Martin Compart


VOM MEAT- ZUM MONEYSHOT- zur Geschichte des Pornos 9/
2. August 2009, 2:48
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Auf dem Höhepunkt des sogenannten Golden Age of Porn im Jahre 1978 produzierte man den USA etwa 100 Pornofilme mit einem durchschnittlichen Budget von 400.000 Dollar. 1996 wurden vergleichweise etwa 8000 Filme für den Videomarkt gedreht – und kaum einer hatte ein Budget von mehr als 10.000 Dollar. Eine neue technische Entwicklung beendete den großen Kinoporno, vergrößerte aber den Markt insgesamt gigantisch: Video. (Anmerkung der Redaktion: Paul Thomas Anderson setzte dieser Ära in „Boogie Nights“ ein filmisches Denkmal.)

Nachdem Sony 1969 den ersten Videorecorder vorgestellt hatte, schrieb Peter Gruber, Produzent der Columbia Studios, in einem vorausschauenden Artikel: „Diese Technik wird einmal alles revolutionieren und einen neuen Markt fur Pornographie entwickeln. Man wird zu Hause seine eigenen Pornos drehen und vertreiben. Private Nacktfilme mit Darstellern aus der Nachbarschaft werden eine Tatsache sein.“
Videorecorder wurden ab 1975 auf den Markt gebracht, und die Pornographen reagierten umgehend. Bereits 1983 machten Pornos drei Viertel des Umsatzes an Videokassetten aus. Video erschloß neue Konsumschichten: Leute, die nie in einen Sexshop oder ein Pornokino gegangen wären, konnten nun in ihrer Videothek für wenig Geld unter einer großen Anzahl Pornos auswählen und die Filme in der Geborgenheit des eigenen Heims anschauen. 1981 gab es in den USA fast 1000 Kinos für Erwachsene, die 20 Prozent der gesamten Kinoeinnahmen umsetzten und wöchentlich 2,5 Millionen Tickets verkauften. Sechs Jahre später gab es weniger als 200. In derselben Zeit war der Videoverleih von Pornos auf 15 Millionen angestiegen und lag 1997 bei 600 Millionen – und das trotz der Repressionen durch die Regierungen Reagan und Bush …



WASCHBÄRENMÜTZE UND JUMPSUITS – TV-Serien machen Mode 2/
1. August 2009, 8:48
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AM ANFANG WAR DIE WASCHBÄRENMÜTZE
Die erste Serie, die Mode machte, wurde von den Disney Studios produziert. Für den Sender ABC stellten sie ab 1954 die Anthologie-Reihe DISNEYLAND her. In dieser Reihe wurde ab Dezember 1954 als Dreiteiler die Geschichte des legendären Waldläufers, Indianerkämpfers und Kongressabgeordneten DAVY CROCKETT gezeigt. Fess Parker, der in den 6oer Jahren den nicht minder legendären Westmann DANIEL BOONE spielen sollte, war als Davy Crockett der erste Held der Fernsehgeschichte, der am Ende einer Serie ins Gras beißen mußte, bei der berühmten Schlacht um Fort Alamo. Diese Mini-Serie löste das erste TV-Merchandising aus. Kaum ein Junge, der nicht mit Crocketts Wasch_bärenmütze herumlief. Der Titelsong, „The Ballad of Davy Crockett“, wurde einer der größten Hits des Jahres. Es gab Crockett-Spielzeug, Schlafanzüge, Comics und, und, und. Erstmals erzeugte eine TV-Serie eine echte Merchandising-Industrie, die alle möglichen und unmöglichen Produkte herstellte, die mit dem Namen einer Fernsehpersönlichkeit verbunden wurden und sich deshalb verkauften.In Filmen, Fernsehserien oder Comics aus dieser Zeit, in denen Kinder mitspielen, dann tragen sie fast immer Crocketts Waschbärenmütze.

EMMA PEEL
Ausgehend von der Rock-Musik dominierte der Pop die gesamte Kultur der 60er Jahre. Natürlich auch die Mode. Als Mary Quandt den Mini-Rock entwarf, hatte sie junge Mädchen im Sinn, die bei den wilden Tänzen zur Beatmusik Beinfreiheit brauchten und außerdem ihre feminine Unabhängigkeit demonstrieren konnten. Keine andere Fernsehserie wurde mehr zum Inbegriff des Pop, als MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE, die Pop-Ikonen plünderte und gleichzeitig selber neue hervorbrachte. Bei uns ist die Serie besonders mit Dame Diana Rigg als Emma Peel verbunden. Aber vor Emma Peel war Cathy Gale, gespielt von Honor Blackman in Folgen, die bei uns nie ausgestrahlt wurden.
Co-Produzent Leonard White hatte die Idee, Steed eine moderne, selbstbewußte Frau an die Seite zu stellen. Man suchte ein halbes Jahr, bis man mit Honor Blackman die Idealbesetzung für die schußsichere Judokämpferin und Anthropologin Cathy Gale gefunden hatte. „Ich war etwas Neues fürs Fernsehen. Die erste Feministin in einer Fernsehserie; die erste Frau, die kämpft“, erinnert sich Honor Blackman. In Stiefeln und Lederkleidung verkörperte sie in den frühen 60er Jahren einen Fetisch-Traum. Die Popularität ihrer Stiefel führten sogar zu einem musikalischen Hit: Im Duett mit Partner Patrick MacNee stürmte sie die Hitparade mit dem Song „Kinky Boots“.

