Martin Compart


STAMMTISCHGEGRÖLE: ACHTET AUF KATZENFÄNGER UND ANDERE TIERQUÄLER by Martin Compart
25. Januar 2012, 5:01 nachmittags
Einsortiert unter: Katzenmafia im Visier, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Tierschutz | Schlagwörter: , , , ,

Es ist wirklich zum kotzen: Immer wieder sehe ich an einer meiner Laufstrecken (laufen, joggen=bei mir ein Euphemismus für zügiges voran schleppen) Mitteilungen an Pfählen oder Zäunen über verschwundene Katzen. Das erlebe ich nun seit Jahren. Es gibt immer noch genügend Siedlungen oder Vororte, wo diese verfluchten Katzenfänger zuschlagen können, ohne erwischt und getötet zu werden. In Niedersachsen treibt wieder ein Ripper sein Unwesen und metzelt Schafe so bestialisch nieder, dass selbst die hart gesottenen Bauern kotzen. Dieser Abschaum darf sich nicht auf Rechtsstaatlichkeit beziehen, da das Bürgerliche Strafrecht lediglich Verbrechen gegen Menschen oder Sachen ahndet. In meiner kleinen primitiven Welt gehören Tierquäler und Katzenfänger aus dem Universum annulliert. Meinetwegen dürfte man auch bei Tier-KZ-Firmen wie WIESENHOF die Betreiber, Mitarbeiter und Kunden final zur Rechenschaft ziehen. Von Pharma- und Kosmetikfirmen (deren Kundinnen sich die Schmiere als Hohlraumversieglung auf die hässlichen Schädel schmieren) gar nicht abgesehen.
Es war diese hilflose Wut, gerade auf diese widerwärtigen Katzenfänger, die mich u.a. dazu trieb, DIE LUCIFER CONNECTION zu schreiben um da auch ein paar Hintergründe zu recherchieren. Viele ehrenhafte Menschen in unserer Kleptokratie bemühen sich um Tierschutz, setzen viel Zeit, Geld und Energie ein. Und sie betreiben Aufklärung. Auch hier im Internet. Aber es scheint nie zu reichen, denn diese Woche habe ich wieder einen an Zäunen angebrachten Hilferuf gesehen, auf dem verzweifelte Zweibeiner den Abgang ihres kätzischen Mitbewohners beklagen und um Suchhilfe bitten. Es wird ausgehen, wie fast immer: Juli bleibt verschwunden, weil sie Katzenfängern in die schmutzigen zum Abhacken frei gegebenen Hände gefallen ist. Trotz all der Warnungen und Beobachtungen im Internet. Also gebe ich auch hier meinen Sermon dazu und veröffentliche die Passagen aus LUCIFER, die sich mit dem Vorgehen durch Katzenfänger beschäftigen. Wenn nur EINER etwas daraus dazu lernt, für die dreckigen Tricks sensibilisiert wird und diesen Ausgeburten der Hölle dadurch EINE Katze weniger ins Netz geht, bin ich schon zufrieden.


Aus dem 3.Kapitel:

