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Hier ist die eBook-Ausgabe von DIE LUCIFER CONNECTION! Aus vertraglichen Gründen nur begrenzte Zeit lieferbar. Als Bonus-Track Der Anfang von DIE GOMORRHA DEPESCHE.Gill ist Sicherheitsexperte, Ex-Söldner und ehemaliger KGB-Agent. Er lebt
gefährlich – und sorgt mit seinem Kumpel „Karibik-Klaus“ dafür, dass auch Verbrecher nicht in Ruhe leben können. Als er auf einen Fall von „Catnapping“ angesetzt wird, ahnt aber nicht einmal er, was sich daraus entwickeln wird …
Die Dortmunder Polizei findet ein Massengrab voll ermordeter Kinder und beginnt gegen eine weltweite Satanistenverschwörung zu ermitteln. Die Spur führt nach Sierra Leone, zu Kannibalen und Kindersoldaten. Gill besinnt sich auf seine tödlichen Kenntnisse und zieht los – ins dunkle Herz Afrikas, in die
Londoner Unterwelt und zur schwarzen Seele Wiens.
Zu bestellen unter:
http://www.amazon.de/DIE-LUCIFER-CONNECTION-Gill-ebook/dp/B007HT1GFA/ref=sr_1_24?s=books&ie=UTF8&qid=1331115052&sr=1-24
„Die Luzifer-Connection“ ist bereits Martin Comparts zweiter Thriller mit dem Ex-Söldner Gill. Seinen Einstand gab der abgebrühte Schnüffler in dem Roman „Der Sodom-Kontrakt“. Wer das Buch nicht kennt ist jedoch keineswegs im Nachteil, denn der vorliegende Roman ist auch ohne die Lektüre des Gill-Debüts in voller Gänze verständlich…. Und während des Lesens wünscht man sich unweigerlich mehr Leute wie Gill, die unbarmherzig und kompromisslos gegen ihre Feinde vorgehen. Ausgestattet mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einem festen Ehrenkodes, im Bedarfsfall aber auch unerbittlich und knallhart. Gill vereint den souveränen, unnahbaren James Bond-Typus mit dem hartgesottenen Detektiv des Krimi Noir…
FAZIT: Kompromissloser, knallharter Thriller, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Absolut kultverdächtig.
Florian Hilleberg in LITERRA
Politisch korrekt ist das nicht, aber spannend bis zur letzten Seite. Ein Seitendreher.
Christian Lukas in RUHR-NACHRICHTEN
Politisch korrekt liest sich anders. Abgrundtiefe Verachtung des durch die “Medienkellner” vermittelten Normalen durchzieht den Text, die Vereinten Nationen sind eine Verbrechensorganisation wie die EU, Afrika ein Kontinent des immerwährenden Grauens. Nie war das Böse böser und das Gute suspekter… Ja, zugegeben, das alles ist nicht “ausgewogen”… in Gill vereinen sich Mitleid und Mordlust, sensibelste und grobschlächtigste Rezeptoren für menschliches Leid und brachialste Zerstörungswut. Das irritiert, polarisiert, sucht so gar nicht nach dem Kompromiss, bringt Dinge zueinander, die wir nicht beisammen sehen wollen – oder kurz und knapp: “Die Lucifer Connection” ist brillante Unterhaltung.
Dieter Paul Rudolph in WATCHING THE DETECTIVES
Wie in einem guten Song entwickelt Compart in seinem neuen Roman einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Und trotz der mitunter forcierten Gewalt- und Ekel-Exzesse haben wir es nie mit einer selbstzweckhaften Nummernrevue zu tun. Gills Wut auf die “die Verhältnisse” überträgt sich auch auf den Leser; und diese Wut läßt sich in einer bewußt gehaltenen Distanzlosigkeit des Autors zu den Geschehnissen ausmachen, die ein wenig an Joe Lansdale oder Jack Ketchum erinnert (jeder von ihnen ebenfalls ein großer Humanist). Zudem hat Compart wieder einmal den Beweis erbracht, daß in der sogenannten, vom globalen Obergscheiterltum gern übel beleumundeten Genreliteratur mehr Wahrheiten enthalten sein können als in der subventionierten, inhaltlich und formal meist trostlosen Literaturpreisbelletristik…ein Buch für Menschen, die packend verfaßte Thriller ohne postmodernes Ironie- und Befindlichkeitsgeplänkel schätzen und wissen, wie man beispielsweise “Scholl-Latour” schreibt.
Thomas Fröhlich in EVOLVER
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Das Literaturmagazin LITERRA hat LICIFER CONNECTION besprochen und mich interviewt. Wenn es interessiert:
http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?
http://www.literra.info/interviews/interview.php?id=212
Ein Interview von Andre Bornemann mit Podcast auf:
http://www.bookstorecore.de/?p=2757
Eine nicht ganz freundliche Rezension vom Kollegen Christian Lukas auf:
http://www.ruhrnachrichten.de/anzeigen/sonderveroeffentlichungen/witten/witten/blickpunkt_witten_170212/art117927,1559119
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Im Berliner Magazin für Subkultur satt.org ist ein Artikel zur Ideologie von Evolver Books erschienen: http://www.satt.org/literatur/12_01_evolver.html
Man kann sich dort festlesen; u.a. intelligentes zu Jürgen Ploog!
