Martin Compart


JÖRG FAUSERS SCHLANGENMAUL – Nachtrag by Martin Compart

7.
Irgendwann in den Neunzigern ging ich dummerweise mal
zu einem Monatstreffen der Kölner Drehbuchautoren. Im
Gespräch mit einer damals gefeierten Edelfeder fiel auch
Jörgs Name. Da er öfters für die Bavaria arbeitete, fragte ich
die »Edelfeder«, wie lange die noch mit ihrem fetten Arsch
auf den Verfilmungsrechten vom Schlangenmaul sitzen wolle,
ohne zu produzieren. »Unverfilmbar! Daran haben sich
schon jede Menge Autoren versucht. Unmöglich zu adaptieren.
Da war es wieder: dieses Sich-in-Dumpfheit-und-Unfähigkeit-
Verschanzende, das Jörg und ich so oft kichernd
kommentiert hatten. Die deutsche Kulturindustrie als Vollidiotenbranche
voller Gestalten, die mit einer Halbautomatik
russisches Roulette spielen würden. Die »Edelfeder« beklagte
den Plot, nicht wissend, daß es im Film vor allem um
Szenen geht. Aber vielleicht sahen sich er und seine Gesellen
ja Howard Hawks Chandler-Verfilmung wegen des ebenso
stringenten wie nachvollziehbaren Plots an …


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