Kurz vor dem beginnenden Wald stand links ein einsames kleines Haus, von einer hohen Hecke umgeben. Der Zielort. Gill parkte den 190er halb im Feld, stieg aus und ging hundert Meter auf dem Feldweg zum Haus. Im Schutz der Hecke saß vor der Tür ein junger Mann in der Sonne, einen kleinen Welpen auf dem Schoß. Das Gesicht war offen, wirkte flach. Der Körper drahtig und durchtrainiert. Zwei riesige Labradors kamen böse knurrend auf Gill zu. Dominik rief ihnen etwas zu. Sie stellten das Knurren ein und schnüffelten an Gill.
„Ich bin Gill. Wir haben telefoniert.“
„Denk´ ich mir.“
„Wieso geht der eine so komisch?“
„Heinrich hat Probleme mit der Hüfte. Genetisch bedingt. Ein Zuchthund. Man sollte alle Züchter erschießen. Es gibt genügend Kreaturen in den Tierheimen.“
„Man sollte die Käufer von Zuchttieren erschießen.“
„Heinrich ist ein typisches Scheidungskind. Er sollte an Kindes statt die Ehe retten. Hat nicht funktioniert. Tut es nie. Auch nicht durch Kinder.“
„Was erwartest du von Idioten, die bei Züchter kaufen?“
Ein Grinsen ging über Dominiks offenes Gesicht. Gill musterte ihn. Er hatte Sommersprossen, wirres rotblondes Haar und intelligente Augen. Trotz der Wärme trug er eine paramilitärische Kampfjacke. Gill sah das von einem metallenen Pferdekopf gekrönte Lappenmesser aus der Innenseite hervorgucken. Lappenmesser können verdammt scharf und gefährlich sein. Um Tiere abzustechen trug es Dominik sicherlich nicht bei sich.
„Nora hat gesagt, du bist okay. Das reicht mir. Womit kann ich helfen?“
„Ich brauche eine Art Lagebericht. Ich suche nach einer verschwundenen Katze.“
„Dein Ernst?“
„Bei einem Auftrag mache ich keine Scherze. Ich weiß selber, dass das schwierig ist.“
„Jeden Tag verschwinden Katzen. Freiwillig oder unfreiwillig.“
„Freiwillig scheidet aus. Noch ein ganz junges Tier. Geringer Radius. Alle Suchaktionen in der direkten Umgebung waren erfolglos.“
Dominik seufzte. „Gehen wir rein.“
Etwas stupste Gill in den Hintern. Er drehte sich herum. Ein Labrador sah ihn treuherzig an. Im Maul hatte er einen abgesabberten Turnschuh.
„Heinrich will spielen. Du sollst versuchen ihm den Turnschuh wegzunehmen.“
Gill griff den Turnschuh und zerrte daran. Knurrend stemmte sich der große Hund dagegen. Gill ließ los und Heinrich tobte begeistert davon. Einen weiteren Sieg über die Zweibeiner verbuchend.
An einer Seite des Flurs standen großzügige Käfige mit Kleinnagern. Rechts ging die Küche ab. Gill warf einen Blick hinein und war überrascht: Sie war hochmodern und mit allen Extras ausgestattet. „Vegetarisch zu kochen ist nicht einfach – wenn es richtig gut schmecken soll. Ich bin ein Gourmet oder sowas.“
Sie betraten das Arbeitszimmer. Hier herrschte kreatives Chaos. Mehrere Computer, voll gestopfte Buchregale, verstreute Papiere. An einer Pinnwand hingen Karikaturen und TITANIC-Cover. Darunter das berühmte, indizierte TITANIC-Cover mit der Großaufnahme von Kurt Beck: „Problembär außer Rand und Band. Knallt die Bestie ab“.
„Katzenfang ist ein hochkriminelles Geschäft. Von Banden organisiert, die zum Organisierten Verbrechen gehören. Die Felle werden in der Bekleidungsindustrie als Pelzkragen und so was verarbeitet. In Polen und Holland hat man sich darauf spezialisiert aus Katzenfellen Rheumadecken herzustellen, die richtig teuer auf Kaffeefahrten verscherbelt werden. Aber die richtige Kohle steckt in der pharmazeutischen Industrie…“