Das Angebot die Pussy Galore in GOLDFINGER zu spielen, ließ Honor aus der Serie aussteigen. Die neue, vierte, Staffel wurde dann ganz auf Film produziert. Das Konzept wurde nochmals verändert und führte langsam zu der ungewöhnlichen Mischung, die man heute mit der Serie verbindet. Mit Diana Rigg als Emma Peel fand man die Idealbesetzung für den neuen Frauentyp, der den Produzenten vorschwebte. Bis heute hat sie nichts von ihrem Appeal verloren. Laurie Johnson komponierte für die neuen Folgen das berühmte Avengers-Thema. Jede Folge kostete 30 000 Pfund und wurde in zehn Tagen abgedreht. Mindestens zehn Folgen der Diana Rigg-Staffeln sind im deutschen Fernsehen bei der Erstausstrahlung nicht gezeigt worden; die Blackman-Staffeln überhaupt nicht.
Die nächste Staffel wurde in Farbe gedreht und mehr Science Fiction-Elemente eingeführt (Zeitreise, Unsichtbare usw.). Danach stieg Diana Rigg aus, weil sie zurück zum Theater wollte. Natürlich musste die Erfolgsserie, die schon den Ausstieg von zwei Protagonisten überlebt hatte, weitergedreht werden. Man wollte aber weg von den immer phantastischer gewordenen Geschichten, zurück zu bodenständigerer Kost. Deshalb verstärkte man sich mit dem Produzenten John Bryce, der die realistischere erste Blackman-Staffel realisiert hatte. Es kam zu Streitigkeiten mit Clemens und Fennell, die kündigten und dann durch außergewöhnliche Kompetenzzugeständnisse zurückgeholt wurden. In ihrer Abwesenheit hatte man die Schauspielschülerin Linda Thorson als Tara King verpflichtet, die eher naiv als aggressiv angelegt war. Da die neue Serie in den USA flopte, wurde anschließend die Produktion eingestellt. Wiederbelebt wurde sie als NEW AVENGERS.

Diana Rigg gehörte in den 60er Jahren zu den unanständigen Träumen jedes pubertierenden Heteros. Sie wurde zu einer Stilikone der &0er Jahre. Anfangs schlüpfte auch sie in schwarze Lederkleidung. Eine Lederkorsage mit Stachelhalsband in Sado-Maso-Optik in der Folge „Die Nacht der Sünder“ (A Touch Of Brimstone), , führte sogar dazu, dass die entsprechende Folge in vielen Ländern nicht ausgestrahlt werden durfte. Natürlich nahm damals auch das ZDF Abstand von soviel Ruchlosigkeit.

Der Beginn eines Gangbang?

Für die ab 1966 gedrehten Farbfolgen kreierte man einen neuen, eigenen Stil: In Erinnerung geblieben sind ihre farbigen einteiligen Jumpsuits, von der Produktion „Emma Peelers“ genannt. Modedesigner John Bates entwarf erstmals für eine Fernsehserie eine komplette Kollektion, die von Jean Varon Fashion House ausgeführt und weltweit auf Modeschauen vorgeführt wurde. Neben den zeitlosen Jumpsuits, die erst 15 Jahre Später in der Overallmode Anfang der 80er Jahre durchschlug, entwarf Bates reinste Pop-Mode, wie Franziska Fischer in ihrem Buch „Mrs.Peel, wir werden gebraucht“(Bertz Verlag) berichtet: „Emma Peel trug Mützen mit Zielscheibenmotiv, einem typischen Pop-art-Symbol. Eine andere berühmte Kombination namens Flash bestand aus einer silbernen Hose und einem gleichfarbigen Bikinioberteil. Ein für ihren Stil unabdingbares Accessoire war der Reißberschluß, an Hosen, Schuhen und eleganten Oberteilen angebracht, ein Ausdruck ihrer praktischen Art und ein Symbol für Emmas unverklemmte Sexualität.“ Emmas Partner John Steed war das modische Gegenteil: Mit Dreiteiler, Bowler und Schirm setzte er der konservativen britischen Männermode ein Denkmal




Vom Meat- zum Moneyshot – zur Geschichte des Pornos 8/
31. Juli 2009, 6:35
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Es ist nicht ganz richtig, „Deep Throat“ als ersten Porno-Spielfilm zu nennen: Der erste Porno mit einer Handlung, der in amerikanischen Kinos gezeigt wurde, war „Mona“, ein 59minütiger Film aus dem Jahre 1970, gedreht und produziert von Bill Osco und Howard Ziehm. Doch für „Mona“ war die Zeit nicht reif.
„Deep Throat“ kam hingegen zum richtigen Zeitpunkt nach der sexuellen Revolution der Hippies. Der Film löste einen Trend aus: relativ aufwendig gemachte Pornos mit einer Handlung, die in großen Kinos von Paaren angesehen werden konnten. Porno hatte die schmuddligen Abspielorte der Stags verlassen und war auf dem besten Weg zum Mainstream.
Diese Filme waren richtige Filme, gedreht auf Filmmaterial mit längeren Drehzeiten und von engagierten Regisseuren in Szene gesetzt. Für kurze Zeit sah es danach aus, als würden sich Porno- und Mainstream-Kino verbinden können und sowohl harten Sex als auch gute Geschichten kombinieren – etwa in „Eruption“ (1977), der Porno-noir-Version von Billy Wilders und Raymond Chandlers „Double Indemnity“ („Frau ohne Gewissen“). Die Dreharbeiten auf Hawaii dauerten für das Genre unglaubliche drei Wochen.

