Martin Compart


NEWS: DIE ERSTEN E-BOOKS by Martin Compart
7. Januar 2012, 11:23 vormittags
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Meine ersten E-Books sind erschienen und bei Amazon im Kindle-Shop verfügbar. Es handelt sich um das lange vergriffene Buch über die Rolling Stones (überarbeitete Fassung) und den ersten Gill-Roman DER SODOM KONTRAKT.

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2000 LIGHTYEARS FROM HOME – Eine Zeitreise mit den Rolling Stones unter:

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Nachtrag zu Dutroux´”Lucifer Connection” by Martin Compart

Bereita 2004 berichtete Jörg Stolzenberge in einem Dossier (Der Fall Marc Dutroux:
Der Mittäter Bernhard Weinstein, gewisse Zeugenaussagen und die angeblich satanischen Hintergründe) der Aufklärungsgruppe Krokodil, die sich mit pädophilen Verbrechen befasst, vorsichtig :

„Es gibt Hinweise auf satanische Verbindungen des Dutroux-Mittäters Bernhard Weinstein. Dieser wird sich aber nicht mehr dazu äußern können, denn er wurde ebenfalls von Marc Dutroux „im Streit“ getötet. Auch andere „Indizien“ müssen unter diesem Hintergrund betrachtet werden.
Über den Wahrheitsgehalt der Informationen kann ich keine verbindliche Angaben machen, aber man sollte wissen, dass es sie gibt.

Es geht dem Verfasser in diesem Beitrag um drei Dinge: Aufzeigen und Hinterfragen von Thesen, anhand der mir zugänglichen Materialien, die auf Verbindungen zu satanisch relevanten „Elementen“ oder sektiererische Kreise deutet könnten und – letztlich – dieser Fall ist eine so menschenfeindliche Tragödie die in jedem, der sich damit beschäftigt, innere Emotionen auslöst, die zwischen Hass und Wut (auf die Täter, und ich meine ausnahmslos alle in dem Fall beteiligten Täter, auch wenn sie sich noch im Schatten des Rechtes befinden), Abscheu und Empörung (vor etwaig schlampig geführten Ermittlungen oder gar Begünstigungen), tiefer Betroffenheit und Mitgefühl (gegenüber den grausigen Qualen der toten- und überlebenden Opfer und deren Angehörigen, einschließlich für die unter
dubiosen Umständen verstorbenen Zeugen oder Selbsttötungen) und einer nebulösen Hoffnung und Zuversicht, dass diese Schandtaten letztlich aufgeklärt werden.
Dieser Fall muss allen als Warnung dienen und somit kann man nicht genug darüber berichten!
Ich möchte beim Aufzeigen und Hinterfragen der genannten Thesen mich dennoch weitgehend mit eigenen Kommentaren zurückhalten, denn mir liegt in erster Linie daran auf die Umstände hinzuweisen, nicht an einer abschließenden Beurteilung…

Bereits im August 1995 outete sich, die heute 19jährige Noemie, ein französisches Mädchen, dahingehend, dass sie Mitglied einer satanischen Sekte gewesen sei, dem Familienmitglieder angehörten. Sie schilderte ihre Erfahrungen, zusammen mit ihrem heute 18jährigen Bruder Pierre, auch im Fernsehsender SAT1 am 01.03.2004 in der Reportage 24-Stunden-Spezial…Beide haben sich einen Anwalt genommen, da ihre Aussagen, die sich auch, laut Noemie`s Schilderungen, mit Zusammentreffen der Verwandten von Noemie mit Marc Dutroux in Belgien beziehen, nicht aufgenommen wurden. Noemie ist der Überzeugung, dass wenn man ihre Schilderungen ernst genommen hätte, sie ebenfalls im Prozess gegen Marc Dutroux als Belastungszeugin hätte geführt werden müssen.
Der Anwalt: „Sie wollte darüber reden, dass sie aktiv an der Ermordung von kleinen Kindern teilgenommen hat. Beide haben an die höchsten Stellen der französischen Justiz geschrieben, dass es nicht sein kann, dass man ihnen nicht zuhört.“ (..)“

Der lesenswerte Text ist zu finden unter:

http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/DerFallMarcDutroux_1_neu.pdf
http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/DerFallMarcDutroux_2.pdf

DER SODOM KONTRAKT als eBook bei: http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1325936451&sr=8-6



Unter Den Teppich Gekehrt by Martin Compart
30. November 2011, 5:20 nachmittags
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Seit SODOM KONTRAKT lässt mich die Dutroux-Nihoul-Affäre und das, wofür sie nur die Spitze des Eisberges ist, nicht mehr los. Für meinen nächsten Roman recherchiere ich einmal mehr über Snuff-Filme und Kinderschlächter-Ringe. Auffallend ist, dass sich trotz oder gerade wegen des Dutroux-Prozesses nichts geändert hat. Diese Ringe scheinen aktiver und gedeckter denn je. Es ist auch erstaunlich, wieviele Links nicht mehr funktioniere oder existieren (Wikileaks hat zum Glück einiges gerettet : N24 berichtete:”Die Internet-Veröffentlichung von sensiblen Ermittlungsakten aus dem Fall des verurteilten Kinderschänders Marc Dutroux sorgt in Belgien für Ärger. Der Generalstaatsanwalt von Lüttich, Cédric Visart de Bocarmé, sagte dem belgischen Rundfunksender RTBF, er sei “unglücklich, weil die Dokumente aus Verhandlungsakten stammen, die immer noch der Geheimhaltung unterliegen”.).

Und damit das Verhalten des Mafia-Staates Belgien nicht ganz vergessen wird, hier ein Ausschnitt aus der Prozessberichterstattung im SPIEGEL ONLINE vom 23.6.2004, auf den ich gestoßen bin:

“Offenbar war es während der Verhandlungen unter den Geschworenen zu Spannungen gekommen. Schon Wochen vor dem Urteil hatte sich die Jury über die Schuldfrage des Mitangeklagten Michel Nihoul entzweit. Sieben der Geschworenen sahen den vorbestraften Betrüger als Täter oder Mittäter bei den Entführungen, die anderen stimmten letztlich dagegen. Als sich die drei Berufsrichter schließlich auf die Seite der Minderheit schlugen und Nihoul damit von diesem Vorwurf freisprachen, sei dies für viele Geschworene “ein Schock” gewesen, berichtete ein Jury-Mitglied. Nihoul, der lange als möglicher Verbindungsmann Dutroux’ zu Kinderschänderringen galt, erhielt wegen Menschen- und Drogenhandels eine fünfjährige Freiheitsstrafe.”