„Wie immer“, sagte Gill. Sein Blick fiel auf ein weiteres Bild von Schäuble. In der dazu gehörigen Sprechblase: „Ich galt als körperbehindert, dabei bin ich geistig behindert. Mit Hilfe der Pharmaforschung habe ich die Tour de France gewonnen. Auf zwei Rädern.“
„Was wenige wissen. Die Pharmaforschung darf jedes Jahr 600 Versuchskatzen quälen und umbringen. Für Hautcremes für hässliche alte Weiber und so was. Aber natürlich braucht sie viel mehr Versuchstiere. 2000 wurden in Deutschland 1108 Katzen für Tierversuche gequält. Insgesamt werden jedes Jahr an die zwei Millionen Tiere in den Laboren umgebracht. Da schaut keiner genau hin. Auch nicht die Grünen.“
„Die sollte man als Versuchstiere nehmen.“
„Eignen sich nicht. Genetisch zu degeneriert.“
„Wie alle Politiker.“
„Jedenfalls bezahlt die Pharmaindustrie mehrere hundert Euro für ein Versuchstier. Und wir kommen über Steuern auch noch dafür auf.“
„Jetzt sehe ich klar. Ein Millionengeschäft. Aber wie gehen die Banden vor? Kann man sich nicht effektiv schützen?“
„Wir betreiben eine Menge Aufklärung. Durch Handzettel und so was. Meistens gehen Bandenmitglieder in einer Siedlung rum und tarnen sich als Spendensammler, Mitglieder einer Meinungsumfrage oder, besonders beliebt da gut vernetzt, Zeitschriftendrücker. Sie fragen nach Haustieren und so was. Wenn sie alles ausbaldowert haben, stellen sie gern Mülltonnen für Altkleidersammlungen auf. Die darauf angegebene Organisation existiert nicht. Entweder ist die Telefonnummer falsch oder eine Handynummer. Du erkennst die Tonnen daran, dass sie Luftlöcher haben. Sie haben zuschnappende Fallen als Eingang und innen sind Lockstoffe ausgelegt. Am nächsten Tag werden sie eingesammelt. Sie hängen sich auch gerne an Sperrmüll. Da fällt es nicht weiter auf, wenn Kleintransporter langsam durch die Gegend fahren und die Straßen absuchen. Oder die Fänger kommen nachts mit Fallen mit Lockstoffen und fischen ab, was sie kriegen können.“
„Auch gechipte Tiere?“
„Unverhältnismäßig viele registrierte Katzen verschwinden. Für einen EDV-Hacker ist es ein Leichtes, die erfassten Halteradressen auszuspionieren. Die Tiere sind fast ausnahmslos gepflegt, kastriert und geimpft. Die Versuchslabore bekommen also ein perfektes Tier auf Bestellung, in das man bis zum Versuch keinen Cent stecken muss. Alter nach Wunsch, wie praktisch! Da wird man doch nicht jahrelang selbst welche züchten, das kostet unnötig viel Geld, Platz und Personal.“
„Perfide Nummer.“
„Du sagst es.“
„Ich muss telefonieren.“ Gill rief seinen Mandanten an und beauftragte ihn, seiner Mutter ein paar Fragen zu stellen.
„Ich bekomme einen Rückruf.“
Sie gingen wieder ins Freie. Heinrich tobte mit seinem Schuh durch die Botanik und verteidigte ihn gegen den anderen Labrador.
„Willst du einen Tee.“
„Nicht unbedingt.“
„Ein Bier?“
„Zu früh. Wasser. Gib mir bitte einfach Wasser aus dem Hahn.“
„Kein Problem. Was essen?“
„Deine Küche beeindruckt mich zwar schwer – aber nein. Nicht bei dieser Hitze. Da esse ich nur abends.“ Gill zog den Hunderter seines Klienten heraus. „Nimm das und setz es so ein, dass möglichst viele Arschlöcher zu schaden kommen.“
„Geld brauchen wir immer. Ich gebe dir keine Quittung. Kannst du nicht von der Steuer absetzen oder so was. Wir sind nicht eingetragen.“
„Das will ich doch schwer hoffen.“
Dominik brachte ihm ein Glas Wasser. Gill zündete sich eine Reval an. „Ich besorge euch die Einsatzpläne der Drückerkolonnen in NRW. Ich habe da eine Quelle.“
„Das wäre cool. Da könnten wir dann präventiv was machen oder so was.“
„Aber passt auf. Wenn das organisierte Banden sind, dann habt ihr es mit harten, brutalen Leuten zu tun. Da nützt kein Finnendolch.“
„Mann, wir sind nicht erst seit gestern in dem Genre. Wir haben schon ein paar Schlachten geschlagen.“
„Ich gebe dir meine Telefonnummer. Aber nur, wenn mal was ganz Hartes am Start ist, okay?“
„Cool.“
„Oder so was.“
Gills Handy klingelte. Michael berichtete, dass ein Zeitungswerber, am Tag bevor Henry verschwunden war, seine Mutter belästigt hatte. Er wollte ihr ein Katzenmagazin aufschwatzen. Michael konnte sich auch daran erinnern, dass merkwürdige Container aufgestellt worden waren, die aber inzwischen wieder verschwunden waren. Alles passte.
„Würdest du mir eine Katze anvertrauen, mit der ich eine Falle stellen kann?“
Dominik sah ihn skeptisch an.
„Es passiert ihr nichts. Ich garantiere dafür.“
„Ungern.“
„Ich mache das auch ungern. Aber wenn es klappt, ziehe ich eine ganze Gruppe aus dem Verkehr. Deswegen gehe ich das Risiko ein.“