Aber die Welle hielt nicht an: Der vielleicht beste Pornofilm des Jahrzehnts, „The Devil in Miss Jones“ (1974) von Gerard Damiano, wurde ein Flop. Die Hauptdarstellerin Georgina Spelvin: „Der war zu anspruchsvoll. Die Leute kamen aus dem Kino und dachten: Ich bin reingegangen, um mir einen runterzuholen, nicht um nachzudenken.“
Die aficionados verklären mittlerweile nostalgisch die Pornos der 70er Jahre: Sie hätten echte Menschen gezeigt, die heißen Sex miteinander hatten. Danach hätte es nur chirurgisch aufgemotzte Superpüppchen gegeben, die heißen Sex vorspielten. Stars wie Ginger Lynn oder Samantha Strong, die wirklich Freude beim Dreh haben und das auch rüberbringen können, gelten als Ausnahmen. Die clevere Amerikanerin Ginger Lynn war übrigens die erste, die eine prozentuale Beteiligung am Verkauf ihrer Videos durchsetzte und die erste, die sich exklusiv an eine Produktionsfirma band. Sie hatte das Recht, Filme und Partner abzulehnen, bekam dafür mehr Geld und arbeitete weniger.

Zuvor hatte Marilyn Chambers für den Klassiker „Behind the Green Door“, den zweiterfolgreichsten Porno der Seventies, sagenhafte 25.000 Dollar und eine Beteiligung kassiert. Angeblich verdiente kein anderer Pornostar bis Jenna Jameson dank eines solchen Prozentvertrags mehr Geld.



WASCHBÄRENMÜTZEN UND JUMPSUITS – TV-SERIEN MACHEN MODE 1/

Fernsehserien spiegeln nicht nur die Moden ihrer Zeit wieder, sondern geben ihr auch Impulse oder bestimmen sie mit. Ein grausames Beispiel dafür waren die Schulter betonten Kleider Anfang der 80er Jahre im DENVER CLAN, in denen jede Frau von hinten wie Arnold Schwarzenegger als Möbelpacker aussah. Der Erfolg der Edel-Soap DALLAS des Senders CBS hatte dem Konkurrenten ABC keine Ruhe gelassen und so wurde von ihrem Hausproduzenten Aaron Spelling, der in den 50er Jahren als Drehbuchautor und Schauspieler angefangen hatte, mit DYNASTY(DENVER CLAN) ein Konkurrenzprodukt entwickelt, in dem alles noch wilder und bombastischer sein sollte als in DALLAS. Das gelang auch: Wo DALLAS auf Charakterisierung und Story setzte, konzentrierte sich DENVER CLAN auf Glamour und Stil. Ein Kritiker schrieb: „Ein Dutzend Gardrobieren und kein Drehbuchautor in sicht“.

DENVER wurde eine der teuersten Serien der Fernsehgeschichte: Die 169 Episoden, gedreht von 1981 bis 1989, kosteten 1,2 Millionen Dollar pro Folge; davon jeweils mindestens 25ooo Dollar für meist geschmacklose Damenoberbekleidung.
Da DENVER neben DALLAS die weltweit erfolgreichste Edel-Soap war, konnten die Produzenten über derartige Kosten nur müde lächeln. Die Vermarktung lief in den USA hervorragend und bald verdiente man mit Merchandising, wie DYNASTY-Kleider, zusätzliche Millionen. Eine Art amerikanische Neureichenmode, die von dem Modevandalen Spelling auch noch in Kaufhauskollektionen unter die geschmacklosen Käuferinnen gebracht wurde. Aus Spellings ohnehin schon erfolgreichen Produktionsfirma entwickelte sich ein Imperium das ihn zum mächtigsten Mann im Geschäft machte. Dank seiner Teenager-Soaps BEVERLY HILLS 90210 und MELROSE PLACE ist er das noch heute.

FRISUREN
Die für DALLAS und DENVER typische Löwenmähne der Damen hatte man bereits einige Jahre zuvor etabliert. Sie läßt sich auf die ebenfalls von Spelling produzierte Serie DREI ENGEL FÜR CHARLY zurückführen, in der Farah Fawcett ihren Kopfumfang vefünffachte.

„Im Pop geht es immer nur um hübsche Jungs mit unglaublichen Frisuren“, sagte Mick Jagger einmal.
Der erste Pop-Star der Seriengeschichte war Nachwuchsdetektiv Kookie, alias Edd Byrnes, der fast ununterbrochen seine unglaubliche Tolle in Form harkte. Die erste Fernsehserie, die bei Jugendlichen einen Starkult hervorrief, war die 1960 gestartete Serie 77 SUNSET STRIP mit dem Kammfetischisten Edd Byrnes als unvergessener Kookie, bei uns von Hans Clarin synchronisiert. In dieser Krimiserie um ein Hollywooder Privatdetektivbüro wurde mit der Figur Kookie der Nachkriegsjugend und Rock’n Roll-Generation erstmals eine
überzeugende Identifikationsfigur geliefert. Roy Huggins, der
Erfinder der Serie und einer der wichtigsten Fernsehproduzenten überhaupt, hatte das natürlich nicht so geplant: „Kookie war nur eine Nebenrolle. Der Junge, der die Autos für das Restaurant neben dem Detektivbüro parkte und gerne Privatdetektiv werden wollte.“ Byrnes fing an, für Erwachsene schwer verständlichen Kauderwelsch zu reden.