Einsortiert unter: Krimis, Krimis,die man gelesen haben sollte, LUCIFER CONNECTION, thriller | Schlagwörter: Dieter Paul Rudolph, VIRUS
Sicherlich wäre es eleganter, in meinem Blog schweigend darüber hinweg zu gehen, aber im inneren Kampf understatement versus Eitelkeit hat letztere ganz klar nach Punkten gewonnen. Aber wofür macht man einen Blog, wenn man nicht kokett der Meinung ist, man müsste der restlichen Welt die eigenen Gedanken mitteilen? Schließlich wartet das Universum gierig auf die eigenen Ergüsse.
Wenn eine der ältesten und einflussreichsten Netzinstitutionen zur Kriminalliteratur in einem Jahresrückblick den eigenen Roman unter die Bemerkenswertesten zählt, verzückt das. Tatort ist die KRIMI-COUCH und ermittelt hat die Bücher Dieter Paul Rudolph, den man der Gemeinde nun wirklich nicht vorstellen muss unter:
http://www.krimi-couch.de/krimis/dprs-krimilabor-2011-ein-fast-nur-deutsches-jahr.html
Rudolph, selbst Romancier und Mastermind von WATCHING THE DETECTIVES (siehe Links), würdigt an dieser Stelle auch die Wiederveröffentlichung der beiden epochalen Backwood-Thriller DELIVERANCE und OPEN SEASON, die in jede Basisbibliothek gehören.

Dass DIE LUCIFER CONNECTION mit der Darstellung von Realität wirklich Angst machen kann, wurde mir von der Weird-Fiction-Fraktion bestätigt. Im größten deutschen Print-Magazin zum Genre, VIRUS (mit dem schönen Ladenpreis 6,66 Euro) ist er eindrucksvoll besprochen und erreichte in der Wertung 9 von 10 Punkten. Dass ich damit sogar vor einigen Angelsachsen landete, ist mir höchster Ansporn. Außerdem mag ich es, in Magazinen erwähnt zu werden, die so dezente und geschmackvolle Cover ziert.Generell kann ich die Rezensionen in VIRUS jedem empfehlen: Max Link & Co. kennen ihre Genres genau und analysieren kenntnisreich und geschliffen. Also all das, was man im Main-stream-Feuilleton höchst selten geliefert bekommt. By the way: In diesem Heft wird auch der neue Jackj Ketchum-Film, THE WOMAN, mit drei Seiten (Interview mit Regisseur, Star und Produzent) abgehandelt.
Die anderen Rezensionen, für die ich mich auch im Namen von EVOLVER BOOKS bedanke, werden nach Ablauf einer gewissen Schamfrist in diesem Blog noch dargestellt und verlinkt.
http://www.evolver-books.at/buchshop.php
Einsortiert unter: LUCIFER CONNECTION, ORGANISIERTE KRIMINALITÄT, Politik & Geschichte | Schlagwörter: LUCIFER CONNECTION, Satanismus
Hintergründe zum Satanismus in Deutschland bietet diese kleine Dokumentation, die ich gerade erst entdeckt habe. Da ich öfters zu meinem Roman Anfragen zu meinen Recherchen und weitergehende Informationen erhalte, nutze ich den Blog um weiterhin Informationen weiter zu geben. Bis auf die Nachricht über die vorzeitige Entlassung von Dutroux´ Frau, findet keine Berichterstattung mehr Eingang in die deutsche Presse, obwohl Berlin als Drehscheibe für den Kinderhandel ausgemacht wurde.
Eine 30minütige Reprtage von Manuel Möglich über Satanismus in Deutschland.
Danach der erste Teil einer weiteren Reportage (nach meiner Erinnerung aus der ARD). In ihr auch mal wieder die so gerne verharmloste Wewelsburg.
Kontakt: http://de-de.facebook.com/manuel.moeglich#!/manuel.moeglich?sk=info
Nichts wurde wirklich aufgeklärt und verfolgt, wie Auszüge aus diesem alten Artikel aus der WELTvom 08.03.2004 zeigen:
„Seit Beginn des Prozesses gegen den Kinderschänder in der Ardennenstadt Arlon vor einer Woche warten die mehr als 1000 aus aller Welt angereisten Journalisten auf Belege für die Existenz eines weit verzweigten Netzwerkes von Pädophilen.
Dutroux’ Ankläger, Staatsanwalt Michel Bourlet, hat sie bereits. In der Ermittlungsakte 8257/01, die der WELT zugespielt wurde, sind die Verbindungen von Marc Dutroux in die internationale Kinderporno-Szene dokumentiert. Sie ist im Auftrag von Bourlet erstellt worden und liegt auch dem britischen New Scotland Yard sowie dem belgischen Justizministerium vor. Die Auswertung der Akte lässt nur folgende Schlussfolgerung zu: Dutroux hat zusammen mit einem Päderastenring gearbeitet, der in ganz Europa aktiv war. Zentrale des Rings ist die Rotlichtszene von Amsterdam, in der Dutroux laut mehrerer Zeugenaussagen gesehen wurde. Zusammen mit jenen Männern, die auch der Verschleppung von Berliner Jungen verdächtigt werden. Und nicht nur das. In der Ermittlungsakte werden Sexualmorde an mehreren Kindern erwähnt. Detailliert wird der Tod eines deutschen Jungen bei einer gefilmten Vergewaltigung nahe Amsterdam beschrieben. Das wäre der Beleg für die Existenz eines so genannten Snuff-Videos, also dem Töten vor laufender Kamera…
…eben dieser Robby van der P. ist die zentrale Figur im nach Berlin reichenden Netzwerk. So hatte er dieser Zeitung in Amsterdam versichert, mehrere Berliner Jungen in niederländischen Kinderbordellen gesehen zu haben. Er selbst sei häufig in der deutschen Hauptstadt gewesen, habe zusammen mit Bordellbesitzern Kinder nach Rotterdam und Amsterdam gelockt. Und er sei 1993 Zeuge der Verschleppung des damals zwölfjährigen Tempelhofer Jungen Manuel Schadwald in die Niederlande geworden.
