Martin Compart


DER SODOM KONTRAKT by Martin Compart
26. Juli 2013, 9:15 vormittags
Filed under: E-BOOKS, Sodom Kontrakt | Schlagwörter: ,

Als Erinnerung an meine Katze Kuching, die vor zwei Jahren gestorben ist, gibt es bei Kindle Anfang August drei Tage lang meinen Roman DER SODOM KONTRAKT als kostenlosen download.

sodom_kontrakt

http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76



GILLS MOMENTANER LIEBLINGSSONG by Martin Compart
10. Juni 2013, 11:16 vormittags
Filed under: LUCIFER CONNECTION, MUSIK, Sodom Kontrakt, WORK IN PROGRESS | Schlagwörter: ,

Diese großartige Band könnte ein Vorbild für die nicht minder wunderbaren Baseballs gewesen sein. Denn bereits vor ihnen haben sie “tolle Songs ihrer wahren Bedeutung zugeführt” (Send me An Angel, Planet Earth etc).



LUCIFER CONNECTION UND DIIE SÖLDNER by Martin Compart

Chris Harderer (http://www.evolver.at/account/chris.haderer/ hat einen Film über mich und die Hintergründe von LUCIFER CONNECTION gemacht. Da ich mich selber audiovisuell nicht ertragen kann, habe ich nur Ausschnitte gesehen. Aber wer die Arbeiten von Chris kennt, weiß, wie gut der Mann ist. Eine Auswahl seiner Filme findet man unter http://www.youtube.com/user/chrishaderer
Das Spektrum ist äußerst beeindruckend!
Für alle, die mein Gestammel (und Versuche, die Meisterschaft auf der Luftgitarre zu erlangen) interessiert, hier sein Film:

http://www.youtube.com/watch?v=RYSGIvzYKVY

http://scottbradley.de/compart-und-die-soldner

Mein Dank gilt Chris und dem ganzen Team von EVOLVER.



ZUR E-BOOK-AUSGABE VON “LUCIFER CONNECTION” BEI EVOLVER BOOKS by Martin Compart

Nun sind sie endlich da: Die eBooks von Evolver! Lange hat man warten müssen, aber das Warten hat sich gelohnt! Andreas Winterer hat jedes aufgepeppt und für jede Plattform lesbar gemacht. Aber auch die von mir geschätzte eigenwillige Aufmachung der Bücher wurde beibehalten. Ich persönlich bevorzuge nach wie vor das gedruckte Buch, kann mich aber aber durchaus für die Vorteile des eBooks erwärmen (keine zusätzliche Büchertasche mehr, wenn man auf Reisen geht, keine Lesebrille, wenn der Satzspiegel zu klein ist). eBooks sind für mich eine tolle Ergänzung, die auch vergessene Autoren, für die ein sogen. Publikumsverlag keinen Markt mehr sieht (etwa Berkeley Mather, Duncan Kyle oder Desmond Bagley), lieferbar oder zugänglich machen können.
Zur Feier meiner eBook-Ausgabe von DIE LUCIFER CONNECTION an dieser Stelle mein neues Nachwort.

Andreas formatiert nicht nur, sondern füllt auch eBooks mit bestechenden Inhalten

EVOLVER BOOK-SHOP:http://www.evolver-books.at/

MEIN NACHWORT ZU LUCIFER CONNECTION

Es war sieben, acht Jahre her, als ich DEN SODOM KONTRAKT beendet hatte und ernsthaft mit dem Schreiben an DIE LUCIFER CONNECTION begann. Alles, was ich mühsam beim ersten Roman gelernt hatte, schien vergessen und musste neue erarbeitet werden – so erschien es mir zumindest anfangs. Dabei hatte ich direkt nach SODOM mit dem zweiten Gill-Roman begonnen (und das erste Kapitel fand dann auch Eingang in LUCIFER). Aber es kam immer etwas dazwischen und so kam es nicht wirklich zu einer ernsthaften Fortsetzung. Trotzdem waren diese „verschwendeten“ Jahre nützlich für das Buch, denn es entwickelte sich thematisch und ästhetisch in eine völlig andere Richtung, als ich zuvor geplant hatte. Aus meiner Sicht zumVorteil. http://www.amazon.de/gp/product/B006UJXY76/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_3?pf_rd_p=330045107&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=3895811742&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=0FJBHEDCPBNWK9J7SQR1

