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		<title>DER SCHLÄCHTER VOM USSURI – ATAMAN KALMYKOW /1</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 14:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren arbeite ich an einem Buch über den „blutigen Baron“ Ungern-Sternberg. Wer glaubt, dass dieser Massenmörder eine Ausnahme war, wird bei näherer Betrachtung des Russischen Bürgerkriegs schnell eines besseren belehrt. Einer dieser üblen weißrussischen Führer war Iwan Kalmykow. Hier einige Auszüge aus meinem Kapitel über Ataman Kalmykow:
   „Äußerlich war Kalmykow klein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=774&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Seit einigen Jahren arbeite ich an einem Buch über den „blutigen Baron“ Ungern-Sternberg. Wer glaubt, dass dieser Massenmörder eine Ausnahme war, wird bei näherer Betrachtung des Russischen Bürgerkriegs schnell eines besseren belehrt. Einer dieser üblen weißrussischen Führer war Iwan Kalmykow. Hier einige Auszüge aus meinem Kapitel über Ataman Kalmykow:</p>
<p><a href="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/11/kalmikov-sm1.jpg"><img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/11/kalmikov-sm1.jpg?w=164&#038;h=203" alt="Iwan Kalmykow" title="kalmikov-sm[1]" width="164" height="203" class="alignleft size-full wp-image-775" /></a>   „Äußerlich war Kalmykow klein und schmächtig. Mit seinen verschleierten Augen und dem gaminartigen Lächeln, das ihm eine gewisse Ähnlichkeit mit dem bekannten Typ des Pariser Apachen gegeben haben soll, war er eine auffallende Erscheinung. Persönlich war er vollkommen furchtlos, er konnte auch, wie einige Ausländer versicherten, die in Berührung mit ihm gekommen sind, eine große Liebenswürdigkeit entwickeln, wenn er wollte.“ So schilderte ihn der schwedische Diplomat Rütger Essen.<br />
   Iwan Kalmykow war ein noch üblerer Schurke als Semjonow Er war mit sechsundzwanzig Jahren, als seine politische Laufbahn in Ostsibirien begann, jünger als Semjonow. Aber es gab wohl auch einige andere Unterschiede: „Während Semjonow ein Mann mit politischen Zielen und Sinn für Regierungsaufgaben war, kann Kalmykow kaum anders als ein reiner Bandit angesprochen werden, der sich nie vor Morden, Plünderungen und Gräueltaten scheute und dem es vor allem an jedem höheren Ziel fehlte.“ (Essen, S.159) Und General Graves beschrieb den Unterschied zwischen Semjonow und Kalmykow so: „Ersterer befiehlt anderen zu morden, letzterer tut es mit seinen eigenen Händen.“</p>
<p>   Iwan Pawlowitsch Kalmykow wurde in der Armurprovinz als Sohn eines Offiziers der Ussuri-Kosaken geboren. Die Ussurikosaken galten als die Wildesten aller Kosaken und ihre Stärke betrug um 1918 etwa 40000 Menschen. Er wuchs in Grodekovo auf, ein Ort an der Eisenbahnlinie, 100 Kilometer vor Wladiwostock und 10 Kilometer östlich der chinesischen Grenze.<br />
   Im Weltkrieg diente er in einem Kosakenregiment und zeichnete sich durch Tapferkeit aus. Einmal gelang ihm die Flucht aus deutscher Gefangenschaft.<br />
   Im Sommer 1917 kehrte er als Rittmeister nach Grodekovo zurück. Er begann in der Politik mitzumischen und gruppierte unzufriedene Elemente aus Kosaken und Konterrevolutionären um sich.<br />
<div id="attachment_776" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/11/aa_0253.jpg"><img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/11/aa_0253.jpg?w=420&#038;h=233" alt="" title="aa_0253" width="420" height="233" class="size-full wp-image-776" /></a><p class="wp-caption-text">Kosakenrudel</p></div><br />
   Vier Monate später ließ er sich zum Ataman wählen. Seine Wahl war nicht unumstritten und teilte die Kosakengemeinde. Eine Minderheit folgte Kalmykow, die anderen schlossen sich Grigori Schevchenko an. Dieser, ebenfalls Kriegsveteran, wollte mit seinen Männern den Soviet von Wladiwostok verteidigen.<br />
   Gehasst vom Direktor der chinesischen Transsibirenbahn, Dimitri Horvath, toleriert vom machurischen Warlord Tschang Zulin und unterstützt von den Japanern, richtete er im Februar 1918 seine Operationsbasis in Pogranichnaya, einem manchurischen Ort  an der chinesischen Bahnlinie ein.<br />
   Im März 1918(?) überquerte er mit hundert Mann die Grenze nach Russland und ritt auf Grodekovo. Der Sowjet von Wladiwostok schickte Rotgardisten und ein Bataillon Internationalisten an die Grodekovo-Front. Die Kämpfe zogen sich über drei Monate.<br />
   Nach diesen Aktionen gegen die bolschewistische Regierung erweckte er das Interesse der Japaner, die ihn von da an mit Waffen und Geld unterstützten. Auf die Ärmel seiner Soldaten war eine gelbe Route mit einem großen schwarzen K genäht. Ein japanischer Offizier erzählte folgende Anekdote, die ein bezeichnendes Licht auf Kalmykow wirft: Kalmykow ritt an der Spitze einer kleinen Abteilung neben einem japanischen Offizier, der zu Besuch im Lager weilte. Plötzlich stürzte das Pferd des Japaners und verletzte sich am Knie. „Ich werde Ihnen gleich ein anderes Pferd besorgen“, sagte Kalmykow, drehte sich im Sattel, überblickte seine Leute, suchte einen Mann aus, der ein geeignetes Pferd ritt, und schoss ihn mit dem Revolver nieder. „Bitte, hier haben Sie ein anderes Pferd.“ Es ist leicht vorstellbar, was er mit Bolschewisten und der Bevölkerung anstellte, wenn er schon mit den eigenen Männern so verfuhr. Eines Tages brachte man einen Chaborowsker Bürger, der auf seinen Befehl hin verhaftet worden war, in seine Wohnung. „Wir bringen ihn hierher, weil es keinen Platz mehr im Gefängnis gibt“, sagte ein Kosak. Kalmykow antwortete: „Schön, aber ich will ihn nicht hier haben. Tötet ihn.“ Daraufhin wurde der Mann ins Badezimmer geschleppt und erwürgt. Einmal erschoss Kalmykow eigenhändig zwei Ausbilder des Chabarowsker Kadettenkorps weil sie zu wenig Enthusiasmus gezeigt hatten, als er die Kadettenschule nach sich selbst umbenannte. Ein anderesmal ließ er eine ganze Musikkapelle töten, weil sie in einem Café die Internationale gespielt haben soll. Auch zwei schwedische Rotkreuzhelfer ermorden, die angeblich Bolschewiken zur Flucht verholfen haben sollen. Einige des Mordens und Plünderns müde gewordene Offiziere meuterten. Aber sie fanden in Kalmykows Soldateska keine Unterstützung, da der Ataman bei der Truppe äußerst beliebt war. Ermutigte er sie doch zu Massakern und Vergewaltigungen. Die Meuterei misslang vollkommen. Einigen Offizieren gelang die Flucht nach Wladiwostok, die anderen wurden bestialisch umgebracht.</p>
<p>FORTSETZUNG FOLGT<br />
<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/805adec6c6b54d0a9d1436455c8183e1" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>MISTER DYNAMIT &#8211; DER DEUTSCHE JAMES BOND 7/</title>
		<link>http://martincompart.wordpress.com/2009/10/28/mister-dynamit-der-deutsche-james-bond-7/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 15:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Crime Fiction]]></category>
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		<description><![CDATA[Experten wie der österreichische Autor und Verleger Josef Preyer erkannten schon als junge Leser die höhere Qualität von Guenters Texten im Vergleich zu denen anderer &#8222;Kommissar X&#8220;-Autoren. Guenter war so etwas wie der Star-Schreiber des Pabel-Verlags, ohne daß sein Name auf dem Titel genannt wurde.