Die Kontakte dieses Mannes und seiner Komplizen sind in der Ermittlungsakte von Bourlet detailliert beschrieben. Auch die Tatsache, dass Robby van der P. wegen Mordes in Italien in Haft sitzt. Er hatte 1998 wenige Tage nach dem Treffen mit den WELT-Reportern seinen Komplizen Gerrit Ulrich in der Toskana erschossen.
Im Prozess gegen ihn sagte sein Vater: “Wenn Robby sprechen würde, wäre der Fall Dutroux nichts dagegen.” Und er sagte, dass sein Sohn in einem Film zu sehen sei, auf dem ein Kind sterbe… Wir trafen den Vater des zu 15 Jahren verurteilten Mannes wenig später in Antwerpen. “Es gibt ein Snuff-Video, auf dem ein Berliner Junge stirbt. Ich habe es gesehen und meinen Sohn als Akteur darauf erkannt.
Und auch Robert Jan W. schildert Szenen dieses Films. In der Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Neufchâteau heißt es, dass das Video in einem Bungalow nahe Amsterdam gedreht worden sei. Der damals 13-jährige Junge aus Deutschland habe sich zunächst geweigert, die perversen Lüste mehrerer Männer zu befriedigen. Er sei dann aber dazu gezwungen worden und dabei erstickt. Diese Aussage liegt auch der Staatsanwaltschaft im niederländischen Haarlem vor.
Über die Existenz von Snuff-Videos berichtete am 27. November 2000 auch der Autor Nick Davies in der britischen Zeitung “The Guardian”. Er schreibt, dass Pädophile mehrere Kinder umgebracht haben sollen. “Einem Jungen wurde einfach in den Kopf geschossen”, heißt es. Nick Davies war auch der Macher der Fernsehdokumentation, in der Edward über Snuff-Videos sprach.
Nick Davies besuchte uns 1998 in Berlin. Er recherchierte den Fall des verschwundenen Jungen Manuel Schadwald. In seiner Begleitung befand sich die Psychologin Gina Pardaens, die behauptete, im Besitz eines Snuff-Videos zu sein. Sie sei ebenfalls an dem Fall Schadwald interessiert. Bei der weiteren Zusammenarbeit trafen wir gemeinsam mit Gina Pardaens Robby van der P. in Amsterdam, kurz bevor er seinen Komplizen Ulrich erschossen hatte. Die Psychologin wurde immer mehr zu einer Expertin im Fall Schadwald. Die belgische Justiz wollte denn auch mehr von ihr wissen. Das Verschwinden und der Verbleib des Jungen standen im Mittelpunkt einer Vernehmung durch den damaligen belgischen Generalstaatsanwalt Serge Brammertz. Wenige Tage später kam Gina Pardaens bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Sie fuhr ungebremst gegen einen Brückenpfeiler. Die Ermittlungen wurden ergebnislos abgeschlossen. Sie hatte uns noch kurz zuvor erklärt, dass sie mit dem Tod bedroht werde. Die Frau, die auch für das belgische Fernsehen am Fall Dutroux arbeitete, war nicht die einzige, die in den vergangenen Jahren auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Mussten Gina Pardaens und Gerrit Ulrich sterben, weil sie die grausige Wahrheit kannten“
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Bereita 2004 berichtete Jörg Stolzenberge in einem Dossier (Der Fall Marc Dutroux:
Der Mittäter Bernhard Weinstein, gewisse Zeugenaussagen und die angeblich satanischen Hintergründe) der Aufklärungsgruppe Krokodil, die sich mit pädophilen Verbrechen befasst, vorsichtig :
„Es gibt Hinweise auf satanische Verbindungen des Dutroux-Mittäters Bernhard Weinstein. Dieser wird sich aber nicht mehr dazu äußern können, denn er wurde ebenfalls von Marc Dutroux „im Streit“ getötet. Auch andere „Indizien“ müssen unter diesem Hintergrund betrachtet werden. 
Über den Wahrheitsgehalt der Informationen kann ich keine verbindliche Angaben machen, aber man sollte wissen, dass es sie gibt.
Es geht dem Verfasser in diesem Beitrag um drei Dinge: Aufzeigen und Hinterfragen von Thesen, anhand der mir zugänglichen Materialien, die auf Verbindungen zu satanisch relevanten „Elementen“ oder sektiererische Kreise deutet könnten und – letztlich – dieser Fall ist eine so menschenfeindliche Tragödie die in jedem, der sich damit beschäftigt, innere Emotionen auslöst, die zwischen Hass und Wut (auf die Täter, und ich meine ausnahmslos alle in dem Fall beteiligten Täter, auch wenn sie sich noch im Schatten des Rechtes befinden), Abscheu und Empörung (vor etwaig schlampig geführten Ermittlungen oder gar Begünstigungen), tiefer Betroffenheit und Mitgefühl (gegenüber den grausigen Qualen der toten- und überlebenden Opfer und deren Angehörigen, einschließlich für die unter
dubiosen Umständen verstorbenen Zeugen oder Selbsttötungen) und einer nebulösen Hoffnung und Zuversicht, dass diese Schandtaten letztlich aufgeklärt werden.
Dieser Fall muss allen als Warnung dienen und somit kann man nicht genug darüber berichten!