Langlois im Fadenkreuz: Intervenierte er zu Gunsten von Michel Nihoul ?
Grenz-Echo 20/11/2002
“Dirigierte Untersuchungsrichter Medienoffensive im Fall Dutroux ? Untersuchungsrichter Jacques Langlois, der die Ermittlungen im Fall Dutroux leitet, soll 1997 eigenhändig eine Medienoffensive zu Gunsten von Michel Nihoul dirigiert haben. Dies berichtet das Wochenblatt “Journal du Midi” unter Hinweis auf einen Bericht des Prokurators des Königs von Neufchâteau, Michel Bourlet. Demnach erfuhr Bourlet, dass am 12.September 1997 im Keller des Gerichtsgebäudes von Neufchâteau eine geheime Versammlung mit Langlois und drei Journalisten stattfand, die an einer Reportage für das RTBF-Magazin “Au nom de la Loi” arbeiteten. In diesem Beitrag, der fünf Tage später ausgestrahlt wurde, wurden die Hinweise auf die Schuld Nihouls, die Langlois-Vorgänger Connerotte zusammengetragen hatte, ins Lächerliche gezogen.
Laut “Journal du Midi” war dies nicht das einzige Mal, dass Langlois die Presse einschaltete. Am 5. Oktober 1997 faxte das flämische Wochenblatt “Knack” dem Untersuchungsrichter den “Entwurf eines Artikels”. Aus einem vertraulichen Bericht der Gendarmerie aus dem Jahre 1999 ist zu entnehmen, dass Langlois einige Korrekturen suggerierte und den Artikel als ausgezeichnet wertete. In dem »Knack«-Bericht, der drei Tage später erschien, wurde Brandholz gemacht aus den Untersuchungen des Brüsseler Gendarmerie-Adjutanten De Baets in der Affäre um Zeugin X1 (Regina Louf). Später stellte sich heraus, dass die Behauptungen in dem Artikel auf gefälschten Beweisstücken basierten.
Justizminister Marc Verwilghen (VLD) war gestern nicht bereit, zu den Veröffentlichungen im “Journal du Midi” Stellung zu beziehen. “Der Minister will mit seinen Beratern diese Affäre zunächst prüfen”, sagte sein Sprecher.
Auch werde Verwilghen nähere Informationen bei der Lütticher Generalprokuratorin Anne Thily einholen, bevor er eine Entscheidung trifft, hieß es.”

BRF.online:
“Michel Nihoul wird vorzeitig aus der Haft entlassen
19. April 2006, 07:20
Michel Nihoul kommt noch in dieser Woche frei. Das hat sein Anwalt erklärt. Der zuständige Justizausschuss habe dem Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stattgegeben. Nihoul war vor zwei Jahren im Rahmen des Dutroux-Prozesses als Kopf einer Menschen- und Drogenhändlerbande zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine Beteiligung an der Entführung des Dutroux-Opfers Laetitia Delhez konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
Nihoul hat etwa die Hälfte seiner Strafe abgesessen. Eine vorzeitige Freilassung ist an Auflagen gebunden. So darf er sich nicht im kriminellen Milieu aufhalten und muss im ständigen Kontakt mit den Justizbehörden stehen.”

2011 gelang es Nihoul durch einen Prozess Passagen aus einem Buch streichen zu lassen, die ihn als Mittäter und Strippenzieher darstellten. Die 250 000 Euro Schadenersatz bekam er nicht zugesprochen.

Es ist schon erstaunlich, wie wenig – wenn überhaupt – sich unsere “freie Presse” um diese Dinge kümmert. Aber sie folgt wohl politischen Vorgaben, die ich in LUCIFER CONNECTION so interpretiere:

Alexa erzählte Karin die Hintergründe ihres Falls.
“Das könnte mit Snuff und Ritualmorden zu tun haben.”
“Sie meinen satanische Messen? Ist das nicht übertrieben? Das Thema wird doch alle paar Jahre von der Boulevardpresse hochgespielt.”
“Ich muss Sie doch nicht an den ganzen Mist erinnern, der in unserem kurzen Leben von Politikern und Medien erzählt wurde? Erst hieß es, es gibt keinen weltweit organisierten Drogenhandel. Dann: Es gibt keine organisierte Kriminalität in Deutschland. Später: Deutschland sei nur Rückzugsgebiet für die Mafia. Dann brabbelten sie: Es gibt keine Kinderpornographie. Noch später: Es gibt keinen organisierten Kindesmissbrauch. Dann musste man Dutroux unter den Tisch fegen. Und dann: Es gibt in Deutschland und der EU keine Korruption. Und auch keine Snuff-Filme. Und natürlich: Es gibt keine Ritualtötungen durch Kulte. Dann wieder: Es gibt keine Satanisten. Und nachdem inzwischen auch da einiges ans Licht gekommen ist, heißt es heute: Es gibt keinen organisierten und weltweit verknüpften Satanismus. Ich finde für diese systematische Desinformation keine Erklärung. Für mich gibt es nur zwei Antworten: Erzählen sie das, weil sie so unglaublich dumm sind – oder aus Bösartigkeit und Kalkül, weil sie selber drinstecken? Als jemand, der den Glauben an das Gute im Menschen noch nicht ganz verloren hat, tendiere ich meistens zur ersten Version.”
“Das hätte von mir sein können. Vergessen Sie nicht: Russland ist auf einem guten Weg zur Demokratie – und Putin ein Liberaler. Wie Gerhard Schröder sagte: Ein lupenreiner Demokrat.”

Wie untröstlich: LUCIFER CONNECTION basiert leider nicht auf meiner “kranken Phantasie”. Ohne Internet und YOUTUBE wäre wohl auch diese Reportage “versendet” und vergessen.
http://www.american-buddha.com/cult.beyonddutroux.3.htm#Julie

DER SODOM KONTRAKT als eBook bei: http://www.amazon.de/DER-SODOM-KONTRAKT-ebook/dp/B006UJXY76/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1325937554&sr=8-6



neuer roman von guido rohm by Martin Compart
15. November 2011, 6:54 vormittags
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Guido Rohm: Blutschneise

Max Vonderscheid ist ein Profi. Skrupellos, eiskalt und berechnend. Doch er ist mehr als ein Killer: »Er ist ein Trick«.

Und mit seiner Lust am Töten ist er nicht alleine … Seinen Weg kreuzen drei perverse Millionäre, ein blinder Gangsterboss und dessen Handlanger.

Und alle zusammen schlagen sie eine Blutschneise durch das Land.

Und dann sind da noch die Opfer …

Der Autor
Guido Rohm wurde 1970 in Fulda geboren, wo er heute auch lebt und arbeitet. Er schreibt u.a. Buchrezensionen für verschiedene Onlinemagazine. Dabei entdeckte er auch den amerikanischen Kultautor Tom Torn für den deutschsprachigen Raum. Nach »Blut ist ein Fluss« legt er mit »Blutschneise« den zweiten Band der Blut-Trilogie vor.