Aber das sollte sich bald ändern: 1963 begann er über einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=753&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Experten wie der österreichische Autor und Verleger Josef Preyer erkannten schon als junge Leser die höhere Qualität von Guenters Texten im Vergleich zu denen anderer &#8222;Kommissar X&#8220;-Autoren. Guenter war so etwas wie der Star-Schreiber des Pabel-Verlags, ohne daß sein Name auf dem Titel genannt wurde.<br />
Aber das sollte sich bald ändern: 1963 begann er über einen neue Figur nachzudenken.<br />
<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/junge1.jpg?w=240&#038;h=380" alt="junge[1]" title="junge[1]" width="240" height="380" class="alignright size-full wp-image-754" /><br />
&#8222;Nachdem ich die Figur entwickelt hatte, habe ich mir Zeit gelassen. Denn ich wollte &#8222;Mister Dynamit&#8220; nicht in die Hände des Verlegers geben. Hätte ich seinerzeit gesagt, ich schreibe euch monatlich einen Roman, dann wäre die Antwort gewesen: O. K., Sie schreiben, alle Rechte bei uns. Das stand für mich nicht zur Debatte.&#8220;</p>
<p>Genau das hatte Guenter mit &#8222;Kommissar X&#8220; erleben müssen. Es war damals allgemein üblich, daß die alleinigen Rechte an einem Serienhelden bei den Heftverlagen blieben. Das mußte auch der angebliche &#8222;Jerry Cotton&#8220;-Erfinder Werner Höber schmerzhaft erfahren. Er ging vor Gericht, um seine Urheberrechte gegen den Bastei-Verlag durchzusetzen &#8211; und verlor. Für die Verlage war diese Regelung auch deshalb vorteilhaft, weil sie verschiedene Autoren für dieselbe Serie einsetzen konnten.<br />
<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/nd1081.jpg?w=240&#038;h=380" alt="nd108[1]" title="nd108[1]" width="240" height="380" class="alignright size-full wp-image-756" /><br />
&#8222;Als dann der Verleger kam und monatlich einen Roman wollte, war das natürlich ein Erfolg. Ich konnte fordern. Heute habe ich als einer der wenigen Autoren die kompletten Weltrechte an meinen Romanen. Und &#8222;Dynamit&#8220; wird immerhin in die USA, Frankreich, Brasilien, Italien und und und übersetzt.<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/us1v1.jpg?w=240&#038;h=380" alt="us1v[1]" title="us1v[1]" width="240" height="380" class="alignright size-full wp-image-758" /><br />
Der Verlag hat versucht, ein Modell zu finden, daß ich gewisse Teile meines Vertrages in Form von Generallizenzen abgebe; um Vater Guenter zu entlasten. Doch ein passender Co-Autor ist nicht aufzustellen. Er muß ja ein guter Autor sein, der Ideen produzieren kann, der Phantasie hat, technisches Allgemeinwissen. Solche Leute lassen sich für Mister Dynamit nicht einspannen.&#8220;</p>
<p>Um Monat für Monat einen neuen Roman abzuliefern, bedarf es Disziplin. Für einen Profi wie Guenter war das kein Problem. Mit der Zeit wurde ein Ritual daraus:</p>
<p>&#8222;An den Entwurfstagen, wenn ich in Stimmung bin für die Geschichte und das jeweilige Land, setze ich mich hin. Da habe ich den Titel, da habe ich ungefähr den Aufhänger, mehr brauche ich nicht. Dann wird Kapitel für Kapitel entworfen, jedes Kapitel maximal vier Zeilen. Der ganze Romanentwurf muß auf ein Blatt passen, eng beschrieben. Das schreibe ich prinzipiell dreimal, an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Dann steht die Geschichte. Anschließend setze ich mich morgens hin, nicht vor halb zehn, und schreibe 15 bis 20 Druckseiten. Das sollte nach Möglichkeit &#8211; der Nachmittag schadet der Literatur, gleich welches Niveau sie hat – bis halb eins erledigt sein.<br />
Der Roman muß in einem Zug durchgeschrieben werden, das dauert etwa zehn bis zwölf Tage. In diesen Tagen erlaube ich mir keine Exzesse. Es kommt noch Roh- und Reinschrift. Die wird noch mal endgültig überlesen und fertig, der Roman landet versandfertig in meinem Tresor. Das habe ich bei meinem ersten Dynamit so gemacht, das mache ich auch beim letzten so.&#8220;<br />
 <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/250leih1.jpg?w=240&#038;h=380" alt="250leih[1]" title="250leih[1]" width="240" height="380" class="alignright size-full wp-image-757" /></p>
<p>Mehr als 30 Jahre folgte er diesem Schema und wurde einer der wenigen wohlhabenden deutschen Schriftsteller. Er lebte gutbürgerlich mit seiner Frau und zwei Töchtern in München &#8211; doch er konnte aufgrund der deutschen Besonderheiten im Verlagsgeschäft nicht so am Erfolg partizipieren wie etwa angelsächsische Bestseller-Autoren.</p>
<p>&#8222;Ich schreibe für ein Festhonorar, dem eine gesunde Mischkalkulation zu Grunde liegt. Die Rechnung mit den Prozenten, bei der am Ende 75.000 Mark pro Roman herauskommen, geht daher nicht auf.&#8220;</p>
<p>Nachdem &#8222;Mister Dynamit&#8220; 1992 eingestellt wurde, schrieb Guenter für den Ullstein-Verlag Seekriegsromane. Ab 1999 veröffentlichte der Oerindur-Verlag einige &#8222;Kommissar X&#8220;- Klassiker und unveröffentlichte &#8222;Mister Dynamit&#8220;-Romane in schön gestalteten Sammlerausgaben. Diese Ausgaben sollen künftig im Blitz-Verlag fortgeführt werden.</p>
<p>Karl Heinz Guenter starb am 5.Juni 2005.</p>
<p>Aber &#8222;Mister Dynamit&#8220; lebt! Die Fans durchforsten Antiquariate und Internet nach fehlenden Romanen. Dank der Arbeit von Josef Preyer, der in den Neuauflagen der Klassiker genau recherchierte Check-Listen der Romane veröffentlichte, ist Guenter wieder in und wird besonders von einem intellektuellen Publikum entdeckt, das früher nur die Nase gerümpft hätte. <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/nd1031.jpg?w=240&#038;h=380" alt="nd103[1]" title="nd103[1]" width="240" height="380" class="alignleft size-full wp-image-760" /><br />
So schrieb etwa Peter Hiess, der Vorzeigeintellektuelle des großartigen Internet-Magazins EVOLVER, in einer Würdigung als Dr. Trash:</p>
<p>&#8222;Persönlich durfte der Doc den großen deutschen Schriftsteller, der &#8222;Kommissar X&#8220; und &#8222;Mister Dynamit&#8220; erfand, leider nie kennenlernen, obwohl er ihm einige der schönsten Stunden seiner Jugendzeit verdankt. Sparen Sie sich die hämischen Bemerkungen! Das war DAMALS, als man die Pubertätsjahre noch nicht mit Techno und Tattoos vergeudete, sondern mit wertvoller Lektüre aus der Romantauschzentrale &#8230;<br />
1963 trat dann ein neuer Held auf den Plan: Urban, Bob Urban. Seine Gegner fürchteten den Agenten des deutschen Nachrichtendienstes BND als &#8222;Mr. Dynamit&#8220;, seine Fans horteten die monatlich erscheinenden Abenteuer der gelungenen James-Bond-Lokalausgabe im Taschenbuchregal. Und Guenter jagte 15 bis 20 Druckseiten pro Tag aus seiner Schreibmaschine &#8211; 300 Bände lang.<br />