Er brachte damals so neue Worte wie „steiler Zahn“ und „Wuchtbrumme“ ins Fernsehen, saß ewig grinsend in einem Ford Modell T und machte sich um nichts in der Welt mehr Sorgen, als um den Sitz seines Haupthaares, den er alle paar Minuten mit dem Kamm überprüfte. Zusammen mit Connie Stevens nahm Byrnes ein Duett auf. Der Song „Kookie,Kookie, Lend Me Your Comb“ wurde eine Hit-Single.

Innovative Haarmode war aber schon ein paar Jahre früher gemacht worden: In der coolsten Detektivserie der 50er Jahre: PETER GUNN, erfunden von Blake Edwards, der als Ehemann von Julie Andrews und Spezialist für Hollywoodkomödien berühmt werden sollte. PETER GUNN war von der Anlage konsequent auf den Bildschirm zugeschnitten. Weil Farbe zu teuer war, nutzte Edwards die Besonderheiten von Schwarzweiß, sprich eine Noir-Ästhetik. Da man kein Geld für teure Tagesdreh_arbeiten in der Stadt ausgeben konnte, filmte man nachts und meistens noch im Studiogelände, wo Kamerawinkel und ausgeklügelte Beleuchtung die altbekannten Kulissen in neue Perspektiven tauchten. Lange, unwirkliche Schatten, die nächtliche Atmosphäre unterlegt mit Jazz, machten Gunns Los Angeles zum mythischen Ort, zur definitiven Noir-City des Fernsehens. Ähnlich wie dreißig Jahre später Michael Mann bei MIAMI VICE schuf Edwards einen neuen, originären Stil, der den Inhalten entsprach.

Nichts überließ er dem Zufall. Selbst Hauptdarsteller Stevens wurde für die Edwardsche Vision maßgeschneidert: „Blake schleppte mich zum Friseur und erfand eine neue Frisur: den Bürstenhaarschnitt mit Scheitel, der als Peter Gunn-Haircut berühmt wurde und noch während der ersten Season überall in den USA in Mode kam. Dann ging er mit mir zu seinem Schneider und ließ Anzüge für mich machen. Wegen der Action-Szenen brauchten wir eine Menge Anzüge; irgendwann hatte ich ungefähr 380 im Schrank hängen. Alles war Blakes Vision. Als Kontrast zu den vielen miesen Typen mußte Gunn immer smart gekleidet sein und einen klaren, scharfen look haben.“
1964, auf dem Höhepunkt der Bienenkorbfrisuren für Frauen, war es Mia Farrow die in der Soap Opera PEYTON PLACE die für sie so charakteristische Kurzhaarfrisur popularisierte. Zusammen mit einem Minirock entstand so der Stil der jungen, selbstbewussten urbanen Frau der 60er Jahre.

Ebenfalls 1964 war es David McCallum in der Agentenserie SOLO FÜR O.N.C.E.L., der für die Akzeptanz langer Haare, beziehungsweise einer gemäßigten Beatles-Frisur verantwortlich war. Auf dem Höhepunkt der Popularität waren die Hauptdarsteller McCallum und Robert Vaughn selbst Pop-Stars, die bei Auftritten hysterische Reaktionen auslösten, die der Beatlemania ähnlich waren. Aber McCallums nachhaltigster Einfluß auf die Mode war sein Rollkragenpullover, turtleneck genannt. Nachdem er in den O.N.C.E.L.-Folgen Rollis unter dem Anzug trug, taten es ihm weltweit viele Männer nach und sogar die Luxusrestaurants mit Krawattenzwang akzeptierten zähneknirschend diese tollkühne Mode.

FORTSETZUNG FOLGT



Vom Meat- zum Moneyshot – zur Geschichte des Pornos 7/
25. Juli 2009, 6:33
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Auch in den Staaten erfreute sich der Markt seit den Seventies eines vehementen Wachstums. Die 60er Jahre hatten auch hier die Moral liberalisiert und für freieren Umgang mit Sexualität gesorgt.
Die Mafia hatte seit der Depression nichts mehr mit Pornographie am Hut – damals war sie nur ein bescheidenes Geschäft gewesen, das auf lokaler Ebene und nicht einmal von allen Mafia-Familien abgefrühstückt worden war. Ende der Sechziger führte der New Yorker Anthony Peraino schließlich die Colombo-Famile ins Busineß ein: Es entwickelte sich zum größten Gewinnbringer seit dem Drogengeschäft. Peraino produzierte Stags und Loops für die Münzautomaten in den Times-Square-Shops.
Auch Reuben Sturman, der ein undurchsichtiges Imperium aufbaute, war mit der Mafia verbandelt. Und wie diese schon den Rock´n´ Roll durch Bestechung der Disc-Jockeys und das Aufstellen von Jukeboxes durchgesetzt hatte, machte sie Porno erst zum Multimillionengeschäft. Das begann mit einem genialen Handstreich, indem die Ehrenwerte Gesellschaft ihr Geld in den bekanntesten und erfolgreichsten Porno aller Zeiten steckte: „Deep Throat“. Danach war Porno nie mehr derselbe. „Deep Throat“ war der Beginn des Pornofilms als Massenmedium, der erste spielfilmlange Porno mit einer durchgehenden Handlung.

