Martin Compart


NEWS: INTERVIEW MIT FRANK WESTENFELDER by Martin Compart
5. Februar 2013, 3:49 nachmittags
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Im Netzmagazin TELEPOLIS hat Dominik Irtenkauf ein interessantes Interview mit dem besten deutschen Kenner der Söldner-Thematik geführt.

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38425/1.html

Dr.Frank Westenfelder ist seit Jahren auch international bekannt und anerkannt für seine Page http://kriegsreisende.de/
die wohl umfangreichste und beste Informationsquelle zum Thema Söldner in allen Aspekten. Außerdem hat der studierte Historiker 2011 im Adatia Verlag eines der besten Bücher über das Södnerwesen veröffentlicht.

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Eine kleine Geschichte der Söldner: Historische Gestalten auf dem Weg in die Moderne

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KONZERNE WOLLEN UNS DAS WASSER STEHLEN UM ES DANN AN UNS ZU VERKAUFEN! by Martin Compart
24. Januar 2013, 9:41 vormittags
Einsortiert unter: Conspiracy, Ekelige Politiker, Essen & Trinken, NEWS, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Politik & Geschichte | Tags: , ,

Unsere Realität gleicht nicht nur immer mehr den Scince Fiction-Dystopien, sie übertrifft sie auch gelegentlich.
Von mir unbemerkt landete die EU einen neuen Coup:Sie will das Wasser “privatisieren”. Sowas fällt nicht mal den Taliban ein.
Zuerst wurde ich durch die Januar-Sendung von NEUES AUS DER ANSTALT darauf aufmerksam, dann schrieb mir eine Freundin:

“Hallo, Martin!
Ein Nachschlag zum Telefonat: googel mal ein bißchen unter
“Wasserprivatisierung” in Bolivien, Kolumbien etc., d.h. auf der ganzen Welt.
Ungeheuerlich! Wußtest Du, daß in Deutschland bereits 40% der Wassers privatisiert
worden ist – nach dem liberalen Kriegsgeschrei “Weniger Staat!”? Und alle
finden’s gut vgl. Gauck und sein O mane padme hum “Freiheit, Freiheit”: sprich
freie Fahrt den Konzernen. Die Stadt Berlin versucht bereits, sich wieder zu
befreien und das inzwischen vergammelte Wassernetz zurückzukriegen….
Erschreckend ist, wie sich das entwickelt hat, ohne daß wir gebrüllt haben!
In Lateinamerika hat es ja inzwischen mächtig gebumst und dadurch den Rest
der Welt etwas wachgerüttelt.
Hoffentlich schaffst Du es trotzdem, heute nacht einzuschlafen!”

Was kommt als nächstes?
Wird die EU den Sauerstoff privatisieren?
Wie lange lassen wir uns das noch bieten?
Das Schöne an diesen dreckigen Profit-Schergen ist, dass sie sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen.
Das Unangenehme daran ist, sie reissen uns alle mit in den Abgrund.
Mit unseren Politikern ist nur Staat für Privilegierte zu machen, kein Gemeinwesen.

Hier ein Vorschlag, wie wir Wasser für Banker, Politiker, Wirtschaftsbosse und ihre Steigbügelhalter verwenden sollten:

Und hier kann man versuchen, durch seine Unterschrift diesen menschenfeindlichen Mist zu verhindern:

http://www.right2water.eu/de/node/37

Nur gut, dass die Nazis so blöde sind und Exilanten und Obdachlose ermorden. Wenn sie Politiker, Mafiosi oder Wirtschaftsverbrecher töten würden, könnten sie aufs Fatalste mit einer großen Sympathiewelle der Bevölkerung rechnen. Aber sie sind eben auch nur Instrumente.

P.S.: Und da dies der Blog eines armen Worteschmiedes ist, muss ich auch etwas für mich trommeln und empfehle zur Entspannung meinen Anti-EU-Thriller:

Den schrieb ich nämlich, weil ich mich schon früher über die Machenschaften der sogen. Europäischen Union aufgeregt habe.



Grausame Tierversuche bei LÓreal by Martin Compart
3. Januar 2013, 4:10 nachmittags
Einsortiert unter: Ekelige Politiker, NEWS, Parasiten, Tierschutz | Tags: , ,

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HAUTCREME FÜR ALTE SCHABRACKEN; BEI DENEN ES EH NICHTS MEHR NÜTZT. UND FÜR JUNGE SCHABRACKEN, DIE SIE FÜR HOHLRAUMVERSIEGELUNG IM SCHÄDEL NUTZEN.

Mi, 2 Jan 2013 3:30 pm
Betreff: Grausame Tierversuche bei LÓreal

Akt.-Nr.: 530569

Sehr geehrte Frau Emanulidu,wie soeben telefonisch mit Ihnen besprochen sende ich Ihnen die Mail.

Mit Entsetzen sind wir über die grausamen Tierversuche der Firma LÒreal informiert worden.
Wie kann ein so großes Unternehmen sich mit so grausamen Tierversuchen profilieren wollen???
Auch die verantwortlichen Leiter der Forschung müssten es wissen, das dieses Leiden und unendliche Qual dieser armen wehrlosen Tiere keine Zukunft hat und sie auf Alternativforschung umsteigen können. An ihren Kosmetikartikel klebt das Blut dieser geschundenen Wesen.
Was bewegt einen Menschen in solchen Laboren zu arbeiten??? Sie sind abgestumpft ,leer emotionslos und brutal gegenüber unseren Mitgeschöpfen!!! Wir werden alles daransetzen, das LÓreal in Verbindung mit den grausamen Tierversuchen an die Öffentlichkeit dringt, dass Menschen davon Kenntnis erhalten, daß an jeder Kosmetikcreme etc. das Blut der gequälten Tiere klebt.

Unten angefügt das Beweisvideo:

http://www.change.org/de/Petitionen/l-oreal-stop-testing-on-animals-or-using-any-animal-products-go-cruelty-free

Gezeichnet
Alexandra Bräutigam
tierdiebstahlbayern
tierdiebstahlby@aol.com

ZWEI, DIE IN DER HÖLLE SCHMOREN SOLLEN:

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Hat Nicolas Sarkozy illegale Wahlkampf-Spenden von der reichsten Frau Europas, Liliane Bettencourt (87), angenommen?
Jede Kakerlake ist angenehmer als dieser Gift-Zwerg und die Zombie-Oma.