Für den Anhang des neuaufgelegten &#8222;Kommissar X&#8220;-Bands &#8222;Der Mann aus dem Nichts&#8220; verfaßte Guenter übrigens eine &#8222;ultimative Schreibschule&#8220;. Darin heißt es: &#8222;Beim Schreiben ist es wie beim Telefonieren: Fasse dich so kurz, wie es geht. Mein erster Verleger hat mir pro Roman nur einen einzigen guten Satz erlaubt. Schreibst du den guten, so an die zehn Meter langen Satz, mußt du zusehen, daß du grammatikalisch elegant aus ihm herauskommst. Und nicht vergessen: dein Leser auch.&#8220;<br />
Aus diesen Worten spricht der Profi, der ungeniert kommerzielle Autor, der jahrzehntelang A. für die Leser und B. für Geld arbeitete, ohne sich bei Podiumsdiskussionen als Künstler aufzuspielen. Und der genau deswegen so gut war. C. H. Guenter wird &#8211; und sollte &#8211; uns fehlen. Der Doc trinkt jedenfalls einen großen Schluck Whisky auf ihn.&#8220;<br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" width="1" height="1" alt=""><br />
ENDE</p>
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		<title>GUTE SÖLDNER &#8211; Jenseits von Blackwater</title>
		<link>http://martincompart.wordpress.com/2009/10/08/gute-soldner-jenseits-von-blackwater/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 20:35:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angesichts der Situation in Afghaniststan und im Irak, wo sich hirngeschädigte Evangelisten und sadistischer Abschaum als Contractor tummeln (nicht alle sind verblödete Metzgergesellen von Blackwater; natürlich gibt es auch Ehrenmänner darunter), fällt es schwer, eine Lanze für private Militärorganisationen zu brechen. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass erst seit der Ausformung der Nationalstaaten staatliche [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=746&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Angesichts der Situation in Afghaniststan und im Irak, wo sich hirngeschädigte Evangelisten und sadistischer Abschaum als Contractor tummeln (nicht alle sind verblödete Metzgergesellen von Blackwater; natürlich gibt es auch Ehrenmänner darunter), fällt es schwer, eine Lanze für private Militärorganisationen zu brechen. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass erst seit der Ausformung der Nationalstaaten staatliche Armeen das Monopol auf Kriegsführung beanspruchen. Das Söldnertum kennen wir seit der Antike. s ist älter als Natonalarmeen. Die grosse Renaissance des Söldnertums haben natürlich auch mit dem Niedergang der Nationalstaaten zu tun. An ihre Stelle treten Konzerne, die Branchen vertreten, deren Gewinne höher sind als das Bruttosozialprodukt ganzer Kontinente (wie etwa Afrika). Schwachsinnsorganisationen wie die EU werden längst von der organisierten Kriminalität der Wirtschaftskonzerne (Molsanto) beherrscht. Aber ich schweife ab. Unten stehende Buchbesprechung schrieb ich vor ca. zwei Jahren für EVOLVER. Ich stehe trotz Blackwater &amp; Co. dazu.</p>
<p>EEBEN BARLOW: EXECUTIVE OUTCOMES &#8211; AGAINST ALL ODDS. Alberton, SA: Galago Books, 2007. 552 Seiten</p>
<p>Stellen Sie sich folgende Situation vor, die seit den 90er Jahren so oder ähnlich irgendwo in Afrika täglich passiert: Vor Ihnen steht eine Horde Nackter mit Macheten und<br />
Kalaschnikows. Einige haben sich Halloween-Horromasken  übergezogen, andere Frauenperücken. Nicht alle sind nackt, manche tragen Brautkleider, andere Markenjeans, einige sind barfuss, andere haben Gummistiefel oder nagelneue Nike an. Aber alle haben abgeschnittene Ohren, Ketten aüs Menschenzähnen und Nasen oder anderen ju-ju-Krempel, sind von Ganja, Palmwein und Kokain zu bis über die Haarspitzen. Einige sind vielleicht grademal 12 Jahre alt und haben völlig kalte, erbarmungslose Augen. Diese wild grölenden Freaks hatten gerade Ihren Bruder dazu gezwungen, Ihre Mutter zu vergewaltigen, Ihrem Vater die Arme abgehackt und Ihre Schwester einer Massenvergewaltigung zugeführt. Ihrer schwangeren Tante hatten sie den Fötus aus dem Leib geschnitten und zuvor johlend auf das Geschlecht gewettet. Ihrem Onkel hatten Sie die Geschlechtsteile abgeschnitten, damit erstickt und anschließend den Kopf abgehackt, dem Ihre Großmutter die Brust geben soll. Ihre Freunde mussten Zettel vom Boden auflesen auf denen geschrieben stand, welche barbarische Tötungsart sie gerade in der Lotterie gewonnen haben.<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/new-pic-0012.jpg?w=202&#038;h=220" alt="New Pic 001[2]" title="New Pic 001[2]" width="202" height="220" class="alignright size-full wp-image-748" /><br />
   Links neben Ihnen steht Eeben Barlow mit ein paar Leuten der privaten Militärfirma Executive Outcomes. Sie haben ihre MPs entsichert und können dem Schrecken sofort ein Ende machen. Rechts neben Ihnen steht ein verschlagener Karnevalsclown in UNO-Uniform mit ein paar hundert Leuten. Der Clown hatte Ihnen bereits Ihr Geld abgenommen und wartet mit seiner betrunkenen Mannschaft darauf, dass er bei den weiteren Vergewaltigungen auch zum Zuge kommt. Barlow und seine Leute kosten 31 Millionen Dollar im Jahr, die Sie gestundet bekommen und durch Schürflizenzen Ihrer Diamantenminen absichern. Die UNO-Clowns kosten die Weltgemeinschaft, und damit jeden deutschen und österreichischen Steuerzahler, der kein Konto in Lichtenstein hat,  600 Millionen Dollar im Jahr. Außerdem plündern sie bei jeder Gelegenheit und schicken die aus Ihrem Haus rausgerissene Badewanne nach Hause, wo keiner weiß, wofür die gut sein soll nicht mal um Regenwasser aufzufangen, da sie ein Loch hat.<br />
   An wen würden Sie sich um Hilfe wenden?<br />
   Natürlich an Barlow und seine wütende Männer, die es gar nicht abwarten können, diesen Abschaum in die Hölle zu ballern.<br />
   Aber just in diesem Moment kommt Bill Clinton, der Erfinder des sexlosen Oralverkehrs und des nicht inhalierten Joints, zusammen mit dem Präsidenten der Weltbank vorbei und sagt Ihnen, Sie dürften sich auf keinen Fall mit dem Südafrikaner Barlow und seiner Söldnerclique  einlassen, denn sonst gibts kein Geld mehr für unbrauchbare Waffen und die CIA kümmert sich darum, dass Sie entsorgt werden. Sie sollen sich gefälligst an den UNO-Clown wenden. Der wird schon dafür sorgen, dass die bösen Buben so was nicht mehr öfters als einmal die Woche veranstalten. Eine befriedigende Lösung und Präsident Bill ruft den bösen Jungs noch zu: „Wenn ihr damit nicht bald aufhört, schicke ich noch mehr UNO-Clowns, die auch was von eurem Kuchen abhaben wollen und außerdem liefere ich euren Feinden keine Waffen mehr. Dann könnt ihr sie ihnen nicht mehr abnehmen und müsst sie mit euren Blutdiamanten bei meinen Freunden teuer einkaufen.“<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/10/08/gute-soldner-jenseits-von-blackwater/"><img src="http://img.youtube.com/vi/PYE1s7lDBYc/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