DIE RUMÄNEN WOLLEN WIEDER METZELN by Martin Compart
25. November 2011, 9:22 vormittags
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Von TASSO e.V. kommt folgende Pressemitteilung:

24.11.2011 – Neues Gesetz in Rumänien erlaubt Hundemord

VIER PFOTEN, TASSO und bmt wollen internationalen Druck für eine Rücknahme

Hamburg, 24. November 2011 – Lange Zeit hatten die Tierschützer in Rumänien und ganz Europa dagegen angekämpft, nun wurde es am Dienstag trotzdem beschlossen: das unsinnige und tierfeindliche Gesetz, welches die Massentötung von Streunerhunden in Rumänien wieder legalisiert. Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, TASSO e. V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) werden aber weiter kämpfen. Einsprüche beim nationalen Verfassungsgerichtshof wie auch Proteste in westeuropäischen Ländern sollen den rumänischen Präsidenten Traian Bâsescu dazu bewegen, das Gesetz nicht zu verabschieden.

„Es ist wirklich unglaublich, dass ein Land der EU ein so barbarisches Gesetz beschließt, obwohl es ein ähnliches vor wenigen Jahres erst abgeschafft hat”, zeigt sich Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN, schockiert. „Die Entscheidung ist ein wirklich trauriges Ergebnis für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Dieses Gesetz wird nicht einmal ansatzweise dazu beitragen, das Streunerhundeproblem tierschutzgerecht und nachhaltig zu lösen“, so Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale. Seit 1995 hat die Tierschutzstiftung in Rumänien mit der einzigen Methode, die nach verschiedenen Studien eine nachhaltige Verringerung der Hundepopulation bewirkt. Dabei werden die streunenden Hunde eingefangen, kastriert und nach einem medizinischen Check wieder in ihr ursprüngliches Revier zurückgebracht. Dadurch besetzen sie dieses Gebiet weiterhin und senken damit auf Dauer die gesamte Population. Mehr als 150.000 Hunde wurden behandelt, und in den entsprechenden Regionen konnte eine signifikante Senkung der Tierzahlen festgestellt werden. „Die Kastration auch der Besitzerhunde, wie in Brasov jetzt vorgeschrieben, wird die Zahl der Straßenhunde ebenfalls nachhaltig reduzieren, nicht das wahllose Einsammeln und Töten“, sagt Petra Zipp, Vorsitzende des bmt.

Trotz dieser nachweislichen Erfolge kam es nun zum Beschluss eines neuen Gesetzes, das es den Kommunen erlaubt, selbständig über das Schicksal der Streuner zu entscheiden. So können Streunerhunde in ein Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während dieser Zeit nicht adoptiert worden, werden sie getötet. Abgesehen davon, dass viele Menschen in Rumänien sich keine Hunde leisten können, werden die Adoptionswilligen aber noch zusätzlich schikaniert: Sie müssen nicht nur Angaben zum “verfügbaren Raum” und zu ihrem Einkommen machen, sogar ihre Nachbarn müssen einer solchen Adoption zustimmen! Wenn aber jemand einen Hund im Tiergeschäft kauft, benötigt der Käufer – nichts.

„Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, rechtlich und aktionsmäßig, um diesen Wahnsinn nicht Realität werden zu lassen”, so VIER PFOTEN-Geschäftsführer Helmut Dungler. Dazu gehören Klagen in Rumänien genauso wie Protestmärsche zu den rumänischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Auch europapolitisch ist das Gesetz ein Skandal, es widerspricht klar dem im Lissabonvertrag verankerten Tierschutzprinzip (Art. 13 VAEU), das nicht nur die EU Institutionen, sondern ausdrücklich ebenso die Mitgliedstaaten zu beachten haben. Demnach sind Tiere ‚fühlende Lebewesen‘. Gemeinsam mit VIER PFOTEN haben bereits im März 2011 zahlreiche Europaabgeordnete gegen diesen Gesetzentwurf an die Parlamentspräsidentin appelliert.

Hier geht es zur Protestaktion Rumänien.
http://www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Strassenhunde



GEWONNEN! SIEG FÜR TIERSCHÜTZER! by Martin Compart
8. November 2011, 12:43 nachmittags
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Es ist schön, dass Gerichte gelegentlich auch Gerechtigkeit sprechen. Natürlich reicht das alles nicht und man möchte gegen Züchter und Abnehmer und Tierquäler so vorgehen, wie es Gill in LUCIFER CONNECTION tut. Aber das ist ja Fiktion und nicht immer strafrechtlich unbedenklich. Also freuen wir uns, dass Jan Peifer seinen wichtigen Prozess gewonnen hat und die Justiz damit Vertrauen ins System bewirbt.

Pressemitteilung:

Skurriler Prozess vor dem Landgericht Bonn ist zu Ende
Einschüchterungsversuch eines Nerzfarmers gegen den Journalisten Jan Peifer gescheitert

Bonn/Sankt Augustin, 08.11.2011. Das Landgericht Bonn hat heute die Schadensersatzforderung eines Nerzfarmers gegen einen Journalisten abgewiesen. Damit ist die wohl skurrilste Schadensersatzklage des Jahres gescheitert. Der Pelztierfarmer hatte dem Journalisten vorgeworfen, dass durch seine bloße Anwesenheit über 1.300 Nerze gestorben seien und damit ein Schaden von 22.000 Euro entstanden sei.
Glückliche Hühner auf grüner Wiese, zufrieden weidende Kühe mit ihren Kälbern, ein Nerz in einem Bett aus Stroh. Mit solchen Bildern wirbt die Lobby der Tierhalter, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Der freie Journalist Jan Peifer recherchiert seit über 10 Jahren die tatsächlichen Haltungsbedingungen der Nutztiere in Deutschland und bringt die ungeschönten Bilder an die Öffentlichkeit. Er zeigt die nackte Wahrheit: kahlgerupfte Hühner in winzigen Gitterkäfigen, angekettete Kühe, blutig angefressene Nerze. Sehr zum Missfallen der milliardenschweren Industrie, die von der Nutztierhaltung lebt. Immer wieder erhält der kritische Journalist Androhungen von Unterlassungs- oder sogar Schadensersatzklagen.
Im aktuellen Fall hatte ein Nerzfarmer behauptet, die Anwesenheit des Journalisten auf seiner Pelzfarm habe den Tod von über 1.300 Nerzen und damit einen wirtschaftlichen Schaden von 22.000 Euro verursacht. Die Klage wurde jetzt vom Landgericht Bonn abgewiesen. Das Gericht konnte der Argumentation des Pelztierhalters nicht folgen. Dieser legte noch nicht einmal einen schlüssigen Beweis für den Tod der Tiere vor. Für Jan Peifer ist das heutige Urteil ein großer Gewinn: „Die Tierhalterlobby ist mit ihrem Versuch, mich mit einer möglichst hohen Schadensersatzforderung und den damit verbundenen Gerichts- und Anwaltskosten einzuschüchtern, gescheitert. Ich lasse mich nicht mundtot machen und werde auch weiterhin hinter die Kulissen schauen und das dokumentieren, was die Landwirtschaftslobby gerne geheim halten würde“.

Der Prozess könnte für den Nerzfarmer und dessen Frau ein Nachspiel haben, derzeit wird juristisch geprüft, inwieweit eine Anzeige wegen Betruges bzw. wegen Falschaussage vor Gericht Aussicht auf Erfolg hat.

Weitere Informationen zum Prozess unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.