Lassen Sie mich ein wenig auf die Aspekte eingehen, die mich zu dem Roman motivierten: Anfang 2002 erfuhr ich aus der Presse zum ersten Mal von dem Torso des kleinen schwarzen Jungen, den man aus der Themse gefischt hatte und dem die Ermittler später den Namen „Adam“ geben sollten. Das löste vor allem in England eine weitgehende Untersuchung über Kult-Morde aus und führte zu dem, was man vulgär als „Scotland Yards Occult Squad“ betitelte. Insgesamt kam man zu der erschreckenden, aber nicht wirklich überraschenden Erkenntnis, dass es in Europa (und nicht nur unter Afrikanern) Ritualmorde gibt. Eine Klassifikation, die es in deutschen Kriminalstatistiken nicht gibt (und deshalb nicht existiert – aber dazu habe ich in Kapitel 19 genug aufgeführt). Meine Beschäftigung mit dem Fall Dutroux, der eher ein Fall Nihoul war, für SODOM KONTRAKT hatte mich zuvor mehrfach mit diesem Thema in Berührung gebracht. Wie im Roman zitiert (und durch Aktenlage belegt), gab es Berührungen zwischen satanischen Gruppen und Dutroux´s Gang. Außerdem gab es Zeugenaussagen, dass die von Nihoul zugeführten Kinder nicht nur bei Orgien abgeschlachtet wurden, sondern auch rituell missbraucht wurden – bis hin zum Tod.

„Ganz in der Nähe, in einem Vorort von Charleroi, hat die okkulte Sekte “Abrasax” ihr Hauptquartier. Die Fahnder hofften, dort eine heiße Spur in das Innere eines pädophilen Zirkels gefunden zu haben. Und wieder schien Dutroux im Spiel: Im Holzhaus eines seiner Komplizen, Bernard Weinstein, entdeckte die Polizei einen Brief, der den Empfänger “an das Geschenk für die hohe Priesterin” erinnerte. Angefügt war eine Art Bestellschein für 17 Personen weiblichen Geschlechts zwischen 2 und 20 Jahren, die für anale, orale und vaginale Sexualpraktiken gebraucht würden. Unterzeichnet hatte das Schreiben der Satanspriester “Anubis”.“ Aus: DER SPIEGEL 12/1997

Für mich entstanden überzeugende Schnittmengen zwischen der Pädophilenszene und westlichen Ritualmorden. Was nicht bedeutet, dass beide Szenen deckungsgleich sind; sie überschneiden sich an Rändern (ähnlich wie Snuff-Film-Produktionen). Meine Beschäftigung mit okkulten Kindertötungen in den schwarzafrikanischen ju-ju-Bräuchen zeigten diese Überschneidungen nicht. Jedenfalls nicht so deutlich erkennbar wie etwa in der westlichen Satanisten-Szene. Das war ein Aspekt, über den ich schreiben wollte. Bei den Recherchen zur deutschen Satanistenszene (abgesehen zu anzweifelbaren Quellen, die Bezüge zum Okkult-Milieu bereits im Kaiserreich herstellen) geriet mir ein ziemlich überzeugendes Buch in die Hände, das bereits 1979 (!) in der 3. Auflage war: Horst Knaut: Das Testament des Bösen, Kulte, Morde, Schwarze Messen – Heimliches und Unheimliches aus dem Untergrund. Was erst durch Dutroux in mein Bewusstsein gelangt war (und von mir zuvor als Spinnerei abgetan wurde), hatte offenbar ein lange und unheimliche Tradition. Der Journalist Knaut (u.a. arbeitete er für die ARD bei „Report“) war wohl der erste, der sich gezielt mit der Satanistenszene in der Bundesrepublik beschäftigte.

