Martin Compart


SCHWULE SADISTEN: ERNST RÖHM UND DIE SA 3.Teil by Martin Compart
12. März 2009, 12:07 pm
Filed under: Politik & Geschichte, Porträt, SA | Schlagwörter: , , ,

KARL ERNST
Nicht weniger widerwärtig war der SA-Führer Karl Ernst. „Sein mächtiges und gewöhnliches Gesicht verrät den Tunichtgut, sein Mund Genusssucht, und auf dem Kopf sitzt etwas nachlässig die Kappe des Obergruppenführers. Er fasziniert die Söhne der guten Berliner Familien. Man sagt, auch er sei homosexuell. Wenn er die verlassenen Lagerhäuser oder die Keller besucht, in denen die SA die widerspenstigen Deutschen züchtigt, dann leuchten die Augen und er lacht voll Zynismus. Seine Männer genießen Straffreiheit. Diebstahl, Mord, Vergewaltigung, all das wird zum Politikum, und Ernst deckt seine SA. Dennoch wird er in der guten Gesellschaft empfangen, und man sieht ihn stets in Begleitung von August Wilhelm von Preußen, dem vierten Sohn des Kaisers.“ 23 Der französische Militärattaché General Renondeau bezeichnete ihn als einen „der hitzigsten Männer“ der SA. Er wurde als dreister, wortgewandter, stets elegant gekleideter Zyniker geschildert, um dessen Nacken ein Orden des Großfürsten von Coburg baumelte. Prinz August Wilhelm von Hohenzollern, genannt Auwi, war ein Bewunderer von Ernst und dem SA-Schlächter Willi Schmidt, genannt Schweinebacke, die er gerne bei Empfängen in seiner Villa Liegnitz auf dem Schlossgelände von Sanssouci bewirtete, wenn Kaisers Geburtstag oder der Sieg von Sedan zu feiern war.

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Karl Ernst

Karl Ernst wurde am 1. September 1904 als Sohn eines Hausmeisters in Wilmersdorf geboren. Ein zwielichtiger Bursche, der sich als Hotelportier, Liftboy und Kellner im Schwulenmilieu durchschlug. 1923 trat er in die NSDAP ein. Ende der 20er Jahre hatte er im Berliner Homosexuellenlokal ELDORADO Hauptmann Paul Röhrbein kennen gelernt, den ersten Berliner SA-Führer. Röhrbein hatte Röhm schon zu Zeiten des Frontbanns unterstützt, indem er die Frontbanngruppen in Berlin aus alten Freikorpskämpfern organisierte. Bald nach der Bekanntschaft war Ernst in die SA eingetreten und wurde nur noch „Frau Röhrbein“ genannt. Er musste sich sofort einer SA-internen Untersuchung stellen, die diese Beziehung zu Röhrbein „aufdeckte“. „Gestandene SA-Männer hielten ihn für einen einfachen Ganoven, der unwürdig sei das braune Hemd zu tragen.“24 Protektion kam von entscheidender Seite: 1931 stellte ihn Röhrbein seinem Freund Röhm vor, der ihn sofort förderte.

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Röhm mit Karl Erns

Seit April 1931 galt Ernst im inneren Zirkel als Röhms Liebling, denn der machte ihn umgehend zum SA-Führer von Berlin und 1932 zum Mitglied des Reichstages. Nachdem Graf von Helldorf 1932 die von ihm kommissarisch mitverwalteten Berlin-Brandenburger SA abgab, wollte Hitler Gruppenführer Kasche zum SA-Obergruppenführer machen. Als der inzwischen als Stabsleiter von Berlin agierende Ernst davon erfuhr, alarmierte er Röhm, der ihn als Obergruppenführer durchsetzte. Nach der Pressehatz gegen schwule SA-Führer, konnte auch Ernst, der zusammen mit Röhm und Heines prominenteste Zielscheibe war, auf Hitlers (vorläufige) Unterstützung rechnen. Göring machte auch ihn zum Preußischen Staatsrat. In einer unveröffentlichten Erinnerung (1956) von „Putzi“ Hanfstaengl heißt es: „Ernst deutete in den dreißiger Jahren an, es genügten ein paar Worte, um Hitler zum Schweigen zu bringen, wenn er sich über Röhms Verhalten beklagte.“