   1995 stand  Sierra Leone am Abgrund. Jahrelange Bürgerkriege hier und im Nachbarland Liberia hatten die Weltöffentlichkeit mit unvorstellbaren Gräueln versorgt. Zum Glück hat aber niemand richtig hin geguckt. Da konnte man ja auch nur mit den Schultern zucken,denn Kannibalismus und Verstümmelung gehören eben zur Folklore der Bimbos. Solange die Rohstoffe günstig und regelmäßig fließen – kein Problem. In Ruanda hatte der amerikanische Präsident Clinton ja erfolgreich ein UN-Mandat verhindert. Die alte Hexe Albright hatte – ganz im Sinne ihres Meisters, der garantiert nicht der Laufbursche Clinton war,  &#8211; sich geweigert von Völkermord zu reden (dann hätte die Weltgemeinschaft eingreifen müssen), sondern von der“Wiederaufnahme von Kampfhandlungen“. Da im Bimbokontinent sowieso nicht viel Konsum abzusetzen war (ganz im Gegenteil zum Balkan), konnte man sich auf die Sicherung der, wie so schön heißt, „natürlichen Ressourcen“ konzentrieren.<br />
   Barlow und seine Leute (70% davon Schwarze) waren ein bisschen blöde, kapierten das Spiel nicht richtig und fühlten sich auch noch als Afrikaner. Nur weil sie auf diesem Kontinent geboren waren und teilweise in fünfter und sechster Generation hier lebten. Zuvor waren sie Angehörige der Streitmächte des Apartheid-Staates Südafrika gewesen. Dann hatte man sie rausgeschmissen, was verständlich war. Auch für Barlow. Statt aber Coups abzuziehen und sich in die Dienste blutrünstiger Konzerne zu stellen, gründete Barlow die „Söldner“-Firma Executive Outcomes, die ihre Dienste nur an von der Weltgemeinschaft legitimierte Regierungen (was immer das auch bedeutet) vermietete. In allergrößter Not wandte sich der Präsident von Sierra Leone, der gerade Kalif an Stelle des Kalifen geworden war, an Barlow. Die brutalen Rebellen der Revolutionary United Front (RUF) unter Führung des in Libyen ausgebildeten Schlächters Forday Sankoh hatte fast das ganze Land (kleiner als Bayern) erobert und standen vor der Hauptstadt Freetown (die sie dann 1999 einnahmen und ein Gemetzel veranstalteten, bei dem in wenigen Tagen 7000 Menschen getötet wurden und unzählige verstümmelt).  Man schloss ein paar Verträge ab und Barlow organisierte in Windeseile den Einsatz von Executive Outcomes, die zuvor in Angola auf Seiten der kommunistischen Regierung die SWAPO-Guerrilla, die Barlow und seine Leute als Mitglieder der südafrikanischen Streitkräfte mit Unterstützung der USA noch ausgebildet hatten, niedergeworfen  hatte. Mit nicht mal 200 Leuten jagte er innerhalb von drei Wochen über 30.000 RUF-Rebellen an die Staatsgrenzen zurück,  eroberte die Diamantenfelder und nahm der RUF damit ihre Einnahmequellen für neues Kriegswerkzeug. EO beendete das Abschlachten und brachte medizinische Versorgung und Lebensmittel ins Hinterland. Wo Barlows Männer auftauchten, wurden sie mit Freudengesänge der Einheimischen begrüßt. Die Presse der westlichen Industriestaaten schäumte vor Wut – bis auf wenige Ausnahmen. Kongo Müller erhebe wieder seine hässliche Fratze. Weiße Rassisten hätten engagierten Freiheitskämpfern ihre schönen Diamantenfelder abgenommen um sie nun selber auszubeuten. Überhaupt. So ginge es ja gar nicht, dass da wieder Kolonialismus durch – schluck – weiße Söldner revitalisiert würde (kein Wort, dass Barlows Truppe zu 70% aus Schwarzen bestand).  Das Gezeter der Medienkellner, die ihre fetten Ärsche fernab der Gräuel in klimatisierten Hotels geparkt hatten und sich bei einer Krise von den Marines als erste rausfliegen ließen,  zeigte Wirkung und Clinton, der später sogar mit dem Verstümmler und Kannibalen Sankoh telefonierte um ihm die Vizepräsidentschaft von Sierra Leone anzubitten, setzte die erstmals frei gewählte Regierung von Sierra Leone unter Druck: Executive Outcomes habe sofort zu verschwinden oder es setzt was.. Kaum waren Barlow und seine Jungs rausgeschmissen, kehrten die Rebellen zurück und das Massakrieren fing von vorne an. Aus purer Wut über ihre Niederlage jetzt noch einen Zacken schärfer.<br />
   Executive Outcomes wendete sich neuen Aufgaben zu. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Aber immer begleitet von einem Medienecho, dass Barlow gehörig zusetzte. Nie recherchierten die angeblichen Journalisten, stattdessen gab es nur Gesinnungsgeschwafel über böse weiße Söldner. Beifall kam nur von der falschen Seite, von Faschisten, die sich bei Executive Outcomes bewarben und abgelehnt wurden. 1999 wurde EO aufgelöst. Im Nachhinein hängte man EO an, die Firma sei die Blaupause für all die neuen privaten Militärfirmen, die täglich im Irak ihren Ruf ruinieren. Aber EO hatte nichts mit diesen amerikanischen Metzgereien zu tun. Um mit den vielen Gemeinheiten, Lügen und falschen Behauptungen abzurechnen, hat sich Eeben Barlow hingesetzt und das voluminöse Buch EXECUTIVE OUTCOMES &#8211; AGAINST ALL ODDS geschrieben. Es ist ein überaus sachliches Buch (auch wenn Barlows verständliche Wut auf die Journaille gelegentlich durchbricht), voller Dokumente und unglaublichen Detailreichtum. Es gibt keine billigen Schockeffekte, kein Ich-war-dabei-Pathos, nur Aufklärung. Das brutale Kriegsgeschehen  wird nicht ausgespart, aber auch nicht als Splatterzeugs aufbereitet. Barlow stellt die Fakten klar. Und wer sich erhaben über sogenannte Verschwörungstheorien wähnt, sollte mal die hier geschilderten Hintergründe genau studieren. Einige, wenige Journalisten haben sich bei ihm entschuldigt für ihre ehrlosen Artikel. Präsident Clinton hat sich nie bei den Bürgern von Sierra Leone entschuldigt, die Opfer der RUF wurden nachdem er dafür gesorgt hat, dass EO aus dem ;Land geworfen war und die Massenmörder mit der Operation „No Living Thing“ ihre „Kampfhandlungen wieder aufnahmen“.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/10/08/gute-soldner-jenseits-von-blackwater/"><img src="http://img.youtube.com/vi/PC5j-gRemYk/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
Barlow hatte im Auftrag einiger UNOkraten (sie trafen sich mit ihm in Deutschland; alles ausführlich im Buch geschildert) einen Eingreifplan für EO in Ruanda erarbeitet um dem Völkermord ein Ende zu machen. Schnell arbeiteten seine Leute Logistik und Strategie aus, dann kam ein lapidares Telefonat: Man sei nicht mehr interessiert. Und das Morden ging erst richtig los. Überflüssig zu erwähnen, dass EO einen Bruchteil von dem gekostet hat, was die UNO nur an Bürokratie für und mit Ruanda aufwendete.</p>
<p>www.galago.co.za/CAT1_025.htm &#8211; 7k</p>
<p>http://eebenbarlowsmilitaryandsecurityblog.blogspot.com/</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/c5086dc1fc6b483082a9144231dc80ae" width="1" height="1" alt=""></p>