Ein neues Feld tat sich auf, dass extrem schwierig zu recherchieren war. Denn neben seriösen Informationen stößt man – ganz wie bei den so genannten Verschwörungstheorien – auf noch mehr Desinformationen, die als Nebelkerzen dienen. Ich entschloss mich dazu, die als seriös verifizierte Fakten als Grundlage zu nehmen und durch die Hypertrophierung des Bösewichts den Kern dieser Menschen verachtenden Ideologie heraus zu schälen. Und damit gelang auch die Verbindung zu den dunklen Seiten der schwarzafrikanischen Poro-Gesellschaften (die im Den Haager Prozess gegen Charles Taylor protokolliert wurden): Ob der ju-ju afrikanischer Warlords oder der Satanismus europäischer- und amerikanischer Weicheier – es geht beiden nur um Macht.

Die bösen, bösen Söldner (an anderer Stelle in dieser Buchversion, nämlich die Besprechung von Eeben Barlows Buch über Executive Outcomes, habe ich mich dazu hinreichend geäußert)! Der Einsatz in Sierra Leone gehörte sicherlich zu den wenigen positiven Nutzungen des Söldnerwesens. In der angeblich liberalen westlichen Presse findet man nur wenige objektive Darstellungen der Söldner-Aktivitäten der letzten Jahrzehnte. Die Berichte tendieren zu extremen Positionen: Rechte Publizisten loben mit meist rassistischen Untertönen Söldner-Einsätze als Kampf gegen den Weltkommunismus, der das Böse schlechthin bedeutete. Linksliberale Schreiber verdammen jede Söldneraktivität, zumeist zu recht, als Interessenvertretung ausbeuterischer Kräfte. Erste Zweifel am Absolutheitsanspruch beider konträrer Sichtweisen kamen mir durch die Recherche der Kongo-Kriege, insbesondere in den 1960ern. Die Kongo-Unruhen rückten die Söldner stärker als zuvor ins öffentliche Blickfeld. Konservative Berichterstatter zeichneten Söldner und belgische Paras als Retter der Zivilisten vor den unbeschreiblichen Gräueltaten der schrecklichen Simbas, die bereits damals die Jeunesse des Pierre Mulele als Kindersoldaten einsetzten. Linke Publizisten dokumentierten – ebenfalls zu recht – die Übergriffe von Söldnern, verherrlichten aber gleichzeitig die Simbas als Freiheitskämpfer. Ich habe im Laufe der Jahre einige Söldner kennen gelernt, Darunter reihenweise Schwachköpfe, die sich heute als Contractor der privaten Militärfirmen in Afghanistan, Irak, Kongo und anderswo verdingen. Diese privaten Militärfirmen haben kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Söldnertum gemein, da sie gezielt für nationale Wirtschaftsinteressen gegründet wurden und von Anfang an vertraglich an diese gebunden sind. Der Söldner, der ursprünglich seine Arbeitskraft auf dem freien Markt an den höchstbietenden vermiete, hat in diesem Konstrukt keine echte Wahlfreiheit mehr.

Ich habe aber auch intelligente Zyniker getroffen, die sich mehr als einmal durch politische- und wirtschaftliche Interessen verheizt fühlten. Sogar Idealisten sprach ich, die als weiße Afrikaner glaubten, indirekt oder direkt für das Wohl ihres Kontinents gekämpft zu haben. Der Kampfpilot „Nellis“, den ich im Roman erwähne, flog schließlich unbezahlte Einsätze um die Bevölkerung von Freetown gegen die heran rückende RUF zu verteidigen. Durch die private military contractor sind die (vermeintlichen) Söldner mehr denn je in Verruf geraten. Ich wollte diese bekannte Tatsache nicht bestätigen, sondern die unpopuläre Realität erwähnen, dass es unter Söldnern auch verschmähte Helden gab und gibt. Die ganze Komplexität des Themas wird akribisch im Netz aufgearbeitet auf der Page http://www.kriegsreisende.de/
von Frank Westenfelder, dessen Buch EINE KLEINE GESCHICHTE DER SÖLDNER (Adatia Verlag, Sankt Augustin, 2011), das Beste im deutschsprachigen Raum ist.