“Sehr geehrte Frau Bräutigam,

vielen Dank für Ihre E-Mail zum Thema Tierversuche. Wir wissen, wie wichtig Ihnen als unseren Kundinnen und Kunden dieses Thema ist und haben hier deshalb einige Informationen für Sie zusammengefasst.

Seit 1989 wird kein Produkt der L’Oréal-Gruppe an Tieren getestet. Wir haben mit unseren Forschern die Entwicklung alternativer Testmethoden in den letzten 20 Jahren maßgeblich vorangetrieben und sind durch die von L’Oréal entwickelte künstliche Haut, Episkin genannt, auch schon einen großen Schritt weiter: Sie ist mittlerweile vom Gesetzgeber als Alternativmethode anerkannt.

Nur beim Einsatz neuer Rohstoffe fordert der Gesetzgeber zur Sicherheit der Verbraucher, dass bestimmte Tests an Tieren durgeführt werden. Jedoch sind wir auch da fast am Ziel: Für weniger als 1 Prozent der vorgeschriebenen Sicherheitsbewertungen gibt es noch keine gesetzlich anerkannte Alternative.

Unter folgendem Link finden Sie Informationen dazu, was wir bereits getan haben und wo momentan noch Forschungsbedarfbesteht. http://www.loreal-alternative-testmethoden.de/

Wir können Ihnen versichern, dass die Sicherheit unserer Verbraucher für uns oberste Priorität hat und wir nur Produkte auf den Markt bringen, deren Sicherheit nachgewiesen und belegt ist.

Mit freundlichen Grüßen

L’Oréal Deutschland GmbH”

“Was sagst man dazu, erst teilen Sie mit, das seit 1989 keine Versuche an Tieren für ihre Produkte getestet werden, dann widersprechen sie sich mit der Aussage:Für den Einsatz neuer Rohstoffe fordert der Gesetzgeber zur Sicherheit der Verbraucher, dass bestimmte Tests an Tieren durchgeführt werden.Alles Augenwischerei.”



Hund-fleisch-handel in Thailand by Martin Compart
4. Oktober 2012, 4:01 nachmittags
Einsortiert unter: NEWS, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Tierschutz | Tags: ,

Liebe Freunde ,

nun habe ich die deutsche Übersetzung des illegalen Hunde-Handels bzw. des Hundefleischandels gegen den sich die Leute, im Besonderen der Chef “John Dalley” von” der dortigen regional arbeitenden Tierschutzorga “Soi Dog” in Thailand, stemmen.
Er und seine Leute tun mir leid, denn bei Überprüfungen von beschlagnahmten Hundelieferungen, mußten sie feststellen daß, wegen übermächtiger Tierzahlen und nur weniger Helfer und Mittel, ungenügende Unterkünfte und schlimme Wetterverhältnisse, fast ca. 90% der geretteten Tiere nach 8 Monaten starben od. wieder verschwunden waren. Er ist nach einer aufreibenden Reise zu allen Tierunterkünften, Auffanglagern für diese illegalen Hundetransporte sehr niedergeschlagen und braucht dringend Hilfe. Ich denke, egal wo auf der Welt Tierleid zu verbessern und beheben ist , wo sich Menschen mit ihrer ganzen Kraft, ihrem ganzen Willen und Enthusiasmus dafür einsetzen, sollte man sie unterstützen. Zumal diese Orga noch sehr klein ist, aber wachsen möchte um mehr Einfluß zu bekommen…..wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen.
Mit Geldspenden sowieso, aber wie wäre es, wenn wir ihm und seinem Gefolge auch gute Wünsche über Facebook od. mail senden……oder die “Tierheimleiter” (von denen er schreibt), mit aufmunternden Worten aus aller Welt, mental unterstützen….damit sie wissen, sie leisten gute Arbeit und überall auf der Welt wird an sie gedacht????

Wäre das nicht eine Gute Sache???

Herzliche, tierschützerische Grüße von Tabea

Im Original ist er einzusehen unter dem LINK: http://www.soidogmovies.org/german/tos_update.htm

Aber ich kopiere alles der Einfachheit halber in diese Mail, leider sind die Fotos nicht mit kopierbar, aber im obigen Originallink schon. Ihr habt die Mail letzte Woche in englisch von mir schon erhalten gehabt.
Tabea Hilgarth h.tabsi@gmx.

TRADE OF SHAME (Handel der Schande):
Die Geschichte, die erzählt, was mit den geretteten Hunden aus dem Hundefleischhandel passiert ist…….

Liebe Freunde und Unterstützer,

Vor kurzem habe ich eine 5-tägige Reise beendet, während der wir 5000km zurückgelegt haben, 4x geflogen sind und über 24h im Auto verbracht haben. Wir haben alle vier Auffangstationen, in denen die vom Hundefleischhandel geretteten Hunde untergebracht sind, besucht. Kurz – die Situation ist noch schlimmer, als wir es uns vorgestellt hatten, mit Ausnahme der Auffangstation in Nakhom Phanom. Die Tiere sind in Nutztier-Mastbetrieben untergebracht, Betriebe die nie als Hundeheime vorgesehen waren.

Eine wichtige Anmerkung vorne weg: Es werden ganz dringend erfahrene Tierärzte mit mindestens 2 Jahre Erfahrung in der Behandlung von Haustieren benötigt. Dies vor allem im Auffanglager in Khanchanburi und in unserem eigenen Tierheim auf Phuket. Interessierte Tierärzte schreiben bitte an: belinda@soidogaustralia.org.au

Meine Gefühle, nach der Rückkehr nach Phuket, als Hilflosigkeit zu beschreiben, ist noch untertrieben. Trotzdem bin ich fest entschlossen, dass die Mission, den illegalen Hundefleischhandel zu beenden, erreicht werden kann! Vielen Dank an unsere Unterstützer, grossartige erste Hilfe konnte bereits sofort geleistet werden: Viele Tonnen Futter konnten für die Hunde gekauft und provisorische Auffanglager bereitgestellt werden. Lebenswichtige Medizin und mehrere tausend Impfungen konnten wir besorgen. Aber die Probleme mit denen wir zu kämpfen haben, haben erst begonnen. Und wir werden sehr grosse Investitionen tätigen müssen, wenn wir diesen Hunden eine reelle Chance auf eine langfristige und bessere Zukunft geben möchten.
Am Ende dieses Berichtes können Sie den Film eines ehrenamtlichen Ermittlers sehen (leider momentan nur auf Englisch verfügbar), welcher sechs Monate lang die Fakten des illegalen Handels und seine Folgen zusammen getragen hat. Das Video enthält KEINE Bilder die schockieren sollen, es zeigt lediglich die Tatsachen dieses Handels auf. Dieser erste Bericht konzentriert sich auf die beschlagnahmten Hunde. Die Resultate sind erschütternd.