Guido Rohm
Blutschneise

Seeling Verlag
ISBN: 978-3-938973-14-1
168 Seiten, 13 x 20 cm
Broschur
Preis: 10.- Euro (D)

http://www.verlag-seeling.de



NEUE TRUE-CRIME BÜCHER by Martin Compart
25. Oktober 2011, 10:13 vormittags
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Bücher über die Krays füllen zwei Regalbretter meiner Bibliothek – und ich besitze längst nicht alle. Es gibt kaum Unterweltfiguren, über die mehr Publikationen veröffentlicht wurden (ich selbst habe einen langen Aufsatz über meinen Besuch bei Reg Kray in 2000 LIGHTYEARS FROM HOME dazu gesellt). Jetzt also ein weiteres: NOTORIOUS – THE IMMORTAL LEGEND OF THE KRAY TWINS (Arrow Books, 2011) von John Pearson. Es ist Pearsons drittes Buch über die Zwillinge und wieder exzellent! Mit seinem ersten von 1972, THE PROFESSION OF VIOLENCE (nie out of print) trat er den Krays-Rummel erst so richtig los. Aber vieles konnte zu Lebzeiten verschiedener Personen, die mit den Krays verbunden waren, nicht geäußert werden. Außerdem sind erst in den letzten Jahren Akten zugänglich, die unter eine dreißig jährige Geheimhaltung fielen. Einer der Knallere in Pearsons neuestem Werk ist die minutiöse Aufarbeitung der Boothby Affäre: Lord Boothby war ein ungeheuer prominenter Politiker, der sich von Ron Kray mit Lustknaben versorgen ließ. Das konservative Gegenstück zu Labours Tom Driberg. Als diese Affäre ans Presselicht zu geraten drohte, griff kein Geringerer als der künftige Premier (der wegen Driberg und dem gerade bewältigten Profumo-Skandal um seine Wahl fürchtete) Harold Wilson ein und ließ die Sache unter den Teppich kehren. Pearson schreibt einen Polit-Thriller, der das britische Klassensystem in seiner ganzen Arroganz und seinem verachtenden Zynismus vorführt. Also ist mit den Krays auch der größte britische Polit-Skandal der 60er Jahre verknüpft. Wer bisher dachte, er wisse alles über die Zwillinge, wird eines besseren belehrt. Ganz klar eines der fünf besten und wichtigsten Bücher zum Thema.

Noch robuster und quantitativer in Sachen Mord als die Krays ging Richard Kuklinski zu Werk. Auch über ihn gibt es inzwischen mehrere Bücher (das erste von dem großartigen Anthony Bruno, der auch eine schmählich unterschätzte Romanserie über zwei FBI-Agenten geschrieben hat) und sogar einen Film: THE ICEMAN von Ariel Vromen. Er begann als Tierquäler, beging mit dreizehn Jahren seinen ersten Mord. Er wurde der effektivste Killer der Mafia und legte in 30 Jahren ca.150 Menschen um. Von 1986 bis zu seinem Tod 2006 saß er im Knast. Man vermutet, dass er dort umgebracht wurde weil er gegen den Mafioso Salvatore
Gravano aussagen wollte. Der inzwischen verstorbene Philip Carlo hat mit ICE MAN (Piper, 2011) das definitive Buch zu diesem Kotzmittel geschrieben. Ganz nebenbei ist es auch noch eine erschreckende Sozialgeschichte der USA. Es zeigt einmal mehr wie mies, klein und schmutzig diese Mafiosi sind, die – wie Banker – in einer Welt leben, deren einziger Wert die Gier ist. Da wichtige zeitgeschichtliche Literatur bei uns eine Seltenheit ist, muss man dem Piper-Verlag für diese Veröffentlichung danken und hoffen, dass sie im Windschatten des Films zusätzliche Käufer findet.

Der In Berlin lebende Amerikaner Mathew D. Rose ist bereits 1997 den Politikern unangenehm aufgefallen. In seinem Buch BERLIN-Hauptstadt von Filz und Korruption (Droemer Knaur) sezierte die Jauchegrube des damaligen regierenden Bürgermeisters Diepgen und seiner räudigen Gang. Auch sein neues Buch KORRUPT? Wie unsere Politiker und Parteien sich bereichern – und uns verkaufen (Heyne) ist eine lesenswerte Analyse des Ganglands BRD. Die Grundlage seiner Betrachtung lautet: „Die Zeit in der Politik eine gerechtere Umverteilung, also eine Verbesserung von Bildung, Gesundheit und Wohlstand der gesamten Gesellschaft anstrebte, ist in den Industrienationen lange vorbei. Dieser Wandel setzte in der Bundesrepublik im Jahr 1998 ausgerechnet mit der SPD-Grünen-Regierung ein.“ Da kann ich lediglich fragen: Wieso „ausgerechnet“ und nicht „folgerichtig“. Für Putins Gasableser Proll-Gert und dem Mann, der wie ein grunzender Affe klingt, Fischer, war dies das Projekt ihres Lebens. Aber anders als etwa Tony Blair haben sich diese beiden Schrebergarten-Ganoven nur mit Kleingeld abspeisen lassen. Gut, für Emporkömmlinge ist das sicherlich ein großer Batzen. Außerdem setzten diese Prozesse bereits unter Margaret Thatcher und dem Oggersheimer Saumagen ein, dem bis heute nicht der Prozess (zusammen mit Schäuble für die CDU-Spendenaffäre) gemacht wurde und der hoffentlich bald unter schlimmsten Schmerzen abkratzt; was ich als hilfloser Zornbürger selbstverständlich 90% allen Politikern in „diesem, unseren Lande“ wünsche. Nach der Lektüre von Roses Buch möchte man jedenfalls einmal mehr die Guillotine aufstellen und als Jakobiner über die Herrschenden richten.
Gucken wir mal, was Rose über ein paar Ganoven aus der Parasitenklasse erinnert: „GERHARD SCHRÖDER ….nach der Wahlniederlage, aber noch vor dem Ende seiner Amtszeit (vergab seine Regierung) einen Kredit mit staatlicher Bürgschaft von rund einer Million an die Nord-Stream AG, an welcher der russische Energiekonzern Gazprom mit 51 Prozent beteiligt ist… Am 22. November 2005 endete Schröders Amtszeit, und bereits im Dezember wurde er zum Verwaltungsratsvorsitzenden der Nord Stream AG ernannt…. Geschätztes Jahresgehalt 250.000 Euro.“ Carsten Maschmeyer kaufte Schröder die Rechte an seiner ebenso langweiligen wie schlecht geschriebene (lassen) Autobiographie für eine Million Euro ab. Wahrscheinlich als Gegenleistung für die steuerlich geförderte Privatrente, die lediglich Maschmeyers Konzern AWD nutzt. Für diesen OK-Verein arbeitet auch Bernd Rürup, der das Staatlich geförderte Rentenmodell mit seiner „Rürup-Kommission“ erarbeitete. Natürlich ist er SPD-Mitglied
WOLFGANG CLEMENT hat „sieben Aufsichtsratsposten inne“. Auch bei der RWE Power AG. „Auch auf die Zeitarbeitsbranche griff Clement zurück. Kaum ein halbes Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung saß er im Aufsichtsrat der Firma DIS Deutscher Industrie Service AG (Jahresgesamtbezug rund 15.000 Euro; er kann´s halt nicht besser)… Als Bundesminister hatte Clement sich… zugunsten der Zeitarbeitsunternehmen eingesetzt.“ Ja, die Genossen haben in all den Jahren an Bedeutungslosigkeit nicht verloren.