Ich möchte beim Aufzeigen und Hinterfragen der genannten Thesen mich dennoch weitgehend mit eigenen Kommentaren zurückhalten, denn mir liegt in erster Linie daran auf die Umstände hinzuweisen, nicht an einer abschließenden Beurteilung…
Bereits im August 1995 outete sich, die heute 19jährige Noemie, ein französisches Mädchen, dahingehend, dass sie Mitglied einer satanischen Sekte gewesen sei, dem Familienmitglieder angehörten. Sie schilderte ihre Erfahrungen, zusammen mit ihrem heute 18jährigen Bruder Pierre, auch im Fernsehsender SAT1 am 01.03.2004 in der Reportage 24-Stunden-Spezial…Beide haben sich einen Anwalt genommen, da ihre Aussagen, die sich auch, laut Noemie`s Schilderungen, mit Zusammentreffen der Verwandten von Noemie mit Marc Dutroux in Belgien beziehen, nicht aufgenommen wurden. Noemie ist der Überzeugung, dass wenn man ihre Schilderungen ernst genommen hätte, sie ebenfalls im Prozess gegen Marc Dutroux als Belastungszeugin hätte geführt werden müssen.
Der Anwalt: „Sie wollte darüber reden, dass sie aktiv an der Ermordung von kleinen Kindern teilgenommen hat. Beide haben an die höchsten Stellen der französischen Justiz geschrieben, dass es nicht sein kann, dass man ihnen nicht zuhört.“ (..)“
Der lesenswerte Text ist zu finden unter:
http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/DerFallMarcDutroux_1_neu.pdf
http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/DerFallMarcDutroux_2.pdf
DER SODOM KONTRAKT als eBook bei: http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1325936451&sr=8-6
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Seit SODOM KONTRAKT lässt mich die Dutroux-Nihoul-Affäre und das, wofür sie nur die Spitze des Eisberges ist, nicht mehr los. Für meinen nächsten Roman recherchiere ich einmal mehr über Snuff-Filme und Kinderschlächter-Ringe. Auffallend ist, dass sich trotz oder gerade wegen des Dutroux-Prozesses nichts geändert hat. Diese Ringe scheinen aktiver und gedeckter denn je. Es ist auch erstaunlich, wieviele Links nicht mehr funktioniere oder existieren (Wikileaks hat zum Glück einiges gerettet : N24 berichtete:”Die Internet-Veröffentlichung von sensiblen Ermittlungsakten aus dem Fall des verurteilten Kinderschänders Marc Dutroux sorgt in Belgien für Ärger. Der Generalstaatsanwalt von Lüttich, Cédric Visart de Bocarmé, sagte dem belgischen Rundfunksender RTBF, er sei “unglücklich, weil die Dokumente aus Verhandlungsakten stammen, die immer noch der Geheimhaltung unterliegen”.).
Und damit das Verhalten des Mafia-Staates Belgien nicht ganz vergessen wird, hier ein Ausschnitt aus der Prozessberichterstattung im SPIEGEL ONLINE vom 23.6.2004, auf den ich gestoßen bin:
“Offenbar war es während der Verhandlungen unter den Geschworenen zu Spannungen gekommen. Schon Wochen vor dem Urteil hatte sich die Jury über die Schuldfrage des Mitangeklagten Michel Nihoul entzweit. Sieben der Geschworenen sahen den vorbestraften Betrüger als Täter oder Mittäter bei den Entführungen, die anderen stimmten letztlich dagegen. Als sich die drei Berufsrichter schließlich auf die Seite der Minderheit schlugen und Nihoul damit von diesem Vorwurf freisprachen, sei dies für viele Geschworene “ein Schock” gewesen, berichtete ein Jury-Mitglied. Nihoul, der lange als möglicher Verbindungsmann Dutroux’ zu Kinderschänderringen galt, erhielt wegen Menschen- und Drogenhandels eine fünfjährige Freiheitsstrafe.”
Langlois im Fadenkreuz: Intervenierte er zu Gunsten von Michel Nihoul ?
Grenz-Echo 20/11/2002
“Dirigierte Untersuchungsrichter Medienoffensive im Fall Dutroux ? Untersuchungsrichter Jacques Langlois, der die Ermittlungen im Fall Dutroux leitet, soll 1997 eigenhändig eine Medienoffensive zu Gunsten von Michel Nihoul dirigiert haben. Dies berichtet das Wochenblatt “Journal du Midi” unter Hinweis auf einen Bericht des Prokurators des Königs von Neufchâteau, Michel Bourlet. Demnach erfuhr Bourlet, dass am 12.September 1997 im Keller des Gerichtsgebäudes von Neufchâteau eine geheime Versammlung mit Langlois und drei Journalisten stattfand, die an einer Reportage für das RTBF-Magazin “Au nom de la Loi” arbeiteten. In diesem Beitrag, der fünf Tage später ausgestrahlt wurde, wurden die Hinweise auf die Schuld Nihouls, die Langlois-Vorgänger Connerotte zusammengetragen hatte, ins Lächerliche gezogen.
Laut “Journal du Midi” war dies nicht das einzige Mal, dass Langlois die Presse einschaltete. Am 5. Oktober 1997 faxte das flämische Wochenblatt “Knack” dem Untersuchungsrichter den “Entwurf eines Artikels”. Aus einem vertraulichen Bericht der Gendarmerie aus dem Jahre 1999 ist zu entnehmen, dass Langlois einige Korrekturen suggerierte und den Artikel als ausgezeichnet wertete. In dem »Knack«-Bericht, der drei Tage später erschien, wurde Brandholz gemacht aus den Untersuchungen des Brüsseler Gendarmerie-Adjutanten De Baets in der Affäre um Zeugin X1 (Regina Louf). Später stellte sich heraus, dass die Behauptungen in dem Artikel auf gefälschten Beweisstücken basierten.