Im Januar dieses Jahres wurden, gemäss offiziellen Zahlen, 1’968 Hunde aus einem Schmuggellager in der Region Ban Tharae, welches als Zentrum der Hundefleischindustrie gilt, gerettet. Die vollständigen Fakten rund um dieses Ereignis sind im Video zu sehen. Es reicht darauf hinzuweisen, dass acht Monate später nur noch 100 (!) dieser Hunde am Leben sind. Sie sind in einem provisorischen Heim im Nordwesten von Thailand untergebracht, einer Gegend, die mit den heissesten Sommern, den kältesten Wintern und den intensivsten Regenfällen zu kämpfen hat.

Aber auch diese verbleibenden 100 Hunde werden sterben, zusammen mit weiteren verlassenen Tieren, die noch von der vergangenen Flutkatastrophe stammen und anschliessend nie mehr abgeholt wurden. Im Ergebnis bedeutet das: Von ursprünglich 1‘968 alleine aus dieser einzigen Beschlagnahmung stammenden Hunden sind bereits 1868 (!) Hunde gestorben oder verschwunden. Unnötig zu sagen, wie gross und schnell der Aufschrei und die Erschütterung gewesen wäre ab dieser Tragödie, wenn es stattdessen Menschen gewesen wären.

Wie man weiss haben Hunde, wie auch alle anderen Tiere, dieselben Gefühle wie wir Menschen. Während der Besuche in den Auffangstationen freuten sich (fast) alle Hunde über die willkommene Abwechslung durch den Besuch und zeigten dies so offensichtlich, dass dies auch ein Nicht-Hundekenner unschwer erkennen konnte. Aber in Thong Pha Phum schienen die Hunde aufgegeben zu haben. Sie liegen da, wirken depressiv und scheinen ihr Schicksal zu kennen.

In Khemmarat, wo die Bedingungen etwas besser sind, sterben etwa 3 bis 6 Hunde pro Tag (gemäss Angaben des Direktors der Anlage). Und wenn das Wetter sehr schlecht ist, sind es auch bis 12 Tiere. Als das Team Khemmarat besucht hat, haben sie 5 Hunde rausgeholt, die nur durch die Intervention des Teams überlebten. Wären sie nicht entdeckt worden, wären sie innerhalb kurzer Zeit gestorben.

Was kann getan werden? Die Probleme sind offensichtlich:

· Die gegenwärtigen Tierheime sind keine geeigneten Unterkünfte und bieten keinen Schutz vor dem Wetter.

· Veterinärmedizinische Versorgung ist kaum vorhanden.

· Es gibt zu wenig Angestellte, und die wenigen Angestellten, die es gibt, haben keine Ahnung vom Umgang mit Hunden.

· Die Hygiene ist mangelhaft und die Entwässerung unzureichend, so dass die Tiere in ihren Exkrementen liegen müssen.

· Zuwenig finanzielle Mittel bestehen, um etwas zu ändern.

In Thong Pha Phum tut der Direktor sein Bestes, aber mit den wenigen Spenden ist es unmöglich das zu tun, was er sich wünscht. Das Gleiche gilt auch für die anderen Anlagen.

Festzuhalten ist, dass diese Tierheime eigentlich Zentren für Nutztiere sind. Und das offizielle Lifestock Departement hat die Aufgabe, Nutztiere und keine Hunde zu überwachen. Es gibt auch keine nationale Tierschutzorganisation, die sich für die Hunde einsetzen könnte. Die Soi Dog Foundation ist eine kleine lokale Organisation. Wir haben zwar Ambitionen, zu einer nationalen Organisation zu wachsen, aber diese Sache sprengt die Möglichkeiten von Soi Dog um ein Vielfaches. Aber es gibt heute niemand andern, der sich diesen Tieren annehmen will oder kann. Auch die grossen internationalen Organisationen zeigten bisher allesamt kein oder nur wenig Interesse hier zu helfen.

Die Lifestock Departements haben kein Budget und die Regierung ist nicht in der Lage, Gelder zur Verfügung zu stellen. Deshalb dürfen wir nichts unversucht lassen, diesen Hunden beizustehen. Aber das können wir nur, mit Unterstützung von Tierfreunden aus der ganzen Welt. Wir wollen diesen Handel der Schande (Trade of Shame) beenden. Wir haben viele Freiwillige, die die Schmuggler verfolgen, jedem Hinweis nachgehen und jeden Lastwagen mit Hunden sofort den Behörden melden. Das wird die Situation in den Auffangstationen noch verschärfen. Wir sind aber überzeugt, dass die konsequente Durchsetzung der bestehenden Gesetzte schliesslich zur Beendigung des illegalen Hundefleischhandels führen wird. Wir werden weiterhin alles daran setzen, diese Kampagne gegen diesen Handel voranzutreiben, bis er aufhört und dem Gesetz Gehör verschafft wurde!

Sowohl lokale als auch internationale Tierfreude versuchen, diese Hunde an neue Besitzer zu vermitteln. Das ist für das einzelne Tier wunderbar. Es hat quasi seinen eigenen Lebens-Jackpot geknackt. Aber es wird leider immer nur ein ganz kleiner Anteil dieser Hunde sein, der diesem Schicksal entrinnen kann. Aber auch die verbleibenden Hunde haben das Beste verdient, was wir ihnen irgendwie geben können.