Tierschutz lag mir immer am Herzen und ich verspürte von Kindheit an einen großen Hass auf Tierquäler. Da versagt bei mir jede zivilisatorische Kontrollinstanz im Über-Ich. Das Schreiben am Roman half mir, diese Wut ein wenig zu mildern, indem ich sie fiktional aufarbeitete. Kuching, die Katze, die bei und mit mir 18 Jahre gelebt hatte, zeigte gelegentliches Interesse an meiner Tipperei. Ihre Anwesenheit verdeutlichte mir permanent, dass man nicht genug tun kann um Tiere vor den Quälereien der Menschen zu schützen. Genauso wie hilflose Kinder. Kuching starb nach der letzten Fassung des Romans. Ich habe LUCIFER CONECTION ihr gewidmet, da das Buch ohne sie nicht entstanden wäre. Ideologien, die behaupten, Tiere hätten keine Seele, irren. Jeder, der mit Tieren lebt, weiß, dass sie nicht nur eine Seele haben, sondern sich durch einzigartige Individualität unterscheiden. Dutroux oder Nihoul sollen verrottete Seelen haben? Und Kuching nicht? Das ist ja lächerlicher als Ablassbriefe.

Ich wollte mit LUCIFER CONNECTION etwas ganz anderes schreiben als mit SODOM KONTRAKT. Letzterer wurde elliptisch erzählt, während LUCIFER der Form einer klassischen „Quest“ folgt. Ein zentrales Thema ist Freundschaft. Wie der große Philosoph Alain Delon richtig gesagt hat: „In der Freundschaft gibt es keine Enttäuschung, sondern nur Verrat.“ Gill und Karibik-Horst agieren, wie man sich wünscht, oder aus Melville-Filmen kennt, das Freunde reagieren. Pure Romantik? Sicher – aber vor realem Hintergrund. Lee Child, Simon Kernick oder Andy McNab haben in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass man im Thriller wieder über heroische Protagonisten schreiben kann. Egal wie kaputt sie vielleicht im Kern sind, sie schlagen sich brutal mit der Machete ihren Pfad durch eine Welt im Niedergang. Ohne gesellschaftliche Illusionen kümmern sie sich fast nur um ihr direktes, persönliches Umfeld. Nahezu schon Biedermeier. Aber Biedermeier als Action-Film.

Der Prolog in seiner Brutalität hat bei einigen Lesern für Verwirrung gesorgt. Ein Kunde von Manfred Sarrazins Krimi-Buchhandlung „Alibi“ sagte mir, dass er deshalb seiner Frau die Lektüre untersagt hätte. Eine Bekannte wollte den Roman deshalb gar nicht lesen (der ansonsten auf Gills Ebene ja ganz harmlos anfängt). Wahrscheinlich hat dieser Prolog einige Leser verschreckt, gar von der Lektüre abgeschreckt. Mit Hinblick auf den Zustand der Welt würde ich gerne sagen, dass sich mein krankes Hirn das ausgedacht hat. Aber leider ist das nicht so. Ich bin bei meinen Recherchen über Charles Taylor und seine Schergen (googeln Sie mal General Butt naked) genau auf so eine Szene gestoßen und abe bis auf Taylor nur die anderen Beteiligten fiktionalisiert. Über Taylor und seinen rituellen Kannibalismus hat ein ehemaliger Gefolgsmann im Prozess gegen ihn am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgesagt. Naja, vielleicht hätte ich trotzdem mehr Leser gefunden, wenn ich ihnen beim reinblättern in Buch nicht gleich die Keule über den Schädel gehauen hätte. Trost ist mir die Aussage eines anderen Lesers, der den Roman für die beste fiktionale Darstellung der Verhältnisse in Schwarzafrika hält, die er bisher gelesen hat. Du natürlich Manni Sarrazins Aussage, es sei für ihn „das Buch des Jahres“ gewesen.

Ein anderes Thema ist Rache. Wie weit gehen manche Mensche um für sich oder Freunde Rache zu üben. Und was muss man als Preis dafür bezahlen? Gill bezahlt in meinen Augen einen sehr hohen Preis um seinee scheußliche Rache an Zaran durchzusetzen. Einen Preis, den ich persönlich nie zu bezahlen bereit wäre. Aber dies ist einer dieser viel und gern zitierten Fälle, in denen sich die literarische Figur vom Autor entfernt und ein Eigenleben beginnt, dem der Autor nur noch folgen kann um es aufzuschreiben. Momente, die man als Schreiber zugleich liebt und hasst: Liebt, weil die Figur vom Papier abgehoben hat und in einer virtuellen Welt real wird. Hasst, weil man als Autor die Kontrolle über den Stoff verliert.