Für die Berliner SA-Schwulenorgien, an denen Röhm natürlich gerne teilnahm, gab Ernst monatlich 30 000 Reichsmark aus, dreißig mal mehr als er Gehalt bezog…

Als die SA 1931 Amok lief, beteiligte sich Ernst gerne persönlich an der Misshandlung der Opfer. In dem antinazistischen BRAUNBUCH GEGEN REICHTAGSBRAND UND NAZITERROR von 1933 wurde ein Zusammenhang zwischen den auffallend perversen Folterungen durch SA-Männer und der speziellen Homosexualität in der SA hergestellt. Besonders herausgestrichen wurde der homosexuelle Berliner SA-Führer Graf Helldorf, der sofort nach … die unterirdischen Gefängnisse der Festung Wuppertal: „Hieronymus Bosch und Pieter Breughel haben nie solches Entsetzen erblickt. Die Gefangenen waren lebende Skelette … mit eiternden Wunden … Es gab keinen, dessen Körper nicht vom Kopf bis zu den Füßen die blauen, gelben und grünen Male der unmenschlichen Prügel an sich trugen.“ Als sich Diels um einen Gefangenen näher kümmern will, erschienen „in tadelloser Uniform, an Hals und Brust alte und neue Dekorationen, Ernst, einer der Berliner SA-Führer, und sein Gefolge … Lachend und plaudernd betraten sie das Verließ. ,Was bilden Sie sich ein! Lassen Sie sich nicht einfallen, uns in den Arm zu fallen‘, brüllte Ernst.“ Über das berüchtigte Wuppertaler KZ schreibt auch Longerich: „In Wuppertal wurde durch den zum Polizeipräsidenten ernannten örtlichen SA-Führer ein KZ in der ehemaligen Putzwollfabrik Kemna eingerichtet. In dem dreistöckigen Gebäude wurden zeitweise mehr als 1000 Gefangene untergebracht. Häftlingsberichte schildern spezielle Mißhandlungsmethoden, die sich die dort stationierte SA einfallen ließ: Die Gefangenen …“25
In Berlin eröffnete Ernst seine eigenen KZs. 1933 besetzte die SA-Standarte 12 das Pankower Gefängnis in der Borkumstraße, das von da an als „Karl-Ernst-Haus“ bezeichnet wurde und in dessen Zellen Ernst und seine Leute die übelsten Folterungen betrieben. Die Berlin-Brandenburger SA zählte bei Hitlers Machtübernahme 60 000 Mann; im Herbst 1933 war sie auf 220 000 angewachsen. Ab Februar ließ Ernst brutale SA-Greifkommandos Berlin durchpflügen. Sie jagten Kommunisten, SPDler und ihnen nicht genehme Bürger, die sie in ihre wilden KZs verschleppten. Die Zahl dieser Folterstätten in Berlin wird zwischen fünfzig und hundert angenommen. „Schätzungen gehen davon aus, dass über 100 000 Menschen von der SA inhaftiert wurden und mindestens 1000 ermordet wurden.“ 26 Über die Schließung eines Berliner Lagers berichtete Diels: „Die Opfer, die wir vorfanden, waren dem Hungertod nahe. Sie waren tagelang stehend in enge Schränke gesperrt worden, um ihnen Geständnisse zu erpressen. Die ,Vernehmungen‘ hatten mit Prügel begonnen und geendet; dabei hatten ein Dutzend Kerle in Abständen von Stunden mit Eisenstäben, Gummiknüppeln und Peitschen auf die Opfer eingedroschen. Als wir eintraten, lagen diese lebenden Skelette reihenweise mit eiternden Wunden auf dem faulen Stroh.“27 Höhnisch kommentierte Ernst seine Folterkeller: …
…Menschen blieben auf dem Pflaster zurück, verreckten in Durchfahrten oder zwischen Sträuchern, wenn dieser menschliche Abschaum krakeelend wieder aufsaß, um den nächsten Stadtteil mit Terror zu überziehen. „Mit Salzwasser wurden die Wunden der Opfer überschüttet, mit Stiefelwichse verschmiert. Bald lagen die Krankenhäuser voll Menschen mit zerbrochenen Gliedmaßen, halb irrsinnig von den ausgestandenen Martern, blutende, zerfetzte menschliche Klumpen. Vergebens flehte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschnationalen Partei, Dr. von Winterfeldt, den Reichskanzler Hitler an, den Rechtsstaat nicht zerstören zu lassen… In Spandau holte die SA den Führer der sozialdemokratischen Arbeiterjugend, Erich Meyer, aus einer Laubenkolonie heraus, am nächsten Morgen wurde sein verstümmelter Leichnam gefunden… In Köln wurde der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Sollmann von SA bewusstlos geschlagen, durch die Straßen geschleift und nach fürchterlichen Misshandlungen in einen Kohlenkeller geworfen. In Köpenick wurde die 46 Jahre alte Sozialdemokratin Frau Jankowski in den Morgenstunden des 21. März aus ihrer Wohnung in eine nationalsozialistische Kaserne verschleppt, nackt ausgezogen und ausgepeitscht.“28 Seit dem 30jährigen Krieg war Deutschland nicht mehr mit einer solch brutalen Terrorwelle überzogen worden. Dieser primitive Gewaltkult existierte außerhalb jedes gesellschaftlichen Moralcodes. „Es waren diese Untaten, die in der Bevölkerung auf lange Zeit das Bild der SA bestimmten und später den Mördern des 30. Juni 1934 öffentliche Zustimmung sicherten.“29
Aus welchen Gründen auch immer: Hitler mochte weder Karl Ernst noch Edmund Heines – im Gegensatz zu Röhm, dem er noch in der Nacht der langen Messer das Leben schenken wollte. Sie gehörten zweifellos zu den Leuten, die zuviel wussten und dies auch noch wie eine Monstranz vor sich her trugen, um den Führer an ihr Mitwissen zu erinnern. Ernsts Beteiligung …