Man könnte unendlich weiter auflisten (zum Thema sollte man auch noch Jürgen Roths vorzügliche DEUTSCHLAND AG (Eichborn) hinzuziehen, auf die ich an anderer Stelle hingewiesen habe). Nachteilig für Roses Buch wirkt sich das Fehlen eines Index aus.

Bei Heyne Hardcore, der einzigen innovativen Reihe der letzten Jahre, erschien der Bericht von Malcolm Beith EL CHAPO – Die Jagd auf Mexikos mächtigsten Drogenbaron. Selbst unsere weitgehend gleichgeschalteten Medien kommen nicht an gelegentlicher Berichterstattung über den Mafia-Staat Mexiko vorbei. Noch stärker als in Kolumbien sind Politik, Militär und Mafia hier miteinander vernetzt und bilden eine Symbiose. <minutiös beschreibt Beth den Aufstieg von Joaquin Guzman, El Chapo, zum mächtigsten Drogenbaron der westlichen Hemisphäre, die Dummheit der Nordamerikaner, den Zynismus ihrer Drogenpolitik und wie der südliche Nachbar über Jahrzehnte immer mehr in Armut und Verbrechen getrieben wird. Das Buch ist der genaueste und ausführlichste Einblick in die Welt der mexikanischen Drogenmafia und Kultur, den ich bisher kenne, voller unfreiwillig komischer Situationen.



GESCHICHTE DER SÖLDNER by Martin Compart
3. Juli 2011, 12:27 nachmittags
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Söldner sind böse!
So lernt man das auf der Klippschule und aus Postillen wie BILD, ZEIT oder SPIEGEL. Dummerweise stimmt das genauso wenig wie die meisten Verallgemeinerungen (von Bankern, Spekulanten und Politikern einmal abgesehen). Söldner sind Instrumente, wie etwa ein Hammer: Man kann ihn gebrauchen um Nägel in die Wände zu hauen, oder um mit ihm den Schädel eines Mitmenschen zu zertrümmern. „Es sind nicht die privaten Sichherheitsfirmen (Private Military Companies), die die Demokratie zerstören, wie manchmal gerne verkündet wird, sondern bestehende staatliche Institutionen, die mit der Beschäftigung solcher Firmen parlamentarische Kontrollinstanzen umgehen“, schreibt Frank Westenfelder im besten deutschsprachigen Buch zum Thema Söldnerwesen. Die „kleine Geschichte“ ist ein großer Wurf!


Frank Westenfelder: EINE KLEINE GESCHICHTE DER SÖLDNER. Adatia Verlag, 2011.

Da es kaum Kriege gab und gibt, in denen Söldner keine Rolle spielen, scheint das Thema kaum zu bewältigen zu sein – auch wenn Westenfelder erst kurz vor der Neuzeit 1000 n.Chr. einsetzt. Aber ihm gelingt es blendend, zu jeder Epoche einen großen Überblick zu geben und dann an exemplarischen Einzelfällen die jeweiligen Spezifika heraus zu arbeiten. So geht er zum Beispiel in Folge des Russischen Bürgerkriegs genauer der Masse an weißrussischen Militärs nach, die als Söldner die Geschicke in China und Zentralasien zwei Jahrzehnte mitbestimmt haben. Ob politischer Überblick, militärische Taktiken, Strategien oder Waffentechnologie – das Buch strotzt vor interdisziplinärem Fachwissen. Und Westerfelder beschreibt die komplexesten Themen so eingängig, dass sich das Buch wie ein Thriller liest. Ein Page-Turner, den man schwer aus der Hand legen kann und politisch von keinerlei Naivität getrübt: „Die CIA soll Resultate bringen, aber die Menschenrechte beachten. Also lässt man Häftlinge zum Verhör nach Pakistan oder Ägypten bringen, wo Folter zwar auch verboten ist, sich aber niemand darum kümmert… Man schafft mit voller Absicht rechtsfreie Zonen… Bei PMCs wie Blackwater, Dyncorp oder MPRI handelt es sich um keine Söldnerfirmen, sondern um inoffizielle Dienststellen von Pentagon und CIA, von denen sie vollkommen abhängig sind, was einem Söldnerstatus eindeutig widerspricht. Sie dienen dazu, demokratische Kontrollinstanzen wie Senat und Kongress zu umgehen, mindern den Druck der Öffentlichkeit.“

Dr.Frank Westerfelder studierte in Karlsruhe Literaturwissenschaft und Geschichte. Er promovierte zum Thema nationalsozialistische Ideologie im historischen Roman – eine Arbeit, man auch gerne liest: http://www.westfr.de/ns-literatur/. Heute lebt er als freischaffender Programmierer in Barcelona. Von dort aus betreibt er die wohl beste Netz- Seite über das Söldnertum, der auch international nichts Vergleichbares entgegen gesetzt werden kann. Und genau an dieser Schnittstelle ergänzen sich zwei Medien vorzüglich: Man findet auf der Page http://www.kriegsreisende.de zu jedem im Buch angesprochenen Thema Ergänzungen und Vertiefungen. Ein Paradebeispiel dafür, wie hervorragend sich das älteste- und modernste Massenmedium ergänzen können. Die Page macht das Buch auch keineswegs überflüssig, da es dem Interessierten erst einmal einen generellen Einblick ermöglicht, das Rüstzeug liefert an Hand dessen man weiter gehende Informationen einordnen kann. So sollte heute mit Geschichte umgegangen werden.



ICH BEFEHLE – EIN UNGERN-STERNBERG-ROMAN by Martin Compart
7. Juni 2011, 10:12 vormittags
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Im rechts esoterisch ausgerichteten Regin Verlag wurde der 1938 erschiene Trivialschmöker ICH BEFEHLE von einem Berndt Krauthoff neu aufgelegt. Es behandelt auf sehr freie Art das Leben des blutigen Barons Ungern-Sternberg (u.a.wird ihm eine tragische Liebesgeschichte angedichtet). Da dieser Roman heute teuer in Antiquariaten gehandelt wird, ist es erstmal erfreulich ihn für interessierte wieder zugänglich zu machen.
Ergänzt wird die Neuausgabe durch ein Theaterstück KREUZZUG 1921 von Michael Haupt) und einem Nachwort von einem russischen „Ungern-Sternberg-Experten“, der auf Teufel-komm-raus die faschistische Ideologie zu leugnen versucht.