Soi Dog wird weiterhin versuchen, die Bewilligung für die Kastration sämtlicher Hunde zu bekommen. In Kürze werden die Hunde in Buriram und Khemmarat kastriert. Für diese Kastrationsaktion müssen zurzeit noch Tierärzte vor Ort engagiert werden und es müssen weitere finanzielle Mittel aufgetrieben werden. Noch liegen keine Bewilligungen vor, die es ausländischen Tierärzten gestatten würde, vor Ort zu kastrieren. Wir müssen verhindern, dass in dieses Elend auch noch Tausende von Welpen hineingeboren werden. In den Stationen von Nakhon Phanom, Khemmarat und Thong Pha Phum fanden wir sogar säugende Mütter!

Dieser Welpe heist Nam Mow, was auf Deutsch Seelöwe heisst. Dies Beispiel zeigt, warum Kastrationen so wichtig sind. Durch die Mangelernährung und den Kalziummangel ist der Welpe dauerhaft geschädigt und kann seine Hinterbeine nicht biegen. Er wurde von Khun Toon, dem Tierarzt von Soi Dog nach Bangkok mitgenommen, in der Hoffnung, wenigstens für diesen kleinen Wurm ein Zuhause zu finden.

Wie man auf den Bildern sehen kann, helfen sogar die Kinder der Angestellten! Hier helfen gerade Kinder dabei, Welpen von Zecken zu befreien. Wenn auch Sie diese wichtige Arbeit unterstützen möchten, spenden Sie noch heute!

In jeder dieser Auffangstationen wird dringend Hilfe benötigt. Damit wir diese Hilfe erbringen können brauchen wir Ihre Unterstützung und Hilfe! In Buriram zum Beispiel soll ein neues Tierheim für mehr als 2000 Hunde gebaut werden. Aber in Buriram gibt es zurzeit nur zwei Angestellte und keinen Tierarzt. Der vorgeschlagene Standort hat Vorteile, aber es wurde bisher kein Gedanke an das Thema Entwässerung verschwendet oder daran, was mit dem unvermeidlichen Abfall passieren soll. In Thong Pha Phum braucht es dringend bauliche Investitionen/Massnahmen oder die Hunde werden den kommenden Winter nicht überleben. Und dies wird unsere erste Priorität sein.

Das Video, welches ich am Anfang dieses Schreibens erwähnt habe, wurde vom Direktor von „Volunteer Media Asia“ gemacht. Er arbeitete mehr als 40 Jahre als Journalist für die besten britischen Zeitungen und nationalen News Agenturen. Was er herausgefunden hat ist schockierend. Bitte schauen Sie sich das Video an, denn es erklärt besser als jeder Bericht, was diese Hunde durchmachen. Das Video enthält KEINE Bilder die schockieren sollen, es zeigt lediglich die Tatsachen dieses Handels auf.

Danke für Ihre Unterstützung. Wir werden Sie über die zukünftigen Ereignisse und Aktionen auf dem Laufenden halten, die nur durch Ihre Unterstüzung möglich sind.

Bitte tragen Sie dazu bei, dass diese Geschöpfe nicht zu einer vergessenen Zahl in einer Statistik werden.

Mit aufrichtigsten Grüssen,

John Dalley

john@soidog.orghttp://www.soidog.org

P.S. Ihre Hilfe ist unentbehrlich, den illegalen Hundefleischhandel und das unmenschliche Schlachten der Hunde Thailands zu beenden. Bitte teilen Sie diesen dringenden Aufruf mit Ihren Freunden und Familien via Facebook, E-mail und Twitter

Soi Dog verschickt regelmässig Newsletter und Updates. Wünschen Sie, diese Updates/Newsletter in Deutsch regelmässig zu erhalten, dann senden Sie bitte eine E-Mail an claudia@soidog.



ALIBI – EINE LEGENDE VERSCHWINDET UND EIN MYTHOS ENTSTEHT by Martin Compart
25. September 2012, 8:31 vormittags
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Nun ist es doch passiert: Die Kölner Krimi-Buchhandlung ALIBI (eine der beiden ältesten in Deutschland) schließt die Pforten zu fiktionalen Höllenqualen. Und damit wird eine legendäre Institution zu Grabe getragen.

22 Jahre gab es ALIBI in Köln an verschiedenen Standorten. An zweien gehörte ALIBI zu den schönsten Buchhandlungen der Stadt und hob sich wohltuend von atmosphärelosen Großbaustellen wie THALIA oder MAYERSCHE ab.
Für die Atmosphäre war ein Mann zuständig: Manfred Sarrazin (vom Schicksal gestraft mit dem Bruder Theo). Manni gehört zu den umfangreichsten Kennern der Kriminalliteratur; wahrscheinlich kennt er von uns allen die meisten Titel. Denn er muss sich jeden Scheiß reinziehen, der gerade en vogue ist und von irgendwelchen Krimilemuren verlangt wird. Kein Subgenre, in dem Manni sich nicht auskennt. Unter vielen anderen verdanke ich ihm die Entdeckung von Stephen Hunter (was ich aber nie zugeben werde). In Köln läuft kein Crime-Afficionado rum, der ihm nicht mindestens einen Lieblingsautor verdankt.
Als er 1990 in der Engelbertstrasse 11 das erste ALIBI aufmachte, war er in einer ähnlichen Situation wie ein katholischer Missionar des 19.Jahrhunderts im Kongo. Er brachte das Wort. Anders als Missionare verkaufte er aber keine spinnerten Normen, sondern Ratio und Aufklärung (Denn der Krimi ist in seinen guten Werken nicht nur Kind sondern auch aktueller Vertreter der Aufklärung). Echte Kernerarbeit, die nur einer mit stählernen Nerven durchsteht. Und große Unterstützung durch die Kölner Medien bekam er dabei (bis auf den WDR ) nicht. Er musste den Job alleine erledigen – wie Charles Bronson oder Alain Delon.

Und Manni ließ es krachen: Er überzeugte die Buchhalter Kölner Kultur zur Mitfinanzierung von Lesungen der Elite der internationalen Kriminalliteratur: Ross Thomas, Lee Child, James Ellroy, George V.Higgins – um nur einige, wenige zu nennen. Alle waren in Köln und Manni hatte immer die Finger im Spiel.
Seit einigen Jahren macht er bei WDR5 alle zwei Monate bei der „telefonischen Mordsberatung“ mit. Und er ist der einzige Grund, sich dieses Krimistadl anzuhören, das sich ansonsten nur durch abstoßenden Frohsinn auszeichnet.