Justizminister Marc Verwilghen (VLD) war gestern nicht bereit, zu den Veröffentlichungen im “Journal du Midi” Stellung zu beziehen. “Der Minister will mit seinen Beratern diese Affäre zunächst prüfen”, sagte sein Sprecher.
Auch werde Verwilghen nähere Informationen bei der Lütticher Generalprokuratorin Anne Thily einholen, bevor er eine Entscheidung trifft, hieß es.”
BRF.online:
“Michel Nihoul wird vorzeitig aus der Haft entlassen
19. April 2006, 07:20
Michel Nihoul kommt noch in dieser Woche frei. Das hat sein Anwalt erklärt. Der zuständige Justizausschuss habe dem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stattgegeben. Nihoul war vor zwei Jahren im Rahmen des Dutroux-Prozesses als Kopf einer Menschen- und Drogenhändlerbande zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine Beteiligung an der Entführung des Dutroux-Opfers Laetitia Delhez konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
Nihoul hat etwa die Hälfte seiner Strafe abgesessen. Eine vorzeitige Freilassung ist an Auflagen gebunden. So darf er sich nicht im kriminellen Milieu aufhalten und muss im ständigen Kontakt mit den Justizbehörden stehen.”
2011 gelang es Nihoul durch einen Prozess Passagen aus einem Buch streichen zu lassen, die ihn als Mittäter und Strippenzieher darstellten. Die 250 000 Euro Schadenersatz bekam er nicht zugesprochen.
Es ist schon erstaunlich, wie wenig – wenn überhaupt – sich unsere “freie Presse” um diese Dinge kümmert. Aber sie folgt wohl politischen Vorgaben, die ich in LUCIFER CONNECTION so interpretiere:
Alexa erzählte Karin die Hintergründe ihres Falls.
“Das könnte mit Snuff und Ritualmorden zu tun haben.”
“Sie meinen satanische Messen? Ist das nicht übertrieben? Das Thema wird doch alle paar Jahre von der Boulevardpresse hochgespielt.”
“Ich muss Sie doch nicht an den ganzen Mist erinnern, der in unserem kurzen Leben von Politikern und Medien erzählt wurde? Erst hieß es, es gibt keinen weltweit organisierten Drogenhandel. Dann: Es gibt keine organisierte Kriminalität in Deutschland. Später: Deutschland sei nur Rückzugsgebiet für die Mafia. Dann brabbelten sie: Es gibt keine Kinderpornographie. Noch später: Es gibt keinen organisierten Kindesmissbrauch. Dann musste man Dutroux unter den Tisch fegen. Und dann: Es gibt in Deutschland und der EU keine Korruption. Und auch keine Snuff-Filme. Und natürlich: Es gibt keine Ritualtötungen durch Kulte. Dann wieder: Es gibt keine Satanisten. Und nachdem inzwischen auch da einiges ans Licht gekommen ist, heißt es heute: Es gibt keinen organisierten und weltweit verknüpften Satanismus. Ich finde für diese systematische Desinformation keine Erklärung. Für mich gibt es nur zwei Antworten: Erzählen sie das, weil sie so unglaublich dumm sind – oder aus Bösartigkeit und Kalkül, weil sie selber drinstecken? Als jemand, der den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht ganz verloren hat, tendiere ich meistens zur ersten Version.”
“Das hätte von mir sein können. Vergessen Sie nicht: Russland ist auf einem guten Weg zur Demokratie – und Putin ein Liberaler. Wie Gerhard Schröder sagte: Ein lupenreiner Demokrat.”
Wie untröstlich: LUCIFER CONNECTION basiert leider nicht auf meiner “kranken Phantasie”. Ohne Internet und YOUTUBE wäre wohl auch diese Reportage “versendet” und vergessen.
http://www.american-buddha.com/cult.beyonddutroux.3.htm#Julie
DER SODOM KONTRAKT als eBook bei: http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1325937554&sr=8-6
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Eitelkeit und Rührung befällt einen Autor, wenn er von seinem Verlag den Pressetext zum eigenem Buch erhält. Es ist ja die erste Reaktion auf das gedruckte Buch und manchmal fühlt man sich als Autor vom eigenen Verlag nicht immer richtig verstanden. Und manchmal sind diese sogenannten “Waschzettel” nur die Verlängerung des Klappentextes. Im Falle von LUCIFER CONNECTION wurde ich von EVOLVER BOOKS extrem gut behandelt. Deshalb hier ein Auszug aus dem Pressetext mit Dank an Peter und Robi.

Peter Hiess, MC, Robert Draxler. Das enttarnende Foto danke ich Peter Hiess´ hinreissender Frau Heidelinde Moser
„Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr zur Hand geht.“
Papst Gregor der Große
Die Zeit des Regionalkrimis ist abgelaufen – auch wenn der deutsche Buchmarkt das noch nicht bemerkt hat. Mittlerweile hat ja jedes Kaff seinen Kriminalisten, jedes Dorf seine Detektei, jeder Weiler seine Wirtschaftspolizei. Und sie alle ermitteln in provinziellen Angelegenheiten, von Vergewaltigungen auf der Alm über den x-ten Serienmörder in einer abgelegenen Hinterwäldlergemeinde bis hin zu den üblichen „Niemals vergessen“-Relikten aus der Vergangenheit.