Von Gerard Damiano in wenigen Tagen heruntergedreht, feierte der Film im Juni 1972 in einem richtigen New Yorker Kino Premiere. Gleichzeitig landesweit in 300 Kinos vorgeführt, schlug „Deep Throat“ Hollywoods Blockbuster der Saison, „Cabaret“ und „Shaft II“, um Längen. Innerhalb kürzester Zeit avancierte der Streifen zum Phänomen: Erstmals zeigte man einen Hardcore-Film landesweit – und Prominente wie Frank Sinatra, Warren Beatty und Truman Capote bekannten sich als Zuschauer.
Auf einmal war Porno Tagesgespräch und schick: Paare gingen gemeinsam in einen Porno, und niemand schämte sich, dabei gesehen zu werden. „Esquire“ schrieb: „Wer ihn nicht gesehen hatte, galt irgendwie als rückständig.“ Das Pornopublikum bestand nicht länger aus der Regenmantelbrigade.

„Deep Throat“ beförderte den Pornofilm ins Reich der Popkultur. Der für nur 22.000 Dollar gedrehte Streifen spielte mehr als 100 Millionen ein. Er gehört zu den Top-ten-Moneymakern der Filmgeschichte und spielt in derselben Liga wie „Star Wars“ oder „Titanic“. Der weibliche Star Linda Lovelace wurde zur internationalen Berühmtheit und gerngesehener Gast in Talk-Shows. Der Begriff porn chique entstand, und deep throat wurde zu einem geflügelten Wort und feststehendem Ausdruck der Umgangssprache.

FORTSETZUNG FOLGT



Vom Meat- zum Moneyshot – zur Geschichte des Pornos 2/
20. Juli 2009, 10:48
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Porno hat sich in den letzten Jahrzehnten zum Big Business gemausert – es existiert kaum ein Land, in dem es die Produkte nicht zu kaufen gibt. In den westlich orientierten Ländern werden Pornos ganz legal angeboten. So unterschiedliche Leute wie „Hustler“-Herausgeber Larry Flynt und der Schriftsteller Salman Rushdie führen die Legalität von Pornographie als Indiz für eine freie Gesellschaft an. Dagegen wettern vehement die Pornogegner, eine merkwürdige Allianz aus religiösen Fundamentalisten (christliche wie islamische Hardliner lehnen jede Form von Pornographie radikal ab) und ewiggestrigen Feministinnen. Die einen behaupten, Gott habe uns die Sexualität lediglich zur Fortpflanzung in der Ehe geschenkt, die anderen, daß Frauen durch Pornographie erniedrigt würden. (Was ist denn mit der erniedrigenden Darstellung der Männer als immer geile blöde Rammler?)

Meist behaupten diese Gruppen auch einen Zusammenhang zwischen Pornos und Sexualverbrechen. Empirisch konnte das nie nachgewiesen werden. Japan zum Beispiel ist berüchtigt für den massenhaften Konsum extremer Gewaltpornographie. Japan ist aber auch das Land mit der weltweit geringsten Rate an Sexualdelikten. In Asiens größtem Pornomarkt – vielleicht sogar dem größten der Welt – werden jährlich circa 10.000 Filme hergestellt, die etwa acht Milliarden Euro Umsatz machen.
Durch das Internet erlebte die Verbreitung von Pornographie einen enormen Schub. Nun kommen auch Menschen aus Ländern mit strengstem Pornographieverbot mit ein paar Mausklicks an die gefragte Ware, da das Netz massenhaft kostenlose Pornographie bietet. Laut Google wird täglich 68 Millionen Mal der Begriff „porn“ in die Suchmaschine eingegeben.
Der dänische Kriminologe Berl Kutchinsky datierte den Beginn der modernen Pornographie auf die 50er Jahre des 17. Jahrhunderts. In diesem Jahrzehnt erschienen drei Bücher, auf die er die meisten bis heute gültigen Topoi des Genres zurückführt: „La Puttana Errante“, „L´Ecole Des Filles“ und „Satya“. In ihnen finden sich lesbische Szenen, Sodomie, Gruppensex, Flagellation und Sadomasochismus neben den üblichen Beschreibungen aller erdenklichen Stellungen. Amoralität, Wollüstigkeit und stereotype Charakterisierungen runden das Bild ab.
Erst seitdem die Bilder laufen lernten, läßt sich ein stetiger Anstieg an pornographischen Material feststellen; zuvor war Porno noch ein Privileg der oberen Schichten. Die Entwicklung der Massenmedien sorgte für eine Demokratisierung. Bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ging diese zwar nur langsam, aber kontinuierlich vor sich; danach – durch Liberalisierung der Gesetze und die Einführung neuer Technologien – überschlug sich die Entwicklung, um heute einen nie gekannten Verbreitungsgrad zu erreichen.

FORTSETZUNG FOLGT



STAMMTISCHGEGRÖLE 3/
16. Juni 2009, 3:15
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„Philip Marlowe und mich interessiert nicht, wer der nächste Präsident wird. Denn wir wissen: Es wird ein Politiker sein.“
Raymond Chandler

Franz Müntefering im ZDF-Interview am 24.7.2005: „Es gab einen ganz alten Spruch in der Sozialdemokratie: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Das traut man sich heute gar nicht mehr zu sagen. Aber das war sozialdemokratisches Denken.“

Da Politiker offensichtlich nichts arbeiten wofür sie gewählt werden (nämlich für das Gemeinwohl), sollten wir ihnen auch nichts mehr zu essen geben und auf Diät setzen. Ökonomisch sinnvoller wäre es sicherlich sie verhungern zu lassen. Schon aus ästhetischen Gründen. Wer erträgt noch ihre hässlichen Visagen und dümmliche Worthülsen in den Medien? Welchen Sinn macht es, diese Parasiten durchzufüttern, die nichts anderes beherrschen als eigene Vorteilsnahme. Gleich mit verschrotten sollte man Manager wie Ackermann und Konsorten.
Die reichsten Deutschen sind die Brüder Karl und Theo Albrecht mit einem geschätzten Vermögen von 60 Milliarden (!) Euro. Und jeden Tag kommt etwas dazu, dass sie von denen bekommen, die mit wenig Geld auskommen müssen und ihr Essen beim Grossisten Aldi besorgen. Darunter viele Arbeitslose, die zu Münteferings Entsetzen die Frechheit besitzen, trotzdem zu essen.