Posted in Bücher, Politik &amp; Geschichte, Rezensionen, Söldner  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martincompart.wordpress.com/746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martincompart.wordpress.com/746/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martincompart.wordpress.com/746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martincompart.wordpress.com/746/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martincompart.wordpress.com/746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martincompart.wordpress.com/746/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martincompart.wordpress.com/746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martincompart.wordpress.com/746/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martincompart.wordpress.com/746/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martincompart.wordpress.com/746/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=746&subd=martincompart&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>MISTER DYNAMIT &#8211; DER DEUTSCHE JAMES BOND 6/</title>
		<link>http://martincompart.wordpress.com/2009/10/02/misger-dynamit-der-deutsche-james-bond-6/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 06:57:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Crime Fiction]]></category>
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		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[007]]></category>
		<category><![CDATA[Ian Fleming]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Serie &#8222;Rothaut&#8220; schrieb er die Hefte &#8222;In die Falle gelockt&#8220; und &#8222;Am Marterpfahl&#8220;, aber auch auch utopische Romane. Unter dem Pseudonym Joe Amsterdam folgten Abenteuerromane wie &#8222;Kein Weg aus Shanghai&#8220;, und schließlich schrieb er auch Romane für die Reihe &#8222;Der Landser&#8220; &#8211; unter seinem eigentlichen Namen Karl-Heinz Günther: &#8222;Die Wölfe von Antwerpen&#8220;, &#8222;Aktion [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=743&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Für die Serie &#8222;Rothaut&#8220; schrieb er die Hefte &#8222;In die Falle gelockt&#8220; und &#8222;Am Marterpfahl&#8220;, aber auch auch utopische Romane. Unter dem Pseudonym Joe Amsterdam folgten Abenteuerromane wie &#8222;Kein Weg aus Shanghai&#8220;, und schließlich schrieb er auch Romane für die Reihe &#8222;Der Landser&#8220; &#8211; unter seinem eigentlichen Namen Karl-Heinz Günther: &#8222;Die Wölfe von Antwerpen&#8220;, &#8222;Aktion Wetterfrosch&#8220;, &#8222;Flammen über Venedig&#8220; &#8230;<br />
Doch seine große Stunde sollte bald kommen. In Bergisch Gladbach hatte der ehemalige Leutnant Gustav H. Lübbe seinen Bastei-Verlag gegründet, der sich ebenfalls auf Heftromane konzentrierte. Heute ist er auch ein angesehener Buchverlag mit Bestsellerautoren wie Dan Brown oder Ken Follett. Dabei sollte man nicht vergessen, daß diese Programmerweiterung einem FBI-Agenten zu verdanken ist, der seit 1956 ununterbrochen Woche für Woche seine Fälle im Heftroman ausbreitet: &#8222;Jerry Cotton&#8220;. Cotton war die Gans, die Bastei jahrzehntelang die goldenen Eier legte. 1956 gestartet und heute immer noch in mehreren Heften und Taschenbüchern am Kiosk, ist er zum Synonym für den Heftkrimi schlechthin geworden. Sein Erfolg kam schnell und hielt an. Ende der 50er Jahre ließ er die Konkurrenz aufhorchen: Wie heute im Fernsehen üblich, wurde jedes erfolgreiche Konzept umgehend von den Konkurrenten kopiert.<br />
Der damalige Verlagsleiter des Pabel-Verlags beauftragte Guenter, eine Krimiserie zu entwickeln, die Cotton Paroli bieten könne. Guenter wollte keinesfalls einen weiteren FBI-Agenten als Protagonisten. Das wäre als Kopie &#8211; es gab bereits einige Agenten, die heute längst vergessen sind &#8211; zu offensichtlich gewesen, und man hätte das Original wohl kaum übertreffen können. Außerdem war Guenter ein Mann mit Ehrgeiz und Phantasie, der sich nicht mit plumpen Plagiaten abgeben wollte. Er entwickelte daher den New Yorker Privatdetektiv Jo Walker, genannt &#8222;Kommissar X&#8220;, der mit seinem Freund, Polizei-Captain Tom Rowland, das Verbrechen bekämpfte. Eine zusätzlichen Reiz bot die Serie durch exotische und internationale Schauplätze. Während Jerry Cotton bis auf wenige Ausnahmen nur in den USA agieren durfte, tummelte sich Kommissar X in der ganzen Welt. Guenter schickte ihn, wie später den noch polyglotteren Mister Dynamit, rund um den Planeten, nach Hongkong, Monte Carlo oder Thailand. Bereits damals ließ er viel Lokalkolorit in die Geschichten einfließen. <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/10/kx12.jpg?w=180&#038;h=248" alt="kx1[2]" title="kx1[2]" width="180" height="248" class="alignright size-full wp-image-744" /><br />
Heft 73, &#8222;Drei gelbe Katzen&#8220;, das Kommissar X nach Siam (heute Myanmar) führte, gilt als Klassiker des Abenteuerkrimis. Die Serie wurde 1959 ohne Werbemaßnahmen eingeführt und erreichte schnell eine wöchentliche Auflage von 40.000 Exemplaren. Bald folgten Abenteuer im Taschenbuch und wie bei Cotton eine Filmserie, die es zwischen 1965 und 1971 immerhin auf sieben Kinofilme brachte.<br />
Bis 1964 schrieb Guenter unter dem Verlagspseudonym Bert F. Island 58 Heftromane und 51 Taschenbücher. &#8222;Kommissar X&#8220; brachte es auf 1740 Heftromane, bevor er 1992 eingestellt wurde. Damals begann die Krise des Heftromans. Während man in den 60er Jahren Serien einstellte, die weniger als 20.000 Exemplare verkauften, kann man heute von solchen Absatzzahlen nur träumen.<br />
<img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" width="1" height="1" alt=""></p>
Posted in Bücher, Crime Fiction, Heftroman, James Bond, Krimis, Mister Dynamit, Politik &amp; Geschichte, Porträt  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martincompart.wordpress.com/743/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martincompart.wordpress.com/743/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martincompart.wordpress.com/743/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martincompart.wordpress.com/743/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martincompart.wordpress.com/743/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martincompart.wordpress.com/743/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martincompart.wordpress.com/743/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martincompart.wordpress.com/743/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martincompart.wordpress.com/743/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martincompart.wordpress.com/743/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=743&subd=martincompart&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>MISTER DYNAMIT &#8211; Der deutsche James Bond 5/</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 07:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Karl-Heinz Günther wurde 1924 in Nürnberg geboren. Mütterlicherseits stammte er aus Frankreich. In Nürnberg ging er zur Schule und machte das Abitur.
 Bis zur mittleren Stufe meiner schulischen Ausbildung war ich nicht imstande, auch nur einen vernünftigen Aufsatz zu schreiben.