Martin Comparts Roman Die Lucifer-Connection – der zweite Thriller mit seinem Protagonisten Gill, einem Ex-Stasi-Agenten und -Söldner, der heute als privater Sicherheitsberater arbeitet – handelt zwar auch im deutschen Irgendwo, zwischen Dortmund und Witten, verlässt aber bald die vertrauten
heimatlichen Geflde. Das heißt, vertraut sind sie ja nur scheinbar, hinter der Kulisse der Gehirnwäschemedien und der aus Brüssel gesteuerten Wir-haben-ja-noch-sowas-wie-Demokratie.

Was die Hartz-IV-Idylle verbirgt, ist ein korruptes Land, ja, ein korrupter Kontinent, auf dem maföse Machenschaften längst zur Tagesordnung geworden sind, seit organisierte Kriminalität und
globalisierte Konzerne (zwei Bezeichnungen für dieselbe Sache) schamlos und ungehindert regieren.
In diesem Europa sieht man nicht nur gnädig über Finanzskandale hinweg, sondern lässt auch mörderische Kinderschänder wie die Bande um Marc Dutroux relativ ungeschoren davonkommen, weil zu viele Mächtige in die Affäre verwickelt sind.
Gill ist kein Moralist, aber so etwas macht ihn zornig – genau wie seinen Autor Martin Compart. Was mit der Entführung eines kleinen schwarzen Katers beginnt, bringt den Protagonisten auf die Spur einer international agierenden Satanistenbande, in der Angehörige höchster Kreise verkehren. Auch die Dortmunder Polizei ist hinter den Teufelsanbetern her, seit sie ein Massengrab voller getöteter schwarzer Kinder entdeckt hat. Die Spur der Opfer und der kriminellen Hintermänner führt Gill, seinen besten Freund „Karibik-Klaus“ und Kriminaldirektorin Alexa Bloch ins schwarze Herz Afrikas, zu völlig pervertierten Kindersoldaten und Kannibalen. Im Lauf der Handlung verschlägt es den Ermittler dann auch noch nach London, Wien und in eine Burgruine an der Donau, wo das blutige Treiben seinem Höhepunkt entgegenrast. Gill ist wütend, und er macht keine Gefangenen. Das wird auch den Leser freuen, weil schon die bloße Lektüre von Die Lucifer-Connection seinen Zorn gegen die herrschenden Verhältnisse, die Lügen und die Grausamkeiten weckt, weil die Bösen hier noch wirklich böse sind (wie im wirklichen Leben!) und die Guten, wie sich das für einen tiefschwarzen Noir-Roman gehört, zwar desillusioniert und vom Leben gezeichnet, aber doch mit einem fest verankerten Sinn für das Richtige ausgestattet.
So wünscht man sich einen modernen europäischen Thriller. Und plötzlich sehen all die Regionalkrimis noch ein bisschen altmodischer aus.
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Inner halb kurzer Zeit hat sich EVOLVER BOOKS in einer Marktnische etabliert: Mit Neo-Pulp-Fiction, die bewusst auf subversive Literatur jenseits der verklemmten Bildungsbürgerliteratur setzt. In seiner Konsequenz erinnert EVOLVER BOOKS an die legendäre britische Reihe ATTACK
Innerhalb kurzer Zeit hat s!BOOKS. Schon die Cover fallen aus dem heutigen Normbrei, indem sie die Ästhetik der Paperback Originals aufgreifen und modernisieren. Die Masterminds hinter dem Verlag sind Peter Hiess und Robert Draxler (siehe Interviews unter Kategorie EVOLVER), in einschlägigen und uneinschlägigen Kreisen wohlbekannt und berüchtigt. Sie nehmen keine Gefangenen. Angesichts der Veröffentlichung meines Romans DIE LUCIFER CONNECTION hat mich Peter Hiess interviewt; dieses Gespräch erscheint hier als Vorabdruck.
HIESS: Wir kennen uns nun schon ein paar Jahre persönlich. Den meisten Leuten bist du als Herausgeber und Kritiker ein Begriff. Wie kam es dazu, dass du Fiction schreibst?
COMPART: Das ging Anfang der 1990er mit Drehbüchern los. Ich hatte für das ZDF 1990 ein Doku-Drama über die Gründung des britischen Geheimdienstes gemacht und Blut geleckt. Die US-Serie WISEGUY (KAMPF GEGEN DIE MAFIA) zeigte mir, was alles in dem Medium möglich ist und dass TV-Crime-Serien ähnlich komplex wie Romane sein können. Heute, im Golden Age der TV-Serien – dank NIKITA, 24, DEXTER, BREAKING BAD, SPOOKS usw. – ist das ein alter Hut. Aber damals war das eine Innovation. Ich schrieb solche Sachen, gewann damit Preise, aber sie wurden nicht realisiert. Das deutsche Fernsehen bzw. seine Verantwortlichen, waren noch nicht reif dafür. Und angesichts solcher Heuler wie IM ANGESICHT DES VERBRECHENS von Dominik Graf bin ich im nachhinein dankbar dafür. Nicht auszudenken, wie SAT 1 meine teuer erworbene Serie DEEP COVER umgesetzt hätte.
HIESS: Aber wie kam es zum Roman? Alte Drehbücher verarbeitet?
COMPART: Oh nein! Fernsehen funktioniert ja völlig anders als Literatur – obwohl sich beide Medien wunderbar befruchten können. Auslöser war die Frage, ob ich einen Roman hinkriegen könnte, also über die ganze, lange Distanz komme. Die Drehbücher hatten mir da ein bisschen Selbstbewusstsein gegeben. Nicht viel, aber etwas. Ein Roman ist schließlich was anderes als Sachbuch oder Drehbuch– die Königsdisziplin. Weißt du selber.
HIESS: Und was war der Auslöser für den SODOM KONTRAKT?