Wenn die Politik die Wirtschaft weder kontrollieren noch bestimmen kann – wofür brauchen wir dann Politiker? Sie sind zu Heloten der Wirtschaft verkommen. Bestes Beispiel ist der ehemalige Kanzlerdarsteller Proll Gert Schröder, der aus irgendwelchen geheimnisvollen Gründen einen lukrativen Posten bei der russischen Gasprom bekleidet. Als Kanzler hatte er zusammen mit Coyotengesicht Clemens dafür gesorgt, das neue Armutsrekorde in der Bundesrepublik zur Alltäglichkeit geworden sind.

Es ist vielleicht typisch für Kreaturen wie Schröder und Clement, die von ganz unten kommen, jeden Job schlecht gemacht haben und nur durch das deutsche Parteiensystem prosperieren, ihren unterbewussten Hass auf die nivellierte Mittelstandsgesellschaft darin ausleben, gesellschaftlichen Konsens zu zerstören (erinnert sich noch jemand an Bodo Hombach, jetzt Chef der WAZ-Gruppe? Oder an den selbst für Proll Gert nicht mehr tragbaren Verteidigungsminister Scharping mit seinen Honoraren – 140.000 Euro von der Hunzinger AG? Dieser nicht gediente Verteidigungsminister bekam durch den SPD-Klüngel den Job wahrscheinlich nur deshalb, weil er als einziger im Kabinett Fahrradketten von Panzerketten unterscheiden konnte).

Bei den anderen Parteien sieht es nicht besser aus. Weltweit stehen wir eh ziemlich dämlich da, indem wir uns einen Hermaphroditen als Kanzler leisten. Für diese Volksvertreter (Euphemismus für organisierte Kriminalität) ist Politik lediglich der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt. Und der ist so klein geworden, das wir es uns aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht leisten können diese Vampire weiter an unseren Halsschlagadern zu verköstigen. Angesichts ihrer Leistungen steht ihnen nicht mal Hartz IV zu.
Wenn sie nur „ein Stück weit“ ehrlich wären, würden sie den Wahlkampf führen wie der Sheriff bei Raymond Chandler: „Wählt Sheriff Lavers – er ist zu alt zum arbeiten.“ Alt müsste man nur durch FAUL, FEIGE und GIERIG ersetzen.

Bis dann,
MC



STAMMTISCHGEGRÖLE

DIE KRISE ALS CHANCE?
Ich muss das mal hier los werden. Denn das älteste Wort in der Literatur des Westens, das Wort, mit dem die ILIAS beginnt, heißt ZORN:
Was ich am Kapitalismus so hasse, ist diese Gleichmacherei: Ob in Wladiwostok oder auf Gibraltar – überall dieselben McDonald-Filialen, dieselben ekeligen Tütengerichte, dieselben H&M-Klamotten. Eine Fußgängerzone in Ostfriesland unterscheidet sich nicht von einer im Ruhrpott (Da ist sie nur etwas vergammelter). Der Kapitalismus rottet jede Individualität aus, Was sich ja auch in den Politikern ausdrückt: Zu 90% sind in jeder Partei dieselben hässlichen Karrieristen mit den toten Augen und der immer gleichen primitiven Rhetorik. Wenn sie sich nicht wie ein Ei dem anderen gleichen, dann sind sie meistens so hässlich, dass man sie schon aus ästhetischen Gründen entsorgen müsste (inhaltlich haben sie eh nichts anderes zu bieten als das überholte Geplapper ihrer wenig unterschiedlichen debilen Parteiprogramme). Mit den Visagen von Büttighöfer (das Mongölchen), Schäuble („Ich bin Rollstuhlfahrer, habe aber die Tour de France gewonnen. Dank der Pharma-Forschung), Claudia Roth (das halslose Monster),

Müntefehring (Mr.Ed), Peter Struck (Hein Blöd), Dirk Nebel (quadratisch, aber schlecht; zum Glück ein Fallschirmspringer wie Möllemann), Andrea Nahles (der hässlichste Klingone), Wolfgang Clement (der feige Köter), Helmut Kohl (der Blob), Westerwelle (erkennt man sogar im Darkroom an der Krokodilhaut), das Merkel, Gerhard Schröder (Proll Gerd) und…und… könnte man eine Geisterbahn bestücken oder einen Horrorfilm drehen, der Leatherface und Freddy Kruger vor Angst zittern ließe. In all diesen Gesichtern kann man dasselbe lesen: die hemmungslose Gier nach einem schönen Leben und Machtgeilheit. Was sie alle verbindet, ist ihre Bereitschaft aus Geldgier oder Dummheit (wahrscheinlich beides) und Helotentum zur Wirtschaft, das Gemeinwesen zu zerstören und die Bundesrepublik in den Abgrund zu drängen. Ausgerechnet diese Hirn entkernten stellen sich hin und begründen eine Diätenerhöhung damit, dass nur so „die klügsten und kompetentesten Leute dieses unseres Landes“ für die Parlamente zu gewinnen seien. Damit implizieren sie, dass nur geldgierige Schwätzer überhaupt als so genannte Volksvertreter taugen.