Der dritte Gill ist in der Pipeline. Aber gesundheitliche Gründe haben bisher verhindert, dass ich eine notwendige Recherchereise angehen konnte (und dies wohl auf Anfang nächsten Jahres verschieben muss). Er schließt direkt ans Ende von LUCIFER an.

Ich hoffe, geschätzter Leser, ich habe Sie mit diesem Roman unterhalten, geschockt und wütend gemacht. Lieber wütend auf bestimmte Verhältnisse, als auf mich. Vielleicht hätte ich Ihnen ein paar brutale Tatsachen ersparen oder abmildern sollen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass es da draußen Menschen gibt, die diese Tatsachen jeden Tag ausgeliefert sind.

„Zorn“ ist das erste Wort in der ILLIAS, mit der die europäische Literatur beginnt. Zorn war eine der Triebfedern, um diesen Roman zu schreiben.

Martin Compart, Oktober 2012.

http://www.amazon.de/Die-Lucifer-Connection-ebook/dp/B009Z34EA0/ref=ntt_at_ep_edition_2_6



NEWS: DIE ERSTEN E-BOOKS by Martin Compart
7. Januar 2012, 11:23 vormittags
Filed under: E-BOOKS, Keith Richards, NEWS, Rolling Stones, Sodom Kontrakt | Schlagwörter: , , ,

Meine ersten E-Books sind erschienen und bei Amazon im Kindle-Shop verfügbar. Es handelt sich um das lange vergriffene Buch über die Rolling Stones (überarbeitete Fassung) und den ersten Gill-Roman DER SODOM KONTRAKT.

http://www.amazon.de/gp/product/B006UJXY76

2000 LIGHTYEARS FROM HOME – Eine Zeitreise mit den Rolling Stones unter:

http://www.amazon.de/2000-LIGHTYEARS-HOME-Zeitreise-ebook/dp/B006UJFVUO/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1325934716&sr=8-4


http://www.amazon.de/HITLER-PERVERS-RAUBAL-Sexskandale-ebook/dp/B0071PNS1A/ref=sr_1_7?ie=UTF8&qid=1327685095&sr=8-7



zu DER SODOM KONTRAKT by Martin Compart
9. März 2009, 7:15 vormittags
Filed under: Bücher, Drehbuch, Dutroux, Sodom Kontrakt | Schlagwörter: , , , ,

Zur Erzählstrategie:

Im SODOM KONTRAKT benutze ich eine Erzählweise, die weder dem allwissenden Erzähler entspricht, noch dem Ich-Erzähler. Stattdessen ist sie irgendwo dazwischen, gleichzeitig in der dritten Person und aus dem