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UNTERSTÜTZT JAN PEIFER by Martin Compart
12. Oktober 2011, 7:53 vormittags
Einsortiert unter: Tierschutz

Jan mit eigenen Worten:

Am 20.10.2011 (nächste Woche Donnerstag) findet ein skurriler Prozess vor dem Landgericht in Bonn statt. Ich wurde von einem Pelzfarmer aus Hörstel, NRW auf über 22.000,00 € Schadensersatz verklagt. Was wie ein schlechter Scherz klingt, wird für mich bald bitter ernst. In der Anklageschrift wirft man mir vor, dass ich durch meine Anwesenheit auf einer Nerzfarm für den Tod von 1.385 Nerzen (1350 Welpen und 35 Muttertiere) verantwortlich sein soll, dabei soll dem Farmer ein Schaden von über 22.000,00 € entstanden sein.

Was war passiert?

2007 habe ich 15 Nerzfarmen in Deutschland angeschaut und dokumentiert. Auch eine Farm in Hörstel. Als Tierschützer die Aufnahmen sahen, wollten sie es kaum glauben und stellten den Nerzfarmer zur Rede, ich begleitete die Tierschützer damals. Doch der Landwirt war zu keiner Stellungnahme bereit, ganz im Gegenteil, die Situation wurde so bedrohlich, dass ich die Polizei zu Hilfe holen musste. Nachdem diese uns buchstäblich befreit hatte, fingen die Probleme erst richtig an. Zunächst hat man mich wegen Hausfriedensbruchs angezeigt, doch diese Ermittlung wurde bereits nach ein paar Wochen von der Staatsanwaltschaft Münster eingestellt. 6 Monate später kam man dann offensichtlich darauf, mich u. a. für den Tod von 1.385 Nerzen verantwortlich zu machen: Wert der Tiere rund 44.000,00 €, der Schaden liege bei rund 22.000,00 €, denn das Fell der toten Tiere konnte man verkaufen – und für den Rest soll ich nun zahlen. Aus meiner Sicht völlig absurd ist die Argumentation, denn durch mein bloßes Auftreten auf der Nerzfarm sollen die Tiere umgekommen sein.

Anlässlich meines Prozesses zeigt die Albert Schweitzer Stiftung am 19.10. und 20.10. (jeweils von 11-19h) meine Videodokumentation (aus dem Jahr 2007) zum Thema Nerzfarm auf dem Bonner Münsterplatz, zudem werden Flyer zum Thema verteilt. Weitere Informationen unter: http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/pelzlobby-verklagt-journalisten-auf-22000-euro

Weitere Informationen über den Prozess unter http://www.nackte-wahrheit.com, dort findet sich auch ein ausführlicher Film mit allen Hintergründen.

Jan Peifer

E-Mail: info@nackte-Wahrheit.com
Website: www.nackte-Wahrheit.com

Spendenkonto: Deutsches Tierschutzbüro, Stichwort „Jan Peifer“, Kontonummer 1321564018, BLZ 37069520 VR-Bank Siegburg

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Vimeo: http://vimeo.com/janpeifer



NEUER GERICHTSTERMIN FÜR TIERSCHUTZKÄMPFER JAN PEIFER by Martin Compart
20. Januar 2011, 4:46 nachmittags
Einsortiert unter: Katzenmafia im Visier, NEWS, Politik & Geschichte, Tierschutz

Neuer Gerichtstermin

Mal wieder wurde der Gerichtstermin verlegt, nun auf den 09.06.2011 (Landgericht Bonn).

Worum geht es: 2007 war ich zusammen mit SAT.1 bei einer Nerzfarm; wir wollten den Betreiber fragen, warum er seine Tiere nicht artgerecht hält. Zuvor hatte ich über den Zaun hinweg einige Videoaufnahmen erstellt. Der Betreiber war zu keiner Stellungnahme bereit, rief die Polizei und zeigte mich wegen Hausfriedensbruchs an, das Verfahren ist eingestellt worden. Anschließend wurde ich auf Schadenersatz verklagt, durch mein Auftreten sollen mehr als 1.300 Nerze verstorben sein, einen angeblichen Schaden von 22.000,00 € plus Anwalt und Gerichtskosten (noch mal ca. 5.000,00 €) soll ich nun zahlen – offensichtlich will man mich so mundtot machen.