Für solch kluge Köpfe würde ich jede Diät erhöhen!

Dabei wären sie angesichts ihrer Leistungen schon mit dem Harz IV-Satz überbezahlt.


Der nächste Aussenminister? Ein wirklich polyglotter Typ!

Wenn Politik nur der Spielraum ist, den die Wirtschaft ihr lässt – wofür brauchen wir dann die politische Schieberklasse? Zum protektionierten Plündern? Man sollte sie teeren und federn, aus Deutschland hinaus werfen und in einem lecken Boot vor der somalischen Küste aussetzen. Das wäre die Chance in der Krise (keine Sorge: die ist noch gar nicht richtig angekommen),

Das Grunzen… das Grunzen! (würde Kurtz sagen)

Wieso habe ich keinen aus der Linkspartei namentlich erwähnt?
Weil ich, falls ich wähle, die Linke wählen werde. Nicht gerade aus Überzeugung. Auch nicht wegen des Arguments des „kleineren Übels“ (damit fuhr die SPD Jahrzehnte, bis sie den niedersächsischen Schiffsschaukelbremser zum Kanzler machte). Nein, weil sie das größte Provokationspotential hat. Noch ist Gysis Wild Bunch dazu in der Lage, den Hausbesetzern des Bundestages Angst zu machen. Andererseits verdient dieses Interessengemeinschaft, die sich mit der Party-Königin Wowereit eingelassen hat (und damit auch mit einer Menschen verachtenden Kreatur wie Ex-Senator Sarazin), wirklich meine Stimme? Schließlich ist sie ja das einzige, was ich als Wahlvieh zur Verfügung habe (denn der bewaffnete Kampf würde gegen das Gesetz verstoßen. Und die Vorstellung, das Gesetz zu brechen, würde mich zutiefst beunruhigen). Dieser Spießersozialismus der DDR hat mir nie wirklich zugesagt („Wir danken der Partei für ihre kluge Politik!“). Die oben genannten hätten da sicherlich auch Karriere gemacht, denn ihre Überzeugungen sind mit verblassender Tinte geschrieben. Aber hat ein Harz IV-Empfänger größere Reisefreiheit als ein DDR-Bürger? Und wieso bekommt jemand wie Mehdorn mehr Geld als alle die zusammen, die durch ihn arbeitslos geworden sind? Fragen über Fragen und man weiß so wenig.


Die Demokratie ist ein Stück weit sicherer.

Aber jetzt reicht es auch, Dampf abgelassen. Jetzt sehe ich mir erst mal an, wie meine Freiheit am Hindukusch verteidigt wird. Vielleicht zeigt man auch das Großmaul Hein Blöd in einer Rückblende. Und über den kann ich immer lachen; der ist fast so gut wie Johann König!

Bis dann,
MC

P.S.: Jürgen Roth gehört mit Egmont R.Koch und wenigen anderen zu den investigativen deutschen Journalisten, die seit Jahren Aufklärung betreiben über Geheimdienste und Organisierte Kriminalität. Also kein Wunder, dass Roth hier die Aufmerksamkeit von Proll-Gerd erregte. Übrigens vertrat der Hamburger Anwalt des Altkanzlers mit den ungefärbten Haaren auch die albanische Mafia (dank der Nato ist das Kosovo heute ein richtiger Mafiastaat… Gebt nur bei Google Gerhard Schröder+Mafianwalt ein… Aber das ist eine andere Geschichte). Beide dürfen auch gelegentlich zu nachtschlafener Zeit in den öffentlich-rechtlichen Sendern mal eine Reportage zum Thema senden (natürlich NICHT über den DEUTSCHLAND CLAN, da sei jeder parteizugehöriger Rundfunkrat vor).

P.P.S.: Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die wirtschaftliche (weil auf Steuergeldern beruhend) Existenz von Gerhard Schröder (Ex-Kanzlerdarsteller), Joschka Fischer (Angriffskriegsbefürworter), Rudolf Scharping (dito) , Bodo Hombach und Wolfgang Clement zerstört gehört.



NOIR-FRAGEN AN PETER HIESS
2. Mai 2009, 9:25
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Peter Hiess dürfte vielen auch als Dr.Trash bekannt sein. Als solcher gilt er als bedeutendster Hypochonder der Gegenwart.

Peter Hiess; Journalist, Autor und Übersetzer; Lektor, Lehrender und Lernender; Redakteur und Korrektor („I could have been a contender.“)
Zu seinen Büchern zählen:
Der Kokainkrieg Die Kolumbien-Miami-Connection (1989), Die Mordschwestern. Österreichische Mörderinnen von Peter Hiess und Christian Lunzer (Broschiert – 1992)Kurt Ostbahn, Peep-Show oder Das Geheimnis der toten Tänzerin (2000) von Günter Brödl und Peter Hiess,Kurt Ostbahn, Peepshow(2002) mit Günter Brödl , Mord-Express (2000, True Crime) mit Christian LunzerDie zarte Hand des Todes (2002, True Crime) mit Christian Lunzer, Kurt Ostbahn: Sad’s vuasichtig und losst’s eich nix gfoin! (2004) mit Lukas Beck

01
Photo – Copyright: Eva Kern

Berufungen neben dem Schreiben?
EVOLVER (http://www.evolver.at)

Film in Deinem Geburtsjahr?
„Anatomy of a Murder“

Was steht im Bücherschrank?
Viel zuviel. Genreliteratur fast aller Art. Bei den Krimis: 40er-Jahre-Pulp-Reprints, James Ellroy, Joe Lansdale, Hard-Case-Crime-Reihe usw. usf. Und der beste Noir der jüngeren Vergangenheit: die Comic-Serie „100 Bullets“

Was war Deine Noir-Initiation (welcher Film, welches Buch)?
„Gilda“

Welches Noir-Klischee ist Dir das liebste?
Wenn der verkaterte Detektiv morgens erwacht – und beschreibt, wie sich das Elend in seinem Kopf anfühlt.