Das zehnjährige bestehen feierte ALIBI in der Ehrenstrasse. Zwar war dort das zweitschönste ALIBI, aber auch eine Gegend mit fürchterlichen Läden und elender Laufkundschaft, die eher darauf abzielt, ihre Wildschweinkörper in modisch-geschmacklose Outfits pressen zu lassen. ALIBI wirkte dort weite Trails lang wie Fort Apache in der Bronx. Die schönste ALIBI-Version war übrigens die auf dem Ring. Aber vielleicht meine ich das auch nur, weil Manni dort sein umfangreichstes Antiquariat hatte und mir zu fairen Preisen Paperback Originals überließ, nach denen ich ewig gefahndet hatte.

Neben der halbverblödeten Laufkundschaft („Der Herr Mankell schreibt so menschlich tief, nicht?“) lungerten im ALIBI zum Glück auch immer gute Freaks und vorlaute Stammkunden herum. Das sorgte dafür, dass die Kaffeemaschine nicht still stand, wir Stammtischkapazitäten uns über Manchette die Köpfe heiß redeten und jeden Zufallskäufer zu vergraulen drohten. Aber irgendwie wuselte Manni dazwischen hin und her um das Niveau einer Joy Fleming-Leserin auf die nächste Evolutionsstufe zu heben. Dort sind so manche Freundschaften und einige Stammtische begründet worden. Aber auch Loser wie Peer Steinbrück haben Mannis Regale besudelt und eingekauft.

Es wäre natürlich ungerecht zu unterschlagen, dass Mannis Partner großen Anteil an Erfolg und Mythos von ALIBI hatten; Vor allem seine Frau Barbara hielt ihrem genialischen Ehemann den Rücken frei. Und Michael Möhrke sorgte dafür, dass die betriebswirtschaftliche Komponente nicht unter der Begeisterung platt gedrückt wurde.

Aber der Star bei ALIBI war Manfred Sarrazin.

Manni, ich vermisse Deinen Laden jetzt schon und wünsche Dir nur das Allerbeste. Vor allem vermisse ich, wie wir uns dort oft gefetzt haben, da Du ja nie kapieren wolltest, dass ich alles besser weiß. Auch meinen Vorschlag, dass man ALIBI nicht ohne polizeiliches Führungszeugnis und einen von mir ausgestellten Geschmacksnachweis betreten dürfe, hast Du schmählich abgelehnt. Und Du hast auch mittags nie abgesperrt, um mit mir in Ruhe eine Flasche Whisky zu trinken.



Stille Momente der Geschichte: Verdiente Pause am Hindukusch by Martin Compart
18. September 2012, 10:24 vormittags
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“US Marine snipers from Charlie Company, 1st Recon Batallion, relaxing at
Camp Pendleton (!), Afghanistan, in Sept 2010, with their two favourite
flags.”

Wenn hohe Bildung, Traditionsbewusstsein und natürliche Intelligenz zusammen kommen, dann weiß auch der begabte Ex-Verteidigungsminister Struck (SPD), dass die Freiheit des Marktes am Hindukusch bewahrt bleibt und wir auch 2012 ein Wachstum im hart umkämpften Opium-Markt erwarten dürfen.
“Verglichen mit 2010 habe der Gesamtwert der Opiumproduktion 2011 um 133 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) zugelegt, teilte das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Freitag mit (Zur Studie: Afghanistan – Opium Survey 2011)…”(faz.net)
Das dürften die Rating-Agenturen beruhigen. Vielleicht auch ein künftiges Wirtschaftsmodel für das mediterrane Griechenland?



NEWS: Dutroux by Martin Compart
29. August 2012, 8:23 vormittags
Einsortiert unter: Dutroux, NEWS, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Politik & Geschichte, Sodom Kontrakt | Tags:

Na, da haben wir es mal wieder: Auf allen Kanälen wurde gestern im Fernsehen sensationsgeil über die vorzeitige Entlassung der Dutroux-Gattin und ihre Übersiedlung in ein Kloster berichtet. Kein Wort über die Dimensionen der “Affäre”, kein Wort über Nihoul als Mittelsmann zu höchsten politischen und wirtschaftlichen Kreisen. Kein Wort über die (mindestens) 27 ermordeten Zeugen. Statt dessen wurde Dutroux auf sechs Opfer runter reduziert, die er wohl als “verwirrter Einzeltäter” nur mit der Gattin für seine perversen Neigungen mißbrauchte. Und von denen wurden ja auch noch zwei gerettet! Da versteht der deutsche Volksempfänger doch kaum, warum -O-Ton: – “die Wunde in der belgischen Bevölkerung so tief sitzt und noch nicht verheilt ist”. Ach ja, es gab damals Ermittlungspannen. Und eine geradezu revolutionäre Justizreform: Nicht mehr der Innenminister entscheidet über vorzeitige Entlassungen von verurteilten Häftlingen, sondern Richter. Dann ist wohl alles geklärt. Dutroux soll es ganz gut gehen; er wird immer fetter im Knast. Aber wer die gute belgische Küche und das wunderbare belgische Bier kennt, wird das verstehen. Vielleicht sollte man eine Petition initiieren, damit der arme Kerl etwas mehr Bewegung bekommt, bevor er einen tödlichen Unfall erleidet (wenn er nächstes Jahr seinen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellt).
Aber wir wollen ja nicht noch zu Verschwörungshysterikern werden! Ein paar Kinderschänder gibt es nun mal in jeder freien Gesellschaft. Wer dahinter mehr vermutet, glaubt wahrscheinlich auch, dass der Irak-Krieg bewusst auf einer Lüge aufgebaut war.

www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=ntt_at_ep_dpt_9

Immer wieder sehenswert:
http://www.youtube.com/watch?v=yKc6-TqBfk4&feature=relmfu
http://www.youtube.com/watch?v=FWsK3YpT-Ss
http://www.youtube.com/watch?v=NHoGrV5xrEg
http://www.youtube.com/watch?v=aaX8Hi1nKV0&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=cS_5xlunEEI&feature=related

„Meine Arme sind so lang wie die Donau“.
Im Prozess wurde er lediglich für die Mitgliedschaft in einer Bande bestraft. Die Geschworenen befanden Nihoul mit einer Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen für schuldig. Da dies nach belgischem Recht nicht ausreicht, wurde die Justiz beigezogen und Nihoul für unschuldig erklärt. (berichtet das deutsche Wikipedia im spärlichen Artikel über den verdienten Bestsellerautor, der in seinem Buch alle Missverständnisse zu seiner Person gerade rückt).