Der Sodom-Kontrakt

Sodom-Kontrakt bei amazon.de

Blickwinkel der Haupt- und im Focus stehenden Personen. Die szenisch im Mittelpunkt stehende Figur dient als visueller auditiver und psychologischer Brennpunkt. Ihr Blickwinkel soll der Erzählweise Farbe geben und abgrenzen. Die Anwendung dieser Erzählstrategie soll dem Leser intime Einblicke in die Denkprozesse von mehr als nur der Hauptfigur ermöglichen, ohne dabei auf den allwissenden Erzähler zurückzugreifen. Die Beschränkung des Erzählers sollte dazu führen, dass der Leser die Weltsicht der Figuren auf einer tieferen Ebene nachvollziehen kann. Die unterschiedlichen Auffassungen der Figuren über die Geschehnisse sollen zusätzliche Spannung erzeugen. Damit wird der Leser aufgefordert, Haltungen und Situationen selbst zu beurteilen, Dies erscheint mir von einiger Bedeutung: Nicht die individuelle Wahrnehmung der Figuren soll für eine gewisse Spannung sorgen, sondern die Widersprüche in ihren unterschiedlichen Wahrnehmungen. Mit der existenzialistischen Psychologie ausgedrückt: Jeder nimmt gleichzeitig zwei Welten wahr: den idios kosmos, der die eigene, persönliche Welt ist, und den koinos kosmos, die (mit anderen) geteilte Welt. Das Stemmen gegen den Zusammenbruch des idios kosmos sollte als unbewusst wahrzunehmendes Spannungselement die Thriller-Handlung unterstützen. Der Astigmatismus der Figuren soll den Leser dazu bringen, den eigenen koinos kosmos abzuleiten. Der Leser übernimmt die Aufgaben des allwissenden Erzählers und muss Urteile fällen, Wertvorstellungen festlegen (oder die vom individuell ausgerichteten Erzählers verwerfen/zustimmen) und die Erzählung auf seine Metaebene heben. Natürlich versuche ich dies zu steuern, indem ich die Blickwinkel auswähle. Aber der Leser muss selbst die Bedeutung produzieren, indem er eigene Schlüsse zieht um sie seinem koinos kosmos anzugleichen, da dass Konglomerat aus verschiedenen Sichtweisen nicht durch einen allwissenden Erzähler aufgelöst wird.

Einige Rezensionen zum Roman SODOM KONTRAKT

JUNGE WELT
24.09.2007 / Feuilleton / Seite 13
Der beste Kaffee
Zwei klassische Thriller von Ross Thomas und Martin Compart geben vor, was heute anliegt
Von Ambros Waibel
… Der Alexander-Verlag flankiert nun seine Werkausgabe mit Büchern aus Fausers persönlichem und ideellem Umfeld, eine realistische Traditionslinie wird sichtbar, die nach Jahren im Untergrund der Genre-Literatur mit Leuten wie Meyer und Saviano gerade wieder auftaucht. Zuletzt erschienen sind der Klassiker »Umweg zur Hölle« von Ross Thomas, im Original 1978, 1984 auf Deutsch bei Ullstein herausgekommen, und ein schnelles, schmutziges, höchst unterhaltsames Paranoia-Ding vom eben damals verantwortlichen Ullstein-Herausgeber und Fauser-Kumpel Martin Compart, »Der Sodom-Kontrakt«…. Martin Comparts konsequenter »politisch inkorrekter Anti-EU-Thiller« »Der Sodom-Kontrakt«, der in einer agitprop-mäßig noch deutlich schärferen Fassung bereits 2001 im Strange-Verlag erschienen ist, geht da einen Schritt weiter, indem er mindestens einen zurückgeht. Er will nicht den Pulp-Roman auf die Höhe der goutierten Literatur bringen, sondern er nimmt ihn als reißfeste Tüte, in die er kräftig hineinkotzt. Das kann sich wohl nur jemand erlauben, der von der anderen, der Verleger-Seite herkommt und es da bis zum deutschen »Krimi-Papst« gebracht hat. Compart weiß den Zeitungen noch etwas zu entnehmen, insbesondere denen aus Witten/Ruhr, und was er nicht weiß, reimt er sich so kräftig zusammen, daß er in aller Ruhe und mit fieser Ironie Raymond Aron zitieren kann: »Die Gesamtheit der Ursachen, welche die Gesamtheit der Wirkungen bestimmen, übersteigt die Fassungskraft des menschlichen Verstandes.«


DER SODOM KONTRAKT als eBook bei: http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1325937554&sr=8-6

Zuschaufeln, mit dem Auto drüber und Schluss!
Martin Compart glänzt mit einem bitterbösen Thriller
Von Jens Müller
TAGESSPIEGEL 13.1.2008

Charlie und Lee in „The Killers“. Mr. Wint und Mr. Kidd in „Diamonds Are Forever“. Jules und Vincent in „Pulp Fiction“. Killerduos mit sarkastischem Dialogwitz haben manchmal enormen Unterhaltungswert. Vorausgesetzt, man ist nicht ihr nächstes Opfer und muss nicht mit anhören, auf welche Art und Weise man selbst das Zeitliche segnen soll: „,Zuschaufeln, zweimal mit dem Wagen drüber, und das war’s.‘ ,Einfache Lösung, Herr Schmidt, einfach aber nicht simpel. Bewundernswert.‘ ,Vielen Dank, Herr Schneider.‘“