Mitmach-Aktion

Der Nerzfarmer hat aus meiner Sicht eigentlich nur einen unabhängigen Beweis dafür, dass Tiere wirklich verstorben sind; und dieser Beweis, eine Bescheinigung eines sogenannten Abdeckers (der holt die toten Tiere ab), wirkt auf mich mehr als fragwürdig, scheint wohl mehr so eine Gefälligkeitsbescheinigung zu sein. Ich habe den Abdecker in den letzten Monaten mehrfach angerufen, angemailt und angeschrieben, alles ohne Erfolg, der Typ sagt nichts, gar nichts, antwortet noch nicht mal auf meine Fragen.

Vielleicht könnte man ihm die gleichen Fragen erneut stellen?

Hier meine letzten Fragen an die Firma – Die Kontaktdaten sind hier zu finden:

http://www.schaap-gmbh.de/de/content_neu/kontakt/kontakt_start.html

Hier mein letzter Brief (vom 10.01.2011):

Die Firma Jean Schaap GmbH Fleischmehlfabrik hat dem Nerzfarmer Peter Wijnands am 30.06.2007 bescheinigt, dass der Mitarbeiter Riedel am 05.06.2007 50 bis 100 kg Nerzwelpen abgeholt und gemäß der EU/VO 1774/2002 – Methode 1 – beseitigt hat. Zu dieser Bescheinigung habe ich folgende Fragen

1. Nach telefonischer Auskunft Ihrer Mitarbeiterin ist es nicht üblich, ungenaue Abholgewichte anzugeben, insbesondere deswegen nicht, weil basierend auf diesen Angaben mit dem Kunden abgerechnet wird. Warum wurde dies hier dennoch so gehandhabt?
2. Die Bescheinung wird im Rahmen zweier Gerichtsverfahren massiv angezweifelt, welche anderen Schriftstücke können Sie vorweisen, um Ihre Angaben glaubhaft zu machen?
3. Ohne die Entscheidung des Bonner Landgerichtes vorwegzunehmen, aber vermutlich wird es im Juli zu einer Zeugen-Vorladung Ihres Mitarbeiters Riedel kommen; ist er in der Lage, dem Gericht glaubhaft zu machen (möglicherweise unter Eid), dass er am 05.06.2007 50 bis 100 kg Nerzwelpen bei der Nerzfarm des Herrn Wijnands abgeholt hat?
4. Was bedeutet die Formulierung am Ende der Bescheinigung „Das Gewicht wurde von Ihnen vorgegeben“?
5. Seit wann besteht eine Geschäftsbeziehung zwischen der Firma Jean Schaap GmbH Fleischmehlfabrik und Peter Wijnands?
6. Wie viele kg werden üblicherweise im Jahr bei Herrn Wijnands abgeholt und entsorgt? Vor allem wären hier die Monate Oktober und November von Relevanz.
7. Warum trägt die Bescheinigung das Datum vom 30.06.2007, wird aber ab 05.07.2007 (also 5 Tage später) an Herrn Wijnands gefaxt?
Gerne können Sie diese Fragen auch bei einem bereits schon mehrfach angebotenen Interview vor laufender Kamera beantworten. Sollten Sie abermals nicht auf mein Schreiben reagieren, muss ich leider davon ausgehen, dass die in den Gerichtsunterlagen formulierten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bescheinigung zutreffend sind.

Jan Peifer
E-Mail:

info@nackte-Wahrheit.com mailto:info@nackte-Wahrheit.com

Website:

www.nackte-Wahrheit.com http://www.nackte-Wahrheit.com

Spendenkonto: Deutsches Tierschutzbüro, Stichwort „Jan Peifer“, Kontonummer 1321564018, BLZ 37069520 VR-Bank Siegburg

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http://twitter.com/Nacktewahrheit1/

WKW:

http://www.wer-kennt-wen.de/person/6iy7mt4i/

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http://vimeo.com/janpeifer/

MeinVZ & MyVideo usw.




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