STAMMTISCHGEGRÖLE: HURRA! Doris J. Heinze ist wieder da! by Martin Compart
18. Juli 2012, 5:12 nachmittags
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Dass sie ihrer Karriere dem Aussehen verdankt, ist wohl das Einzige, was man der ehemaligen NDR Fernsehspielchefin Doris J. Heinze nicht vorwerfen kann. Sie hat lediglich, wie andere auch, ihre kriminelle Energie genutzt um sich in einer höchst korrupten Branche zu bereichern. Erste Erfahrungen in Film und Korruption dürfte sie als Geschäftsführerin des Filmbüro NW e. V. gesammelt haben.Erschwerend hinzu – und das verlangt ja nach einer Haftstrafe – kommen ihre ästhetischen Verbrechen. Durch den Minderwertigkeitskomplex des Emporkömmlings Heinze wurde die Burdagattin Fuhrtwängler zur TATORT-Kommissarin und tyrannisiert mit ihrer erbarmungslosen Ausdruckslosigkeit das Zuschauerprekariat. Gnadenlos hat sie jahrelang Gebühren- und Steuergelder geplündert um ihren eigenen Drehbuchmist und den ihres Ehemannes selbst zu bewilligen. Kann man ihr das übel nehmen? Der NDR zahlte ihr ja nur läppische 104.000 Euro im Jahr; also gerade mal das Existenzminimum.

Als der Betrug aufflog, kam sie nicht in Untersuchungshaft, sondern zog sich in ihr Eigenheim auf eine Nordseeinsel zurück. Frei nach dem Tegtmeier-Motto: „…möchte ich durch ein schönes Leben meine Verbrechen ungeschehen machen“. Vorbei die schöne Zeit, wo man, umringt von Parasitenschwärmen, die erbärmliche Existenz schön denken konnte. Statt die Gelegenheit wahr zu nehmen um ins Wasser zu gehen (sie hat ja eh schon das Charisma einer Wasserleiche), setzte sie sich hin und schrieb einen Kriminalroman, der wohl das Niveau ihrer für nicht debile Zuschauer unerträglichen Fernsehspiele fortsetzt. Der mir zum Glück völlig unbekannte Ellert & RichterVerlag stellt ihr Werk so vor:

„Auf der Insel Nordstrand ist noch alles in Ordnung. In der Welt aber brechen die Finanzkrise und der isländische Vulkan Eyjafjallajökull aus damit ist die Ruhe, die der Ex-Ermittler Karl Hieronymus Schröder eben noch auf der Insel genossen hat, dahin. Inspektor Doharty aus London ruft an und holt ihn zurück in die Welt der Verbrecherjagd. Er berichtet von krummen Bankgeschäften, der russischen Mafia und mehreren Toten. Ein indisches Software-Genie muss dringend aufgespürt werden, das wegen der Aschewolke des Vulkans auf dem Frankfurter Flughafen festsitzt. Während Schröder und Doharty ermitteln, gerät der Inder zwischen alle Fronten. Nicht nur seine Auftraggeber, große Banken in aller Welt, werden zunehmend nervös, auch die russische Mafia hat ihn schon ins Visier genommen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ein packender Thriller, eine überzeugende Erzählerin. Doris Heinze hat einen weltläufigen Thriller verfasst. Kiew, London, Mombasa, New York, Mumbai und Nordstrand sind seine Schauplätze. Vor allem aber lebt Höhere Gewalt von seinen eigenwilligen Charakteren und der schnellen, spannungsgeladenen Handlung.“

Sofort weiß der Leser, dass er in schlechten Händen ist. Da hat Doris, ihr Hirn überschätzend und unter übermenschlicher Aktivierung ihrer Willenskraft, alle Airport-Thriller studiert, um eine schnelle Mark zu machen. Woher soll die Arme auch wissen, dass der Buchmarkt nicht wie ihr Gebühren gesteuerter NDR funktioniert? Wenn man erstmal anfängt Mist zu gucken, wird man irgendwann auch mal Mist schreiben. Also sind die Chancen nicht schlecht, das Elaborat an einen Fernsehsender zu verkaufen, wenn sich erstmal die Wogen geglättet haben. Wahrscheinlich wird das aber noch einige Monate dauern.

Ein Brüller: Am ersten Tag der Verhandlung gegen Sie las sie
in der Buchhandlung Liesegang in Husum aus ihrem Kriminalroman. Der Eintritt war frei. Viele weitere Lesungen hat ihr Verlag schon angedroht. Über die leider schlecht besuchte Erstausstrahlung berichtete immerhin das deutsche Literaturmagazin NR.1, BILD.de:

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“Hohes Gericht, wir sind nur die Opfer des Systems.”

Die schönsten Zitate aus der HAMBURGER MORGENPOST zum Verfahren:

“Die 63-Jährige kommt nun wegen schwerer Bestechlichkeit, schwerer Untreue und Betrugs vor das Landgericht. Sie ist nicht allein auf der Anklagebank: Auch ihr Ehemann und die Filmproduzentin müssen sich vor der Wirtschaftsstrafkammer verantworten. “Für alle Beteiligten hat es sich um risikofreie und einträgliche Geschäfte gehandelt – zulasten der Gebührenzahler”, sagt Möllers…

Den drei Angeklagten werden insgesamt 14 Straftaten aus den Jahren 2003 bis 2009 vorgeworfen – so lange funktionierte das “System Heinze” wie ein gut geschmiertes Uhrwerk: Die damalige NDR-Fernsehspielchefin lieferte der Produzentin der AllMedia, einer früheren Tochterfirma von Studio Hamburg, stets neue Drehbücher von “Niklas Becker” und “Marie Funder”, sicherte als Gegenleistung im Sender die Auftragsvergabe an die AllMedia. Höhepunkt an Dreistigkeit bei dieser Mauschelei: Heinze verkaufte das gleiche Drehbuch zweimal, mit nur leicht verändertem Titel. Nachdem sie für “Dienstage mit Marie” bereits Honorar bezogen hatte, drehte sie der Hamburger Produktionsfirma Network Movie “Dienstage mit Antoine” an – und schädigte die Firma um rund 25 000 Euro…