COMPART: Zwei Dinge. 1. Meine Wut über die Dutroux-Affäre und dass mir niemand die Recherche für ein Sachbuch bezahlte. 2. Richard Bradford alias McGill, DER MANN MIT DEM KOFFER. Eine meiner Lieblingsserien. Ich überlegte: Was wäre wenn McGill heute lebte, Deutscher wäre und in die Dutroux-Geschichte schliddern würde? Und was wäre, wenn man eine Nymphomanin zur Mitheldin macht und ihr die Ehre lässt, also diese verklemmte Spießermoral weglässt? Das waren die Initialzündungen.
HIESS: Wieso hat es ca. zehn Jahre gedauert bis zum zweiten Roman?
COMPART: Angst und keine Zeit. SODOM zu schreiben war knallhart. Der härteste Schreiberjob meines Lebens. Wenn du einen Roman schreibst, kannst du daneben nichts oder sehr wenig anderes machen. Ich hatte einfach zuviel um die Ohren. Als dann die Taschenbuchausgabe von SODOM im Alexander Verlag rauskam und ich mich durch Lesungen usw. wieder damit beschäftigen musste, kam ich wieder auf den Trip. Wewerka (Verleger des Alexander Verlags) wollte einen zweiten Roman. Aber meine erste Fassung missfiel ihm und wir haben uns überworfen. Das war nicht gerade motivierend. Ich hatte keine Lust, weiter daran zu arbeiten und dann Klinken putzen zu gehen.
HIESS: Was missfiel denn?
COMPART: Ich glaube, er hat das ganze Konzept nicht kapiert. Um mal nachzutreten: Der kennt sich im Genre nicht aus, kann nur das veröffentlichen, was schon mal woanders veröffentlicht wurde. Kein visionärer Verleger, obwohl er sich mit der Fauser-Ausgabe ein tolles Denkmal gesetzt hat. Ich glaube, der hat auch nur SODOM gemacht, weil ich mit Jörg befreundet war. Wir waren jedenfalls nicht miteinander kompatibel.
HIESS: Sowas gibt´s.
COMPART: Dann kamst du ins Spiel und hast mir angeboten, LUCIFER bei EVOLVER als „Vorabdruck“ zu machen. Das war mir natürlich lieber, als wenn ich es in meinem Blog gemacht hätte. Und dann haben du und Robi EVOLVER BOOKS gegründet und mir dafür ein Angebot gemacht. Und darüber bin ich froh, weil ich das Konzept liebe. Es kamen während des Vorabdrucks zwei Angebote von kleinen Verlagen an mich, aber die waren weniger überzeugend. Außerdem stand ich bei dir im Wort. Ich schätze einen Verleger, mit dem man per virtuellem Handschlag eine Abmachung treffen kann. Außer bei EVOLVER BOOKS hätte ich mir LUCIFER nur noch bei Heyne Hardcore vorstellen können. Im üblichen Mischmasch von Allgemeinen Reihen hätte ich mich sehr unwohl gefühlt. Mich haben sofort die Cover angemacht. Und mit jemanden wir Abdreas Winterer im selben Verlag – das hat schon was. Sowas wie die alten Ullstein- oder Heyne-Cover wollte ich immer für mich. Und jetzt habe ich es: Jörg Vogeltanz hat mir ein Robert McGinnis auf Speed-Cover gemacht.
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HIESS: Worum geht es in LUCIFER CONNECTION?
COMPART: Kurz gesagt: um die Internationale der Satanisten, Freundschaft und Rache.
Und es geht um Tierfänger, Söldner und Sierra Leone. Inspiration war meine Angst, dass auch meine Katze entführt werden könnte und im Versuchslabor oder als Rheumadecke endet.
HIESS: Mit den Protagonisten aus dem SODOM KONTRAKT.
COMPART: Ja. Aber der Roman ist anders gebaut. In SODOM habe ich elliptisch erzählt, in LUCIFER beschreibe ich eine lineare Quest mit dem übellaunigen allwissenden Erzähler. Es beginnt mit einer klassischen Ermittlung – soweit Gill überhaupt klassisch ermittelt – und wird dann zum Action-Thriller. Mir ging es noch mehr als in SODOM um Tempo. Ich wollte ausprobieren, wie man mit Geschwindigkeit arbeitet, wann man verzögert und wie …
HIESS: Und nichts ist politisch korrekt.
COMPART: Ich hoffe nicht.
HIESS: Wird es einen dritten Roman geben?
COMPART: Ist in Arbeit. Um Hammett zu zitieren: Es ist schön, einen neuen Roman zu haben, an dem ich nicht arbeite; der alte, an dem ich nicht gearbeitet habe, begann mich zu langweilen. Dank Schäuble habe ich Stoff. Der erste deutsche Minister der Mafia-Lobby. Mit seinem Schweizer Abkommen hat er dafür gesorgt, dass Steuerfahnder und Kripo nicht mehr der Spur des Geldes folgen dürfen. Damit ist Deutschland endgültig belgiesiert. Ich habe aber auch gehört, das Schäuble ein guter Mensch sein soll. Angeblich spendet er seine abgefahrenen Rollstuhlreifen afrikanischen Stämmen, damit sie sich Sandalen daraus machen können.