Kusmin behauptet allen ernstes, der Roman sei weder „deckungsgleich mit den ideologischen Standpunkten des 3.Reiches noch vertrete er „unmittelbare politische Propaganda“. Das begründet er mehr Ungerns Monarchistischen Haltungen und dem Respekt „den Nationen Asiens gegenüber“. Im 3.Reich wurde aber geradezu ein Kult um feudalistische Fürsten in Romanen und Filmen verbreitet. Und sowohl Tibeter wie Japaner (immerhin ein Verbündeter) waren hoch angesehen und ihre verquaste Kriegeresoterik und autoritärer Lamaismus von Himmler und seiner Ahnenerbe-Gang mystifiziert. Propagandistisch werden Japans Interessen im Fernen Osten und besonders der Mongolei durch ein behauptetes Pan-Asiatentum fälschlich dargestellt (es ging den Japanern wie den Deutschen um ihre Idiotenideologie vom Übermenschentum, um Raub von Bodenschätzen und Landnahme). Die Japaner strebten auf dem asiatischen Festland nie etwas anderes an als eine imperiale Vormachtstellung. Der irre Baron (genau wie seine Kumpane Semjonow und Kalmykow) waren nichts anderes als nützliche Idioten für die Interessen des Kaiserreichs. Auch wenn jemand wie der Baron gelegentlich aus dem Ruder zu laufen drohte. Was degenerierten russischen (oder baltischen) Adel mit Japan und Deutschland verbindet, ist der Irrglaube an die Überlegenheit der eigenen Rasse oder Klasse.

Im weiteren Verlauf seines Aufsatzes weist Kusmin auf die zahlreichen historischen Fehler in Krauthoffs Roman hin.
Der interessanteste Teil ist Kusmins kurzer Abriss des Lebens von Ungern, da er sich auf russische und mongolische Dokumente stützt, die im Westen schwer zugänglich sind. Aber alles in allem ist dieses mangelhaft edierte Werk eher eine nette Zusatzlektüre zu Palmers Biographie.

Letztlich ist diese Edition kein Ruhmesblatt für den Verlag. Wenn dieser schon den 125.Geburtstag seines „Helden“ mit einer Neuedition von Krauthoffs Machwerk abfeiert, hätten die Lektoren zumindest einen Aufsatz zu diesem unbekannten Autor und der Rezeptionsgeschichte des Buches beisteuern müssen. Denn über den Autor erfährt man weder etwas im Netz, noch in den einschlägigen Lexika. Wer war er? Wie kam es zu diesem Buch? Warum gibt es kein weiteres Buch von ihm? Die Antworten auf diese Fragen wären bestimmt spannender als Krauthoffs Primärtext (der es immerhin zu einer amerikanischen Übersetzung in kleiner Auflage gebracht hat). So wie es ist, erinnert die Ausgabe eher an eine unkritische Fan-Edition. Man findet auch keinen – längst überfälligen – Artikel zu Ungern-Sternberg in der Populärkultur: Immerhin wurde er in Comics (Corto Maltese), zahlreichen Romanen, Thrillern (Daniel Easterman), Filmen (Sie nannten ihn Sukhe Bataar) und Fernsehserien. Der französische Filmproduzent Bober versuchte in seiner Berliner Zeit in den 1990er Jahren ebenfalls einen Film über Ungern-Sternberg auf die Beine zu stellen. Regie sollte Lars van Trier führen und die Hauptrolle Willem Defoe spielen (der aber in Berlin absagte, nachdem er van Trier-Filme angesehen hatte – was man unschwer verstehen kann). Das (mir vorliegende) Drehbuch stammte von dem in Berlin lebenden Exilschriftsteller Friedrich Gorenstein (der bei uns vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Tarkowski bekannt ist). Durch den Autor, Journalisten und Filmkritiker Ulrich von Berg war ich persönlich damals kurzfristig an dieses Filmprojekt heran geführt worden.



OSSENDOWSKI – DER MYSTERIÖSE PROFESSOR 2/ by Martin Compart
22. Februar 2011, 10:52 vormittags
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Ferdinand Ossendowski wurde am 27.Mai 1876 in Witebsk, Polen geboren. Sein Vater Martin war Arzt, seine Mutter Wiktoria eine geborene Bortkiewicz. Angeblich waren die Ossendowskis eine alte adlige Familie, ursprünglich aus Ossendowice. Nachdem Ferdinand das Gymnasium absolviert hatte, ging er an die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität von Petersburg. Er erwarb sich während des Studiums wertvolle Kenntnisse über die Goldgruben und Erzminen Sibiriens. 1899 reiste er erstmals nach Sibirien, als Assistent von Professor Stanislaw Zaleski, der den Regierungsauftrag hatte, die Salz- und Mineralseen der Steppen von Chulyma-Minusinsk zu erforschen. Diese Reise schilderte er u.a. in seinem Buch IN DEN DSCHUNGELN DER WÄLDER UND MENSCHEN (1924). Anschließend studierte er in Paris weiter. Von 1901 bis 1903 war er Sekretär der Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Erforschung der Armur Region und gleichzeitig an der Universität von Tomsk Professor für Chemie und Physik. Im Russisch-Japanischen Krieg diente er unter General Kuropatkin als Marineangehöriger und Dezernent für die Brennstoffversorgung der russischen Armee. Bis 1905 gehörte er auch zum Beraterstab des Grafen Witte; er war Beirat und Assistent für industrielle Angelegenheiten. Als Professor für organische Chemie unterrichteter er am Polytechnikum von St.Petersburg, bevor er 1905 in die russische Revolution gerissen wurde. Sein Freund Lewis Palen dazu: “Ein Kapitel seiner Lebensgeschichte, das… mit seinem rasch reagierenden Temperament durchaus in Einklang steht, ist seine Präsidentschaft in der Revolutionsregierung des fernen Ostens zu Charbin in den letzten Tagen des Jahres 1905. Als der Zar sein am 17.Oktober 1905 dem Volke gegebenes Versprechen verleugnete, fühlte sich auch Ossendowski, wie so viele russische Untertanen, aufs bitterste enttäuscht. So kam es, daß er sich bereit erklärte, die Leitung jener Bewegung im Osten zu übernehmen, die die Trennung Ostsibiriens von Rußland anstrebte. Nur 60 Tage lang wirkte er an der Spitze der Organisation für die Verwirklichung jenes Planes, unterstützt von Subkomitees in Wladiwostok, Blagowestschensk und Tschita. Als die Revolution von 1905 zusammenbrach, riß sie in ihrem Fall natürlich auch diesen östlichen Vorposten mit sich. Dr.Ossendowski mit seinen Helfern wurde gefangen genommen und vor Gericht gestellt. In der Nacht vom 15. auf den 16.Januar 1906 wurden er und die Ingenieure S.Nowakowski, W.Lepeschinski, Maksimoff, Wlasenko und K.Dreyer, der Jurist A.Koslowski und noch siebenunddreißig andere verhaftet. Obwohl er gewarnt worden und für sein Entkommen Vorsorge getroffen war, zog Ossendowski es vor, das Schicksal seiner Genossen zu teilen, indem er sich dem Gerichte stellte. Dieses verurteilte ihn zum Tode, doch wurde auf Fürsprache des Grafen Witte die Todesstrafe in zweijährige Gefängnishaft umgewandelt.