Sie habe keine Ahnung gehabt, wie ihr Vorgehen “juristisch bewertet werden würde”. Schließlich sei sie nicht die einzige ARD-Redakteurin gewesen, die unter Pseudonym Drehbücher bei dem Senderverbund untergebracht habe. Eine von ihr namentlich nicht genannte Kollegin vom Bayerischen Rundfunk, die nun in der Privatwirtschaft arbeite, sei ebenso verfahren.
Sie und ihr Mann hätten ihre Pseudonyme der Verwertungsgesellschaft VG Wort gemeldet…”

Das ist gut so. Denn dann bekommt sie von der VG Wort nochmal richtig Geld, wenn ihre Machwerke wiederholt werden. Und die wird der NDR und andere ARD-Anstalten sicherlich wiederholen. So sorgt dann Kommissarin Furtwrängler und der NDR dafür, dass die Verbrechen auch später noch belohnt werden. Aber vielleicht schreibt sie dann wenigstens keine weiteren Kriminalromane. Schließlich bringt die Ausschüttung durch VG Wort und das Wiederholungshonorar (Vertrag ist Vertrag) für ein einziges TV-Spiel das x-fache eines durchschnittlichen Buchvorschusses.

“Man kann nicht mehr tun, als sich zu entschuldigen.” Weise Worte einer vom Schicksal schwer gebeutelten Frau, die viele Apfelbäume beschneiden muss. Tja, wer Spott haben will, muss erstmal für Schaden sorgen.



NEWS – Programmhinweis by Martin Compart
14. Juni 2012, 3:00 nachmittags
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Programmhinweis
Radio
WDR 5, 12.07.2012, 10.05 – 11.00 Uhr
Neugier genügt – Literarische Auslese
Themenspecial 50 Jahre Rolling Stones: In der Pause prügelten wir uns regelmäßig mit den Beatles-Fans Eine Jugend mit den Rolling Stones
Von Martin Compart

„Diese fünf Visagen hatten für mich dieselbe Symbolkraft wie Marilyn über dem U-Bahnschacht oder Bogart mit der Zigarette. Nichts in der Welt wollte ich lieber besitzen als die Platte mit den entscheidenden Eröffnungsworten: „Kids are different today, I hear every mother say“. Der Eintritt in eine andere Dimension. Diese Platte hatten meine Jungs für mich gemacht, damit ich diese betonharten Zeiten durchstehen konnte. Die Stones standen mir bei im Elend dieser von Geisteskranken beherrschten Welt“, so beschreibt Martin Compart, Autor, Lektor, Kritiker, geboren 1954 in Witten an der Ruhr sein Verhältnis als Jugendlicher zu den Rolling Stones. Die große Zeit der Stones fiel in seine Pubertät, die Auflehnung gegen das Elternhaus, die Aufarbeitung der Nazizeit und die 68er Bewegung. Und die Band traf den richtigen Ton, allerdings nicht aller. „In den großen Pausen trafen sich Stones- und Beatles-Fans, um sich gegenseitig auf die Fresse zu hauen. Da trafen unversöhnliche Weltanschauungen aufeinander – mit Musik hatte das nichts zu tun: Die Stones wollten nicht die Hand von irgendjemand halten.“ Die Rolling Stones als radikales Lebensgefühl, Erinnerungen an eine versunkene Zeit.

Sprecher: Hans Peter Hallwachs

Redaktion: Thomas Hauschild

PS: WOW! Der grosse Hans Peter Hallwachs liest Texte aus meinem Buch über die Stones! Seit er Steve Gardiner gesprochen hat, bin ich besenharter Fan von ihm und sehe mir seinetwegen sogar schon mal eine ZDF-Vorabendkrimiserienfolge an. Und zumindest einen Stones-Bezug gibt es auch: Er gab sein Filmdebut in Volker Schlöndorffs MORD UND TOTSCHLAG an der Seite von Anita Pallenberg; die Filmmusik war von Brian Jones.
PPS: Wir sehen uns am 12.7. im Marquee-Club, denn da spielen die Stones auf den Tag genau ihr 50jähriges Jubiläum.

PPS: Und deshalb hier ein paar Auszüge aus dem Buch:

“Rock’n'Roll erwischte England wie die Bombe von Hiroshima”, sagte Keith. Dann kamen die Beatles und Europas Teenager begannen durchzudrehen; 1963. 1964 kehrte der Rock in die USA zurück mit der großen British Invasion: Alle englischen Bands wurden von Bomber Harris in ein Flugzeug in die Staaten gesetzt und zerbombten die US-Hitparaden. Mit Gitarren wie Kalaschnikovs schossen die Brit-Bands den Frankies & Rickys die Eier weg. Die Kulturrevolution trat in die entscheidende Phase.
Es muss so ’64 gewesen sein, als mir erstmals die Basslinien von Bill Wyman die Magengedärme aufwühlten und Technicolour in mein Leben brachte… Wenige Tage später sollte ich erfahren, was mich so angemacht hatte: Wir waren auf einem dieser unerträglichen Verwandtschaftssonntagsbesuche bei einem Onkel, und mein älterer Cousin besaß dank seiner noch älteren Schwester einige dieser neuen Lärmplatten mit langhaarigen Affen auf der Hülle, die bei Erwachsenen nicht allzu gut anzukommen schienen. Die sagten einem auch klipp und klar, was das war: Es war Negermusik aus dem Dschungel, gespielt von ungewaschenen Langhaarigen, die nur Vergewaltigung, Totschlag, die Abschaffung der Zivilisation und die Vorbereitung der kommunistischen Weltherrschaft im Sinn hatten. Diese Kerle waren gegen geregelte Arbeit, ordentliches Familienleben, Zebrastreifen, den Goldenen Schuss (Lou van Burg – nicht das Frankfurter Bahnhofsklo), den Blauen Bock, Turmfrisuren, VW-Käfer, Wirtschaftswunder und saubere Gesinnung, erklärten die Alten rot angelaufen mit Geifer vor dem Maul. Die wollten alles kaputt machen. Sie waren das Schlimmste, was es gab. Genauso schlimm wie Fidel Castro und Mao und schlimmer als Hitler oder der 2.Weltkrieg, den man leider verloren hatte. Im Grunde verkörperten sie das, wogegen die Alten heroisch gekämpft hatten: die Dominanz des Untermenschentum. Nur Untermenschen konnten derartigen Krach machen. Verjudete Negermusik.