Ein paar Film noir-Favoriten?
„Night of the Hunter“, „Der Tod kennt keine Wiederkehr“, „L. A. Confidential“, „Blade Runner“

Und abgesehen von Noirs?
Cronenberg (das Gesamtwerk), David Fincher (fast das gesamte Werk), „Natural Born Killers“, die „Alien“-Filme, Kinski-Italowestern, die TV-Serie „The Shield“, „Requiem For A Dream“

Welche Film- oder Romanfigur würdest Du mit eigenen Händen umbringen?
alle aus Tarantino- oder Coen-Brothers-Filmen

Noir-Fragen – Dein Leben als Film noir

1. Im fiktiven Film noir Deines Lebens – welche Rolle wäre es für Dich?
Der multitoxikomane Junkie-Arzt auf Abwegen; der Typ, der davon lebt, Gangster zusammenzuflicken – und einmal selbst einen großen Coup landen möchte. Oder wenigstens mit einem großen Knall abtreten.

2. Und der Spitzname dazu?
Dr. Trash (what else?)

3. Welcher lebende (oder bereits abgetretene) Schriftsteller sollte das Drehbuch dazu schreiben?
Hunter S. Thompson

4. Berühmtestes Zitat aus dem Streifen? (Beispiel: Scarface = The World Is Yours, White Heat = Made It Ma, Top Of The World)
„Doc – ich hab’ geglaubt, die Spritze ist für mich …“

5. Schwarzweiß- oder Farbfilm?
In Glorious Bloody Colour!!!

6. Wer liefert den Soundtrack zum Film?
Eddie Harris („Bad Luck Is All I Have“)

7. Welche Femme fatale dürfte Dich in den Untergang führen?
Rita Hayworth, Krankenschwester

8. In welchem Fluchtwagen wärst Du unterwegs?
Taxi

9. Und mit welcher Bewaffnung?
Dynamit um den Körper geschnallt, tödliche Bakterien, Giftgaskapseln – jedenfalls Massenvernichtungswaffen

10. Buch für den Knast?
John Kennedy Toole – Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten.

11. Und am Ende: Welche Inschrift würde auf dem Grabstein stehen?
He was a dead man … all his life.



NOIR FRAGEN AN MICHAEL KRAUSE
13. April 2009, 6:52
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Noir Fragebogen

Michael Krause, Schreiber und Spielleiter, das Irrlicht vor Augen, den Durchbruch im Blick.

Berufungen neben dem Schreiben?
Lesen

Film in Deinem Geburtsjahr?
Lawrence of Arabia

Was steht im Bücherschrank?
Alles mögliche: Romane, Sachbücher, Comics.

Was war Deine Noir-Initiation (welcher Film, welches Buch)?
Schon früh, mit 11 Jahren. Erst aus der Leihbücherei Der Pate von Mario Puzo, dann im TV heimlich Rattennest mit Ralph Meeker geschaut. Danach war alles klar.

Welches Noir-Klischee ist Dir das liebste?
Le Samourai – Alain Delon als eiskalter Engel.

Ein paar Film noir-Favoriten?
Le Samourai, Cercle rouge, Rattennest, Get Carter, Bring me the head of Alfredo Garcia, Thief, Point Blank, gibt viele – und DEADWOOD von David Milch.

Und abgesehen von Noirs?
Filme von Peckinpah, Kitano, Leone, Ford, Wilder, Lubitsch, Kurusawa, und und und…

Welche Film- oder Romanfigur würdest Du mit eigenen Händen umbringen?
Moby Dick

Noir-Fragen – Dein Leben als Film noir

1. Im fiktiven Film noir Deines Lebens – welche Rolle wäre es für Dich?
Thommy Udo

2. Und der Spitzname dazu?
Zäpfchen

3. Welcher lebende (oder bereits abgetretene) Schriftsteller sollte das Drehbuch dazu schreiben?
Der einzige, der deutsches Elend kapiert – Jörg Fauser.

4. Berühmtestes Zitat aus dem Streifen? (Beispiel: Scarface = The World Is Yours, White Heat = Made It Ma, Top Of The World)
Noch’n Augenblick, dann ist er dick.

5. Schwarzweiß- oder Farbfilm?
Abgefärbt.

6. Wer liefert den Soundtrack zum Film?
Jim Morrison und Mitstreiter

7. Welche Femme fatale dürfte Dich in den Untergang führen?
Vanessa del Rio

8. In welchem Fluchtwagen wärst Du unterwegs?
Notarzt

9. Und mit welcher Bewaffnung?
Einer Handvoll Yen.

10. Buch für den Knast?
The Long Good-Bye von Raymond Chandler. Da steht alles drin.

11. Und am Ende: Welche Inschrift würde auf dem Grabstein stehen?
Das Leben ist kein Schützenfest.