Nach seiner Verhaftung und Einkerkerung am 16.Januar war Ossendowski abwechselnd in den russischen Gefängnissen zu Charbin, Chabarowsk, Nikolajewsk und Wladiwostock, schließlich in der Peter- und Paulsfestung zu Petersburg interniert. Dadurch, daß er einen Teil seiner Strafzeit in den Gefängnissen des Ostens abdiente, verkürzte er jene zwei Jahre um ungefähr fünf Monate, so daß er am 27.September 1907 aus der Festung an der Newa entlassen werden konnte.” Sein Verleger und Freund Palen berücksichtigt natürlich nicht die Gerüchte, dass Ossendowski vielleicht ein Agent des russischen Geheimdienstes, der berüchtigten Ochrana, gewesen war, der besonders revolutionäre Elemente auszuspionieren hatte. Seine durchgehenden politischen Überzeugungen, die Umwandlung von Todesstrafe zu einer milden Haftstrafe lassen zumindest aus kultureller und historischer Distanz Verdacht aufkommen. Auch Ossendowskis spätere Aktivitäten liefern für seine Nähe zur Geheimpolizei einige Indizien. Anders ist es kaum zu erklären, dass Ossendowski sich so intensiv von den Roten verfolgt fühlte. Nach seiner Freilassung lebte er bis 1917 vor allem in St.Petersburg, wo er seiner Lehr-und Forschungstätigkeit nachging und zahlreiche Artikel und wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlichte. Unter dem Pseudonym Mzura schrieb er 1914 für eine Petersburger Zeitung eine Reihe von Artikeln, in denen er Adolf Dattan, Direktor der Firma Kunst & Albert in Wladiwostok, als deutschen Geheimagenten diskriminierte. Dattan wurde verhaftet und später nach Tomsk abgeschoben. Seine Unschuld stellte sich schließlich heraus, und Viktor Panow, Redakteur einer Zeitung in Wladiwostok, beschuldigte Ossendowski der bewußten Verleumdung.

Bei Ausbruch des Weltkriegs war er “vortragender Rat im Marineministerium”, und während des Krieges schickte man ihn auf eine Forschungsreise in die Mongolei, bei der er die ersten Kenntnisse der Landessprache erwarb.

Zusammen mit einem Partner war Ossendowski maßgeblich an der Sisson-Affäre, an den sogenannten Sisson-Papers beteiligt. Edgar Sisson war ein Propagandaexperte der Hearst-Presse und im Sonderauftrag an der amerikanischen Botschaft tätig. Regelmäßig berichtete er in vertraulichen Papieren über die Zustände in Rußland dem amerikanischen Außenministerium. In den an Präsident Woodrow Wilson gerichteten Berichten hieß es, dass der deutsche Generalstab die russische Revolution mitgeplant habe und die Deutsche Bank deren Finanzierung betriebe. Sisson schmuggelte diese “Beweise” im März 1918 über den Finnischen Meerbusen in den Westen. In ihrem Buch RUSSISCH ROULETTE (Das Neue Berlin, 1998) analysierten die Autoren Gerhard Schieser und Jochen Trauptmann die Affäre: “Ossendowski hieß der polnisch-russische Kujau, der zusammen mit einem russischen Partner eine in den Details höchst unzuverlässige, im Grundsatz aber richtige Nachricht aufblies und häppchenweise für viel Geld an den Diplomaten Sisson verkaufte.” Eine Episode, die den umstrittenen Professor zumindest als begabten Fälscher auswies.
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OSSENDOWSKI – DER MYSTERIÖSE PROFESSOR 1/ by Martin Compart
20. Februar 2011, 8:07 nachmittags
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Ferdinand Ossendowski war eine mysteriöse Figur. Nicht unbedingt sympathisch, wie schon Sven Hedin kritisierte, der besonders die brutale Art monierte, mit der Ossendowski Tiere behandelte. Er hatte seine Finger in einigen schmutzigen Affären, politischen Intrigen und geheimdienstlichen Operationen. Bei näherer Beschäftigung stößt man auch immer wieder auf den Verdacht oder das Gerücht, dass er ermordet wurde. In den 20er Jahren gehörte er zu den erfolgreichsten Autoren der Zeit. Mit dem Buch TIERE, MENSCHEN, GÖTTER (Strange Vlg.)hatte er einen Weltbestseller, und bis heute gilt es als Klassiker der Okkultismus-Literatur.

http://www.fanproshop.de/Tiere-Menschen-und-Goetter

In bestimmten Kreisen ist es zu einem Mythos geworden. Seine Fluchtreise und seine Beschreibung lamaistischer Mysterien schlagen noch heute hartgesottene Reporter und Old Asiahands in Bann. Ein so renommierter Journalist und Reiseschriftsteller wie Terziano Terzani widmete ihm gar ein ganzes Kapitel in seinem Asienbuch FLIEGEN OHNE FLÜGEL; nämlich über seinen Besuch in Urga, bzw.Ulan Bator. Trotz aller seit den 20er Jahren zu Recht erklungenen Kritik an Ossendowski ist Terzani ihm geradezu jüngerhaft zugetan:

“Als ich mit Ossendowskis Buch unterm Arm, das ich soeben wieder und wieder gelesen hatte, in Ulan Bator aus dem Zug stieg, hatte ich das Gefühl, mit einem Gespenst auf sehr vertrautem Fuß zu stehen: Das Buch war er selbst, Ossendowski. Ich blieb eine ganze Woche in Ulan Bator, und während dieser Zeit trennten wir uns nicht einen Augenblick. Er beschrieb die Orte von einst, die wir dann gemeinsamaufsuchten. Er erzählte von bestimmten Riten, und gemeinsam sahen wir uns nach jemanden um, der sie noch praktizierte.” Richtig rührend wird es, nachdem Terzani unter einigen Mühen endlich die alte Tempel-und Klosteranlage Gandan gefunden hat: “Einer plötzlichen Regung folgend, legte ich Ossendowski auf den Boden, setzte mich mit überkreuzten Beinen vor den Thron und wandte mich an ihn: `Ich habe mein Versprechen gehalten, wir sind da.’Kein Hauch war zu spüren, doch dann strich ein leichter Luftzug durch die bunten Seidenbänder, die seitlich von einem Tanka herabhingen, und sie ließen eine andere Zeit zum Leben erwachen. Ich spürte die Anwesenheit Hutuktus auf dem Thron, die Anwesenheit Ungerns neben Ossendowski und anderer hinter ihnen… Gern hätte ich, und sei es für wenige Augenblicke, in dieser anderen Zeit gelebt, der ich mich häufig weitaus enger verbunden fühlte als der meinigen. Aber ich dachte an den Wärter, der bald kommen und nachsehen würde, was ich tat… und die Vision verschwand. Nur Ossendowski blieb bei mir, der mich bis hierher begleitet hatte und nun wieder lebendig geworden war. Indem ich dieses Buch wiederentdeckt hatte, hatte ich seine Existenz verlängert… Unleugbar war, daß ich durch meine Neugier dieses Buch aus seinem Todesschlaf erweckt, daß ich es lebendig gemacht hatte, daß es nun etwas anderes geworden war als einfach nur ein Gegenstand, ein Buch unter vielen. Aber nahmen denn die malaiischen kris nicht auf dieselbe Weise eine Seele in Besitz?”