1942 wurde er zur Marine eingezogen, ein Jahr darauf nahm er als Seeoffizier an den Kampfhandlungen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=738&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Karl-Heinz Günther wurde 1924 in Nürnberg geboren. Mütterlicherseits stammte er aus Frankreich. In Nürnberg ging er zur Schule und machte das Abitur.<br />
 Bis zur mittleren Stufe meiner schulischen Ausbildung war ich nicht imstande, auch nur einen vernünftigen Aufsatz zu schreiben.<br />
1942 wurde er zur Marine eingezogen, ein Jahr darauf nahm er als Seeoffizier an den Kampfhandlungen teil, unter anderem auch an U-Boot-Einsätzen. Diese Erfahrungen sollten später in seine Seekriegsromane für den Ullstein-Verlag einfließen. Nach dem Krieg wollte der begeisterte Jazz-Fan eigentlich Musik studieren. Aber es kam anders: Er lernte Lotte kennen, heiratete früh und mußte sieben Jahre das Geschäft seines Schwiegervaters führen. Nebenbei schrieb er Schlagertexte und erste Erzählungen.<br />
Etwa zur selben Zeit hatte Erich Pabel seinen Verlag neu gegründet, den alten hatte er in der sowjetischen Zone zurücklassen müssen. Anfangs trug der alte Pabel seine Produkte im Rucksack durchs Land und verkaufte direkt an Kioske und Endverbraucher &#8211; ganz in der Tradition der Kolportage des 19. Jahrhunderts, in der auch seine Produkte standen. Aus Kostengründen produzierte er billige Groschenhefte. Nachdem erstmal ein Vertrieb aufgebaut worden war, wurde Pabel zu einem Big Player in diesem Geschäft.<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/09/guenter21.jpg?w=180&#038;h=220" alt="guenter2[1]" title="guenter2[1]" width="180" height="220" class="alignright size-full wp-image-739" /><br />
Die 50er und 60er Jahre waren das goldene Zeitalter des Heftromans, auch abwertend Groschenheft genannt. Es war ein gewohnter Anblick, in Heftchen vertiefte Arbeiter in Bussen oder Straßenbahnen auf dem Weg zur Schicht zu sehen. Lesen war Volkssport, Hefte konnte sich jeder leisten und sie auch verstehen. Gleich nach dem Krieg wurde das Medium wiederbelebt, das mit Serien wie &#8222;Buffalo Bill&#8220;, &#8222;Nick Carter&#8220;, &#8222;Lord Lister&#8220;, &#8222;Percy Stuart&#8220;, &#8222;Billy Jenkins&#8220;, &#8222;John Kling&#8220; oder &#8222;Rolf Torring&#8220; von der Kaiserzeit bis ins Dritte Reich zur deutschen Popkultur gehörte und ungeheuer beliebt war.<br />
Viele kleine und größere Verlage tummelten sich an den Kiosken und konkurrierten erbittert mit Serien aus allen Genres um die Gunst der Käufer. Es gab alles: Liebesromane, Piratengeschichten, Western, Science Fiction &#8211; und natürlich Krimis. In dieser Branche waren nicht die Druckmaschinen für die Autoren da, sondern umgekehrt. In den 60er Jahren kam es zu einer Marktbereinigung, bei der natürlich nur die größten Verlage übrigblieben.<br />
Heute gibt es nur noch den Hamburger Kelter-Verlag, Moewig-Pabel in Raststatt mit dem Dauerbrenner &#8222;Perry Rhodan&#8220; und den Bergisch Gladbacher Bastei-Verlag. Der Heftroman ist ein sterbendes Medium, dessen ältere Leserschaft wegstirbt, ohne das  ausreichend neue Leser hinzukommen.<br />
Diesem Pabel-Verlag schickte Guenter seine Arbeiten. Immer auf der Suche nach Autoren, die professionell und schnell arbeiten, hatte Pabels Schwiegersohn, der den Verlag leitete, den richtigen Instinkt und verpflichtete den jungen Autor.</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>MR.DYNAMIT – Der deutsche James Bond 4/</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 08:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1962 kam mit &#8222;Dr. No&#8220; der erste Bond-Film in die Kinos und löste in der westlichen Welt das aus, was als &#8222;Bonditis&#8220; in die Kulturgeschichte eingehen sollte. Parallel zur Beatlemania erreichte der 007-Kult mit &#8222;Goldfinger&#8220; 1965 den Höhepunkt, und Sean Connery wurde wie ein Popstar gefeiert.
In Folge der Bond-Hysterie schossen Geheimagenten in großer Zahl in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=730&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>1962 kam mit &#8222;Dr. No&#8220; der erste Bond-Film in die Kinos und löste in der westlichen Welt das aus, was als &#8222;Bonditis&#8220; in die Kulturgeschichte eingehen sollte. Parallel zur Beatlemania erreichte der 007-Kult mit &#8222;Goldfinger&#8220; 1965 den Höhepunkt, und Sean Connery wurde wie ein Popstar gefeiert.<br />
In Folge der Bond-Hysterie schossen Geheimagenten in großer Zahl in Film und Romanen wie Pilze aus dem Boden. Jeder wollte sich eine Scheibe vom Agenten-Kuchen abschneiden.<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/08/26/mr-dynamit-%e2%80%93-der-deutsche-james-bond-4/"><img src="http://img.youtube.com/vi/VEEwBBYc08k/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p> Auch in Deutschland wollte man von dieser Welle profitieren. Die Produzenten stürzten sich auf einheimische Groschenhefte und produzierten Serien über den FBI-Agenten Jerry Cotton und Guenters alte Erfindung Kommissar X.<br />
Was lag also näher, als auch den deutschen James Bond zu verfilmen? <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/08/programm1.jpg?w=269&#038;h=380" alt="programm[1]" title="programm[1]" width="269" height="380" class="alignright size-full wp-image-731" />[Produzent Theo Werner und Regisseur Franz Josef Gottlieb schnappten sich die Rechte am ersten "Mister Dynamit"-Roman und drehten in Spanien den Film "Morgen küßt euch der Tod". Geplant war natürlich eine ganze Serie von Dynamit-Filmen. Als besonderen Trumpf verpflichtete man Lex Barker für die Hauptrolle. Der war dank der Karl-May-Verfilmungen damals auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Auch die Nebenrollen wurden prominent besetzt - mit Siegfried Rauch, Joachim Fuchsberger und dem unvermeidbaren Ralf Wolter. An Qualität und Aufwand konnte der Film natürlich nicht mit Bond mithalten. An der deutschen Kinokasse war er trotzdem recht erfolgreich, aber es sollte keine weiteren Filme mehr geben. Lex Barker mußte nämlich seine Gage einklagen und hatte verständlicherweise keine Lust mehr auf eine weitere Zusammenarbeit.<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/08/26/mr-dynamit-%e2%80%93-der-deutsche-james-bond-4/"><img src="http://img.youtube.com/vi/SLZa4tvScaY/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
Der Film ist so mies, daß die Cotton-Verfilmungen dagegen wie großes internationales Action-Kino wirken. Er wurde in keiner Weise den Romanen gerecht, und man hatte die Chance verspielt, eine erfolgreiche deutsche Filmserie zu etablieren.<br />
FORTSETZUNG FOLGT</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>MR.DYNAMIT – Der deutsche James Bond 3/</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 08:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die &#8222;Mister Dynamit&#8220;-Geschichten spielen auf der ganzen Welt. Reisen war eine Leidenschaft des Autors. Mit seinem Porsche und seiner Frau Lotte fuhr er kreuz und quer durch Europa. Das kam natürlich auch den Romanen zugute, in die Guenter geschickt Lokalkolorit einbaute und den Lesern die große weite Welt vorführte. Auch vor dem Ostblock schreckte der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=724&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die &#8222;Mister Dynamit&#8220;-Geschichten spielen auf der ganzen Welt. Reisen war eine Leidenschaft des Autors. Mit seinem Porsche und seiner Frau Lotte fuhr er kreuz und quer durch Europa. Das kam natürlich auch den Romanen zugute, in die Guenter geschickt Lokalkolorit einbaute und den Lesern die große weite Welt vorführte. Auch vor dem Ostblock schreckte der geistige Vater des Sowjetschrecks Urban nicht zurück. Später beschrieb er eine Episode während einer Fahrt durch die Tschechoslowakei:</p>
<p>Weniger komisch war es auf der Fahrt nach Prag. Der Grenzer warnt uns: &#8222;Vorsicht. Die nehmen Sie wegen jeder kleinen Delle fest&#8220;<br />
Prompt rast mir ein paar Kilometer weiter eine Krähe im Tiefflug gegen den Kotflügel. Kratzer, Blut und Federn. Natürlich hält uns in Prag die Polizei an.<br />
&#8222;Vor einer Stunde ist ein Kind überfahren worden.&#8220; Sie entdecken meinen Schaden und halten mich für überführt.<br />
&#8222;Seit wann haben tschechische Kinder Federn?&#8220; fragt Lotte.<br />
Beleidigt durchsuchen sie das Auto und finden dummerweise einen Roman von mir. Titel &#8222;In Moskau ist es aus mit dir&#8220;. Jetzt halten sie uns für Terroristen. Aber sie haben auch eine Zeitung gefunden. Auf der Filmseite zwei Photos, das von mir und dem russischen Staatschef und Generalsekretär der KPDSU Josef Stalin, der in Wirklichkeit der Schauspieler Alexander Allerson ist.<br />
&#8222;Sie kennen den?&#8220;<br />
&#8222;Josi ist ein Freund von uns&#8220;, behauptet Lotte.<br />
&#8222;Wo fahren Sie hin?&#8220; Lotte verweist auf das Kennzeichen. Es hat M wie München. Sie verwechseln M mit Moskau.<br />