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Einsortiert unter: Andy McNab, Bücher, Conspiracy, Crime Fiction, James Bond, Krimis, Krimis,die man gelesen haben sollte, LUCIFER CONNECTION, Politik & Geschichte, Rezensionen, Söldner, thriller | Schlagwörter: 007, Andy McNab, Ian Fleming, Joseph Kony
Während mir beim Shooting Star des Polit-Thrillers, Tom Cain, die elend breit getretene Liebesgeschichte ziemlich auf den Senkel ging, kann ich das für Andy McNabs letzten (deutschen) Thriller DIE ABRECHNUNG nicht sagen. Seinem Helden, dem von Schuldgefühlen getriebene Nick Stone, lacht endlich mal etwas Glück: Er ist verliebt in Silke, die deutsche Stieftochter eines Milliardärs und er lebt bei ihr in Lugano. Lugano gefällt Nick ganz gut: „An leberfleckigen Handgelenken baumelten genug Gold und Diamanten, um die Staatsschulden eines Entwicklungslands zu bezahlen und Bob Geldorf genug Kleingeld für einen Haarschnitt übrig zu lassen.“ Silke und ihr Vater wohnen natürlich in bester Lage mit Blick auf See und Bankenviertel. „Manchmal fragte ich mich, ob Stefan dieses Haus gewählt hatte, weil sein Geld dort unten im Tresorraum einer Bank lag und er die ganze Nacht am Fenster sitzen und beobachten konnte, wie sich Zinsen ansammelten.“ Natürlich ist Papa ein Riesenarschloch. Der Ex-Special Force (SAS) McNab weiß nur zu gut, für welche Kretins er 19 Jahre sein Leben riskiert hat und wie er ununterbrochen von den Regierenden verarscht wurde. Silke hat den weit verbreiteten Schuldkomplex ihres Milieus, macht aber etwas dagegen: Sie arbeitet für eine weltweit operierende Hilfsorganisation. Eines Tages verschwindet sie ohne ein Wort. Nick, den der Stiefvater sofort rausschmeißt, erfährt das Ziel ihrer Mission. Die Ituri, Provinz im Ost-Kongo! Und Nick erfährt auch, das just dieses Gebiet mit seinen Minen das Ziel einer Großoffensive von Joseph Konys Gods Resistance Army ist. Kony sollte man googeln. Er ist momentan der wahrscheinlich durchgeknallteste Menschenfresser, der in Afrika kein offizielles Amt einnimmt. Er möchte gerne mit seinen Kindersoldaten aus Uganda einen Staat machen, der nach den zehn Geboten ausgerichtet ist. „Der Typ war so durchgedreht, dass er glaubte, Fahrräder dienten nur dazu, die Behörden über seinen Aufenthalt zu informieren – wer mit einem Fahrrad erwischt wurde, bekam die Füße abgehackt. Und jetzt schien er seine Aufmerksamkeit auf den kongolesischen Bergbau zu richten.“ Nick zögert nicht lange. „Ich wusste nur, dass ich Silky aus dem Scheißland holen wollte.“
Er mobilisiert alte Söldnerkontakte, reist in den Kongo und tut, was ein Mann tun muss. Und das so authentisch, wie es nur jemand mit McNabs Background schreiben kann. Der Plot erinnerte mich etwas an den zweiten Teil meines Romans DIE LUCIFER CONNECTION. Da musste ich mal tief Luft holen. Hat es ein Andy McNab wirklich nötig, in meinen Schubladen zu wühlen? Mit seiner Ausbildung hätte er das durchaus hinkriegen können. Nee, in England ist der Roman bereits 2006 erschienen. Also werde ich vielleicht künftig mit dem Vorwurf leben müssen, von diesem Roman inspiriert worden zu sein. Was nicht stimmt, denn während des Schreibens kannte ich ihn noch nicht. Und irgendwie sind sie doch sehr unterschiedlich und McNab ist zweifelsfrei der bessere Autor.
McNabs zynische Nick Stone-Thriller sind eine Synthese aus Ian Fleming und Eric Ambler. Er ist sehr stark in der Analyse zeitgenössischer Konflikte, die er geschickt wie Forsyth als Katalysator für die Handlung einsetzt. Er schreibt wahrscheinlich die besten Action-Szenen im aktuellen Polit-Thriller; sie atmen alle die Erfahrungen des Ex-Spezialisten, der 1993 als höchstdekorierter Soldat der britischen Armee aus den Dienst schied. Mit seinen Erinnerungen an den Irak-Krieg, BRAVO, TANGO, ZERO (verfilmt mit Sean Bean) gelang ihm der Durchbruch. Es ist das meistverkaufte Kriegsbuch aller Zeiten und mit jedem neuen Thriller scheffelt er Millionen. Als aktiver Soldat war er einst Gefangener Saddam Husseins und wurde zwei Monate lang gefoltert. Er steht immer noch auf der Todesliste verschiedener Organisationen und niemand kennt sein Bild: Im Fernsehen oder bei Lesungen tritt er nur maskiert auf (oder wird im Schatten abgefilmt). Der eifrige Autor (mindestens zwei Bücher pro Jahr und unzählige Artikel) gehört in England zu den bekanntesten Personen; dort hat sich seine Autobiographie eine Million mal verkauft!
Außerdem ist er der Wegbereiter für etwas, dass man inzwischen fast als ein Subgenre bezeichnen könnte: Thriller früherer Special Force-Angehöriger wie etwa Chris Ryan oder Mike Curtis. Im deutschsprachigen Raum pflegt ihn Blanvalet seit geraumer Zeit und seine Fangemeinde wächst. DIE ABRECHNUNG mit seiner 50seitigen Schlachtszene zu Beginn ist ein guter Einstieg für neue Leser, aber um die volle Droge zu bekommen, sollte man die Stone-Thriller chronologisch von Anfang an lesen.
Andy McNab: Die Abrechnung. Blanvalet 37028, 2008. 443 Seiten, 8,95 gut angelegte Euro.