Zweiffellos gibt es nicht allzu viele Bücher, die Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung eine derartige Magie ausstrahlen können. Wenige Bücher – von den Klassikern abgesehen – berühren noch die Menschen nächster Generationen. Das sollte man bei all den berechtigten Einwänden und Vorwürfen gegen Ossendowski bedenken.



DAN SIMMONS – DAS ALLROUND-GENIE by Martin Compart
12. Januar 2011, 10:56 vormittags
Einsortiert unter: Bücher, Dan Simmons, Krimis,die man gelesen haben sollte, Porträt, Science Fiction, thriller | Schlagwörter: ,

Eines sei gleich zu Anfang eingestanden: Mit der hochgelobten Science Fiction von Dan Simmons kann der Autor dieser Zeilen nichts anfangen; sie geht ihm – wie man in Fachkreisen gerne sagt – am Allerwertesten vorbei. (Er gehört ja auch zu den Ignoranten, die sowieso nur Steampunk, Ballard, Farmer, Dick, – schluck – van Vogt und ein paar andere SF-Autoren regelmäßig lesen …) Doch auf so ziemlich alles andere, was Simmons regelmäßig an Literatur liefert, steht er gewaltig.

Im Vergleich zu Dan Simmons’ Delirien wirken die meisten zeitgenössischen Horror-Autoren wie Schulhofkrakeler. Seine Weird Fiction steckt voller Szenen, die man nicht vergessen wird.

Sein erster Roman, GÖTTIN DES TODES, war der einzige Erstling, der je den World Fantasy Award gewann. Eher ein exotischer Abenteuerroman mit Horrorelementen. Neun Wochen hatte sich Simmons in Indien aufgehalten und ein Schauerszenario der Stadt Kalkutta abgeliefert, deren marternde Worte den Leser erbarmungslos foltern. Wer dachte, der gruseligste Ort sei der Bundestag, wird eines besseren belehrt: Seine Darstellung Kalkuttas als Höllenloch ist eines Dantes würdig. Eine Stadt, gegen die die Welten von BLADE RUNNER oder ALIEN geradezu wie friedliche Vororte wirken.

Zur Weird Fiction kehrte er immer wieder zurück: KINDER DER NACHT ist ein moderner Vampirroman, der zu den besten des Genres gehört und neue Volten aus dem abgenutzten Genre schlägt. Dabei sind die beschriebenen Zustände in Rumänien fast grauenhafter als der Genrehorror.

KRAFT DES BÖSEN ist ein unglaublicher Genre-Mix aus Horror, Conspiracy, Polit-Thriller und Hollywoodroman. “Es beherrschte anderthalb Jahre mein Familienleben. Es war eine schreckliche Zeit. Alles wurde dem Buch geopfert. Es war die intensivste Erfahrung des Schreibens, die ich je machte.” SOMMER DER NACHT ist sein dickleibiger Stephen King-Roman. Eine weitere Facette des Chamäleons Simmons, in dem er Kindheit in der amerikanischen Provinz der 60er Jahre mit Horror verbindet. In dem Sequal A WINTER HAUNTING kehrt einer der Protagonisten 40 Jahre später an den Ort des Schreckens zurück. Simmons – und das ist wieder so originell an ihm – zeigt die psychischen und emotionalen Nachwirkungen der grauenhaften Erfahrung.

Er ist einer der vielseitigsten lebenden Autoren. Sein bisheriges Oevre umfasst herausragende Werke in fast allen Genres: Science Fiction, Fantasy, Horror, Polit-Thriller, Mainstream, Crime. “Unterschiedliche Genres sind wie unterschiedliche Spezies am Baum der Evolution. Ich weiß, wie sauer Leser reagieren, wenn der Autor die Genre-Regeln nicht kennt. Ich kenne sie, weil ich all diese Genres liebe und lese. Jeder, der sein ganzes Leben lang nur dasselbe Genre liest, ist ein Idiot. Für einen Verleger ist das natürlich ein Alptraum. Er kann mir nicht ein bestimmtes Etikett aufkleben und mich damit vermarkten.” Kein Autor hat in so vielen Grenres so markante Duftmarken gesetzt. Ein solches Kaliber ignoriert man nur auf eigene Gefahr. Einzige Schwäche bei manchen seiner voluminösen Epen sind unnötige Subplots, die die Romane dicker machen, aber die Handlung oder Charaktere nicht voran bringen. Sein vermeintlich einfacher, direkter und schnörkelloser Stil ist äußerst effektiv. “Je komplexer die Story, um so simpler sollte der Stil sein und umgekehrt.“

Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Er studierte Englisch und wurde überzeugter Grundschullehrer. Wie es sich für solche Biografien gehört, war er von klein auf ein begeisterter Popliteraturleser. “Einige SF-Storys machten mir deutlich, dass der Kapitalismus nicht so toll ist wie ich dachte.” Heute lebt er mit seiner Frau Karen und seiner Tochter Jane in Colorado. In den 70er Jahren hatte er vergeblich versucht SF-Kurzgeschichten zu veröffentlichen. Bevor er die Schreiberei an den Nagel hängen wollte, machte er 1981 einen letzten Versuch und ging zu einem Workshop, in dem auch der legendäre Harlan Ellison unterrichtete. Ellison erkannte sofort Simmons’ Talent und drohte ihm physische Gewalt an, wenn er das Schreiben aufgäbe. “Ich nahm diese Drohung ziemlich ernst. Was er tatsächlich meinte, war, dass Schreiben eine Unumgänglichkeit ist und mir keine andere Wahl blieb.” Kurz darauf verkaufte er seine ersten Kurzgeschichten. 1987 hatte er so viele Preise eingesackt und Bücher verkauft, dass er Berufsschriftsteller wurde. Inzwischen veröffentlicht er in 30 Ländern.

Schon direkt nach dem Erscheinen wurde HYPERION zu einem SF-Klassiker und verkaufte bis heute über eine Million Exemplare in 20 Sprachen. Der Roman ist nach den Canterbury Tales strukturiert und erzählt eine Reise durch die Galaxis aus der wechselnden Perspektive von 6 Personen, die ihre Geschichte erzählen. Jeder dieser Berichte ist stilistisch unterschiedlich und präsentiert eine bestimmte Form der Science Fiction, von der Hardcore-SF bis zum Cyberpunk. Simmons erhielt dafür den wichtigsten Preis der SF-Literatur. “Ich hätte in Holland sein sollen, um den Hugo Gernsback Preis entgegenzunehmen, aber ich konnte es mir nicht leisten. Ich musste den Hugo gewinnen, um genug Geld zu verdienen, dass ich hätte zur Verleihung kommen können.” Das gigantische Werk, in dem er u.a. mit dem uralten katholischen Schwindel aufräumt, lässt sich höchstens mit C.S.Lewis, Olaf Stapledon oder David Lindsey vergleichen. Trekkies oder STAR WARS-Fans sind wohl kaum dazu in der Lage, Schritt für Schritt in dieses Buch einzudringen und scheitern bereits auf der ersten Seite. In der SF hinterlässt er regelmäßig breite Spuren: Ob mit herausragenden Kurzgeschichten, dem Hyperion-Nachfolger ENDYMION oder gerade mit ILLIUM, der ILLIAS als Space Opera. Simmons nutzt häufig klassische Vorlagen für seine Bücher: John Keats inspirierte ihn zu HYPERION, Dante und T.S.Eliot haben ihre Spuren in DER HOHLE MANN.