&#8222;Angenehme Reise, gnädige Frau.&#8220;<img class="alignleft size-full wp-image-725" title="523[1]" src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/08/5231.jpg?w=240&#038;h=380" alt="523[1]" width="240" height="380" /></p>
<p>Wenn er nicht gerade durch die Welt reiste oder schrieb, bastelte Guenter gern an Oldtimern oder einem der zehn Porsches, die er in seinem Leben gefahren hat. Oder er las Sachbücher und Zeitschriften, immer auf der Suche nach Material für den monatlichen Roman.<br />
In den 70er Jahren wurde die Unterhaltungsliteratur von der linken Ideologiekritik in Folge von Adorno gerne als Trivialliteratur diffamiert und als verdummend und systemstabilisierend enttarnt. Besonders der Agenten-Thriller galt als kriegslüstern, chauvinistisch und antisozialistisch.<br />
Natürlich ist da was dran.<br />
Guenter, geprägt von Krieg und Wiederaufbau, war ein Produkt seiner Zeit. Er war kein Sympathisant der Sowjets oder des Sozialismus. Aber er war auch Zyniker und Realist, der den Westen nicht glorifizierte und Schwachpunkte ansprach. Immer wieder beschrieb er, wie machtgeile Politiker den BND instrumentalisierten. Für Politiker hatte er generell nicht viel übrig:</p>
<p>&#8222;Wissen Sie, diese Politiker sind es nicht gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, für sich, für das, was sie sagen und was sie tun.&#8220;</p>
<p>Auch die kleingeistige Konkurrenz der westlichen Geheimdienste und anderer Behörden wurde immer wieder thematisiert:</p>
<p>&#8222;Du weißt, wie das ist. Keiner verrät seine Tricks. Sie sind alle erfolgsgeil, eifersüchtig darauf bedacht, daß die anderen erst mal ihre Fehler machen. Daran hapert es im System&#8220;, sagte Urban. &#8222;Zu wenig Kooperation.&#8220;</p>
<p>Selbst die trivialsten Helden können Entwicklungen durchmachen: Bond war nach dem Tod seiner Frau Tracy nicht mehr derselbe, sondern ein gebrochener Mann. Auch Bob Urban veränderte sich:</p>
<p>Natürlich wandelt sich die Figur im Laufe der Zeit. Am Anfang war Bob Urban rechts gegen links, gut gegen böse. Meinetwegen ein kalter Krieger. Inzwischen findet er die Sowjetunion ansprechbar. Ökologische oder militärische Probleme machen, wie man weiß, nicht an Staatsgrenzen halt. Ich kenne zwar die Kritik: Machwerke, kriegstreiberisch, Ächtung von Minderheiten usw. Wenn aber jemand in jedem zweiten Roman einen heißen Krieg verhindert, dann ist es Bob Urban. Tatsächlich ist Urban Humanist.</p>
<p>Über das Schreiben sagte Guenter einmal:</p>
<p>&#8222;Beinahe alles, was du schreibst, besteht aus Versatzstücken, Gemeinplätzen, die zu einem Mosaik aus Klischees zusammengesetzt sind. Daß das keiner merkt, ist die Kunst. Fleiß überwindet so gut wie alles. Sogar Mangel an Talent.&#8220;</p>
<p>In seiner Schriftstellerlaufbahn verbrauchte Guenter zehn Schreibmaschinen.</p>
<p>FORTSETZUNG FOLGT</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>NEWS: Lucifer Connection</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 06:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter:
http://www.evolver.at/stories/Martin_Compart_Lucifer_Connection_01_2009/
hat der Vorabdruck des Romans LUCIFER CONNECTION bei EVOLVER.AT begonnen. Die Illustrationen werden nachgeliefert.
Posted in Bücher, Crime Fiction, Krimis, LUCIFER CONNECTION, NEWS, Noir, Politik &#38; Geschichte, ROMAN, Sodom Kontrakt       <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=717&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Unter:</p>
<p><a href="http://www.evolver.at/stories/Martin_Compart_Lucifer_Connection_01_2009/">http://www.evolver.at/stories/Martin_Compart_Lucifer_Connection_01_2009/</a></p>
<p>hat der Vorabdruck des Romans LUCIFER CONNECTION bei EVOLVER.AT begonnen. Die Illustrationen werden nachgeliefert.</p>
Posted in Bücher, Crime Fiction, Krimis, LUCIFER CONNECTION, NEWS, Noir, Politik &amp; Geschichte, ROMAN, Sodom Kontrakt  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/martincompart.wordpress.com/717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/martincompart.wordpress.com/717/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/martincompart.wordpress.com/717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/martincompart.wordpress.com/717/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/martincompart.wordpress.com/717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/martincompart.wordpress.com/717/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/martincompart.wordpress.com/717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/martincompart.wordpress.com/717/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/martincompart.wordpress.com/717/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/martincompart.wordpress.com/717/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=717&subd=martincompart&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>WASDCHNÄRENMÜTZE UND JUMPSUITS &#8211; TV-Serien machen Mode 3/</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 07:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DAS GRAUEN DER 70er JAHRE
   Die gruselige Mode der frühen 70er Jahre konnte selbst von den ausgefliptesten Fernsehserien nicht übertroffen werden. Die Bonbonfarbenen Anzüge, Rüschenhemden, lange Kragen, Schlaghosen, breite Krawatten und Plateaustiefel prägten besonders die Serie DIE ZWEI, die in Deutschland wegen ihrer flapsigen Synchronisation Kult-Status erlangte. Wenn man heute den langhaarigen Roger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=713&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>DAS GRAUEN DER 70er JAHRE<br />
   Die gruselige Mode der frühen 70er Jahre konnte selbst von den ausgefliptesten Fernsehserien nicht übertroffen werden. Die Bonbonfarbenen Anzüge, Rüschenhemden, lange Kragen, Schlaghosen, breite Krawatten und Plateaustiefel prägten besonders die Serie DIE ZWEI, die in Deutschland wegen ihrer flapsigen Synchronisation Kult-Status erlangte. Wenn man heute den langhaarigen Roger Moore in seinen grausamen Anzügen sieht, könnte man ihn und Partner Tony Curtis für Aliens aus einer Mystery-Serie halten. Ganz schlimm waren auch DIE FÜCHSE mit John Thaw und Dennis Waterman! Waterman fettiges Langhaar reichte fast bis auf die breitesten Sakkorevers der Fernsehgeschichte.<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/08/17/wasdchnarenmutze-und-jumpsuits-tv-serien-machen-mode-3/"><img src="http://img.youtube.com/vi/kspQVgaQpP0/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Ähnlich hässlich anzuschauen waren auch die Popelinjacken und Plastikblousons von Lewis Collins als Bodie und Martin Shaw als Doyle in der Action-Serie DIE PROFIS von MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE-Produzent Brian Clemens.<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/08/17/wasdchnarenmutze-und-jumpsuits-tv-serien-machen-mode-3/"><img src="http://img.youtube.com/vi/gnYJz2oy9gU/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>MIAMI VICE<br />
Keine andere Serie veränderte in den 80er Jahren das Medium Fernsehen stärker als MIAMI VICE. Und keine andere Serie tat mehr für die Mode. Der Massenerfolg der BOSS-Anzüge verdankt Michael Phillip Thomas als Vice-Cop Tubbs eine Menge. Er machte diese Marke in den USA populär und fashionable. Und das die gewagtesten Versace-Sakkos tragbar sind, zeigte Don Johnson als sein Partner Sonny Crockett. Überhaupt ist Johnsons modischer Beitrag zu der Erfolgsserie nicht zu unterschätzen.<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://martincompart.wordpress.com/2009/08/17/wasdchnarenmutze-und-jumpsuits-tv-serien-machen-mode-3/"><img src="http://img.youtube.com/vi/_UmOY6ek_Y4/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Die Entwicklung der Figur Crockett war vor allem seine Arbeit. Selbst der berühmte Dreitagebart, der ausgehend von der Serie seinen modischen Siegeszug um die Welt antrat, stammte von ihm. &#8222;Das war nach einem durchgesoffenem Wochenende. Ich hatte mich nicht rasiert und war ein paar Tage im Bett geblieben. Als ich in den Spiegel sah, fand ich es ganz attraktiv. Außerdem hasse ich es, mich zu rasieren. Als wir mit VICE anfingen, fiel mir das wieder ein.&#8220; Zusammen mit Michael Mann und Kostümdesignerin Jodie Tillen entwickelte er den typischen Sonny-Crockett-Stil: helle Sakkos über pastellfarbenen T-Shirts oder dreiknöpfige Long-John-Tops. Außerdem trug Sonny nie Socken in seinen weichen Slippern. &#8222;Es ist mehr eine Attitüde als ein Modestil. Es soll der Figur etwas kaltes, kompromissloses geben.&#8220; </p>
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		<title>MR.DYNAMIT &#8211; Der deutsche James Bond 2/</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 15:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Compart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Crime Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Heftroman]]></category>
		<category><![CDATA[James Bond]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik & Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ist nun dieser Mister Dynamit?