All der Hass auf die Welt und ihren Nachwuchs ergoss sich nun über die Rolling Stones, die noch schmutziger als ein Stripklub waren. EVENING STANDARD vom 21.3.64: “Sie haben in der Musikszene Schreckliches angerichtet; sie haben sie an die acht Jahre zurückgeworfen. Als wir unsere Popsänger gerade soweit hatten, dass sie alle sauber, ordentlich und nett aussahen, da kamen die Stones daher und sahen aus wie Beatniks. Sie haben das Image der Popsänger der sechziger Jahre ruiniert.” Und zur ersten Australien-Tournee stellte der SYDNEY MORNING HERALD fest: “Ein unverhohlen sexueller Akt, auf den die keuschen Beatles unsere zarten Teenager nicht vorbereitet hatten.”
Die fett gewordenen Weltkriegsveteranen und Wirtschaftswunderspießer wussten genau, wie man mit solchen Burschen verfahren musste: Erst mit dem Schlauch abspritzen und dann erschießen. Liberalere Geister erwogen noch Arbeitsdienst oder ein paar Monate in einem gut geführten KZ. Sie hatten es aber auch verdammt schwer. Erst mal kam diese verdammte Anti-Babypille, die Frauen angstfreien Sex garantierte. „Die Pille verautomatisiert die Liebe und versaut die Moral.“ …
Der erste wirklich große deutsche Hit der Stones war natürlich das Zerlegen der Berliner Waldbühne – hinreichend bekannt. Sentimentalität kommt auf, wenn man den Bericht des Axel-Springer-Heloten Matthias Walden darüber liest (in DER MONAT 11/65)…

Keine Negermusik auf deutschen Wellen war das grimmige Prinzip der öffentlich-rechtlichen Sender. Wahrscheinlich wären die Ätherwellen kotzend zusammengebrochen. Lediglich Radio Luxemburg und AFN ermöglichten uns einen Blick in die angelsächsischen Hitparaden. Und wenn man die laut aufdrehte, stand garantiert ein tobender SS-Mann im Zimmer, weil man unerlaubt den Feindsender hörte: “Mach die Urwaldmusik aus. Davon wird man krank.” Rock-Musik war verboten! Aber natürlich fand die Musik immer einen Weg zu den wahren Glaubensbrüdern.

Aber der Abschuss war ein Interview mit Brian Jones in LUPO MODERN:
FRAGE: Wer sind die besten Sänger?
JONES: Ganz klar die Italiener. Denen liegt das Singen so im Blut wie uns Engländern das gute Benehmen.
Neben Berichten über Beat-Musik und wie der alte Pierre im Dschungel von Asien aufgeräumt hatte, gab es zum Glück in BRAVO noch genug anderen Mist, auf den man sich rausreden konnte: Jeden Tag übt Hugh O’Brian (Wyatt Earp) vor dem Spiegel das schnelle Ziehen. Da lernte man was fürs Leben.

Eines der besten und stärksten Argumente der Alten in der BRD lautete: GEH DOCH RÜBER, WENN ES DIR HIER NICHT PASST. Gemeint war natürlich die DDR, wo alle am Hungertuch nagten, in Neo-KZs vegetierten und mit der Kalaschnikow zwischen den Zähnen hinter der Mauer lauerten, um die freie westliche Wohlstandsgesellschaft zu überrennen. “Wenn ich das schon höre: Das System ist schuld! Geh doch rüber, wenn es dir hier nicht passt! Ja, ja: Manipulation! Alle sind manipuliert. Dann geh doch rüber. Der Iwan wird dir schon zeigen, was System ist. Dir und deinem Adorno. Die Rolling Stones kannste gleich mitnehmen.” Im tiefsten Herzen ahnten sie, dass es drüben besser war. Sie wussten nur nicht, wo drüben ist.
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NEWS by Martin Compart
14. Juni 2012, 9:20 vormittags
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Durch Zufall (ich war mal wieder auf der Suche nach neuen Informationen über ein paar Lieblingsautoren) entdeckte ich im Netzmagazin Cultmag eine bisher siebenteilige Serie von Alf Mayer, die ein Portrait von Stephen Hunter als Ausgangspunkt nimmt. Die Serie ist so gut, dass ich sie meinen Lesern, unbedingt empfehlen muss (ist auch etwas für Sie, Herr Westenfelder!)
In seinem Portrait über den ebenso umstrittenen wie grandiosen Thriller-Autor Stephen Hunter integrierte Alf Mayer eine Kulturgeschichte des Scharfschützen und seiner Spuren in Literatur und Film, die zum faszinierendsten gehört, dass ich zum Thema gelesen habe. Auch wenn mir die Analyse und Darstellung von Hunters Romanen in einigen Aspekten etwas zu kurz kommen, besticht Mayer durch seine immense Bildung in Kriegsgeschichte, Film und Thriller. Seine entwicklungsgeschichtliche Darstellung der „Sniper-Kultur“ beinhaltet moralische Fragestellungen und eine daraus resultierende Mentalitätsgeschichte. Neben Hunter behandelt er eine ganze Reihe von Thriller-Autoren, die ebenfalls dieses Sujet beackert haben. Und wohl jeder Film zum Thema wird akribisch durchgekaut.
Selten ist die Auseinandersetzung mit dem Thriller und seine gesellschaftspolitischen- und medialen Hintergründe bei uns auf so hohem Niveau.

Diesen Link herunter scrollen, dann kann man die Serie chronologisch aufrufen:http://culturmag.de/rubriken/buecher/alf-mayers-blutige-ernte-stephen-hunter-teil-vii/48372

P.S.: Da verzeihe ich Herrn Mayer sogar, dass er nicht dazu in der Lage ist, das Raffinement des Stils (Höhepunkt ist m.E. DER AFGHANE) von Frederick Forsyth zu erkennen.




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