dass die Mission, den illegalen Hundefleischhandel zu beenden, erreicht werden kann! Vielen Dank an unsere Unterstützer, grossartige erste Hilfe konnte bereits sofort geleistet werden: Viele Tonnen Futter konnten für die Hunde gekauft und provisorische Auffanglager bereitgestellt werden. Lebenswichtige Medizin und mehrere tausend Impfungen konnten wir besorgen. Aber die Probleme mit denen wir zu kämpfen haben, haben erst begonnen. Und wir werden sehr grosse Investitionen tätigen müssen, wenn wir diesen Hunden eine reelle Chance auf eine langfristige und bessere Zukunft geben möchten.
Am Ende dieses Berichtes können Sie den Film eines ehrenamtlichen Ermittlers sehen (leider momentan nur auf Englisch verfügbar), welcher sechs Monate lang die Fakten des illegalen Handels und seine Folgen zusammen getragen hat. Das Video enthält KEINE Bilder die schockieren sollen, es zeigt lediglich die Tatsachen dieses Handels auf. Dieser erste Bericht konzentriert sich auf die beschlagnahmten Hunde. Die Resultate sind erschütternd.

Im Januar dieses Jahres wurden, gemäss offiziellen Zahlen, 1’968 Hunde aus einem Schmuggellager in der Region Ban Tharae, welches als Zentrum der Hundefleischindustrie gilt, gerettet. Die vollständigen Fakten rund um dieses Ereignis sind im Video zu sehen. Es reicht darauf hinzuweisen, dass acht Monate später nur noch 100 (!) dieser Hunde am Leben sind. Sie sind in einem provisorischen Heim im Nordwesten von Thailand untergebracht, einer Gegend, die mit den heissesten Sommern, den kältesten Wintern und den intensivsten Regenfällen zu kämpfen hat.

Aber auch diese verbleibenden 100 Hunde werden sterben, zusammen mit weiteren verlassenen Tieren, die noch von der vergangenen Flutkatastrophe stammen und anschliessend nie mehr abgeholt wurden. Im Ergebnis bedeutet das: Von ursprünglich 1‘968 alleine aus dieser einzigen Beschlagnahmung stammenden Hunden sind bereits 1868 (!) Hunde gestorben oder verschwunden. Unnötig zu sagen, wie gross und schnell der Aufschrei und die Erschütterung gewesen wäre ab dieser Tragödie, wenn es stattdessen Menschen gewesen wären.

Wie man weiss haben Hunde, wie auch alle anderen Tiere, dieselben Gefühle wie wir Menschen. Während der Besuche in den Auffangstationen freuten sich (fast) alle Hunde über die willkommene Abwechslung durch den Besuch und zeigten dies so offensichtlich, dass dies auch ein Nicht-Hundekenner unschwer erkennen konnte. Aber in Thong Pha Phum schienen die Hunde aufgegeben zu haben. Sie liegen da, wirken depressiv und scheinen ihr Schicksal zu kennen.

In Khemmarat, wo die Bedingungen etwas besser sind, sterben etwa 3 bis 6 Hunde pro Tag (gemäss Angaben des Direktors der Anlage). Und wenn das Wetter sehr schlecht ist, sind es auch bis 12 Tiere. Als das Team Khemmarat besucht hat, haben sie 5 Hunde rausgeholt, die nur durch die Intervention des Teams überlebten. Wären sie nicht entdeckt worden, wären sie innerhalb kurzer Zeit gestorben.

Was kann getan werden? Die Probleme sind offensichtlich:

· Die gegenwärtigen Tierheime sind keine geeigneten Unterkünfte und bieten keinen Schutz vor dem Wetter.

· Veterinärmedizinische Versorgung ist kaum vorhanden.

· Es gibt zu wenig Angestellte, und die wenigen Angestellten, die es gibt, haben keine Ahnung vom Umgang mit Hunden.

· Die Hygiene ist mangelhaft und die Entwässerung unzureichend, so dass die Tiere in ihren Exkrementen liegen müssen.

· Zuwenig finanzielle Mittel bestehen, um etwas zu ändern.

In Thong Pha Phum tut der Direktor sein Bestes, aber mit den wenigen Spenden ist es unmöglich das zu tun, was er sich wünscht. Das Gleiche gilt auch für die anderen Anlagen.

Festzuhalten ist, dass diese Tierheime eigentlich Zentren für Nutztiere sind. Und das offizielle Lifestock Departement hat die Aufgabe, Nutztiere und keine Hunde zu überwachen. Es gibt auch keine nationale Tierschutzorganisation, die sich für die Hunde einsetzen könnte. Die Soi Dog Foundation ist eine kleine lokale Organisation. Wir haben zwar Ambitionen, zu einer nationalen Organisation zu wachsen, aber diese Sache sprengt die Möglichkeiten von Soi Dog um ein Vielfaches. Aber es gibt heute niemand andern, der sich diesen Tieren annehmen will oder kann. Auch die grossen internationalen Organisationen zeigten bisher allesamt kein oder nur wenig Interesse hier zu helfen.