Sein bürgerlicher Name lautet Robert Urban, genannt Bob. Er ist Code-Agent Nr. 18 des Bundesnachrichtendienstes. Wegen einer angeborenen Muskelverkürzung lächelt er immer; das Dauergrinsen verunsichert Freunde und Feinde. Er fährt natürlich nur teure Autos: erst einen Porsche, dann einen Mercedes 300SL mit Flügeltüren und später diverse BMWs. Er ist zwischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=martincompart.wordpress.com&blog=6828050&post=704&subd=martincompart&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wer ist nun dieser Mister Dynamit?<br />
Sein bürgerlicher Name lautet Robert Urban, genannt Bob. Er ist Code-Agent Nr. 18 des Bundesnachrichtendienstes. Wegen einer angeborenen Muskelverkürzung lächelt er immer; das Dauergrinsen verunsichert Freunde und Feinde. Er fährt natürlich nur teure Autos: erst einen Porsche, dann einen Mercedes 300SL mit Flügeltüren und später diverse BMWs. Er ist zwischen 180 und 187cm groß, hat braunes Haar und graue Augen, wohnt in einem Schwabinger Penthouse und wirkt auf Frauen &#8211; wer hätte das gedacht &#8211; unwiderstehlich.<br />
Er ist ewig Ende zwanzig/Anfang dreißig und geborener Franke. Nach dem Abitur studierte er Hochfrequenztechnik und Maschinenbau in Berlin und München und promovierte mit einer Arbeit über Halbleiterelektronik.<img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/08/guenter21.jpg?w=180&#038;h=220" alt="guenter2[1]" title="guenter2[1]" width="180" height="220" class="alignright size-full wp-image-707" /><br />
Er spricht Französisch, Spanisch und Englisch und ist ein olympiareifer Fünfkämpfer. Er war Leutnant bei den Pionieren, aber auch beim militärischen Nachrichtendienst, je zwei Jahre bei Marine und Luftwaffe. Nach sieben Jahren verließ er die Bundeswehr im Rang eines Majors und heuerte beim BND an. Dazu Guenter: &#8222;Warum soll es immer ein CIA-Agent sein? Der Hauptmarkt für solche Bücher ist in Europa. Nimm einen BND-Agenten, sagte ich mir, obwohl der BND damals auch keinen besseren Ruf hatte, nämlich überhaupt keinen. Über die armen Kerle in Pullach schreibt kein Schwein.&#8220; <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/08/c011.jpg?w=189&#038;h=300" alt="c01[1]" title="c01[1]" width="189" height="300" class="alignright size-medium wp-image-708" /><br />
Urban ist der übliche Supermann der 60er Jahre: Er hat einen IQ von 120, das Patent als Steuermann auf großer Fahrt, kann Düsenjäger und große Transportflugzeuge fliegen. Wie James Bond raucht er extra für ihn angefertigte Zigaretten, die Monte-Christo-Goldfilter mit einer Mischung aus ägyptischem und Virginia-Tabak, von denen jährlich 10.000 Stück für ihn angefertigt werden. Er liebt Tolstoi und Flamenco-Musik, trinkt Bourbon und hat einen eigenen Drink kreiert, den &#8222;Dynamit&#8220;: vier Teile Bourbon und ein Teil trockener Wermut.<br />
Seine Aufträge erhält er von Oberst a. D. Wolf Sebastian, einem ehemaligen Panzergeneral &#8211; klein, rundlich und mit Monokel. Natürlich hat auch Mister Dynamit einen Q, der ihn mit den neuesten technischen Gadgets ausrüstet: Professor Strohmann ist ein weißhaariger Zwickelträger, und seine Leidenschaft ist das Brennen von Spirituosen, die er Urban immer wieder aufzwingt.<br />
 <img src="http://martincompart.files.wordpress.com/2009/08/3561.jpg?w=240&#038;h=380" alt="356[1]" title="356[1]" width="240" height="380" class="alignright size-full wp-image-709" /><br />
Oft reichen Urbans Fälle weit in die Vergangenheit zurück, die bis heute fortwirkt. Gern geht es um verschollene Weltkriegsflugzeuge oder U-Boote, die ein Geheimnis bergen. Guenter baut aber auch aktuelles Tagesgeschehen ein. Ob afrikanische Putsche, japanische Genforschung oder Neo-Nazis &#8211; er benennt die Fakten genau und nutzt die Realität geschickt als Hintergrund oder Ausgangspunkt. So lesen sich die 314 &#8222;Dynamit&#8220;-Romane wie eine Chronik der Krisenherde der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er schreckt dabei auch nicht vor den ungewöhnlichsten Plots zurück: In einem seiner letzten Romane, &#8222;Der Texas-Kontrakt&#8220;, verknüpft er Nazis mit dr Ermordung Kennedys.<br />
Der Autor versteht es meisterlich, naturwissenschaftliche Vorgänge einfach zu erklären und in seine Romane einzubauen. Komplexe Wissenschaft wird dem Laien verständlich dargelegt. Oft sind sie sogar die Antriebsriemen der Stories. In dem Thriller &#8222;Ein Tresor in Berlin&#8220; aus dem Jahr 1992 spekuliert er über Bakterien, die Ölrückstände bei Tankerkatastrophen oder auf Giftmülldeponien fressen können. Guenter erklärt sie als zugehörig zur Gruppe der hydrokarbonklastischen Bakterien, die beim Reinigungsprozeß von Öl genutzt werden. Entdeckt hat sie ein ostdeutscher Forscher, der sie aus Angst vor Mißbrauch unter Verschluß hielt. Nach der Wiedervereinigung und dem Sturm auf die Stasi-Zentrale sind die Bakterien plötzlich verschwunden. Ganz klar: ein Fall für Mister Dynamit.<br />
Ein Fan drückte es so aus:</p>
<p>Guenter beschreibt und erklärt dem Leser physikalische und biologische Phänomene kurz, klar, unaufdringlich, von der Gletscherbildung über den Anrufbeantworter, die Austernzucht, bis zur Funktion eines Autos oder einer Waffe.</p>
<p>Eigentlich müßten sogar die Grünen Fans von Mister Dynamit sein. Sinnierte er doch schon 1984 in &#8222;Des Teufels Abendstern&#8220;:</p>
<p>Wird Zeit, daß Tabakgenuß wieder verboten wird, wie vor 200 Jahren schon, anders kommt man nicht runter von dem schönen Laster.</p>
<p>Überhaupt wurde Bob Urban seit den Achzigern immer öfter aktiv, um ökologische Katastrophen abzuwenden. Sogar Kunstgeschichte wird der Agenten-Leserschaft nahe gebracht:</p>
<p>Sie führen heimlich Statuetten und antikes Keramikzeug in hohlen Zedernstämmen aus.<br />
&#8222;Byzantinischer Herkunft?&#8220; wollte Urban wissen.<br />
Ich bin kein Kunstexperte, aber wenn ich mich recht entsinne, ging Byzanz im 14. Jahrhundert unter. Seitdem sind die Türken Mohammedaner. Ihr Glaube verbietet die Darstellung des menschlichen Körpers. Wenn sie also Statuetten exportieren, müssen diese byzantinisch sein.</p>
<p>FORTSETZUNG FOLGT</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e6b56bf129947e6ab2a296dd1513da6" width="1" height="1" alt=""></p>
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