Nicht nur aus politischen Gründen rekrutierten Röhm und seine SA-Führer junge Männer aus der Arbeiterjugend: Der schwule Hofstaat hatte ein unstillbares Verlangen nach „Frischfleisch“. Dafür stellte Röhm den zwielichtigen Peter Granninger ein. Für einen Monatslohn von 200 Reichsmark suchte dieser unter den jungen SA-Männern nach homosexuellen Partnern für Röhms Orgien. Granninger hatte die Qual der Wahl: Die meisten SA-Männer waren 18 bis 25 Jahre alt. In Karl Ernsts Berliner SA waren 70% unter 26- und fast 90% unter 30 Jahre alt. Granninger konnte ausreichend Frischfleisch heranschaffen. Aber das genügte nicht: In München … nach dem Ende der Unterredung erfuhr Himmler am nächsten Tag, „dass während der ganzen Nacht im SA-Stabsquartier die tollste Orgie stattgefunden habe, die Himmlers Vertrauensleute jemals gesehen hätten. Flaschen flogen aus den Fenstern und zerbrachen klirrend auf dem Pflaster, das Lachen hörte man bis auf die Straße. Röhm hat die ganze Nacht mit seinen Lustknaben an der Orgie teilgenommen. Himmler tobt.“ 32 Granninger entkam zwar dem 34er Massaker, wurde aber im selben Jahr mit anderen angeklagt und vor Gericht gestellt. Über sein Schicksal ist bisher nichts weiter bekannt, wahrscheinlich endete er in einem KZ.

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P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Monsanto vernichtet werden muss.


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