Mit den Herren Schmidt und Schneider bereichert Martin Comparts Thriller „Der Sodom-Kontrakt“ die Typologie der Killerduos um ein illustres Pärchen. Im Ruhrgebiet hinterlassen sie zwischen Witten und Dortmund eine beispiellose Blutspur: Sie zerlegen ihre Opfer mit einem Samuraischwert, erschießen sie aus dem fahrenden Auto oder knüpfen sie an einem Nylonseil auf – um nur einige Methoden zu nennen.
Ihren ersten Mord wollen sie Gill in die Schuhe schieben, einem Freund des Opfers. Was ein Fehler ist, denn dieser Gill ist ein harter Hund, ein ehemaliger Stasi-Agent, der mit seiner Glock-Pistole schlafen geht: „Man hatte es ihm während seiner Ausbildung beigebracht. Er war jedes Mal brutal durch einen Stromstoß geweckt worden, wenn er im Schlaf die Hand öffnete und die Waffe fallen ließ.“ Wow! Der Autor Compart spricht gerade dem aus Skandinavien importierten Krimistil Hohn, der in den vergangenen Jahren so reüssierte. Er psychologisiert nicht wie Henning Mankell; er reibt einem nicht seine literarische Ambition unter die Nase wie Hakan Nesser.
Compart beschwört eine ältere, sehr amerikanische, sehr schwarze Tradition: schnörkellos, rasant, brutal, schmutzig, trashig. Hier hat ein Kenner – Compart war Herausgeber der Krimiprogramme von Ullstein, Bastei-Lübbe und Du Mont – kurzen Prozess gemacht und die ihm bekannten Genre-Versatzstücke derb gesampelt. Unnachgiebig verfolgt sein desillusionierter hardboiled detective das Killerduo und kommt dabei einer europäischen Korruptionsaffäre im Dunstkreis des Kinderschänders Dutroux auf die Spur. Weitere Akteure: Eine nymphomane Kommissarin, eine lokale Kiez-Größe („Karibik-Klaus“), ein exzentrischer Althippie mit ausgesuchtem Musikgeschmack (etwa: „Gilded Palace of Sin“ von den Flying Burrito Brothers). Und: korrupte Polizisten, korrupte Geheimdienstler, korrupte Politiker. Der böse Mann im Hintergrund ist ein deutscher EU-Kommissar, dessen bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Martin Bangemann gewiss nicht zufällig ist. Comparts Roman trägt den Zweittitel „Ein politisch inkorrekter Anti-EU-Thriller“. Hier hat jemand mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch geschrieben.
Dass er nun – überarbeitet – im Berliner Alexander Verlag neu erscheint, liegt sicher auch an Comparts Freundschaft zu einem anderen Autor. Für die Jörg-Fauser-Werkausgabe hat der Verlag zu Recht– viel Lob erfahren. Vielleicht war es mehr als alles andere das, was die beiden Männer, Compart und Fauser, verbunden hat: die Wut im Bauch. Ein paar mehr solcher literarischen Killerduos könnte das Land gut vertragen.