Als Meister des historischen Polit-Thrillers erweist er sich in FIESTA IN HAVANNA. Aus der Perspektive des FBI-Agenten Joe Lucas erzählt er wie Hemingway und seine Gang im 2.Weltkrieg auf einen Nazi-Komplott stoßen, der den Kriegsausgang verändern könnte. Großartig sind die Charakterisierungen realer Figuren von Gary Cooper über J.Edgar Hoover bis hin zu Ian Fleming. Und Hemingway selbst springt einem aus den Seiten direkt ins Zimmer. Sein Auge für Details, machen diesen Thriller authentisch. Die erhabenen Kommentare des literarisch uninteressierten Ich-Erzählers sind immer vergnüglich: „Hemingway hatte für diese alberne Fischgeschichte den Nobelpreis bekommen.“

Inzwischen hat er auch noch eine Privatdetektivserie auf der Piste, die mehr an Jim Thompson und Richard Stark orientiert ist als an Raymond Chandler. “Mein Ziel war, als ich HARDCASE, den ersten Joe Kurtz schrieb, kein Kapitel sollte länger als 5 Seiten haben. Und ich wollte einen Protagonisten, der so gemein ist, dass ihn nicht mal seine Mutter lieben kann. Ich schrieb es in zwei Monaten.” Der bodycount ist genauso hoch wie das Tempo dieser schwarzen Thriller. Drei sind bisher erschienen und der vierte, in dem Joe Kurtz ins Grass beißt, wird wohl nicht erscheinen.
Als Romancier zeigt er nicht nur die Menschen in ihren Beziehungen zueinander, sondern auch in ihren Beziehungen zu der Welt, in der sie leben.

In den letzten Jahren hat er einige historische Romane der Sonderklasse geschrieben. In TERROR geht es um die dritte Franklin-Expedition, die 1845 die Nord-West-Passage suchte. Beide Schiffe, die HMS Erebus und die HMS Terror, verschwanden seinerzeit mit 130 Mann Besatzung spurlos. Ihr Schicksal ist bis heute ein ungelöstes Rätsel – aber nicht für Simmons-Leser. Auf 990 Seiten zieht der Meister wieder alle Register und macht uns einmal mehr klar, warum wir ihn lieben wird dieser voluminöse Schmöker (im besten Sinne des Wortes) durch Horror. Was dann kommt, weiß man schon im vorhinein: Der Tag ist gelaufen. Dan Simmons und sein dickleibiger Schmöker übernehmen die Kontrolle über die kommenden Stunden – da haben weder Telefon noch Internet oder DVDs eine Chance; das älteste Massenmedium der Welt siegt wieder einmal im heroischen Kampf um den guten Geschmack. Nicht einmal die Vorauswahl von “Deutschland sucht den Superstar” (die sich jeder ansehen sollte, der one man, one vote für eine Voraussetzung der Demokratie hält), kann da mithalten. Um geistig gesund zu bleiben, muß man sich eben öfters in Bücher versenken, die die Kraft der Phantasie mobilisieren und unser reiches Innenleben abrufen. Und das beherrschen die Werke von Dan Simmons ganz vortrefflich.


Noch besser gefiel mir DROOD, der beste neo-viktorianische Roman seit QUINCUNX von Charles Palliser (der eine eigene Betrachtung wert wäre und zu den besten Romanen gehört, die ich je gelesen habe). Aus der Perspektive von William Wilkie Collins beschreibt er die Konkurrenz und Freundschaft zwischen ihm und Charles Dickens und vermittelt einen Eindruck in deren Persönlichkeiten, das die meisten Biographen nach Hause gehen können. Seine Schilderung der Londoner Unterwelt jagt dem Leser wohlige Schauer über den Rücken. Einige Kritiker – wie schon zuvor bei TERROR – bemängeln Umfang und Horrorelemente in DROOD. Dem muss ich widersprechen: Kein Wort ist zuviel. Es sind Romane, in die man sich fallen lassen kann und ein Wochenende in ihnen lebt. Auch ein Aspekt großer Literatur, der selten geworden ist wenn man an die alle paar Kapitel retadierenden Wiederholungen der viel zu dicken Kriminalromane denkt, die lediglich wegen des vom Marketing festgelegten Umfangs die Bestsellerliste blockieren.

Aus diesem Schriftsteller, der Genre-Meisterwerke auf Bestellung liefert, ist noch viel mehr herauszuholen. Also lesen Sie nach, was Sie bisher versäumt haben – der Suchteffekt wird sich mit Sicherheit einstellen.

BIBLIOGRAPHIE

GÖTTIN DES TODES (Song of Kali, 1985), Heyne, 1991.

KRAFT DES BÖSEN (Carrion Comfort, 1989); Heyne, 1993.

IN DER SCHWEBE (Phases of Gravity, 1989); Heyne, 1994.

DIE HYPERION-GESÄNGE (Hyperionund End of Hyperion); Heyne, 2002.

STYX (Kurzgeschichten); (Prayers to Broiken Stones, 1990); Heyne, 1995.

SOMMER DER NACHT (Summer of Night, 1991); Heyne, 1996.

Going After the Rubber Chicken, 1991.

Summer Sketches, 1992.

KINDER DER NACHT (Children of the Night, 1992); Heyne, 1993.

DER HOHLE MAN (The Hollow Man, 1992); Heyne, 1994.

LIEBE UND TOD (Lovedeath, 1993); Heyne 1995.Blitz Verlag, 2000.

DIE FEUER VON EDEN (Fires of Eden, 1994); Goldmann, 1997.

ENDYMION (Endymion und The Rise of Endymion); Goldmann 2003.

DAS SCHLANGENHAUPT (Darwin’s Blade, 2000); Goldmann, 2002.

FIESTA IN HAVANNA (The Crook Factory,1999); Goldmann 2000.

Hardcase, 2001.

IM AUGE DES WINTERS (A Winter Haunting, 2002), Heyne 2006.

Hard Freeze, 2002.

Welten und Zeit genug (2004) und Helix (2008) (Kurzgeschichtensammlung);
World Enough and Time, 2002

ILLIUM (Illium,2003); Heyne, 2004.

Olympos, Heyne 2004.

Hard As Nails, 2004.

TERROR (The Terror, 2007) Heyne 2007.

Muse of Fire (2008)

DROOD (Drood, 2009), Heyne 2009.

Black Hills (2010)Ursprünglich erschien das Portrait in DARK ZONE – EIN NOIR READER. Zu bestellen durch:
http://www.fanpro.com/produkte/vertriebsprodukte/strange/112-10818.html




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