Die Lifestock Departements haben kein Budget und die Regierung ist nicht in der Lage, Gelder zur Verfügung zu stellen. Deshalb dürfen wir nichts unversucht lassen, diesen Hunden beizustehen. Aber das können wir nur, mit Unterstützung von Tierfreunden aus der ganzen Welt. Wir wollen diesen Handel der Schande (Trade of Shame) beenden. Wir haben viele Freiwillige, die die Schmuggler verfolgen, jedem Hinweis nachgehen und jeden Lastwagen mit Hunden sofort den Behörden melden. Das wird die Situation in den Auffangstationen noch verschärfen. Wir sind aber überzeugt, dass die konsequente Durchsetzung der bestehenden Gesetzte schliesslich zur Beendigung des illegalen Hundefleischhandels führen wird. Wir werden weiterhin alles daran setzen, diese Kampagne gegen diesen Handel voranzutreiben, bis er aufhört und dem Gesetz Gehör verschafft wurde!

Sowohl lokale als auch internationale Tierfreude versuchen, diese Hunde an neue Besitzer zu vermitteln. Das ist für das einzelne Tier wunderbar. Es hat quasi seinen eigenen Lebens-Jackpot geknackt. Aber es wird leider immer nur ein ganz kleiner Anteil dieser Hunde sein, der diesem Schicksal entrinnen kann. Aber auch die verbleibenden Hunde haben das Beste verdient, was wir ihnen irgendwie geben können.

Soi Dog wird weiterhin versuchen, die Bewilligung für die Kastration sämtlicher Hunde zu bekommen. In Kürze werden die Hunde in Buriram und Khemmarat kastriert. Für diese Kastrationsaktion müssen zurzeit noch Tierärzte vor Ort engagiert werden und es müssen weitere finanzielle Mittel aufgetrieben werden. Noch liegen keine Bewilligungen vor, die es ausländischen Tierärzten gestatten würde, vor Ort zu kastrieren. Wir müssen verhindern, dass in dieses Elend auch noch Tausende von Welpen hineingeboren werden. In den Stationen von Nakhon Phanom, Khemmarat und Thong Pha Phum fanden wir sogar säugende Mütter!

Dieser Welpe heist Nam Mow, was auf Deutsch Seelöwe heisst. Dies Beispiel zeigt, warum Kastrationen so wichtig sind. Durch die Mangelernährung und den Kalziummangel ist der Welpe dauerhaft geschädigt und kann seine Hinterbeine nicht biegen. Er wurde von Khun Toon, dem Tierarzt von Soi Dog nach Bangkok mitgenommen, in der Hoffnung, wenigstens für diesen kleinen Wurm ein Zuhause zu finden.

Wie man auf den Bildern sehen kann, helfen sogar die Kinder der Angestellten! Hier helfen gerade Kinder dabei, Welpen von Zecken zu befreien. Wenn auch Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, spenden Sie noch heute!

In jeder dieser Auffangstationen wird dringend Hilfe benötigt. Damit wir diese Hilfe erbringen können brauchen wir Ihre Unterstützung und Hilfe! In Buriram zum Beispiel soll ein neues Tierheim für mehr als 2000 Hunde gebaut werden. Aber in Buriram gibt es zurzeit nur zwei Angestellte und keinen Tierarzt. Der vorgeschlagene Standort hat Vorteile, aber es wurde bisher kein Gedanke an das Thema Entwässerung verschwendet oder daran, was mit dem unvermeidlichen Abfall passieren soll. In Thong Pha Phum braucht es dringend bauliche Investitionen/Massnahmen oder die Hunde werden den kommenden Winter nicht überleben. Und dies wird unsere erste Priorität sein.

Das Video, welches ich am Anfang dieses Schreibens erwähnt habe, wurde vom Direktor von „Volunteer Media Asia“ gemacht. Er arbeitete mehr als 40 Jahre als Journalist für die besten britischen Zeitungen und nationalen News Agenturen. Was er herausgefunden hat ist schockierend. Bitte schauen Sie sich das Video an, denn es erklärt besser als jeder Bericht, was diese Hunde durchmachen. Das Video enthält KEINE Bilder die schockieren sollen, es zeigt lediglich die Tatsachen dieses Handels auf.

Danke für Ihre Unterstützung. Wir werden Sie über die zukünftigen Ereignisse und Aktionen auf dem Laufenden halten, die nur durch Ihre Unterstüzung möglich sind.

Bitte tragen Sie dazu bei, dass diese Geschöpfe nicht zu einer vergessenen Zahl in einer Statistik werden.

Mit aufrichtigsten Grüssen,

John Dalley

john@soidog.orghttp://www.soidog.org

P.S. Ihre Hilfe ist unentbehrlich, den illegalen Hundefleischhandel und das unmenschliche Schlachten der Hunde Thailands zu beenden. Bitte teilen Sie diesen dringenden Aufruf mit Ihren Freunden und Familien via Facebook, E-mail und Twitter

Soi Dog verschickt regelmässig Newsletter und Updates. Wünschen Sie, diese Updates/Newsletter in Deutsch regelmässig zu erhalten, dann senden Sie bitte eine E-Mail an claudia@soidog.


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