MÜNSTERLÄNDISCHE VOLKSZEITUNG: 9.5.07
Politisch unkorrekter harter Thriller – Philosophische Killer
Von Hans Gerhold
Privatdetektiv Gill, ehemaliger Geheimdienstmann, der untreue Pärchen überwacht, gerät in Mordverdacht und zwischen alle Fronten. Zwei Killer hängen sich an seine Fersen, schalten ihn aus und schieben ihm den Mord an seinem Freund Hans Brenner, für den er einen Geldkoffer übergeben sollte, in die Schuhe. Wie Gill aus dieser Schieflage herauskommt, was er zwischen Dortmund, Witten und Brüssel erlebt und wie sich die verbissen hartnäckige Kriminalkommissarin Alexa Bloch, Star und Leiterin der Dortmunder Mordkommission, an den Mann ohne Koffer hängt, gehört zu einem Thriller, der fern der Behägigkeit deutscher Regionalkrimis in der Tradition des Hard-Boiled-Genres wandelt, nein: spurtet.
Denn Martin Compart, langjähriger Herausgeber der einflussreichen Krimiprogramme von Ullstein, Bastei-Lübbe und DuMont, legt ein furioses Tempo vor und liefert ein Glanzstück des Genres, das es mit amerikanischen Vorbildern aufnehmen kann, sie bruchlos auf deutsch-europäische Verhältnisse überträgt. Compart hat ein Ohr für Kneipengespräche, schaut „dem Volk aufs Maul“ und bringt das Maß an drastischem Realismus und absurdem Humor ein, das ein Noir-Roman benötigt. Eine Verfolgungsjagd mit Pfiff gehört dazu, der authentische Fall des belgischen Kinderschänders Dutroux, undurchsichtige Geschäfte eines Karibik-Klaus, korrupte Beamte, die ineffektive EU-Bürokratie in Brüssel, unfähige Anwälte.
Herzstück ist das Killerpaar Schmidt und Schneider, zwei Gemütsmenschen, die sich wie Philosophen beim Stammtisch unterhalten und an legendäre Vorbilder wie Ernest Hemingways Short Story „The Killers“ und deren Verfilmungen erinnern, deren Niveau Compart mit geistreich witzigen Dialogen spielend erreicht. Grandios die Anspielungen auf populäre Kultur, Songs der Doors oder Charles Bronson („Spiel mir das Lied vom Tod“), dem eine Passage gewidmet ist, die jeden Film- und Thrillerfreund entzücken wird.

Voralberger Nachrichten
Kultur
Böse Buben und starke Frauen
Der Ruhrpott ist spätestens seit Schimanski als gefährliches Pflaster verrufen.
Von BRUNO LÄSSER

(VN) Vor einer Kulisse wie jener in der “Tatort”-Serie hat Martin Compart, bekannt als “Deutschlands Krimipapst” mit dem Roman “Der Sodom-Kontrakt” einen knallharten und spannenden Thriller mit unverhohlen deutlichem Realitätsbezug geschrieben.
Gill, ein ehemaliger Söldner und Einzelkämpfer im Auftrag des deutschen Geheimdienstes BND, hat sich von den kriegerischen Schauplätzen in Afrika und im Nahen Osten verabschiedet und arbeitet mittlerweile vergleichsweise ruhig als Privatermittler und Sicherheitsexperte. Eines Tages erhält er den Hilferuf von Brenner, einem Bekannten aus alten Tagen, der um sein Leben fürchtet. Obwohl Gill sofort seine Kontakte zur Halbweltszene nutzt, kann er nicht verhindern, dass dieser kurze Zeit später vor seinen Augen hingerichtet wird. Schlimmer noch, Gill steht bald darauf selbst unter Mordverdacht und wird von der Polizei ebenso wie von Brenners Auftragsmördern gejagt.
Bald schon pflastern noch mehr Leichen seinen Weg und, obwohl in Wirklichkeit unschuldig, glaubt die Polizei nach wie vor an Gill als Haupttäter und will ihn, ebenso wie der um auf möglichst wenig Publizität bedachte BND, so schnell als möglich aus dem Weg räumen.

Perfekt abgeschmeckt
Gill findet heraus, dass sein verstorbener Kollege Brenner sich seine Finger im wahrsten Sinn des Wortes an einer Erpressungssache verbrannt hat. Gills Ermittlungen lassen auch deutliche Querverbindungen zum Fall des belgischen Kinderschänders Dutroux und einem unglaublichen Sumpf aus politischer Korruption bis in höchste EUKreise, moralischer Verkommenheit und skrupelloser Geschäftemacherei erkennen. Neben allerhand bösen Buben bevölkern Comparts Buch auch ein paar starke Frauen, die das Blut der Macho-Protagonisten bis zum ultimativen Showdown noch zusätzlich in Wallung bringen.
“Der Sodom-Kontrakt” ist eine perfekt abgeschmeckte Mischung aus Spannung, Macho-Herrlichkeit und Aufdecker-Journalismus, garniert mit Sex, Hippie-Flair und fast schon wieder rührender Wissenshuberei über Popbands aus den 1960 er-Jahren.
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